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  • 13. Sep. 2007

    Am 29. September  findet in Washington die Verleihung des “Richard Dawkins Award”  an Daniel Dennett statt.

    Aus dem Rundbrief an alle Brights (Übersetzung von mir):

    Liebe Brights,

    Am 29. September wird beim Konvent der Atheist Alliance International Daniel Dennett den “2007 Richard Dawkins Award” von Richard Dawkins selbst verliehen.

    Der Konvent (von 27.09 - 30.09) ist ausverkauft. Die Festansprachen von Dennett und Dawkins, werden ebenso wie die Präsentationen anderer bekannter Atheisten, wie Sam Harris, Christopher Hitchens, Ayaan Hirsi Ali, und Julia Sweeney  als Live-Stream im Internet verfügbar sein

    Der kostenpflichtige Videostream kann bis zum 19. September unter http://www.onsitestreaming.com abonniert werden.

    Weitere Details zu dieser Veranstaltung.  auf der Homepage der AAI.

    13. Sep. 2007

    Kaiser Konstantin erobert erneut seine ehemalige Residenz. In Triers Innenstadt blickt Konstantins Konterfei kaiserlich entrückt vieltausendfach plakatiert über seine einstige Wahlheimat und an allen zentralen Plätzen stolpert der Besucher über die gigantischen Repliken der imperialen Füße.

    Anscheinend meinte man nur mit Gigantomanie dem Anlass gerecht werden zu können. Die Ausstellungstrilogie, die sich auf drei Museen verteilt und 6,6 Millionen Euro kostete, zeigt auf 3000 qm rund 1500 Exponate, von denen viele aus 160 verschiedenen Museen weltweit ausgeliehen wurden, ist immerhin ein Beitrag des des Landes Rheinland-Pfalz zur Kulturhauptstadt 2007 „Luxemburg und Großregion“ und steht unter der Schirmherrschaft Konstantin-Trierdes Bundespräsidenten.
    Das Kernstück befindet sich im rheinischen Landesmuseum („Herrscher des römischen Imperiums“): Um die machtvolle Größe des Kaisers spürbar zu machen, wurde der sechs Tonnen schwere, beinahe drei Meter messende kolossale Kaiserkopf aus den Kapitolinischen Museen in Rom mit modernster Technik in Originalgröße aufwendig in Marmor repliziert. Das Duplikat ist so gut, dass das Original in Rom nach Ende der Trierer Ausstellung durch die Replik ersetzt werden wird.
    Das Stadtmuseum Simeonsstift (”Tradition und Mythos”) konzentriert sich vor allem auf die Verehrung Konstantins durch die Ostkirche, für die er bis heute ein Heiliger ist, während sich das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum („Der Kaiser und die Christen“) Konstantins als Wegbereiter für das Christentum widmet.

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    6. Jul. 2007

    Warum verlieben wir uns ? In wen verlieben wir uns? Wie schaffen wir es geliebt zu werden? Was passiert mit und in uns, wenn wir uns verlieben und was wenn wir lieben? Was zerstört die Liebe und wie kann man sie erhalten? So lauten die Fragen, die wir alle uns immer wieder stellen. Der Wissenschaftpublizist Bas Kast berichtet welche Antworten die Wissenschaften auf diese uns alle bewegenden Fragen liefern.
    Sonntagmorgen, vereinzelt blinzelt die Sonne durchs Gewölk. Eigentlich müsste man dringend noch ein paar Stunden schlafen. Schließlich war die Nacht zuvor die “Saturday Night”. Eine fiebrige Nacht also, in der man sich als durchschnittlicher westeuropäischer Single-Mensch üblicherweise allerlei zweifelhaften Single-Vergnügungen auf der Piste hingibt, in der Hoffnung dort auf andere Single-MenschInnen zu treffen. Man könnte meinen, normale Single-Menschen nehmen sich genau deshalb Sonntags nichts vor, weil sie die Hoffnung nicht aufgeben wollen (können), ihre samstagnächtlichen Bemühungen mögen doch irgendwann einmal andere Ergebnisse zeitigen als einen ausgewachsenen Kater. Nun - ich hatte zum Glück zwar keinen Kater, trotzdem bewegte sich meine Begeisterung ob des infernalischen Gebimmels eines elektronischen Weckers an diesem Sonntag morgen deutlich im unteren Bereich. Immerhin - so sagte ich mir, wie um mich zu motivieren - bist Du eingeladen in die Akademie der Giordano-Bruno-Stiftung, den “Think-Tank der Atheisten“ also, wie der Spiegel kürzlich schrieb. Ein Ort, an dem mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Anwesenheit diverser Fundamentalatheisten, Brightsvordenker und deutscher Chefatheisten zu rechnen ist. Mithin die Speerspitze der “neuen Atheisten”, solche Leute trifft man ja immer gerne, schon allein um sich über deren unheimliche und ungeheuerliche Pläne zu informieren.

    Entgegen meiner Erwartungen werde ich nicht in einer schwarzen Kutsche abgeholt, auch wird mir kein Sack über den Kopf gezogen oder meine Sinne sonst wie eingeschränkt oder vernebelt. Es ist ein ganz normales Kraftfahrzeug - ein profaner Kombi übrigens - und die darin sitzenden Menschen sehen völlig normal aus und tragen allesamt normale Kleidung. Wahrscheinlich Tarnung, sage ich mir, lausche gespannt dem Gespräch und erlebe eine erneute Enttäuschung: Gewöhnlicher Smalltalk wird ausgetauscht, dann hören wir Musik und ein Kinderbuch wird herumgereicht, in dem ich keine einzige sublime Botschaft zu entdecken vermag. Es wird hier - so meine intuitive Vermutung - mit einem geheimen Code kommuniziert, den ich erst zu entschlüsseln vermag, sobald ich die Initiationsriten erfolgreich (also lebend) hinter mich gebracht haben werde. Immerhin erfahre ich, worum es heute in der Akadamie gehen wird: Um Liebe, Lust und Leidenschaft. Aha - wußte ich es doch: Polymorph-perverses Atheistenpack!

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    19. Jun. 2007

    Koralle2Von 15. bis 17. Juni 2007 fand an der Universität Trier eine Tagung unter dem Titel „iDie erschöpfte Theorie? Evolution und Kreationismus in Wissenschaften“ statt. Damit setzte der Arbeitskreis Kritische Theorie[n] die erfolgreiche Arbeit des Bildungskongresses „Die ewige Wiederkehr des Religiösen” von 2003 fort.

    Die Begrüßung erfolgt durch Christoph Lammers, der über den “Streitfall Evolution und den Bildungsmarkt” referiert. Er legt die Methoden der kreationistischen Bewegung dar, deren Schwerpunkt er im Angriff auf das Schulwesen sieht. Homeschooling und zunehmende Privatisierung verstärken den anti-evolutionären Ansatz. In Europa und insbesondere in Deutschland sind schöpfungstheoretische Unterrichtsinhalte in den wissenschaftlichen Fächern zwar noch eine Randerscheinung, dennoch sind antiaufklärerische Vorstellungen in der Gesellschaft weit verbreitet. Die noch(!) zaghaft vorgetragenen Versuche religiöser Vertreter und ihrer verlängerten Arme in den Reihen der Politik, Zweifel an Darwins Evolutionstheorie zu wecken, fallen in der Bevölkerung jedoch vermehrt auf fruchtbaren Boden.

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    14. Jun. 2007

    Da ist er also nun endlich: Michael Schmidt-Salomon, mein Guru und Vordenker. Natürlich ist er wirklich mein persönlicher Guru, aber wie ich zuletzt immer wieder der Presse und diversen Online-Medien entnehmen durfte ist er der Vordenker der Brights, er ist der deutsche Chefatheist schlechthin, und gehört damit unzweifelhaft zu den so genannten „Neuen Atheisten“, den Fundamentalisten unter den Aufklärern, so heißt es. Den ganzen Beitrag lesen …