Pressemitteilung vom 15.05.2008
Konfessionslosenverband sieht in Treffen mit Dalai Lama falschen Akzent
in der Menschenrechtsdebatte
Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA)
wirft den Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen vor,
durch ihr Hofieren des Dalai Lama der Sache der Menschenrechte in China
zu schaden. “Das Amt der Dalai Lama ist ein Überbleibsel aus einer
feudalen Zeit, in der Religion und Politik noch nicht getrennt waren”,
sagte der erste Vorsitzende des IBKA, Rudolf Ladwig. “Es ist
unbegreiflich, warum ausgerechnet ein ‘Gottkönig’ zum Garanten für
Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten stilisiert wird.”
Die Menschenrechtssituation in China lasse sich nicht an der
“Tibet-Frage” festmachen, sondern betreffe die gesamte chinesische
Bevölkerung. Angesichts der Zustände, die bis 1950 im Alten Tibet
herrschten, so Ladwig weiter, müssten sich Koch und Rüttgers fragen
lassen, welche konkreten Verbesserungen sie sich von einer Rückkehr des
Dalai Lama erwarten. “Es ist pure Augenwischerei zu suggerieren, dass es
in China mehr Meinungsfreiheit geben könnte oder sich die
Arbeitsverhältnisse der Millionen Wanderarbeiter zum Besseren ändern,
wenn nur die chinesische Regierung Gespräche mit dem Dalai Lama aufnimmt.”
Zur tiefergehenden Information verweist der IBKA auf die Website
gottkoenig.de, auf der umfangreiches kritisches Material zum Amt des
Dalai Lama, der Menschenrechtssituation im Alten Tibet und zum
tibetischen Buddhismus zu finden ist.
Über den IBKA:
Im Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA)
haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um sich für
Trennung von Staat und Religion, Weltanschauungsfreiheit und die
Förderung des vernunftgeleiteten Denkens einzusetzen.
Kontakt:
Rudolf Ladwig, Erster Vorsitzender
Postfach 1745, 58017 Hagen
Tel.: 02331-3480410
Fax: 02331-3480411
E-Mail: Rudolf.Ladwig@ibka.org
Web: www.ibka.org
