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  • 1. Feb. 2008

    Ein Gastbeitrag der Laizisten mit der Besprechung eines Lehrbuch zu Religions- und Weltanschauungsrecht. Vielen Dank an die Laizisten


    Active Image G. Czermak, E. Hilgendorf: Religions- und Weltanschauungsrecht. Eine Einführung, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN: 978-3-540-72048-5, Springer-Lehrbuch ISSN: 0937-7433, Taschenbuch, 327 S. http://www.springer.com/law/book/978-3-540-72048-5

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    4. Jan. 2008

    Science Evolution CreationismScience, Evolution, and Creationism‘ ist der Titel einer neuen Veröffentlichung der ‘National Academy of Sciences’ (NAS) und des ‘Institute of Medicine’ (IOM). Das Buch informiert über den aktuellen Stand der evolutionsbiologischen Forschung und liefert einen Überblick über die Argumente im Diskurs mit Kreationisten und Anhängern von Intelligent Design.

    Science, Evolution, and Creationism

    Wie entwickelte sich das Leben auf der Erde? Die Antwort auf diese Frage hilft uns unsere eigene Vergangenheit zu verstehen und sie ist notwendig um ums auf die Zukunft vorzubereiten. Obwohl die Evolutionstheorie glaubwürdige und zuverlässige Antworten liefert, zeigen Umfragen immer wieder, dass viele Menschen mit diesen Antworten unzufrieden sind und andere Erklärungen suchen.

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    20. Dez. 2007

    gesund_gluecklich_spiegelIm aktuellen Spiegel-Special Heft “Gesund und Glücklich” darf Autor Peter Seewald sich über die heilsame Kraft des Glaubens auslassen. Seewald ist , wie man etwa dem (übrigens ganz erstaunlichen in der Hauptsache vom Autor ‘Bene16‘ verfassten) Artikel bei Wikipedia entnehmen kann, durchaus ein ausgewiesener Experte in Glaubensbelangen. Auch seine zahlreichen Veröffentlichungen “Salz der Erde“, “Benedikt XVI. Ein Porträt aus der Nähe” oder Benedikt XVI. Leben und Auftrag” deuten darauf hin, dass er einen mehr als durchschnittlichen Bezug zur katholischen Kirche hat. Nun bedeutet ja die Weltanschauliche Ausrichtung eines Autors nicht zwingend, dass sein journalistisches Wirken ausschließlich von eben dieser Weltanschauung beeinflusst oder gar diktiert wird. Auch die Macher des Heftes verschweigen nicht aus welcher weltanschaulichen Ecke der Autor stammt. Wie in solchen Heften üblich wird er zu Beginn des Artikels kurz vorgestellt:

    Peter Seewald, 53. Verfasser mehrerer Gesprächsbücher mit Kardinal Joseph Ratzinger (dem jetzigen Papst Benedikt XVI.), ist Herausgeber der sechsbändigen “Bibliothek der Mönche“. Zuletzt erschien von ihm “Kult“, eine Sammlung von Kuriositäten und Besonderheiten aus 2000 Jahren christlicher Kultur.

    Der Titel des Artikels lautet “Die Homöopathie Gottes” und einen kleinen Augenblick lang ist man geneigt auf einen aufklärerisch-skeptischen Beitrag zu hoffen, schließlich ist es wohl bekannt, dass kein über Placebo hinausgehender Heileffekt der Homöopathie feststellbar ist. Man fragt sich, ob der Autor hier eine ganz subtile Form von Religionskritk anbringen möchte: Gott als Ober-Homöopath, der Hahnemanns Ähnlichkeitsprinzip (Simile) folgend, das Böse bekämpft, in dem er das Böse selbst in ganz kleinen Dosen (Religion) in die Welt setzt? Pfarrer und sonstige Lakaien, die Gottes homöopathische Medizin in einem für Laien kaum nachvollziehbaren Prozedere (Theologie) solange potenzieren - also verdünnen - bis das kleinste Fitzelchen “Wirkstoff” verflüchtigt ist. Aber dann, Nein. Doch nicht, leider zu früh gefreut. Wäre ja auch zu schön gewesen. Schon der Teaser belehrt uns in fetten Lettern eines Besseren: Den ganzen Beitrag lesen …

    19. Nov. 2007

    “Liebe zwei” heisst die neue CD von Hagen Rether.

    Ist er Kabarettist, Pianist, Wortakrobat, Poet, Comedian, ein übler Zotenreisser oder von allem etwas? Eines ist er jedenfalls nicht: Berechnebar. Da ist er lieber unverschämt. Nichts ist im heilig, er analysiert das Tagesgeschehen ebenso treffend wie das Feuilleton. Bin Laden ist ebenso eine Ziuelscheibe seins Spotts wie Schäuble, Merkel gerät ebenso in sein Visier wie die Kritiker der Merkelschen Frisur, die er für ein erfolgreiches Ablenkungsmanöver hält - Merkels Haare seien in Wirklichkeit total schön. Er sinniert über das Gottvertrauen von Päpsten im gepanzerten Papamobile, stellt den leeren Kirchen die vollen Kabarettsäale entgegen und führt ein fiktives Beratungsgespräch eines gewissen Herr Meisner auf Jobsuche. Kategorien und Genre-Regeln gelten nicht für Hagen Rether, der virtuos schwankt zwischen lustvoller Albernheit und tiefer Tragikomik und damit seinem Publikum die Tränen in die Augen treibt, aber manchmal auch in stummen Entsetzen zurückläßt. Etwa, wenn er die Frage stellt ob man ein Terroflugzeug auch abschießen dürfe, wenn sich etwa ein Embryo, eine Stammzelle oder vielleicht ein Krebskranker im Endstadium mit Selbsttötungsabsicht im Flugzeug befänden.

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    11. Okt. 2007

    Nützt Religion?

    Gleich zwei neue deutschsprachige Bücher beschäftigen sich mit dem Thema, Peter Sloterdijks “Gottes Eifer” und Barbara Stöckls Interview mit Christoph Schönborn namens “Wer braucht Gott?”. Robert Misik rezensierte beide Bücher in einem Aufwasch für den Wiener Falter.

    Zeitgenössische, aufgeklärte Gläubige führen ja für ihre Religion schon seit längerer Zeit zwei Dinge ins Treffen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Erstens: Sie ist wahr. Zweitens: Sie ist nützlich. Und da der Wahrheitsgehalt nicht wirklich zu beweisen ist und viele Menschen heutzutage spontan an Dingen wie der Jungfrauengeburt, der Aufspaltung Gottes in verschiedene Betriebsmodi - Vater, Sohn, Heiliger Geist - oder dem Gipfeltreffen von Moses und Jahwe am Berg Sinai zweifeln, wird mehr und mehr Gewicht auf das zweite Argument gelegt.

    Wohl wahr. Die Rezension war ja ganz nett, informativ und aufschlussreich, doch Robert Misiks Resümee verwunderte mich doch sehr:

    Nutzt’s nichts, dann schad’s nichts, wie der Wiener sagt. Ein Glaube, wie der, den Christoph Schönborn vertritt, der richtet wenig Schaden an und tut niemandem weh. Und das ist, wie Peter Sloterdijk zeigt, ohnehin das Beste, was man über eine Religion sagen kann.

    Schönborns Glaube schadet also niemandem und tut niemanden weh?

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    27. Sep. 2007

    ferkel_2.jpgEndlich ist das mit Spannung erwartete Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel(wir berichteten davon) von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nynckl lieferbar.

    Das Buch

    Das kleine Ferkel und der Igel führen ein glückliches und ausgefülltes Leben, in einem überaus gemütlichen und hübschen kleinen Häuschen im Grünen verbringen sie gemeinsam ihre Tage. Ein wenig hat es sogar den Anschein als lebten die beiden Protagonisten, deren Geschlecht nicht explizit erwähnt wird, in einer eheähnlichen Gemeinschaft. Eines Tages, sie sind hungrig von einem gemeinsamen Schaumbad, verlassen sie das Haus um ein paar Äpfel zu pflücken, und finden an der Wand ihres Häuschen ein Plakat mit einer ganz und gar rätselhaften Botschaft: “Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!” steht da mit einem dicken Ausrufezeichen geschrieben. “Wer oder was ist denn dieser/dieses Gott?” fragen sich die beiden und “Wieso soll er uns denn fehlen?” Sofort machen sie sich auf dem Weg um das Rätsel zu lösen.

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    21. Aug. 2007

    In der 3. Folge der Hörfunkreihe “Gottes Bilder – Warum wir glauben” auf SWR2-Wissen widmete sich Falk Fischer am 1.8.2007 dem Thema “Naturwissenschaft und Religion”. Die Radio Akademie in SWR2 verfolgt das Ziel der “Vermittlung von Wissen und Orientierungshilfe in einer immer komplexeren Gesellschaft”. Ziel dieses Beitrags war es offensichtlich, eine als verunsichert angenommene christliche Hörerschaft durch ein lauwarmes Wechselbad von hallunterlegten Psalmlesungen mit esoterischen Einlassungen christlicher Wissenschaftler in ein religiöses All-Einheitsgefühl zu lullen.

    Der erste Teil des Beitrags zeigt exemplarisch, welche Argumentationstaktiken üblich sind, wenn die Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Glaube gezeigt werden soll. Der Autor des Beitrags postuliert zuerst einmal völlig unbegründet, Wissen sei nur ein Teilbereich möglicher Erkenntnis. Sodann hält er dem naturwissenschaftlichen Erklärungsansatz vor, sein Mangel an Sinngebungs- und Trostpotenzial führe zu Hybris. Da jedoch gerade die Naturwissenschaft sich mit guten Modellen zur Voraussage von Überprüfbarem begnügt, ist dieser Vorwurf eine dreiste Umkehrung der Sachlage. Fischer versucht außerdem, der Wissenschaft metaphysische Voraussetzungen unterzuschieben: Ludwig Wittgensteins Aufforderung, über all das zu schweigen, worüber man nichts sagen könne, sei “im Grunde ein Maulkorberlass für die Grundvoraussetzung aller Wissenschaft”. Auch dies trifft viel eher auf religiöse Weltbilder zu, die zentrale metaphysische Annahmen treffen und nicht nur gut funktionierende Theorien aufstellen.

    Zur weiteren Glaubensfestigung soll nun die Quantenphysik bemüht werden. Da dort ja - wie allgemein bekannt - alles etwas unscharf und merkwürdig ist, eignet sie sich hervorragend für jedermann, um alles mögliche zu begründen, und ist deshalb in Esoterik, Philosophie und moderner Theologie gleichermaßen beliebt. Hier wird sie vertreten durch Dr. Hartmann Römer, Professor für Physik an der Universität Freiburg. Römer ist ins kritische Radar der GWUP geraten, da er an Publikationen mitwirkte, in denen Homöopathie, Fernheilungen und parapsychologische Effekte mit quantenphysikalischem Formalismus zu begründen versucht wird.

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    21. Aug. 2007

    Ein Bilderbuch klärt bereits Sechsjährige auf amüsante Weise über den „Gotteswahn” auf. Doch: Darf man das?

    ferkel_2.jpg HAMBURG. (hpd) In der zweiten Septemberhälfte wird das Buch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” von Michael Schmidt-Salomon (Autor) und Helge Nyncke (Illustrator) im Alibri Verlag erscheinen. Über das Buch ist schon im Vorfeld viel spekuliert worden. Dem hpd bot sich nun exklusiv die Gelegenheit, die Druckfahnen vorab zu sichten.

    Der Rabbi, der Bischof, der Mufti und das Ferkel

    Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen Ferkels und des kleinen Igels, die stets „großen Heidenspaß” hatten. Doch dann entdecken sie eines Tages ein Plakat, auf dem geschrieben steht: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!” Darüber erschrecken die beiden sehr, denn sie hatten ja gar nicht geahnt, dass ihnen etwas fehlte. Also machen sie sich auf den Weg, um „Gott” zu suchen. Über die Abenteuer, die unsere beiden Helden später auf dem „Tempelberg” erleben, sei an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Nur soviel: Rabbi, Bischof und Mufti erscheinen, obgleich sie sich in den Haaren liegen, als gleichermaßen verrückt, wie Ferkel und Igel nach überstandener Suche im Irrgarten der Religionen einhellig feststellen. „Und die Moral von der Geschicht’: Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!”

    Weiterlesen auf hpd-online

    “Wo bitte geht’s zu Gott?” beim Alibri Verlag vorbestellen

    16. Aug. 2007

    Eine „Enzyklopädie für freie Geister und solche, die es werden wollen“ haben im Juli Michael Schmidt-Salomon und Carsten Frerk veröffentlicht. Darin wollen sie „in vergnüglich-böser Weise die ‘Kirche im Kopf’ aufs Korn” nehmen. Ist es ihnen gelungen? Eine Rezension von Martin Hergert.

    „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“ Mit diesem Zitat beginnt „Die Kirche im Kopf“. In der folgenden Einführung wird eine „Gehirnwäsche“ angeboten, denn – so die Autoren – wir waschen täglich unseren Körper, wieso sollte nicht auch unser wichtigstes Organ einmal gewaschen werden? Als Konsequenz ist dann auch die Enzyklopädie selbst in „Vorwäsche“ und „Hauptwaschgang“ eingeteilt.

    Die „Vorwäsche“ beleuchtet Redewendungen, Flüche und co. Die Themen erstrecken sich von „Fortpflanzung“ bis „fromm“, von „Kruzitürken!“ bis „Kulturbeutel“. In den etwa eine viertel bis eine Seite langen Einträgen, erfährt man Wissenswertes zur Bedeutung und vor allem zur Herkunft des jeweiligen Begriffs. Oder wussten Sie dass die Farbe Rot des Weihnachtssterns für das Blut Christi steht, das Grün hingegen die von den Heiden übernommene Hoffnung auf neuen Frühling ist? Außerdem wird häufig mit mehr als einem Augenzwinkern auf die Absurditäten des christlichen Glaubens hingewiesen. Frei nach dem Motto „Wer das glaubt, ist ein Schaf“. Dies kann durchaus als Kritikpunkt gelten, Neutralität kann dem Buch nicht nachgesagt werden. Soll es aber auch nicht, so die Autoren. Im Vorwort versichern sie, dass alle Fakten gründlich recherchiert seien, stellen aber auch klar, dass die Bewertung aus einer „dezidiert freigeistigen, humanistischen Perspektive“ erfolge. Leider kommt es hin und wieder vor, dass von den Autoren eine Sichtweise als „Normalität“ vorausgesetzt wird, die so „klar“ nicht jedem Leser ist, vor allem nicht dem zweifelnden christlichen Leser, welcher sich über seine „Kirche im Kopf“ informieren will. Insgesamt ist die Vorwäsche jedoch leicht verständlich und vergnüglich zu lesen – Sie ahnen nicht welche Sprichwörter alles einen christlichen Ursprung haben!

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