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  • 24. Sep. 2008

    Wohlwollend von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, der (leider) einzig verbliebenen lokalen Tageszeitung in vielen Ruhrgebietsstädten, begleitet, findet in der Stadt Gelsenkirchen gerade ein skandalöser Verstoß gegen das Gebot weltanschaulicher Neutralität statt: In Zusammenarbeit mit der der Evangelischen Kirche und dem pädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen soll künftig im Rahmen eines zunächst auf zwei Jahre angelegten Projekts „religiöse Bildung“ in städtischen Kindertageseinrichtungen implementiert werden.

    Den ganzen Beitrag lesen …

    15. Mai. 2008

    Pressemitteilung vom 15.05.2008

    Konfessionslosenverband sieht in Treffen mit Dalai Lama falschen Akzent
    in der Menschenrechtsdebatte

    Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA)
    wirft den Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen vor,
    durch ihr Hofieren des Dalai Lama der Sache der Menschenrechte in China
    zu schaden. “Das Amt der Dalai Lama ist ein Überbleibsel aus einer
    feudalen Zeit, in der Religion und Politik noch nicht getrennt waren”,
    sagte der erste Vorsitzende des IBKA, Rudolf Ladwig. “Es ist
    unbegreiflich, warum ausgerechnet ein ‘Gottkönig’ zum Garanten für
    Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten stilisiert wird.”

    Die Menschenrechtssituation in China lasse sich nicht an der
    “Tibet-Frage” festmachen, sondern betreffe die gesamte chinesische
    Bevölkerung. Angesichts der Zustände, die bis 1950 im Alten Tibet
    herrschten, so Ladwig weiter, müssten sich Koch und Rüttgers fragen
    lassen, welche konkreten Verbesserungen sie sich von einer Rückkehr des
    Dalai Lama erwarten. “Es ist pure Augenwischerei zu suggerieren, dass es
    in China mehr Meinungsfreiheit geben könnte oder sich die
    Arbeitsverhältnisse der Millionen Wanderarbeiter zum Besseren ändern,
    wenn nur die chinesische Regierung Gespräche mit dem Dalai Lama aufnimmt.”

    Zur tiefergehenden Information verweist der IBKA auf die Website
    gottkoenig.de, auf der umfangreiches kritisches Material zum Amt des
    Dalai Lama, der Menschenrechtssituation im Alten Tibet und zum
    tibetischen Buddhismus zu finden ist.

    Über den IBKA:

    Im Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA)
    haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um sich für
    Trennung von Staat und Religion, Weltanschauungsfreiheit und die
    Förderung des vernunftgeleiteten Denkens einzusetzen.

    Kontakt:

    Rudolf Ladwig, Erster Vorsitzender
    Postfach 1745, 58017 Hagen
    Tel.: 02331-3480410
    Fax: 02331-3480411
    E-Mail: Rudolf.Ladwig@ibka.org
    Web: www.ibka.org

    26. Apr. 2008

    Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare strikt abgelehnt. In einem Interview mit der in Würzburg erscheinenden katholischen Tageszeitung „Die Tagespost“ sagte der Freiburger Erzbischof: „Familie entsteht dadurch, dass Mann und Frau miteinander Kinder zeugen.“ Er halte es deshalb nicht für richtig, Kinder ohne diesen von der natürlichen Ordnung gewollten Bezug zu Vater und Mutter aufwachsen zu lassen.

    Auszug aus dem Interview (Quelle kath.net):

    Tagespost: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat zu Beginn dieses Jahres adoptionswilligen gleichgeschlechtlichen Paaren durch ein Urteil den Rücken gestärkt. Was hat die katholische Kirche zu diesem sehr kontrovers diskutierten Thema zu sagen?

    Zollitsch: In der Debatte um das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare wird übersehen, dass es Mann und Frau sind, die für neues Leben sorgen. Familie entsteht dadurch, dass Mann und Frau miteinander Kinder zeugen – und auch beide für die Kinder da sind. Deswegen sehe ich ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche zusammenlebende Menschen nicht im Sinne dessen, was Familie ist und auch nicht im Sinne dessen, was dem Naturrecht entspricht. Ich halte es in diesem Zusammenhang nicht für richtig, Kinder ohne diesen von der natürlichen Ordnung gewollten Bezug zu Vater und Mutter aufwachsen zu lassen. Wir bedauern es, wenn in einer Familie ein Elternteil stirbt und ein Kind deswegen nicht mehr beide Eltern erleben kann. Das sehen wir als Nachteil an. Auf diesem Hintergrund verstehe ich nicht, warum man eine solche, für die Entwicklung eines Kindes nachteilige Situation konstruieren und gesetzlich auch noch untermauern will, nur um bestimmten Wünschen mancher Menschen Rechnung zu tragen.

    kleine Nachhilfe in Argumentationstechnik:

    … was dem Naturrecht entspricht …

    […]

    … ohne diesen von der natürlichen Ordnung gewollten …

    Fehler 1: Naturalistischer Fehlschluss. Das etwas (in der Natur) ist, ist kein Beleg dafür, dass dieses etwas gut ist. Kriege, Mord oder noch einfacher der Tod sind zwar ebenfalls natürliche Phänome, die aber allein deshalb kaum jemand gut fände. Auch nach Humes Gesetz folgt aus dem “Sein” absolut nichts für das “Sollen”.

    … warum man eine solche, für die Entwicklung eines Kindes nachteilige Situation konstruieren …

    Fehler 2: Nach Schopenhauers eristischer Dialektik (Anm.: frei verfügbar beim Projekt Gutenberg - sehr empfehlenswerte Lektüre!) handelt es sich hierbei um Kunstgriff Nr. 6, eine s.g. versteckte peticio principii, wobei eine Hypothese mit einer weiteren Hypothese begründet wird. Einen Nachweis, dass Adoption durch ein homosexuelles Paar eine nachteilige Situation für das Kind sei, erbringt der Bischof nämlich nicht, wohl deshalb, weil es einen solchen Nachweis nicht gibt, wie man zB hier nachlesen kann.

    26. Apr. 2008

    Am 22. April wurde in Trier der “Humanistische Verband Deutschland, Rheinland Pfalz e.V.” gegründet, und ist damit der zehnte Landesverband des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD).

     

    HVD-GründungImmerhin 50 Interessierte hatten sich zu der Veranstaltung eingefunden. Dr. Horst Groschopp , der Vorsitzenden des Bundesverbandes, referierte zunächst über Sinn, Zweck und Ziel dieser Vereinsgründung: “Warum wir säkulare Kindergärten, Schulen, Seniorenheime brauchen” lautete der Titel seines Vortrags. Die Trennung von Staat und Kirche in der BRD stehe auf dem Stand von 1919 stellte er lakonisch fest. Aber es gebe erkennbar ein Bedürfnis nach nichtreligiösen Alternativangeboten in den Bereichen Erziehung, Bildung, Fest- und Feierkultur ebenso wie in den Sektoren Kranken- und Altenpflege. Auch im hochreligiösen Rheinland-Pfalz, das laut Umfragen eine sehr niedrige Quote an Konfessionsfreien aber einen extrem hohen Anteil an Katholiken aufweist. Zwar seien laut neueren Erhebungen nur 7,2% aller Rheinland-Pfälzer konfessionslos, obwohl über 17% sich selbst als Atheisten bezeichnen, was auf einen hohen Grad an Zwangskonfessionierten hinweise.

    VorstandMichael Schmidt-Salomon moderierte die nachfolgende Gründung des Vereins. In gewohnt eloquenter und zügiger Weise leitete der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung durch die staubtrockenen Formalia des Gründungsaktes: Feststellung der Gründungsfähigkeit, Bestellung der Protokollantin, Beschluss über die Geschäftsordnung, Beschluss zur Tagesordnung usw.. Spannend wurde es erst als politische Erklärung und Satzung präsentiert werden. Ebenso wie bei Dr. Groschopps Vortrag zeigte sich auch hier das lebhafte Interesse der Teilnehmer. Inbesondere auf die von den Initiatoren vorbereitete Satzung des Vereins erfolgten zahlreiche Nachfragen des Publikums, das einzelne Punkte äußerst lebhaft diskutierte. Anschließend erfolgte die Wahl des Vorstandes, mit der Vereinsführung betraut werden (im Bild v.l.): Thomas Schmidt (Schatzmeister), Jörg Salomon (stellv. Vorsitzender), Fiona Lorenz (Vorsitzende), Helmut Debelius (Beisitzer) und Wolfgang Schmitt (Beisitzer) - sowie der Beitritt zum Bundesverband des HVD.

    Rheinland-Pfalz braucht den HVD-Rheinland-Pfalz. Der HVD-Rheinland-Pfalz ruft alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in unserem Bundesland zur Mitarbeit auf.

    Downloads:

    Vereinssatzung

    Politische Erklärung

    Mitglied werden im HVD, Rheinland Pfalz e.V.

     

    In Kürze wird das Internetangebot des Vereins unter www.hvd-rlp.de zu finden sein.

    Kontakt: info@hvd-rlp.de

     

     


    26. Mrz. 2008

    Am 22. April 2008 steht in Trier die Gründung des Humanistischen Verbandes Rheinland-Pfalz auf der Tagesordnung.

    HVD-Logo
    Rheinland Pfalz ist mit nur 7,2% konfessionslosen ein besonders dunkler Fleck auf der Landkarte. Es wird also Zeit, dass die Arme hochgekrempelt werden. Wir bitten deshalb um zahlreiches Erscheinen. Zuhören kann jeder Interessierte, mitmachen können nur Einwohner von Rhenland-Pfalz. Besucher von außerhalb (Triers) können sich gerne direkt an den Skepticker wenden: info (ät) skepticker.org

    Ort: TUFA (kleiner Saal)
    Weberbach/Wechselstraße, 54290 Trier
    Datum: Dienstag, 22.04.2008
    Beginn: 19:00 Uhr

    Zum Auftakt ein Vortrag von Dr. Horst Groschopp Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD):
    “Warum wir säkulare Kindergärten, Schulen, Seniorenheime brauchen”
    Moderation: Dr. Michael Schmidt-Salomon (gbs)

    Veranstalter: Humanistischer Verband Deutschlands in Verbindung mit dem katz e.V. und der Giordano Bruno Stiftung

    26. Mrz. 2008

    Der Alibri-Verlag, der  das religionskritische Ferkelbuch herausgibt, geht gegen die unfaire Berichterstattung vor. Gefordert werden ein Widerruf in der FAZ, der Presserat wurde angerufen und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Staatsanwalt erhoben.

    Alibri-Verlag:

    In einigen Fällen überschritt die Kritik allerdings die Grenze dessen, was noch als fair bezeichnet werden kann; gegen diese Form der Berichterstattung setzen sich der Verlag und die beiden Macher des Kinderbuches zur Wehr. Den Vogel schoß dabei die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ab. In der Ausgabe vom 5.3.2008 – also einen Tag vor der Verhandlung vor der Bundesprüfstelle – behauptete Thomas Thiel in einem Artikel über die Einweihung des Giordano Bruno-Denkmals in Berlin, das Buch sei „auf dem Index der Bundesprüfstelle“ gelandet. Aufgrund dieser offensichtlich falschen Tatsachenbehauptung, der wir durchaus eine rufschädigende Absicht unterstellen, fordert der im Text genannte Autor Michael Schmidt-Salomon von der FAZ einen Widerruf.

    Den Presserat rief der Verlag in einem anderen Fall an: Der Journalist Ulrich W. Sahm hatte zunächst auf ntv.de, dann in leicht abgeänderter Form im Feuilleton der NRZ behauptet, die „Formulierung ‘Menschen vernichten’“ sei „der Nazisprache“ entlehnt und insofern handele es sich um eine „vielleicht gar antisemitisch angehauchte Darstellung“ (ntv) bzw. „vielleicht sogar latent anitsemitische Darstellung“ (NRZ). Abgesehen davon, daß die behauptete Formulierung in dieser Form im „Ferkelbuch“ gar nicht vorkommt, muß in Sahms Artikeln aus zwei Gründen der Versuch einer gezielten Diffamierung des Autors Michael Schmidt-Salomon gesehen werden. Denn die Nationalsozialisten beschrieben ihre Verbrechen mit euphemisierenden Begriffen; die Vernichtung der europäischen Juden wurde als „Endlösung der Judenfrage“ kommuniziert (und eben nicht als Vernichtung von Mitmenschen). Mit geringem Rechercheaufwand hätte Sahm herausfinden können, was tatsächlich die Quellen waren, aus denen Schmidt-Salomon seine Formulierungen entlehnt hat: Kinderbibeln.

    Eine Dienstaufsichtsbeschwerde brachte der Verlag gegen den Leitenden Oberstaatsanwalt in Aschaffenburg, Ernst Wich-Knoten, auf den Weg. Die Staatsanwaltschaft in Aschaffenburg hatte eine Strafanzeige zu prüfen, die das Bistum Rottenburg-Stuttgart gegen das „Ferkelbuch“ gestellt hatte. Diese Prüfung kam zu einem negativen Ergebnis, so daß die Staatsanwaltschaft Mitte Februar verlauten ließ, das Buch enthalte keine strafbaren Inhalte; es wurde kein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Allerdings schien dies dem Leitenden Oberstaatsanwalt wenig zu gefallen, denn der Evangelische Pressedienst (epd) zitiert ihn in einer weit verbreiteten Meldung mit den Worten, das Buch sei ein „perfides Machwerk in der Maske des religiösen Kinderbuchs“. Was als persönliche […] ist als Aussage eines Leitenden Oberstaatsanwaltes – und als dieser wird er zitiert – unzulässig.

    Siehe auch:

    Presseschau zur Causa Ferkelbuch

    2. Mrz. 2008

    An tiefgreifendere Reformen sind wir ebenso gewöhnt wie an weitreichendste Vollmachten. Auch fürchterliche Pleonasmen wie der größte denkbare Super-GAU sind im politischen Sprachgebrauch allgegenwärtigst. Auch auf die immer wiederkehrenden Quantensprünge mag der Machtmensch nicht verzichten um seinen Reformwillen oder auch seine Bereitschaft zum Umdenken optimalst zu demonstrieren. Rolf Schneider (nicht zu verwechseln mit Wolf Schneider) widmete sich im Deutschlandradio nun einen weiterem Feld der politischen Sprache, der Metapher:

    Immer mal wieder ist es an der Zeit, die Sprache der aktuellen Politik zu bedenken. Wir wissen, die Demokratie, und zumal die unsere, lebt von einer medial beförderten Geschwätzigkeit bei sich verflüchtigenden Inhalten. Doch wir wollen hier keine Einzelpersonen herausstellen bei etwas, an dem sich die gesamte politische Klasse beteiligt, mehr oder weniger, von der Kanzlerin bis zum letzten Hinterbänkler in einem von 16 Landtagen.

    Metaphern sind Glückssache

    1. Mrz. 2008

    Neue Terrorgefahr durch die ‘radikale antifiskalische Szene’:


    7. Feb. 2008

    Da 40 Prozent aller schwarzen Schüler Torontos die Highschool nicht abschließen, will die Schulbehörde es mit der Rassentrennung versuchen. Der eurozentrische Unterricht herkömmlicher Schulen würde schwarzen Schülern nicht gerecht werden. Im Jahr 2009 soll daher die erste afrozentrische Schule eröffnet werden, die nur für schwarze Schüler vorgesehen ist.

    Man erwartet, dass die Schüler bessere schulische Leistungen bringen würden, wenn sie beispielsweise im Geschichtsunterricht über Mathieu da Costa, einem schwarzafrikanischen Navigator, der 1603 im Rahmen einer Expedition nach Kanada kam, erfahren würden.

    Wie der Toronto Star berichtet, ging die Abstimmung mit 11 zu 9 Stimmen zugunsten des Vorhabens aus. Wer hinter diesem Vorhaben ein Widererstarken des Ku-Klux-Klans vermutet, der irrt. Die neue Apartheid Kanadas wird schon eine Zeit lang ganz besonders von afro-kanadischen Vereinigungen und liberalen Pädagogen gefordert.

    In Deutschland wurde ein derartige Trennung der Schulen für Türken und Deutsche ebenfalls schon angedacht; allerdings von der NPD.


    6. Feb. 2008

    Die Presse berichtet, dass sich eine Legalisierung der Stammzellenforschung in Österreich abzeichnet. Während die Regierung unter Wolfgang Schüssel sich noch quer legte, dürfte nun, unter Gusenbauer ein Umdenken stattfinden.

    Bei einer Tagung über Stammzellforschung in Wien zeichnete sich ein Konsens der Parlamentsparteien ab, nicht nur Forschung an embryonalen Stammzellen, sondern auch deren Gewinnung in Österreich gesetzlich zuzulassen.

    Fragt sich, was den Sinneswandel der ÖVP bewirkt hat. Schließlich hat sich an der Zusammensetzung der überalterten Führungsetage der ÖVP kaum etwas geändert. Aber vielleicht ist auch das der Grund für das Umdenken. Möglicherweise versagt bei dem einen oder anderen schon eine Niere.

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