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  • 25. Sep. 2007

    Fernsehcasting der katholischen Fernseharbeit

    Ganz ohne Beteiligung von Herrn Bohlen und der anderen üblichen Verdächtigen von RTL wird zur Einsendung selbstgedrehter Filme mit mindestens 1-3 minütiger Verkündigungsrede aufgerufen:

    Die Katholische Fernseharbeit in Frankfurt sucht fernsehtaugliche Kleriker und Laien, die in TV-Talkshows Rede und Antwort stehen oder selbst Verkündigungsbeiträge im Fernsehen präsentieren. Damit reagiert die Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz auf steigende Anfragen verschiedenster Fernsehsender nach geeigneten Studiogästen aus der Katholischen Kirche.
    Priester, Ordensleute oder Laien, die sich in der Fernseharbeit engagieren möchten, können ab sofort ein selbst gedrehtes Video einreichen oder von anderen Personen vorgeschlagen werden. Einsendeschluss ist der 30. November 2007.
    Die Katholische Fernseharbeit erwartet einen mit Handy oder professioneller Kamera gedrehten Film, der ca. 1-3 Minuten frei gesprochene Verkündigungsrede zeigt. Es darf sich dabei zum Beispiel auch um die live aufgezeichnete Sonntagspredigt handeln, durch die Gemeindemitglieder ihren Pfarrer vorschlagen können. Achtung: das Einverständnis der gefilmten Personen ist immer vorab einzuholen! Der Jury kommt es nicht auf den perfekten Film an, sondern auf die Person darin.

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    25. Sep. 2007

    Ahmadineschad besucht New York. Sein umstrittener Auftritt bei der Columbia University löste bereits im Vorfeld Proteste aus, doch der geplante PR-Coup des iranischen Präsidenten scheiterte.

    AhmadineschadLee Bollinger, Präsident der Columbia University, hatte die höchst umstrittene Einladung ausgesprochen. Bollinger - ein scharfer Gegner der Bush-Adminsitration - wurde damit zum Ziel konservativer Kritiker. Dem Holocaustleugner und Diktator eine propagandistische Plattform zu bieten sei unzumutbar, nicht zuletzt wegen seiner Forderung Israel von der Landkarte zu streichen. So kommentierte der konservative TV-Journalist Neil Cavuto ein Foto des Uni-Präsidenten Lee Bollinger mit den Worten: „Die uns töten wollen, dürfen kommen; die unsere Freiheit schützen wollen, nicht. Auch mit Ivy-League-Examen kann man ein A…loch sein, letzten Endes.“ Damit bezog er sich auf eine Anordnung der Uni-Leitung, die es der US-Armee verbietet auf dem Campus Offiziere anzuwerben, da in der Armee Homosexuelle diskriminiert würden.

    Während auf dem Campus die einen gegen Ahmadineschads Auftritt protestieren und die anderen gegen einen möglichen Militärschlag der USA gegen den Iran, wird von der Hauspostille des konservativen Amerika der ‘‘New York Sun‘ gefordert, der Columbia Universität staatliche Zuwendungen zu streichen.

    Bollingers Begrüßungssrede ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass Ahmadineschad kein Heimspiel bevorstehen würde, stattdessen ein ungewöhnlich harscher Empfang für ein ausländisches Staatsoberhaupt: Den ganzen Beitrag lesen …

    19. Sep. 2007

    Irans Präsident Ahmadinedschad ist als Veranstalter von Holocaust-Konferenzen mit zweifelhaften Experten berüchtigt. Nun zeigt das iranische Fernsehen eine mehrteilige Serie über einen iranischen Schindler und  über das Schicksal der europäischen Juden unter dem Nazi-Regime.

    “Zero Degree Turn” ist der Titel dieser aufwendigen Koproduktion des staatlichen iranischen Senders mit Sendeanstalten aus Ungarn, dem Libanon, Polen und Frankreich. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Habib, der als iranischer Schindler gezeigt wird. Der  junge Iraner beginnt kurz vor Ausbruch des Krieges ein Philosophie-Studium in Paris. Als die Nazis die Seine-Metropole besetzen, arbeitet er in der iranischen Botschaft. Von dort beobachtet er wie Juden zum Abtransport zusammengetrieben werden, wobei auch seine jüdische Freundin Sara in Gefahr gerät und er beschließt spontan Ausreisedokumente auszustellen um damit hunderte Juden zu retten.

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    8. Sep. 2007

    Die Dokumentation “Die christliche Rechte und ihre Rekruten” von Tita von Hardenberg zeigt mit welchen Methoden die amerikanische Bet- und Bußgemeinde “The Call” in Deutschland Fuß fasst und warum sie besonders Jugendliche fasziniert.

    In den USA ist die religiöse Rechte bereits zu einer einflussreichen politischen Kraft geworden. Auch in Europa gewinnen die christlichen Konformisten durch systematische Evangelisation an Terrain. Hauptzielgruppe ist die Jugend, die den Kirchen abhanden kommt. Die Reportage der Polylux-Moderatorin von Hardenberg beobachtet “The Call” in Deutschland, mit bedrückenden Bildern von Kursen in denen der Chefmissionar Jugendliche im Handwerk der Mission im Sinne der Organisation unterrichtet. Den ganzen Beitrag lesen …

    28. Aug. 2007

    Eine beeindruckende Dokumention über Kirchenkritiker Karlheinz Deschner entlarvt seine Kritiker aus den Reihen der Kirchen. Diese Arbeit der Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly, von den Medien des Mainstream bisher nie gezeigt, kann endlich ein breites Publikum erreichen.

    Deschner.info

    Die Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly haben ein virtuelles Streitgespräch um Deschners «Kriminalgeschichte des Christentums» zusammengestellt. Getrennt aufgenommene Aussagen zahlreicher Kirchenvertreter und radikaler Kirchenkritiker werden zu einer präzisen inhaltlichen Diskussion zusammengeführt. Eine solche Konfrontation käme in der Realität nie zustande.Zugleich dokumentiert das Video das Schaffen und die Persönlichkeit Karlheinz Deschners. Die Filmemacher begleiteten ihn ein Jahr lang bei seiner Arbeit und auf Lesereisen in Deutschland und der Schweiz. Dabei sammelten sie spontane Reaktionen seines Publikums. Diese authentischen Äußerungen markieren die Bedeutung der Aufklärungsarbeit Deschners.

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    21. Aug. 2007

    In der 3. Folge der Hörfunkreihe “Gottes Bilder – Warum wir glauben” auf SWR2-Wissen widmete sich Falk Fischer am 1.8.2007 dem Thema “Naturwissenschaft und Religion”. Die Radio Akademie in SWR2 verfolgt das Ziel der “Vermittlung von Wissen und Orientierungshilfe in einer immer komplexeren Gesellschaft”. Ziel dieses Beitrags war es offensichtlich, eine als verunsichert angenommene christliche Hörerschaft durch ein lauwarmes Wechselbad von hallunterlegten Psalmlesungen mit esoterischen Einlassungen christlicher Wissenschaftler in ein religiöses All-Einheitsgefühl zu lullen.

    Der erste Teil des Beitrags zeigt exemplarisch, welche Argumentationstaktiken üblich sind, wenn die Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Glaube gezeigt werden soll. Der Autor des Beitrags postuliert zuerst einmal völlig unbegründet, Wissen sei nur ein Teilbereich möglicher Erkenntnis. Sodann hält er dem naturwissenschaftlichen Erklärungsansatz vor, sein Mangel an Sinngebungs- und Trostpotenzial führe zu Hybris. Da jedoch gerade die Naturwissenschaft sich mit guten Modellen zur Voraussage von Überprüfbarem begnügt, ist dieser Vorwurf eine dreiste Umkehrung der Sachlage. Fischer versucht außerdem, der Wissenschaft metaphysische Voraussetzungen unterzuschieben: Ludwig Wittgensteins Aufforderung, über all das zu schweigen, worüber man nichts sagen könne, sei “im Grunde ein Maulkorberlass für die Grundvoraussetzung aller Wissenschaft”. Auch dies trifft viel eher auf religiöse Weltbilder zu, die zentrale metaphysische Annahmen treffen und nicht nur gut funktionierende Theorien aufstellen.

    Zur weiteren Glaubensfestigung soll nun die Quantenphysik bemüht werden. Da dort ja - wie allgemein bekannt - alles etwas unscharf und merkwürdig ist, eignet sie sich hervorragend für jedermann, um alles mögliche zu begründen, und ist deshalb in Esoterik, Philosophie und moderner Theologie gleichermaßen beliebt. Hier wird sie vertreten durch Dr. Hartmann Römer, Professor für Physik an der Universität Freiburg. Römer ist ins kritische Radar der GWUP geraten, da er an Publikationen mitwirkte, in denen Homöopathie, Fernheilungen und parapsychologische Effekte mit quantenphysikalischem Formalismus zu begründen versucht wird.

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    25. Jul. 2007

    FliegenklatscheAus dem Spartenkanal Help TV soll Fliege-Fernsehen werden. Fernsehpfarrer Jürgen Fliege schafft sich damit einen Angelhaken - und die Basis für eine multimediale Verbreitung seiner Verkündigung.
    Jesus.de und sueddeutsche.de

    Ohnehin wird der Fliege-Sender nur eine Plattform sein, von der aus sich Fliege multimedial verbreiten möchte. “Wir reden mit Print und verschiedenen Hörfunksendern“, sagt Pohl. Kolumnen könnte Deutschlands berühmtester Fernsehpfarrer schreiben, Beiträge fürs Radio sprechen und auch sein bestehendes Print-Magazin einbinden. Das schreibt bislang noch rote Zahlen, soll aber im Zuge der Gesamterneuerung saniert werden. Am Ende könnte dann aus dem Garagenmann Fliege so etwas wie der Medientycoon Fliege werden. Mit seinem berühmten viel sagenden Lächeln kommentiert er das und redet prompt von sich in der dritten Person. “Wenn Geld verdient wird, freut Fliege sich.“

    Keine Frage, dieser Mann hat nicht viele über sich. Nur einen sieht er noch auf Augenhöhe, wohl weil auch dem bislang der wahre Segen verwehrt geblieben ist. “Liebe Kirchen, ihr müsst dem Hape Kerkeling eine Ehrendoktorwürde geben“, sagt er und spielt auf dessen Erfolg mit dem Pilgerbuch Ich bin dann mal weg an. “Das ist der größte Volksmissionierer seit Martin Luther“, sagt Fliege. Für einen kurzen Moment wirkt er dabei so, als habe er sich selbst vergessen.

    17. Jun. 2007

    In einem kurzen, überaus offenen Beitrag thematisierte das rbb-Magazin Polylux am 14. Juni 2007 den “Vormarsch der Gottlosen”. Atheisten fühlten sich diskriminiert heißt es, und weiter:

    Der Kampf gegen die christliche Gesellschaft hat begonnen. Eine wachsende Zahl von Atheisten fühlt sich unterdrückt und fordert nun vehement ihre Rechte ein.

    Ausnahmsweise werden Atheisten hier nicht als Sektierer und Aufrührer gezeigt, die in blindwütigem Hass Religionen angreifen und somit eine Gefahr für Sitte und Anstand sind. Stattdessen werden gezeigt: Schmidt-Salomon als Sprecher von Hörbüchern für Kinder, Lebenskunde-Unterricht als Alternative zum Religionsunterricht - eine Initiative des Humanistischen Verbandes - und religionskritische Karikaturen des Kinder- und Jugendbuchautors Janosch. Abzuwarten bleibt die Reaktion der Verantwortlichen des Senders. Polylux stand schon mehrfach senderintern unter Beschuss: Wegen “Aufbauschung von Randerscheinungen zu allgemeingültigen Trends“.


    polylog atheisten gott kirche @
    www.polylog.tv/videothek

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