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  • 16. Jan. 2008

    In einem bisher einmaligen Vorgang hat der Vatikan einen für Donnerstag geplanten Besuch des Papstes in der Universität La Sapienza abgesagt. Nicht abreißende Proteste waren dem dramatischen Schritt voraus gegangen – gegen eine Rede, die Joseph Ratzinger vor fast 20 Jahren gehalten hat.

    Süddeutsche.de

    Ein Wort des Papstes über den „Zerfall“ der Barackenviertel im Armutsgürtel um Rom hatte hier schon vor Tagen genügt, dass die Äußerung im „Corriere della Sera“ als neues „kleines Regensburg“ des Pontifex erkannt worden war. Da hatte eine Erklärung aus dem Vatikan das „Missverständnis“ noch einmal auflösen können. Die neue Entwicklung gleicht nun einem eiskalten Sturmwind, der an allen Blenden des Vatikans rüttelt, wie es unter Johannes Paul II. undenkbar war. Reizfigur Nummer eins ist in diesem Streit für die ungläubige Linke vor allem der intellektuelle Deutsche auf dem Papstthron.

    Doch da hatte schon der auch im Alter noch immer wütend kämpferische Physiker Marcello Cini (84) mit seinem Protest gegen den Redner einen Aufschub des Besuchs auf das bisher visierte Datum erzwungen. Doch auch jetzt führte Dottore Cini die lautstarken Proteste gegen den Fremden erneut an, diesmal mit einer „antiklerikalen Woche“ und einer „frocessione“, wie die junge Elite des Landes einen homosexuellen Protestmarsch nennt (als Wortspiel aus dem vulgären Ausdruck „frocio“ für Schwule und dem Begriff der kirchlichen Prozession „processione“).

    Siehe auch Spiegel-Online und insbesondere kreuz.net, dessen Kommentator den linksradikalen Pöbels  Roms am Werk sieht.

    6. Jan. 2008

    Fundstück auf katholisch.de

    Der Heilige Stuhl ruft zum weltweiten Gebet für die Opfer sexueller Verfehlungen durch Priester auf. Der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinal Claudio Hummes, hat eine ständige eucharistische Anbetung in diesem Sinn angeregt. Es wichtig sei, sexuelle Verfehlungen von Priestern einzugestehen und zu benennen. Es gehe aber vor allen Dingen um die Opfer, stellte der brasilianische Kardinal im Interview der vatikanischen Tageszeitung “L´Osservatore Romano” klar.

    Das ist ja gut so und lobenswert. Ausnahmsweise nehmen wir auch mal die Behauptung ungeprüft hin, dass  nur 1% der Priesterschaft in Fälle sexuellen Missbrauchs involvier sind. Aber was bitte hat in diesem Kontext die Forderung von Spiritualmüttern zu suchen:

    Dies sei ein Aufruf an alle Frauen - ob Laiinnen oder Ordensfrauen -, Priester im Gebet zu begleiten und ihnen so in ihrer Berufung zu helfen.

    Klappt das sonst nicht wenn die Betbrüder unter sich sind? Ist der liebe Gott etwas so ein alter Schwerenöter, der seine  Aufmerksamkeit einem priesterlichen Gebet nur dann schenkt, wenn da gleich neben dem Priester eine Frau  - egal ob Laiin oder Ordensfrau - sitzt?