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  • 27. Mai. 2010

    14. Apr. 2009

    Pressemitteilung von antitheismus.de, 14. April 2009

    Bischof Mixa hat recht: Eine Gesellschaft ohne Glauben an Götter ist die Hölle auf Erden.

    Denn den Himmel bevölkern massenmordende Kreuzfahrer, katholische wie protestantische nordirische Bombenwerfer sowie moslemische Selbstmordattentäter nebst jeweils 72 Jungfrauen (wobei die Islamisten wohl konsterniert sein werden, wenn sie erfahren, daß es sich bei den Jungfrauen selbstredend um christliche Nonnen handelt - woher sollten solche Unmengen an Jungfrauen auch sonst kommen?). Kindervergewaltigende katholische Priester (ein wenig beichten genügt). Ronald Reagan und George Bush. Die Lourdespilgerin, die kürzlich auf Geheiß von Mixas Gott ihre Mutter mit der Axt erschlug. Und natürlich der Katholik Adolf Hitler (der nie aus der Kirche austrat, geschweige denn exkommuniziert wurde - weshalb Papst Benedikt ihn, anders als andere Nazis, nicht in den Schoß der Mutter Kirche zurückholen kann oder muß). Bemerkenswert, daß Mixa erneut ausgerechnet (in den Fußstapfen von Martin Hohmann) verlogen das Naziregime als gottlos bezeichnet, Hitler Atheismus unterstellt. Adolf Hitler, der das Führerprinzip ja nicht er- sondern dem (von ihm als Kirchenchorknabe erlernten) katholischen Führerprinzip nachempfunden hat. Der in “[S]ein[em] Kampf” betonte, “Gottes Werk” zu tun - wohl wahr, nicht umsonst waren selbst nationalsozialistische Schulbücher voller christlich-antisemitischer Texte, wenn auch weniger katholischer als vielmehr denen des Antisemiten Martin Luther, des ehemals katholischen Mönchs, der dann eine andere Sekte gründete. Soviel Ökumene ließen die Nazis dann doch zu.

    … weiterlesen im Original

    25. Nov. 2008

    Dank WAZ-Kirchenredakteurin Angelika Wölk kam Robert Zollitsch, seines Zeichens Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, mal wieder anlasslos mit einem Aufmacherartikel auf die Titelseite der größten deutschen Regionalzeitung.

    Im Interview im Innenteil schwafelt man sich gegenseitig über Wirtschaftskrise, Gier und Moral zu. Gier kennt die Kirche nicht, weil sie ja bekanntlich zu den „Hauptsünden“ gehöre. Äh.. die Gier natürlich. Aber mit Moral kann der gute Zollitsch schon mehr anfangen:

    Es muss uns erschüttern, dass die Armut immer größer wird. Für die Kirche ist das immer auch Verpflichtung zu helfen. Ganz konkret: Die Bistümer verwalten im Verband der Diözesen Deutschlands einen gemeinsamen Haushalt von rund 140 Millionen Euro. In jedem Jahr geht davon die Hälfte in die dritte Welt und kommt damit den Menschen in ärmeren Ländern zugute.

    Was für ein „Haushalt“ das sein soll, bleibt für Nicht-Kirchenexperten leider im Dunkeln. Auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz firmiert er unter dem wenig sagenden Punkt “Weltkirche und Mission“. Keineswegs handelt es sich - wie der Laie vielleicht denken könnte - um den Gesamtetat der Katholischen Kirche in Deutschland, denn der ist um ein Vielfaches höher: Im Jahre 2004 betrugen die Kirchensteuereinnahmen im katholischen Säckel satte 4 Milliarden Euro!

    Herr Zollitsch weist also stolz darauf hin, dass man (Spenden noch nicht eingerechnet?) 70 Millionen von 4 Milliarden in die Dritte Welt überwiesen habe. Das sind – achtung, festhalten! – satte 1,74 Prozent der Kirchensteuereinnahmen 2004! Ob diese Freigiebigkeit reicht, damit das katholische Kamel durchs Nadelöhr gelangt?

    Abgesehen davon handelt es sich bei den kirchlichen Drittwelt-Hilfen vor allem um Hilfe unter Mitgliedern derselben Organisation sowie Maßnahmen, die der Mission dienen. Ein Schelm wer denkt, dass damit ausschließlich die Reisschüsseln hungernder Kinder gefüllt werden würden. Bei einem Teil der Mittel der kirchlichen Entwicklungshilfe handelt es sich darüber hinaus sogar um Zuschüsse vom Staat. Denn der schiebt einen Teil seiner Entwicklungshilfe an die Kirche zur Verteilung weiter.

    Für Menschen, die sich nicht für dumm verkaufen lassen wollen, möchten wir folgende Alternativrechnung zur Verzehnfachung der Spendengelder für Menschen in der „Dritten Welt“ aufmachen: Die Hälfte der katholischen Kirchensteuerzahler kündigt die Mitgliedschaft in Zollitschs Verein. Dies entspricht einem Kirchensteueraufkommen von rd. 2 Milliarden Euro. Abzüglich der staatlichen Zuschüsse zum Kirchensteueraufkommen (etwas mehr als ein Drittel), bleiben rd. 1,35 Milliarden potenzielle Spendeneuro. Wird davon tatsächlich nur jeder zweite Euro auch wirklich an weltanschaulich neutrale Hilfsorganisationen gespendet, beläuft sich die Summe immer noch auf satte 670 Millionen. Und das ist fast das Zehnfache derjenigen 70 Millionen, mit Hilfe derer sich Herr Zollitsch der christlichen Nächstenliebe schmücken möchte.

    Aber es kommt noch besser: Entschiede sich nun auch noch der Staat, die zusätzlichen Subventionen zur Aufstockung der Kirchensteuer zugunsten von konkreter Entwicklungshilfe zu streichen, kämen noch einmal 1,3 Milliarden Euro hinzu. Zusammen rund 2 Milliarden Euro für die „Menschen in den ärmeren Ländern“.

    Für die Kirche ist es immer auch Verpflichtung zu helfen?

    Herr Zollitsch, schlagen Sie ein?

    16. Jan. 2008

    In einem bisher einmaligen Vorgang hat der Vatikan einen für Donnerstag geplanten Besuch des Papstes in der Universität La Sapienza abgesagt. Nicht abreißende Proteste waren dem dramatischen Schritt voraus gegangen – gegen eine Rede, die Joseph Ratzinger vor fast 20 Jahren gehalten hat.

    Süddeutsche.de

    Ein Wort des Papstes über den „Zerfall“ der Barackenviertel im Armutsgürtel um Rom hatte hier schon vor Tagen genügt, dass die Äußerung im „Corriere della Sera“ als neues „kleines Regensburg“ des Pontifex erkannt worden war. Da hatte eine Erklärung aus dem Vatikan das „Missverständnis“ noch einmal auflösen können. Die neue Entwicklung gleicht nun einem eiskalten Sturmwind, der an allen Blenden des Vatikans rüttelt, wie es unter Johannes Paul II. undenkbar war. Reizfigur Nummer eins ist in diesem Streit für die ungläubige Linke vor allem der intellektuelle Deutsche auf dem Papstthron.

    Doch da hatte schon der auch im Alter noch immer wütend kämpferische Physiker Marcello Cini (84) mit seinem Protest gegen den Redner einen Aufschub des Besuchs auf das bisher visierte Datum erzwungen. Doch auch jetzt führte Dottore Cini die lautstarken Proteste gegen den Fremden erneut an, diesmal mit einer „antiklerikalen Woche“ und einer „frocessione“, wie die junge Elite des Landes einen homosexuellen Protestmarsch nennt (als Wortspiel aus dem vulgären Ausdruck „frocio“ für Schwule und dem Begriff der kirchlichen Prozession „processione“).

    Siehe auch Spiegel-Online und insbesondere kreuz.net, dessen Kommentator den linksradikalen Pöbels  Roms am Werk sieht.

    6. Jan. 2008

    Fundstück auf katholisch.de

    Der Heilige Stuhl ruft zum weltweiten Gebet für die Opfer sexueller Verfehlungen durch Priester auf. Der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinal Claudio Hummes, hat eine ständige eucharistische Anbetung in diesem Sinn angeregt. Es wichtig sei, sexuelle Verfehlungen von Priestern einzugestehen und zu benennen. Es gehe aber vor allen Dingen um die Opfer, stellte der brasilianische Kardinal im Interview der vatikanischen Tageszeitung “L´Osservatore Romano” klar.

    Das ist ja gut so und lobenswert. Ausnahmsweise nehmen wir auch mal die Behauptung ungeprüft hin, dass  nur 1% der Priesterschaft in Fälle sexuellen Missbrauchs involvier sind. Aber was bitte hat in diesem Kontext die Forderung von Spiritualmüttern zu suchen:

    Dies sei ein Aufruf an alle Frauen - ob Laiinnen oder Ordensfrauen -, Priester im Gebet zu begleiten und ihnen so in ihrer Berufung zu helfen.

    Klappt das sonst nicht wenn die Betbrüder unter sich sind? Ist der liebe Gott etwas so ein alter Schwerenöter, der seine  Aufmerksamkeit einem priesterlichen Gebet nur dann schenkt, wenn da gleich neben dem Priester eine Frau  - egal ob Laiin oder Ordensfrau - sitzt?