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  • 4. Jan. 2008

    Der Schutz der Privatsphäre in Deutschland hat sich innerhalb nur eines Jahres nach Einschätzung der Organisation Privacy International drastisch verschlechtert.

    2006, als das Ranking erstmals erstellt wurde, lag Deutschland noch in der zweithöchsten Kategorie (wirksamer Schutz vor Missbrauch) und damit weltweit auf dem ersten Platz. Inzwischen hat sich die Situation drastisch verändert. So seien Fingerabdruck in Personalausweisen und etwa die Möglichkeiten Telefongespräche abzuhören seien erheblich ausgeweitet worden, wobei Deutschland eines der Länder mit den höchsten Abhörraten europaweit sei.

    Von den 47 untersuchten Ländern gingen die Bestnoten an: Griechenland, Rumänien und Kanada, die Privatsphäre sei außerdem auch in Luxemburg, Portugal, Slowenien und Ungarn besser zu bewerten als in Deutschland. Klassenschlechteste sind unter anderen die USA, Großbritannien, Russland und China, die als “endemische Überwachungsstaaten” bezeichnet werden.

    Simon Davies, Direktor von Privacy International:

    Der allgemeine Trend geht dahin, dass die Privatsphäre Land für Land ausgelöscht wird. Selbst diejenigen Länder wie Deutschland und Kanada, bei denen wir weiter einen starken Schutz der Privatsphäre erwartet haben, versinken im Sumpf.

    The 2007 International Privacy Ranking

    18. Okt. 2007

    Zwölf Karikaturen in einer dänischen Provinzzeitung ließen die organisierte Wut von Muslimen vor allem im Nahen und Mittleren Osten über Dänemark hereinbrechen. Diesen Aufruhr nimmt eine sehr sehenswerte Dokumentation auf Arte zum Anlass, um die Frage nach möglichen Grenzen für das demokratische Grundrecht auf freie Meinungsäußerung zu stellen.

    Brennende dänische Botschaften, wütende Menschen auf den Straßen in Teheran, Damaskus und Kairo. Boykott gegen dänischen Joghurt und andere Delikatessen des kleinen nordeuropäischen Landes. Ausgelöst wurde dieser Aufruhr durch die Veröffentlichung der so genannten Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Provinzzeitung.
    Die freie Meinungsäußerung gilt als ein Grundpfeiler der Demokratie. Aber was passiert, wenn ein demokratisches Grundrecht das Recht anderer Menschen zu verletzen scheint? Der Aufruhr um die Mohammed-Karikaturen machte deutlich, dass nicht alle mit dem Gedanken der grenzenlosen Freiheit einverstanden sind. Die Dokumentation zeigt, wie und warum zwölf Zeichnungen in einer dänischen Lokalzeitung ein kleines Land mit fünf Millionen Einwohnern in eine Konfrontation mit Muslimen in der ganzen Welt stürzen konnten.
    Filmemacher Karsten Kjaer drehte im Libanon und im Iran, in Syrien, Qatar, Frankreich, in der Türkei, in Deutschland und in Dänemark. Er sprach mit Leuten, die während dieser Krise um die Mohammed-Karikaturen Schlüsselrollen innehatten. Und er fragt, ob es eine Grenze für die Freiheit der Meinungen gibt und ob kulturelle Toleranz eine Einbahnstraße ist.

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    19. Sep. 2007

    Irans Präsident Ahmadinedschad ist als Veranstalter von Holocaust-Konferenzen mit zweifelhaften Experten berüchtigt. Nun zeigt das iranische Fernsehen eine mehrteilige Serie über einen iranischen Schindler und  über das Schicksal der europäischen Juden unter dem Nazi-Regime.

    “Zero Degree Turn” ist der Titel dieser aufwendigen Koproduktion des staatlichen iranischen Senders mit Sendeanstalten aus Ungarn, dem Libanon, Polen und Frankreich. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Habib, der als iranischer Schindler gezeigt wird. Der  junge Iraner beginnt kurz vor Ausbruch des Krieges ein Philosophie-Studium in Paris. Als die Nazis die Seine-Metropole besetzen, arbeitet er in der iranischen Botschaft. Von dort beobachtet er wie Juden zum Abtransport zusammengetrieben werden, wobei auch seine jüdische Freundin Sara in Gefahr gerät und er beschließt spontan Ausreisedokumente auszustellen um damit hunderte Juden zu retten.

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    16. Sep. 2007

    Die Fluglinen der Dritte-Welt-Länder sind oft dafür verschrieen, besonders unsicher und unzuverlässig zu sein. Doch auch in diesen Ländern wird Sicherheit vermehrt groß geschrieben. So entschloss sich die staatliche Nepal-Airlines, die im stolzen Besitz zweier Flugzeuge von Boeing ist, nach technischen Problemen mit einem Flugzeug des Typs 757 sofort die notwendigen Maßnahmen vorzunehmen. Zwei Ziegen wurden an den hinduistischen Himmelsgott Akash Bhairab geopfert. Im Anschluss konnte der geplante Flug nach Hong Kong erfolgreich angetreten werden.

    Quelle: Goats sacrificed to fix Nepal jet

    Auch für die verrufene Alitalia aus dem katholischen Italien würden sich solche Sicherheitsmaßnahmen bezahlt machen. Der Heilige Elia, der laut www.heiligenlexikon.de als Patron für Flugzeuge, Luftschiffe, Autofahrer verantwortlich zeichnet und überdies gegen Gewitter und Feuer helfen soll, würde sich anbieten.

    8. Sep. 2007

    Die Dokumentation “Die christliche Rechte und ihre Rekruten” von Tita von Hardenberg zeigt mit welchen Methoden die amerikanische Bet- und Bußgemeinde “The Call” in Deutschland Fuß fasst und warum sie besonders Jugendliche fasziniert.

    In den USA ist die religiöse Rechte bereits zu einer einflussreichen politischen Kraft geworden. Auch in Europa gewinnen die christlichen Konformisten durch systematische Evangelisation an Terrain. Hauptzielgruppe ist die Jugend, die den Kirchen abhanden kommt. Die Reportage der Polylux-Moderatorin von Hardenberg beobachtet “The Call” in Deutschland, mit bedrückenden Bildern von Kursen in denen der Chefmissionar Jugendliche im Handwerk der Mission im Sinne der Organisation unterrichtet. Den ganzen Beitrag lesen …

    6. Sep. 2007

    Eine aktuelle Umfrage bestätigt den Erfolg der “neuen Atheisten” nicht nur in Gods own Country: Nur knapp drei Viertel der US-Bevölkerung glauben noch an einen Gott. Auch Europäer glauben immer seltener an höhere Wesen.

    Laut dem Wikipedia-Artikel über die Vereinigten Staaten sind nur 5,4% der USA-Bevölkerung Atheisten. Der Science-Blog Pharyngula berichtet nun von sogar 25% Atheisten/Agnostikern in Amerika, schließt damit aber neben den 18%, die sich explizit als Atheisten und Agnostiker bezeichnen, weitere 6% der Befragten mit ein. Wegen des s.g. ‘desirability effect’ fügten die Autoren der Umfrage die Antwort ‘Would prefer not to say’ auf die Frage nach dem Glauben an Gott oder einem höheren Wesen hinzu. Und genau diese wurde von 6% der Befragten als Antwort gewählt wurde.

    DaylightAtheism diskutiert einerseits, ob die Studie möglicherweise nur ein Ausreißer sein könnte (andere Studien der Jahre 2001 und 2004 hatten einen Anteil von nur 15% Atheisten/Agnostikern ermittelt), spekuliert aber andererseits darüber, dass Atheisten/Agnostiker - falls das Ergebnis sich bestätigt- die zweitgrößte weltanschauliche Gruppe nach den Katholiken seien. Das (linke) Magazin ‘The Nation‘ und z.B. der ‘Columbus Dispatch‘ berichten ebenfall positiv über die Entwicklung und werten sie als Erfolg der publizistischen Tätigkeit kämpferischer Atheisten wie Dawkins, Dennet und Harris:

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    2. Sep. 2007

    Am 12. Februar. 2009 jährt sich Darwins Geburtstag zum 200. Mal. Darüber hinaus jährt sich auch die Veröffentlichung seines revolutionären Buches ‘On The Origin of Species’, nämlich zum 150. Mal. Zusammen wollen wir deshalb einen wirklich internationalen Festtag feiern und unserer Freude Ausdruck verleihen; für diesen enormen Fortschritt nicht nur der Wissenschaft, erzielt durch menschliche Neugier und Genialität.

    Dieser Aufruf findet sich unter www.darwinday.org. In der Rubrik Events sind schon Symposien, Konferenzen, Vorträge, Ausstellungen und Filmvorführungen in aller Welt zu finden, einmalige ebenso wie sich jährlich wiederholende Veranstaltungen. Auf dem Portal findet man Unterstützung und individuelle Beratung für die Planung eigener Events um sie später auch auf der Seite registrieren und bewerben zu können.

    Für die Übersetzung dieses z.Z. nur in Englisch verfügbaren Webangebots ins Deutsche (und diverse weitere Sprachen) werden noch Helfer gesucht. Interessenten für diese Aufgabe wenden sich bitte direkt an info@darwinday.org.

    18. Jul. 2007

    Schwarze Madonna

    Der Glaube an Dämonen oder gar an den Teufel persönlich, der von seinem Opfer Besitz ergreift, ist - so könnte man meinen - eine längst überwundene Kehrseite des christlichen Glaubens, der allenfalls von reaktionären, religösen Fundamentalisten geteilt wird. Doch weit gefehlt: Unter der Führung des neuen Papstes wird der Rückfall in das Okkultisch-Irrationale gefördert.

    Am 13.07 diesen Jahres berichtete das katholischen Nachrichtenportal kath.net über ein Exorzistentreffen in Polen. 330 Exorzisten aus 29 Ländern seien dort zusammengekommen. Nur offizielle Exorzisten seien eingeladen worden zu dem jährlichen Treffen der “Internationalen Vereinigung der Exorzisten”. Dieser Verein wurde erst 1990 von einem gewissen Pater Gabriele Amorth gegründet , der von kath.net als langjähriger Chef-Exorzist im Vatikan vorgestellt wird:

    Pater Amorth gründete die Vereinigung, weil er hoffte, die Arbeit der Exorzisten weltweit zu verstärken. Oft sei auch in der Kirche kaum Verständnis dafür da, bedauert Pater Amorth in einem Interview mit der italienischen Zeitung „30 Giorni“.
    Doch der Dienst werde immer wichtiger, weil auch der Okkultismus wieder zunehme und sich der Satanismus verbreite sehr stark verbreite, sagt Amorth: „Wenn der Glaube sinkt, steigt der Aberglaube. Um es in biblischer Sprache auszudrücken: Man verlässt Gott und gibt sich dem Götzendienst hin. In der heutigen Sprache heißt das: Man verlässt Gott, um sich dem Okkultismus hinzugeben.“
    Amorth bezeichnet es als größten Erfolg Satans, „glauben zu machen, dass er nicht existiere. Und es ist ihm fast gelungen. Auch im Inneren der Kirche.“

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