Da 40 Prozent aller schwarzen Schüler Torontos die Highschool nicht abschließen, will die Schulbehörde es mit der Rassentrennung versuchen. Der eurozentrische Unterricht herkömmlicher Schulen würde schwarzen Schülern nicht gerecht werden. Im Jahr 2009 soll daher die erste afrozentrische Schule eröffnet werden, die nur für schwarze Schüler vorgesehen ist.
Man erwartet, dass die Schüler bessere schulische Leistungen bringen würden, wenn sie beispielsweise im Geschichtsunterricht über Mathieu da Costa, einem schwarzafrikanischen Navigator, der 1603 im Rahmen einer Expedition nach Kanada kam, erfahren würden.
Wie der Toronto Star berichtet, ging die Abstimmung mit 11 zu 9 Stimmen zugunsten des Vorhabens aus. Wer hinter diesem Vorhaben ein Widererstarken des Ku-Klux-Klans vermutet, der irrt. Die neue Apartheid Kanadas wird schon eine Zeit lang ganz besonders von afro-kanadischen Vereinigungen und liberalen Pädagogen gefordert.
In Deutschland wurde ein derartige Trennung der Schulen für Türken und Deutsche ebenfalls schon angedacht; allerdings von der NPD.
