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  • 26. Mrz. 2008

    Am 22. April 2008 steht in Trier die Gründung des Humanistischen Verbandes Rheinland-Pfalz auf der Tagesordnung.

    HVD-Logo
    Rheinland Pfalz ist mit nur 7,2% konfessionslosen ein besonders dunkler Fleck auf der Landkarte. Es wird also Zeit, dass die Arme hochgekrempelt werden. Wir bitten deshalb um zahlreiches Erscheinen. Zuhören kann jeder Interessierte, mitmachen können nur Einwohner von Rhenland-Pfalz. Besucher von außerhalb (Triers) können sich gerne direkt an den Skepticker wenden: info (ät) skepticker.org

    Ort: TUFA (kleiner Saal)
    Weberbach/Wechselstraße, 54290 Trier
    Datum: Dienstag, 22.04.2008
    Beginn: 19:00 Uhr

    Zum Auftakt ein Vortrag von Dr. Horst Groschopp Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD):
    “Warum wir säkulare Kindergärten, Schulen, Seniorenheime brauchen”
    Moderation: Dr. Michael Schmidt-Salomon (gbs)

    Veranstalter: Humanistischer Verband Deutschlands in Verbindung mit dem katz e.V. und der Giordano Bruno Stiftung

    7. Jan. 2008

    Ein unsäglich schlechter Artikel in ‘Ökotest’ 01/2008 über Kinder und Religion veranlasste einen Leser zu folgendem Leserbrief:

     


    Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,anbei mein Leserbrief zum Artikel: „Kinder und Religion“ in der aktuellen JanuarausgabeMein Gott!

    Eigentlich bin ich bin ich von Ihnen Besseres gewohnt! Selten habe ich in einer Zeitschrift soviel christliche Propaganda und moralistische Plattitüden gelesen, wie auf diesen vier Seiten.

    Im ersten Artikel wird richtig erkannt, dass sich die Menschen kritisch mit dem Thema Religion auseinandersetzen. Dass die Werte, auf die sich die Menschen besinnen, humanistischen Ursprungs sind und nicht primär christlichen wird aber völlig verleugnet. Gleichwohl wird impliziert, dass dieses Hinterfragen zu einer neuen Religiosität führt obwohl es in Wirklichkeit die bewusste Abwendung von Religion begründet. Statt dessen wird die Interpretation einer Aussage eines Professors mit eindeutig theistischem Hintergrund aus eines anderen Quelle herangezogen.
    Warum man Kinder einer religiösen Indoktrination aussetzen sollte, wird mit einem diffusen “Mehr-als” begründet mit dem Glauben einer weiteren herbeizitierten Theologin.
    Im nächsten Absatz sollen dann Kinder im Glauben eine (Selbst-)Sicherheit finden, die ihnen zu geben die scheinbar unfähigen Eltern nicht in der Lage sein sollen. Die angeblich höhere Stabilität religiöser Kinder wird weder relativiert (stabiler als welche anderen Kinder?) noch belegt, sondern nur den Aussagen nicht näher genannter Fachleute zugesprochen.

    Das Kinder einer Regelmäßigkeit im Tagesablauf, im Wochen- und im Jahresrythmus bedürfen ist soweit erst einmal unstrittig. Was der Vorteil christlicher Feste gegenüber anderer sein soll wird nicht deutlich zumal christliche Feste historisch betrachtet nichts anderes sind als Adaptionen älterer heidnischer Feiertage. Es wird auch nicht von Toleranz gesprochen, sondern von einem offensivem Umgang mit dem christlichen Glauben gegenüber anderen Religionen - von Respekt dem gegenüber, auch dem Nichtgläubigen und Andersgläubigen kein Wort. Vom Interesse oder Respekt an anderen Weltsichten keine Spur.

    Seinen vorläufigen Höhepunkt findet man dann im Interview mit Frau Schneider, die das Heil der kirchlich kontrollierten (obwohl überwiegend staatlich finanzierten) Kindergärten im Schulterschluss mit den muslimischen Eltern sucht und findet.

    Der Gewinn, den Kinder für die Kirchen bedeuten könnten, mit dem Satz: “… und man kann mit dem kleinen Schreihals ja auch mal zehn Minuten vor die Tür gehen.” wird hier leider völlig verkannt, zumal der Absatz eine positive Entwicklung diesbezüglich suggerieren soll, da hier auf die scheinbar wachsende Toleranz der Kirchen gegenüber Kindern und Kleinkindern .dargestelt werden soll. Der Hinweis dass diese neue Toleranz mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nichts anderes ist als eine strategische Entscheidung, da den Amtskirchen aufgrund sinkender Mitgliederzahlen und sinkender Taufbereitschaft von Eltern schlicht und einfach der Nachwuchs ausgeht, fehlt völlig.
    Statt dessen sollen die Eltern mangelnde Bereitschaft in den Gemeinden, sich den Wünschen und Bedürfnissen der jüngeren Vereinsmitglieder zu öffnen, erst einfordern und dann auch noch selbst organisieren.

    Der Absatz “Jugendliche und Religion” gesteht allerdings nicht nur ein, das sich kritische Jugendlich trotz beständiger und teilweise Jahrzehnte dauernder Indoktrination nicht nur aus den Kirchen, sondern auch aus dem Glauben lösen. Er verweist auch auf die Tatsache, dass dieser säkulare Staat alternative Weltanschauungen weder im Ethikunterricht noch in Geschichte wirklich zulässt und die Kinder und Jugendlichen mit Ihren Fragen allein lässt. Sie müssen sich diese Antworten, werden sie nicht im Elternhaus fündig, selbst suchen. PISA und der scheinbare Erfolg pseudowissenschaftlicher Modelle wie Intelligent Design sprechen da Bände.

    Im Folgenden tut dann Frau Binder Ihr Entsetzen über das religiöse Unwissen in Quizshows im Fernsehen kund und versucht uns Glauben zu machen Ethikunterricht habe die Aufgabe sich nur mit den Religionen zu beschäftigen und wäre sonst eine “Wissensvermittlung ohne Werte”. Als wenn es gerade im Ethikunterricht nicht um das Erarbeiten und hinterfragen von Werten ohne religiöse Fußfesseln ginge!
    Dass ihr Menschen, die sich ihr eigenes, womöglich von den standardisierten religiösen Vorgaben abweichendes Weltbild erarbeiten und dabei dennoch auf als richtig Erkanntes aus den Religionen zurückgreifen, “ein absolutes Gräuel” sind, verwundert an dieser Stelle wohl niemanden mehr.

    Summa summarum keine Fakten. Nur Meinungen, Vermutungen und leere Heilsversprechen. Und natürlich der erhobene Zeigefinger zu den Eltern.
    Das ist kein anspruchsvoller Journalismus. Das ist Meinungsmache auf unterstem Niveau.

    Auf die Propagandaliteraturliste einzugehen erspare ich mir und Ihnen.

     

    Hochachtungsvoll L. Irrgang, Bremen

     


     

    Dem ist nichts hinzufügen außer: Vielen Dank Herr Irrgang

     

    4. Jan. 2008

    Der “neue Atheimus” ist in aller Munde. Dawkins, Hitchens, in Frankreich Onfray und in Deutschland Schmidt-Salomon mit seiner Giordano-Bruno-Stiftung gelten als ihre Vertreter. Was aber ist wirklich “neu” an diesem Atheismus? Die Wahrheit ist: gar nichts. Den sattsam bekannten Argumenten gegen religiösen Glauben wurde nur ein neues Etikette aufgeklebt. Und zwar damit die “neuen” Atheisten selbst, aber v.a. allem die Medien das Paket als Neuheit, als Sensation verkaufen können. Gratis dazu gibts für die Religiösen etwas zum Gruseln oder auch einfach nur ein neues, griffiges Feindbild. Was soll auch an der weltanschaulichen Auseinandersetzung noch “neu” sein, wenn die “Schlachten” längst geschlagen sind? Die Theologie ist tot. Die Gläubigen haben sich derweil in ihrem winzigen philosophischen Schützengraben eingerichtet.

    Den ganzen Beitrag lesen …

    4. Jan. 2008

    Gastbeitrag von limited

    Wie aus gut informierten Regierungskreisen heißt, steht bei einer Abwahl von Roland Koch als Ministerpräsident in Hessen, eine umfangreiche Kabinettsumbildung bevor.

    So soll ein neues Bundesministerium für Islamfragen eingerichtet werden, mit einer Zweigstelle in Bonn, im ehemaligen Abgeordnetengebäude, dem langen Emil.

    An die Spitze des Hauses soll dann Koch berufen werden, da man. „auf einen Mann wie ihn, mit seinen Kompetenzen in der Sache“ nicht verzichten könne, so ein Unionsminister.

    Als Pressesprecherin ist Eva Hermann vorgesehen, persönlicher Referent in Grundsatzfragen wird der ehemalige CDU Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann.

    Als eine der ersten Maßnahmen sind Kontrolluntersuchung zur demokratischen Gesinnung der muslimischen Bevölkerung vorgesehen.

    Über etwaig anstehende Sanktionen ist noch nichts bekannt, aber: „wir schließen nichts aus“ so einer der mit den Vorbereitungen vertrauten Mitarbeiter eines Abgeordneten, „auch über entsprechende Sondereinrichtungen müsse nachgedacht werden“ so das Fazit.

    Der Redaktion liegt ein erster Entwurf für die 1. Massenerhebung Muslim vor:
    Bundesministerium für Islamfragen

    via limited.blog.de

    21. Dez. 2007

    Wir berichteten schon über die BMI-Studie zur Gewaltbereitschaft und Demokratieakzeptanz unter den in Deutschland lebenden Muslimen.

    Ausgerechnet die konservative Welt verweigert sich der allgemeinen Panikmache und stimmt einen gemäßigten Ton an:

    Schäuble verteidigt Muslime vor Gewaltverdacht

    Jeder vierte junge Anhänger des Islam ist zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit. So lautet ein Ergebnis einer neuen Studie aus dem Innenministerium, die für Aufregung sorgte. Wolfgang Schäuble relativierte jetzt die Interpretation. Muslime in Deutschland seien insgesamt friedlich.

    Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hält die Muslime in Deutschland insgesamt für friedlich und gut integriert. Die große Mehrheit von ihnen sei nicht gewaltbereit, erklärte sein Sprecher Stefan Kaller am Freitag in Berlin. Er relativierte damit die Interpretation einer neuen Studie zu Einstellungen der Muslime in Deutschland.

    […]

    In der Studie stecke aber auch eine „gute Botschaft“, nämlich dass die allermeisten Muslime froh seien, in einem demokratischen Staat zu leben, sagte Kaller.

    […]

    Auch der Bielefelder Soziologe Jürgen Mansel warnte in der „Berliner Zeitung“ vor Fehlinterpretation der Ergebnisse. „Es gibt keine Hinweise, dass es unter Moslems oder Zuwanderern eine höhere Gewaltbereitschaft gibt als unter anderen Gruppen in Deutschland“, sagte er. Auch die Demokratiefeindlichkeit sei unter Islamanhängern nicht weiter verbreitet als unter Nicht-Muslimen.

    20. Dez. 2007

    Viele junge Muslime neigen zur Gewalt” titelt der Focus unter Berufung auf eine Studie im Auftrag des Inneministeriums. Wie viel sind denn viel, fragt man sich unwillkürlich und schreitet zur Lektüre:

    Diese Frage - so scheint es - möchte der Focus aber dann doch nicht beantworten:

    … Jeder vierte junge Muslim zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit.

    … 40 Prozent seien „fundamental orientiert“.

    … sechs Prozent werde als „gewaltaffin“ eingestuft.

    … Immerhin 14 Prozent stünden mit der Rechtsstaatlichkeit auf Kriegsfuß und zeigten eine problematische Distanz zur Demokratie.

    … Zwölf Prozent identifizierten sich mit einer stark religiös-moralischen Kritik an westlichen Gesellschaften, kombiniert mit der Befürwortung von Körperstrafen bis hin zur Todesstrafe.

    Das ergibt Summa summaraum - nun ja - offensichlich kein einheitlich Bild, außer natürlich für einen Innenminister, von dem allerdings nicht bekannt ist, ob es überhaupt irgendetwas gibt, das von ihm als frei von Bedrohungspotenzial angesehen würde. Den ganzen Beitrag lesen …

    20. Nov. 2007

    Update zu “Volker Beck klagt Meinungsfreiheit ein

    “Frage der Meinungsfreiheit”: Klage gegen Kardinal Meisner

    Durch eine Falschmeldung des Landgerichts Köln ist öffentlich der Eindruck erweckt worden, ich akzeptierte die Einstweilige Verfügung, die Kardinal Meisner gegen mich erwirkt hatte. Das Gegenteil ist der Fall.

    Ich habe durch meinen Anwalt Klage vor dem Landgericht Berlin gegen Kardinal Meisner erhoben.

    Meisner hatte in einer Predigt in der Basilika in Maria Einsiedeln am 7. Oktober 2007 u.a. folgendes gesagt:

    - „Europa droht sich von seinen Wurzeln abzuschneiden. Europa ist dabei, unbegreiflicherweise die Quelle zu verstopfen, aus der sich sein reiches kulturelles und zivilisatorisches Leben entfaltet hat. Europa will den Namen Gottes aus seiner Verfassung und darin die Berufung auf Jesus Christus vermeiden. …. Es scheint aus den Katastrophen des 20. Jahrhunderts nichts gelernt zu haben!“

    Den ganzen Beitrag lesen …

    9. Nov. 2007

    Eine weitere Blogempfehlung:

    Der Journalist Stefan Niggermeyer in seinem Blog über die Anti-Islam-Seite “Politically Incorrect”. Den aktuellen Beitrag “Factually Incorrect (3)” über PI beginnt Niggermeyer mit den Worten:

    Was mich fasziniert an dem islamfeindlichen Blog „Politically Incorrect” und ähnlichen Seiten: Wie jede Falschmeldung ihre Glaubwürdigkeit noch erhöht.

    Diese Paradoxie beruht auf dem Ur-Mythos der Seite, der sich schon im Namen ausdrückt: der Annahme, dass die etablierten Massenmedien uns ausgerechnet die vitalen Informationen vorenthalten und die Wahrheit im Zweifelsfall nur auf „PI” steht.

    Den ganzen Beitrag lesen …

    7. Nov. 2007

    Am Dienstag stellte die Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin eien neue Studio vor: “Ich habe nichts gegen Juden, aber “, heißt die Studie, die ein erschreckendes Bild zeichnet. Befragt wurden 13 - 19 Jährige in Gruppen und Einzelbefragungen. Fast ein Drittel der Befragten sind der Meinung, dass Juden zu viel Einfluss auf das Weltgeschehen hätten, die Hälfte der Befragten glaubt, dass “Viele Juden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches Vorteile zu ziehen und die Deutschen dafür zahlen zu lassen”.

     

    «Die Mehrzahl der Befragten argumentierte im Ergebnis in sich widersprüchlich», sagte Autorin Schäuble. Die Jugendlichen seien zwar nicht kontinuierlich antijüdisch eingestellt, würden aber in ihrer Argumentation «antisemitische Splitter» verwenden. Dazu gehörten Stereotype wie «irgendwas wird schon mit den Juden gewesen sein, sonst wären sie nicht verfolgt worden» oder «Juden sind reich». Als Quelle für diese Einstellungen nannten sie laut Schäuble häufig den Schulunterricht.

    «Bisher wird der Antisemitismus zu häufig in den Themenkomplexen Drittes Reich oder Rassismus versteckt», fügte Schäuble hinzu. Wichtig sei es aber, ihn auch in seinem «modernen Gewand», beispielsweise im Nahost-Konflikt, zu benennen. Die Studie «’Ich habe nichts gegen Juden, aber…’ - Ausgangsbedingungen und Perspektiven gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit gegen Antisemitismus» kann für fünf Euro bei der Amadeu-Antonio-Stiftung, Linienstraße 139, 10115 Berlin, erworben werden und steht als PDF-Dokument auf der Homepage der Amadeo-Antonio-Stiftung zum Download bereit.

    Die Studie erscheint im Rahmen der “Aktionswochen gegen Antisemitismus”, die rund um den 9. November Zeitzeugengespräche, Theater- und Filmvorführungen an mehr als 70 Orten umfassen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse startete als Schirmherr der Aktionswochen die erneuerte Internetplattform www.mut-gegen-rechte-gewalt.de.

    7. Nov. 2007

    Pressemitteilung IBKA vom 06.11.2007

    30 Euro werden in Nordrhein-Westfalen beim Kirchenaustritt fällig. Gegen diese Gebühr wurde nun beim Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde erhoben. Der in Köln ansässige Beschwerdeführer, der vorläufig ungenannt bleiben möchte, sieht in der Gebühr eine unzulässige Erschwerung des Austritts. Dies verstößt nach seiner Auffassung gegen die Religions- und Weltanschauungsfreiheit.

    “Wir halten die Kirchenaustrittsgebühr für verfassungswidrig”, so Rudolf Ladwig, Erster Vorsitzender des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA). “Die Aussicht auf einen jahrelangen Prozess schreckt aber begreiflicherweise davon ab, gegen die Gebühr vorzugehen. Daher unterstützen wir den Beschwerdeführer aus einem Spendenfonds, der für derartige Fälle eingerichtet wurde.”

    Die Kirchenaustrittsgebühr wurde 2006 in Nordrhein-Westfalen per Landesgesetz eingeführt. Auch in den meisten anderen Bundesländern wird eine solche Gebühr erhoben.
    Hintergrundinfo:
    Text der Verfassungsbeschwerde
    Ansprechpartner:
    Rudolf Ladwig (1. Vors.)
    +49 2331 - 34 80 410
    Rudolf.Ladwig@ibka.org

    Quelle

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