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  • 8. Nov. 2007

    Ein Fundstück von “Begrenzte Wissenschaft”, einem sehr interessanten Blog, den ich an dieser Stelle ausdrücklich empfehlen möchte. In diesem Beitrag wird sehr anschaulich die Methode religiöser Wahrheitsfindung anhand der Frage “Jesus, Gott oder Mensch” erläutert. Der Interssierte Leser möge sich bitte das Original ansehen, ich erlaube mir hier mal nur das Schlusswort des Artikel zu zitieren:

    Eine beliebte Ausrede rechtgläubiger Christen ist, dass Gott es wohl nicht zugelassen hätte, die christliche Botschaft zu verfälschen. So wie Gott auch sichergestellt hat, dass die Botschaft der Bibel trotz Übertragungs- und Übersetzungsfehler immer die gleiche, nämlich wahre geblieben sei [4]. An dieser Stelle müsste man sich dann wohl zuerst den Heiligen Kyrillos als vom Heiligen Geist beseelt vorstellen und später den die fast gegenteilige Meinung vertretenden Papst Leo. Gottes Wege, zu denen offenbar auch Bischofs-Slapstick und Machtpolitik gehören, sind manchmal unergründlich. Ob man etwas so unergründliches an staatlichen Universitäten unterrichten sollte, mag jeder für sich selbst entscheiden.

    Im Übrigen sollte man all dies im Hinterkopf behalten, wenn man mal wieder jemanden vermeintlich tiefsinnig behaupten hört, die Wissenschaft könne die grundsätzlichen Fragen gar nicht beantworten, die ständen nur der Religion offen. Die Antworten, die man vortäuscht geben zu können, könnten unter Umständen auf die oben beschriebene Art gefunden worden sein.

    28. Okt. 2007

    Da einige Leser des SkepTicker Probleme mit dem Flash-Player haben, gibt es das komplette Video nun als Avi-Datei direkt auf dem Server des SkepTicker. Am Ende des Dokuments auch als Download (Achtung: Dateigröße ~302MB).
    Eine beeindruckende Dokumention über Kirchenkritiker Karlheinz Deschner entlarvt seine Gegner aus den Reihen der Kirchen. Diese Arbeit der Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly, von den Medien des Mainstream bisher nie gezeigt, kann endlich ein breites Publikum erreichen.

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    11. Okt. 2007

    Das Wort am Sonntag: „Mit Gott und den Faschisten”
    Karlheinz Deschner zur Politik der Päpste im 20. Jahrhundert

    In zwölf Folgen zu je knapp zehn Minuten unter dem Serientitel „Mit Gott und den Faschisten” beweist Deutschlands bedeutendster Kirchenkritiker, daß die „Stellvertreter Gottes” im Vatikan, von Leo XIII. bis Pius XII. wesentlich zur Herrschaft des Faschismus in Italien, Spanien, Deutschland und Jugoslawien und damit zu den politischen Katastrophen und zum Völkermord im 20. Jahrhundert beigetragen haben.

    Auch der deutsche Episkopat und die deutsche Geistlichkeit waren in ihrer großen Mehrheit „froh, daß Hitler Liberale, Sozialisten und Kommunisten totschlug”. Deschner weist nach, daß die Kardinäle Faulhaber und von Galen das Gegenteil von Widerstandskämpfern waren, zu denen sie die Legende ebenso erhob wie den katholischen Bundeskanzler Adenauer. Der hatte schon im Winter 1932/33 als Kölner Oberbürgermeister und Zentrumsabgeordneter erklärt, daß „eine so große Partei wie die NSDAP unbedingt führend in der Regierung vertreten sein” müsse und dem italienischen Faschistenführer Mussolini in einem Glückwunsch prophezeit, sein Name werde „in goldenen Buchstaben in die Geschichte der katholischen Kirche eingetragen werden”.

    In Folge II beschreibt Deschner, was deutsche wie französische Bischöfe unter der Verantwortung von „Friedenspapst” Benedikt XV. in Predigten und anderen offiziellen Veröffentlichungen vom Ersten Weltkrieg halten: Sie nennen ihn „heilige Zeit”, „Gnadenzeit”, „Wiederaufbau von Gottes Reich” und eben deshalb „den Krieg, der dem Herrn gefällt”.

    Gefallen findet Benedikts Nachfolger Pius XI. am Faschistenführer Mussolini, den er schon 1921, als er noch Kardinal Ratti heißt, einen „wundervollen Mann” nennt. „Mussolini macht schnelle Fortschritte”, freut er sich, „und wird mit elementarer Kraft alles niederringen, was ihm in den Weg kommt.”
    Karlheinz Deschner, 1924 in Bamberg geboren, im Krieg Soldat, studierte Jura, Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Über seine literarischen, literatur- und kirchen-kritischen Werke siehe auch unseren Dokumentarfilm „Im Grunde bin ich ein aus lauter Zweifeln bestehender gläubiger Mensch” und die Reportage „Ketzerverbrennung” in unserem KANAL 4-Magazin „Z”.


    Autor: Karlheinz Deschner, Auftraggeber: Kanal 4, 1992, 8,30 min, Regie: Peter Kleinert und Marianne Tralau, Kamera: Tom Kaiser, Ton: Lars Klietsch, Stephan Thonett, Schnitt: Peter Kleinert, Produktionsleitung: Peter Kleinert

    Skepticker-Leser können die komplette Serie für19,95 Euro beim KAOS Kunst- und Video-Archiv für den privaten Gebrauch bestellen: info@kaos-Archiv.de


    19. Sep. 2007

    Irans Präsident Ahmadinedschad ist als Veranstalter von Holocaust-Konferenzen mit zweifelhaften Experten berüchtigt. Nun zeigt das iranische Fernsehen eine mehrteilige Serie über einen iranischen Schindler und  über das Schicksal der europäischen Juden unter dem Nazi-Regime.

    “Zero Degree Turn” ist der Titel dieser aufwendigen Koproduktion des staatlichen iranischen Senders mit Sendeanstalten aus Ungarn, dem Libanon, Polen und Frankreich. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Habib, der als iranischer Schindler gezeigt wird. Der  junge Iraner beginnt kurz vor Ausbruch des Krieges ein Philosophie-Studium in Paris. Als die Nazis die Seine-Metropole besetzen, arbeitet er in der iranischen Botschaft. Von dort beobachtet er wie Juden zum Abtransport zusammengetrieben werden, wobei auch seine jüdische Freundin Sara in Gefahr gerät und er beschließt spontan Ausreisedokumente auszustellen um damit hunderte Juden zu retten.

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    13. Sep. 2007

    Kaiser Konstantin erobert erneut seine ehemalige Residenz. In Triers Innenstadt blickt Konstantins Konterfei kaiserlich entrückt vieltausendfach plakatiert über seine einstige Wahlheimat und an allen zentralen Plätzen stolpert der Besucher über die gigantischen Repliken der imperialen Füße.

    Anscheinend meinte man nur mit Gigantomanie dem Anlass gerecht werden zu können. Die Ausstellungstrilogie, die sich auf drei Museen verteilt und 6,6 Millionen Euro kostete, zeigt auf 3000 qm rund 1500 Exponate, von denen viele aus 160 verschiedenen Museen weltweit ausgeliehen wurden, ist immerhin ein Beitrag des des Landes Rheinland-Pfalz zur Kulturhauptstadt 2007 „Luxemburg und Großregion“ und steht unter der Schirmherrschaft Konstantin-Trierdes Bundespräsidenten.
    Das Kernstück befindet sich im rheinischen Landesmuseum („Herrscher des römischen Imperiums“): Um die machtvolle Größe des Kaisers spürbar zu machen, wurde der sechs Tonnen schwere, beinahe drei Meter messende kolossale Kaiserkopf aus den Kapitolinischen Museen in Rom mit modernster Technik in Originalgröße aufwendig in Marmor repliziert. Das Duplikat ist so gut, dass das Original in Rom nach Ende der Trierer Ausstellung durch die Replik ersetzt werden wird.
    Das Stadtmuseum Simeonsstift (”Tradition und Mythos”) konzentriert sich vor allem auf die Verehrung Konstantins durch die Ostkirche, für die er bis heute ein Heiliger ist, während sich das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum („Der Kaiser und die Christen“) Konstantins als Wegbereiter für das Christentum widmet.

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