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  • 8. Sep. 2007

    Die Dokumentation “Die christliche Rechte und ihre Rekruten” von Tita von Hardenberg zeigt mit welchen Methoden die amerikanische Bet- und Bußgemeinde “The Call” in Deutschland Fuß fasst und warum sie besonders Jugendliche fasziniert.

    In den USA ist die religiöse Rechte bereits zu einer einflussreichen politischen Kraft geworden. Auch in Europa gewinnen die christlichen Konformisten durch systematische Evangelisation an Terrain. Hauptzielgruppe ist die Jugend, die den Kirchen abhanden kommt. Die Reportage der Polylux-Moderatorin von Hardenberg beobachtet “The Call” in Deutschland, mit bedrückenden Bildern von Kursen in denen der Chefmissionar Jugendliche im Handwerk der Mission im Sinne der Organisation unterrichtet. Den ganzen Beitrag lesen …

    4. Sep. 2007

    HagardColorado-Springs - Ted Haggard, der über einen Sexskandal gestürzte Evangelikalen-Pastor, erregt durch einen Spendenaufruf zur Finanzierung seines Studiums erneut den Unmut seiner Gemeinde.

    Die Vorgeschichte:
    Ted Haggard, ehemals einer der einflussreichsten Figuren der evangelikalischen Christen in den USA, verfügte seinerzeit nicht nur über einen direkten Draht zu Gott sondern hatte laut eigener Angaben auch beste Kontakte zu Präsident Bush, den er wöchentlich beriet . Manche werden ihn aus Richard Dawkins Dokumentation ‘The Root of all Evil’ von 2006 kennen, in der er nach Beendigung des Interviews im Jesus Camp, Dawkins sehr aufgebracht von seinem Grund verwies (”You called my children Animals“). Haggard hatte sich zuvor nicht gerade als Befürworter von Homosexualätit gezeigt. In seiner Funktion als Präsident der evangelikalen Organisation ‘National Association of Evangelicals’ führte er einen erbitteerten Kampf insbesondere gegen Abtreibung und Homo-Ehe. Um so größer war das Entsetzen als Ende 2006 ein Callboy in die Öffentlichkeit trat und bekannte Haggard habe ihn drei Jahre lang für Sex bezahlt. Nach einer recht kurzen Phase des Leugnens gab Haggard alle seine Ämter frei und bekannte sich schließlich zu seinen Sünden. Es folgte die Phase der Läuterung und schließlich zog er sich ganz ins Privatleben zurück.

    Nun hat Haggard sich wieder zurückgemeldet: Den ganzen Beitrag lesen …

    21. Aug. 2007

    “Nur ein toter Schwuler ist ein guter Schwuler” titelt der Gay-West-Blog und schreibt: Nach diesem Motto verfährt zur Zeit ein katholisches Ehepaar aus Carmel, Indiana. Sie hassen ihren Sohn Patrick, der seit gut 25 Jahren mit seinem Freund Brett zusammen lebt, ebenso wie diesen Freund und jeden Schwulen auf der Welt.

    Der Classical Liberally Blog berichtete ebenfalls über den Fall:
    Patrick, Sohn eines ultrareligiösen, katholischen Ehepaars, lebt in einem gleichgeschlechtlichen eheähnlichen Verhältnis mit seinem Partner Brett.

    Ein Vierteljahrhundert lang leben, lieben und kämpfen Brett und Patrick zusammen. Nach 12 Jahren sind sie in der Lage gemeinsam ein Haus zu kaufen. Sie teilen das Bankkonto und ihr gesamtes Leben. Die *** von Eltern hassten jeden Moment davon. Aber wie weit sie dann gehen würden, erstaunte selbst mich, obwohl ich von Fanatikern keinerlei Humanität erwarte.

    Als Patrick in Folge eines Aneurysma kollabiert, beeilen sich die Eltern ihre elterliche Sorge um den behinderten Sohn geltend zu machen. Im Focus ihrer fürsorglichen Bemühungen steht jedoch nicht das gesundheitliche Wohl des Sohnes sondern die Verhinderung von weiteren Kontakten zu dem homosexuellen Partner. Sie verweigerten Brett sogar das Besuchsrecht, das er gerichtlich erstritten hatte, obwohl ein Neuropsychologe diese Besuche befürwortet hatte. Die ärtzliche Empfehlung “Reintegration des Patienten in die gewohnte Umgebung, Aktivitäten und Situationen fördert den Heilungsprozess” wird elterlicherseits jedoch ignoriert. Wes Geistes die Mutter (Jeanne) ist kann an folgendem Zitat ermessen werden:

    Jeanne sagte zu Brett, dass wenn Patrick nach seiner Genesung zu ihm zurückkehren würde, würde sie (Anm: sie ist die Mutter!) vorziehen er würde nicht genesen.

    13. Aug. 2007

    Weil sie beim Ausdauerlauf nicht mitkam, fesselte der Betreiber eines christlichen Bootcamps eine 15-Jährige an seinen Kleinbus und fuhr los.

    Gestern, am 12. 8. 2007, wurde Pfarrer Charles Flowers gemeinsam mit der Beraterin seines Bootcamps, Stephanie Bassitt für diesen Vorfall, der sich im vergangenen Juni abgespielt haben soll, angeklagt. Das Bootcamp nennt sich „Love Demonstrated Ministries”, was man in etwa mit „Missionswerk vorgelebte Liebe” übersetzen kann.

    Das Motto des christlichen Umerziehungslagers, das sich in der Nähe der texanischen Stadt Corpus Christi befindet, ist es, „junge Männer und Frauen darauf vorzubereiten, die Welt mit den Prinzipien von Christus als Basis zu verändern”. Die Jugendlichen werden unter anderem von Gerichten als Alternative zu längeren Gefängnisstrafen in dieses christliche Straflager geschickt.

    Quelle: Texas pastor arrested for dragging girl at camp (reuters)

    Diskussion dazu im Freigeisterhaus

    2. Aug. 2007

    Die enthaltsam lebenden Shaker sind eine der ältesten Freikirchen Amerikas. Nun gibt es nur mehr vier von ihnen. Ihr Untergang hat mit ihrer strengen Einhaltung der christlichen Lehre zu tun. Denn im Gegensatz zu vielen konservativen Christen, die behaupten, dass Kinderreichtum christlich sei, lebten Jesus Christus und Paulus der christlichen Mythologie zufolge zölibatär. Ihren Anhängern empfahlen sie, ihre Familien zu verlassen, nicht zu heiraten oder Kinder zu haben, auf Besitz zu verzichten und sich darauf zu konzentrieren, Jesus nachzufolgen.

    So taten es die Shaker, seit ihrer Gründung 1772 in Manchester, das sie wenig später verließen, um sich in den USA anzusiedeln. Durch Adoption und Mission konnten sie ihre Mitgliederzahlen aufbauen und erhalten, doch nun scheint es bald zu Ende zu gehen. Nur noch vier Shaker leben in der verlassenen, historischen Siedlung in Sabbathday Lake, Maine, die inmitten der modernen, autogerechten Vorstadtsiedlungen der Mittelklasse wie wie eine Zeitkapsel wirken muss.

    Wer des englischen mächtig ist, der kann sich den folgenden Bericht zu Gemüte führen: The Last Ones Standing

    Diskussion dazu im Freigeisterhaus

    31. Jul. 2007

    In der Rheinischen Post fordert Bischof Mixa Gegenleistungen von islamischen Staaten für den Bau von Moscheen in Deutschland und offenbart sein Verständnis von Toleranz und rechtsstaatlicher Prinzipien.

    In vornehmlich islamisch geprägten Kulturen und Ländern haben Christen heute noch so gut wie keine Daseinsberechtigung.” Wenn sich dies nicht endlich ändere, sollte man in Deutschland den Muslimen in aller Freundschaft antworten: „Dann muss es eben keine große Moschee sein mit hoch emporragenden, demonstrativ in Erscheinung tretenden Minaretten, dann reicht in einer christlich geprägten Kultur auch ein schlichter muslimischer Andachtsraum.

    Kleine Nachhilfestunde - Grundgesetz, Artikel 4:

    2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

    Sehr geehrter Herr Mixa, dieser Text ist umissverständlich. Die Religionsfreiheit - ebenso wie jedes andere Menschenrecht - darf in der BRD nicht eingeschränkt werden!

    19. Jul. 2007

    Drei mutmaßliche christliche Terroristen wurden dabei ertappt, als sie offenbar eine Kirche in Schutt und Asche legen wollten.

    Schon am 22. Mai machte ein gewisser Markus Uhl Schlagzeilen, als er von der Polizei mit mehreren Napalm-Bomben ertappt wurde. Der Anhänger des kurz zuvor verstorbenen, führenden Evangelikalen und Fernsehpredigers Jerry Falwell, der auch an der, von Falwell gegründeten, Liberty University studierte, soll damit geplant haben, mögliche Demonstrationen gegen Falwell zu bombardieren.

    Nun gab es am 12. Juli einen weiteren Fall von vereiteltem Terrorismus durch Christen. Das Ziel von Dayton Lee Calaway (19), Michael Philip Plaisted Jr. (18) und Jered Michael Ragon (18) waren aber keine Demonstranten, sondern eine Kirche in der texanischen Kleinstadt Burleson. Ihre Aktitvitäten erregten Aufmerksamkeit. Die Polizei wurde verständigt, was zur Verhaftung der drei führte. Vor Ort wurde eine Sprengvorrichtung sichergestellt.

    Die drei gaben an zur Gruppe der Radical Christian Activists zu gehören, die Regierungen und organisierte Religionen ablehnen.

    Christen, die die organisierte Religion ablehnen und dazu terroristische Methoden nutzen? Das mag für viele verwunderlich klingen, doch lassen sich diese Taten durchaus mit der christlichen Jesus-Mythologie begründen.

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    18. Jul. 2007

    Schwarze Madonna

    Der Glaube an Dämonen oder gar an den Teufel persönlich, der von seinem Opfer Besitz ergreift, ist - so könnte man meinen - eine längst überwundene Kehrseite des christlichen Glaubens, der allenfalls von reaktionären, religösen Fundamentalisten geteilt wird. Doch weit gefehlt: Unter der Führung des neuen Papstes wird der Rückfall in das Okkultisch-Irrationale gefördert.

    Am 13.07 diesen Jahres berichtete das katholischen Nachrichtenportal kath.net über ein Exorzistentreffen in Polen. 330 Exorzisten aus 29 Ländern seien dort zusammengekommen. Nur offizielle Exorzisten seien eingeladen worden zu dem jährlichen Treffen der “Internationalen Vereinigung der Exorzisten”. Dieser Verein wurde erst 1990 von einem gewissen Pater Gabriele Amorth gegründet , der von kath.net als langjähriger Chef-Exorzist im Vatikan vorgestellt wird:

    Pater Amorth gründete die Vereinigung, weil er hoffte, die Arbeit der Exorzisten weltweit zu verstärken. Oft sei auch in der Kirche kaum Verständnis dafür da, bedauert Pater Amorth in einem Interview mit der italienischen Zeitung „30 Giorni“.
    Doch der Dienst werde immer wichtiger, weil auch der Okkultismus wieder zunehme und sich der Satanismus verbreite sehr stark verbreite, sagt Amorth: „Wenn der Glaube sinkt, steigt der Aberglaube. Um es in biblischer Sprache auszudrücken: Man verlässt Gott und gibt sich dem Götzendienst hin. In der heutigen Sprache heißt das: Man verlässt Gott, um sich dem Okkultismus hinzugeben.“
    Amorth bezeichnet es als größten Erfolg Satans, „glauben zu machen, dass er nicht existiere. Und es ist ihm fast gelungen. Auch im Inneren der Kirche.“

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    18. Jul. 2007

    Der Zentralrat der Muslime fordert auf seiner Webseite die Schlechterstellung von Frauen im Ehe-, Scheidungs- und Erbschaftsrecht, vor Gericht und in der Partnerschaft und verbietet ihnen, sich sexuell zu verweigern.

    Als vor einigen Monaten ein alter Artikel einer Webseite der Ahmadiyya-Sekte ans Tageslicht kam, in dem ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Schweinefleisch und Homosexualität behauptet wurde, war die mediale Entrüstung groß. Schließlich hatte die Ahmadiyya-Sekte mit Hilfe von liebenswerten Vorzeigemuslimen, wie dem deutschen Konvertiten Hadayatullah Hübsch, gegenüber der Öffentlichkeit ein fortschrittlich-liberales Bild kultiviert. Offenbar hielt es keiner der Journalisten für notwendig, sich näher zu informieren.

    Die gängige mediale Kritik am Zentralrat der Muslime hängt sich meist an Nebensächlichkeiten, wie der Frage des gemeinsamen Sportunterrichts und der Teilnahme an Klassenfahrten, auf. Dabei hat der ZDM auf der von ihm unterhaltenen Webseite www.islam.de ganz andere Leichen im Keller.

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