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  • 2. Sep. 2007

    Am 12. Februar. 2009 jährt sich Darwins Geburtstag zum 200. Mal. Darüber hinaus jährt sich auch die Veröffentlichung seines revolutionären Buches ‘On The Origin of Species’, nämlich zum 150. Mal. Zusammen wollen wir deshalb einen wirklich internationalen Festtag feiern und unserer Freude Ausdruck verleihen; für diesen enormen Fortschritt nicht nur der Wissenschaft, erzielt durch menschliche Neugier und Genialität.

    Dieser Aufruf findet sich unter www.darwinday.org. In der Rubrik Events sind schon Symposien, Konferenzen, Vorträge, Ausstellungen und Filmvorführungen in aller Welt zu finden, einmalige ebenso wie sich jährlich wiederholende Veranstaltungen. Auf dem Portal findet man Unterstützung und individuelle Beratung für die Planung eigener Events um sie später auch auf der Seite registrieren und bewerben zu können.

    Für die Übersetzung dieses z.Z. nur in Englisch verfügbaren Webangebots ins Deutsche (und diverse weitere Sprachen) werden noch Helfer gesucht. Interessenten für diese Aufgabe wenden sich bitte direkt an info@darwinday.org.

    27. Aug. 2007


    Roy Zimmermann
    ist ein amerikanischer Liedermacher und Satiriker. Weitere Informationen auf www.royzimmerman.com.

    24. Aug. 2007

    kutscheraProf. Ulrich Kutschera (im Bild mit Prof. Wuketits und Dr. Schmidt-Salomon beim Evoutionskongreß iDie), der Wortführer der deutschen Evolutionsbiologen, warnt im GEO-Interview vor einem Erstarken des Kreationismus in Deutschland, Auszüge:

    GEO.de: Jüngst hat die hessische Kultusministerin mit ihrer Behauptung, zwischen Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie gebe es erstaunliche Parallelen, für Aufregung gesorgt. Kommt der Kreationismus nun endgültig nach Europa?

    Ulrich Kutschera: Seit ich vor 20 Jahren aus den USA zurückgekehrt bin, beobachte ich diese wissenschaftsfeindlichen Strömungen in Deutschland. Und ich muss mit großer Enttäuschung feststellen, dass die kreationistische Bewegung, die unter anderem Fakten verdreht, Erkenntnisse ignoriert und das gesamte Methodenarsenal der modernen Biologie ablehnt, immer mehr Zulauf hat. Alle Umfragen der letzten Jahre zeigen, dass die Zahl der Evolutionsgegner in Deutschland von rund 20 auf bis zu 30 Prozent angestiegen ist.

    GEO.de: Welche Rolle spielt das Internet bei der Verbreitung kreationistischer Ideen?

    Ulrich Kutschera: Schüler schauen, wenn sie sich zu einem Thema informieren wollen, heute zunächst im Internet nach. Wenn sie nun Schlüsselbegriffe, wie zum Beispiel “Makroevolution”, “rudimentäre Organe” oder “Phylogenese” bei Google eingeben, dann landen sie zunächst bei den Kreationisten. Da die Zahl der Links bei den Evolutionsgegnern deutlich höher ist als bei uns, führen schätzungsweise zwei Drittel aller Google-Suchanfragen zum Thema Evolution auf kreationistische Seiten. Zum Beispiel auf www.genesisnet.info, eine neue Kreationismus-Seite von “Wort und Wissen”, die eine umfassende Hauptseite pflegt. Wäre unsere ehrenamtlich betriebene Seite www.evolutionsbiologen.de nicht im Netz, würden wohl über 90 Prozent der Suchanfragen bei den Kreationisten landen.
    GEO.de: Müsste die Aufklärungsarbeit, die Sie betreiben, nicht von unseren Schulen und Universitäten geleistet werden?
    Ulrich Kutschera: Wenn Sie an einer deutschen Universität Biologie studieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Sie zum Thema Evolution sehr wenig oder gar nichts Aktuelles gelehrt bekommen. Ich könnte Ihnen bedeutende Universitäten nennen, an denen Sie Biologie-Lehrer werden können, ohne je einen einzigen Kurs zum Thema Evolution besucht zu haben. Es gibt auch nur sehr wenige Kollegen, die das Fach im Rahmen einer staatlich besoldeten Professur vertreten. Hinzu kommt ein erstaunliches Wissensdefizit in der Bevölkerung.

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    2. Jul. 2007

    Ein hochkarätiges besetztes Wissenschaftssymposium in einer kleinen Stadt in der Provinz. Das Thema ist Evolution und Kreationismus. 3 Tage referieren, streiten und debattieren Referenten aus den Natur- und Geiseswissenschaften über iDie erschöpfte Theorie? Evolution und Kreationismus in Wissenschaften. Das lokale Printerzeugnis “Der Trierische Volksfreund” scheint indes an solcherlei Veranstaltungen in seiner Stadt keinerlei Interesse zu haben.

    Alltag, wie Christoph Lammers einer der Organisatoren berichtet:

    Dass der TV uns boykottiert hat ist bedauerlich, aber für die örtliche Presse typisch. Fast alle öffentlichen Terminkalender haben die Veranstaltung ignoriert.

    In der Printausgabe des TV gab es immerhin eine Nachberichterstattung zum Kongreß. Allerdings war dort wenig über die Tagung selbst zu lesen. Fast bekommt man den Eindruck, der Schreiber des Artikels habe sich nur einen einzigen Vortrag angehört. Es wird nur ein einziger Referent (Prof. Graf) erwähnt und gleich 2 Absätze (von insgesamt 5) widmen sich dem Inhalt dieses einen Vortrags. Stattdessen kommt ein Sektenbeauftrager des Bistums Trier im längsten Abschnitt des Artikels zu Wort:

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    19. Jun. 2007

    Koralle2Von 15. bis 17. Juni 2007 fand an der Universität Trier eine Tagung unter dem Titel „iDie erschöpfte Theorie? Evolution und Kreationismus in Wissenschaften“ statt. Damit setzte der Arbeitskreis Kritische Theorie[n] die erfolgreiche Arbeit des Bildungskongresses „Die ewige Wiederkehr des Religiösen” von 2003 fort.

    Die Begrüßung erfolgt durch Christoph Lammers, der über den “Streitfall Evolution und den Bildungsmarkt” referiert. Er legt die Methoden der kreationistischen Bewegung dar, deren Schwerpunkt er im Angriff auf das Schulwesen sieht. Homeschooling und zunehmende Privatisierung verstärken den anti-evolutionären Ansatz. In Europa und insbesondere in Deutschland sind schöpfungstheoretische Unterrichtsinhalte in den wissenschaftlichen Fächern zwar noch eine Randerscheinung, dennoch sind antiaufklärerische Vorstellungen in der Gesellschaft weit verbreitet. Die noch(!) zaghaft vorgetragenen Versuche religiöser Vertreter und ihrer verlängerten Arme in den Reihen der Politik, Zweifel an Darwins Evolutionstheorie zu wecken, fallen in der Bevölkerung jedoch vermehrt auf fruchtbaren Boden.

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