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  • 19. Apr. 2008

    Videofundstücke heute:

    Die parodistische Antwort auf “Expelled - No Intelligence Allowed“, dem Film in dem behauptet wird, die IDler würden von der großen geheimen darwinistischen Wissenschaftlerverschwörung daran gehindert, in Forschung und Lehre zu arbeiten.


    Und die Antwort auf diese Videobotschaft von seiten der ID-Fraktion.


    6. Feb. 2008

    Arche Noah statt Beagle? Evolutionstheorie, Kreationismus und Bildung

    Ein Gastbeitrag von Christoph Lammers, mit freundlicher Genehmigung des Goethe-Instituts


    Copyright: picture-alliance / OKAPIA KG, GermanyDass die Evolutionstheorie in der Kritik steht ist nicht neu. Seit Veröffentlichung seines bahnbrechenden Werkes Die Entstehung der Arten gab es lang anhaltend Stimmen, die den Wert von Darwins Theorie bestritten.

    Doch mit der Zeit hat sich die Kritik verlagert: In der Fachdisziplin Biologie ist die Evolutionstheorie aufgrund der zahlreichen sie stützenden Belege mittlerweile weitestgehend anerkannt; im öffentlichen Raum hingegen wird die Debatte heute intensiver geführt als noch vor einer Generation. Was bislang als rein US-amerikanisches Phänomen wahrgenommen wurde, hat nun Europa erreicht: Immer mehr Eltern fordern als Recht ein, ihren Kindern ein wesentliches Element naturwissenschaftlicher Bildung vorzuenthalten: die Theorie der Entwicklung des Lebens. Die aktuelle Trend auf dem Bildungsmarkt, der in Richtung privater Einrichtungen geht, begünstigt, eher zufällig, dieses Ansinnen.

    Kreationismus in Deutschland

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    5. Feb. 2008

    Ohne Worte:


    Zum Vergleich noch ein anderes Beispiel aus der Popkultur


    5. Jan. 2008

    Eine Umfrage des FASEB-Journals* zeigt: 61% der US-Bürger glauben, dass Leben sich im Laufe der Zeit entwickelte, 36% halten diese Evolution für einen natürlichen Prozess.

    In der Umfrage wurde nach der Zustimmung zu folgenden Aussagen gefragt, dabei wurden die Befragten in zwei Hälften aufgeteilt. Die jeweilige Frage der zweiten Gruppe in Klammern.

    Manchen glauben, dass Menschen und andere Lebewesen (oder sämtliches Leben) sich im Laufe der Zeit entwickelten, andere glauben, dass Menschen und andere Lebewesen (oder alles Leben) in ihrer heutigen Form seit Beginn der Zeit existieren. Welcher dieser Aussagen kommt ihrer Ansicht am nächsten?

    Diejenigen, die einer Entwicklung im Laufe der Zeit zustimmten, wurden anschließen gefragt:

    Glauben sie, dass Menschen und andere Lebewesen (oder sämtliches Leben) sich in Folge eines natürlichen Prozesses wie zB natürliche Selektion entwickelten oder glauben sie, dass eine höheres Wesen die Entwicklung von Lebewesen gelenkt hat, um Menschen und andere Lebewesen (oder sämtliches Leben) in seiner heutigen Form zu erschaffen?

    Evoluton-Kreationismus

    Zustimmung zur Evolution:
    Links: Gruppe 1, Menschen und andere Lebewesen, Rechts: Gruppe 2, sämtliches Leben
    hellblau: natürliche Entwicklung
    dunkelblau: gelenkte Entwicklung
    gelb: in heutiger Form durch höheres Wesen erschaffen
    grün: weiß nicht/keine Antwort

    Die Studie zeigt weiterhin einen interessanten (wenn auch wenig überraschenden) Zusammenhang über Akzeptanz von Evolutionstheorie und wissenschaftliches Vorwissen. Dazu wurden die Zustimmung zu drei einfachen wissenschaftlichen Aussagen abgefragt:

    a) Die Kontinente, auf denen wir leben, bewegen sich seit Millionen von Jahren und werden sich auch in Zukunft weiter bewegen.
    b) Antibiotika töten Viren ebenso wie Bakterien.
    c) Die frühesten Menschen lebten zur gleichen Zeit wie die Dinosaurier.

    Bildung_EvolutionAls ‘richtige Antwort’ wurde völlige oder teilweise Zustimmung (bzw. völlige oder teilweise Ablehnung) einer richtigen (bzw. einer falschen Aussage) gewertet. Die Grafik rechts ordnet die Zahl der richtigen Antworten (o-1, 2 oder 3) der jeweiligen Zustimmung zu Evolution, Kreationismus oder Intelligent Design zu.

    Ebenfalls beachtenswert sind die Antworten zur Frage wer in der Öffentlichkeit zu wissenschaftliche Themen Stellung beziehen sollte. In der Debatte um Evolution, Kreationismus und Intelligent Design wünschen sich die Befragten eine stärkere öffentliche Beteiligung von Wissenschaftlern (77%), Lehrern (76%) Richtern (37%), Schulbehörden (30%) oder sonstigen Prominenten (11%). Das zeigt, die Mehrheit der amerikanischen Öffentlichkeit akzeptiert und wünscht Aussagen wissenschaftlicher Experten auch bei Themen, die möglicherweise relevant sind für Glaubensfragen.
    Abschließend noch ein Zitat von Gerald Weissmann, dem Chefredakteur des FASEB-Journals:

    The bottom line is that the world is round, humans evolved from an extinct species and Elvis is dead. This survey is a wake-up call for anyone who supports teaching information based on evidence rather than speculation or hope; people want to hear the truth, and they want to hear it from scientists.

    Siehe auch:
    Artikel als PDF-Download: Evolution and Its Discontents
    Artikel auf der FASEB-Homepage

    * The Federation of American Societies for Experimental Biology, publishes The FASEB Journal. Stanford University Libraries

    4. Jan. 2008

    Science Evolution CreationismScience, Evolution, and Creationism‘ ist der Titel einer neuen Veröffentlichung der ‘National Academy of Sciences’ (NAS) und des ‘Institute of Medicine’ (IOM). Das Buch informiert über den aktuellen Stand der evolutionsbiologischen Forschung und liefert einen Überblick über die Argumente im Diskurs mit Kreationisten und Anhängern von Intelligent Design.

    Science, Evolution, and Creationism

    Wie entwickelte sich das Leben auf der Erde? Die Antwort auf diese Frage hilft uns unsere eigene Vergangenheit zu verstehen und sie ist notwendig um ums auf die Zukunft vorzubereiten. Obwohl die Evolutionstheorie glaubwürdige und zuverlässige Antworten liefert, zeigen Umfragen immer wieder, dass viele Menschen mit diesen Antworten unzufrieden sind und andere Erklärungen suchen.

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    6. Nov. 2007

    Ein Lehrmittel über Schöpfung und Evolution stösst auf Kritik von Fachleuten: Der Inhalt sei nahe am Schöpfungsglauben der Kreationisten und relativiere die Bedeutung von Darwins Evolutionstheorie.

    Im September erschien im Berner Schulverlag das Lehrmittel «Natur Wert». Darin sollen für Schüler ab dem 7. Schuljahr laut Beschrieb «naturwissenschaftliche Kenntnisse mit philosophisch-ethischen Betrachtungen» verbunden werden. Das erste Kapitel heisst «Schöpfung und Evolution – Entstehung des Lebens». Dieses Kapitel stösst bei Fachleuten auf Kritik: «Hier wird erstmals in einem Schweizer Lehrmittel die Schöpfungslehre im Sinne der Kreationisten mit der Evolutionstheorie auf die gleiche Stufe gestellt», sagt Markus Wilhelm, Professor an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Luzern.

    Nur Extrempositionen

    Seine Kritik entzündet sich an einem kurzen Text unter dem Titel «Erklärungsversuche»: Es gebe verschiedene Antworten auf die Frage, wie das Leben entstanden sei, heisst es da, «hier sollen vor allem die zwei bei uns am meisten verbreiteten Erklärungsversuche dargestellt werden». Erstens: «Gläubige Menschen gehen davon aus, dass jemand oder etwas – Gott / eine höhere Macht – das Universum in seiner ganzen Vielfalt erschaffen habe. Diese Vorstellung wird Schöpfungsglauben genannt.» Und zweitens: «Vor etwa 150 Jahren verbreitete sich unter Naturwissenschaftern die Vorstellung, es gebe keinen Schöpfer, das Leben sei durch zufällige chemische Prozesse entstanden und die heutige Vielfalt sei das Resultat weiterer zufälliger Veränderungen. Dieses Modell heisst Evolutionstheorie.

    Quelle: Neue Züricher Zeitung

    Der Schweizer Tagesanzeiger meldet inzwischen, dass das Schulbuch überarbeitet wird:

    Die «NZZ am Sonntag» nährte diesbezügliche Befürchtungen. Ein neues Berner Lehrmittel für Volksschulen sei kreationistisch gefärbt, zitierte sie verschiedene Fachleute; wissenschaftliche Erkenntnisse über die Evolution würden der biblischen Schöpfungslehre gleichwertig gegenübergestellt.
    Unzulässige Vermischung

    Zu diesem Schluss ist nun auch die Berner Erziehungsdirektion gelangt. Man habe bereits reagiert und werde den entsprechenden Text überarbeiten, sagt Generalsekretär Robert Furrer auf Anfrage. Zwar habe Erziehungsdirektor Bernhard Pulver den Text noch nicht gesehen. Doch sei er in der Sache absolut derselben Meinung: «Die kreationistische Auffassung basiert nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.» Man könne sich im Religionsunterricht mit dieser Auffassung auseinander setzen. Nur formuliere diese keine gültige Antwort auf die Frage, wie die Welt entstanden sei. Der fragliche Text vermische aber die beiden Ebenen, und das sei nicht zulässig.

    13. Sep. 2007

    God Delusion CoverWenn Richard Dawkins The God Delusion eines bewirkt hat, dann eine Flut Rezensionen. Was all diese Rezensionen ausmacht, ist das Fehlen dessen, was eine Rezension eigentlich im Kern haben sollte, nämlich eine Schilderung des Buchinhalts.

    Falls überhaupt, dann wird ein kleiner Aspekt des Buches in verzerrender Weise zum Hauptthema aufgeblasen und dann direkt attackiert. Aber in der Regel wird die lästige Arbeit einer Inhaltsbeschreibung gleich übersprungen und das Buch vorweg für unnötig und veraltet erklärt. Das Buch würde nichts neues bringen, was über die Aufklärung des 19. Jahrhunderts hinausgehe. Selbst, wenn dem so wäre, dann schmälert das den Wert des Buches keineswegs, denn die Anzahl derer, die das 19. Jahrhundert noch selbst erlebt haben, ist gering und die Zahl jener, die sich in einem Philosophiestudium durch die altbackenen und schwer lesbaren Texte längst verstorbener Philosophen und Aufklärer gequält haben, ist auch nicht viel größer.

    Darüber hinaus wird Richard Dawkins gerne als Person verunglimpft. Der sanftmütige, geduldige und ruhige Oxford-Professor wird da schon mal als militant, als Hassprediger, Eiferer oder Fundamentalist beschimpft. Was die Rezensenten zu solch Ausbrüchen bewegt, darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht erschütterte Dawkins’ Buch ihren Glauben an Gott, oder ihren Glauben an die Notwendigkeit des Glaubens, was sie dazu bewegte den bösen Mann, der gesagt hat, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gebe, so zu attackieren. Aber ich will mich ja nicht auf das Niveau dieser Leute herabbegeben.

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    13. Sep. 2007

    Zunächst kritisierte der Kasseler Biologe Ulrich Kutschera gleichenorts den Kreationismus in Deutschland. Als Reaktion hierauf nahm nun sein Münchener Kollege Siegfried Scherer entschlossen die Balancierstange in die Hand.

    Nach den ersten beschwichtigenden Worten - wie sehr man sich doch abhebe von den ansonsten mit diesem Begriff verbunden, aber ultrakrassen Kreazzis – dann endlich Konkretes: So soll also die Entstehung biologischer Information noch nicht gelöst - und damit die bisher vorgeschlagenen Makroevolutionstheorien ziemlich in Frage gestellt sein.

    Nun geht Scherer nicht allzu sehr - will heißen: überhaupt nicht - ins Detail, wer da nun welche ominöse Makroevolutionstheorie vorgeschlagenen haben will. Schließlich ist, wenn wir von Evolutionstheorien sprechen, das, was mithin als Makroevolution bezeichnet wird, selbstverständlich schon mit einbezogen. Das nun das Prinzip von Versuch und Irrtum – in der Biologie bekannt als Mutation und Selektion – ausgerechnet an den Arten halt machen soll, kann frohgemut einer noch von Scherer zu fordernden Grundtypen-Mikroevolutions-Theorie (oder so …) überlassen bleiben – wir freuen uns darauf.

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    13. Sep. 2007

    Am 29. September  findet in Washington die Verleihung des “Richard Dawkins Award”  an Daniel Dennett statt.

    Aus dem Rundbrief an alle Brights (Übersetzung von mir):

    Liebe Brights,

    Am 29. September wird beim Konvent der Atheist Alliance International Daniel Dennett den “2007 Richard Dawkins Award” von Richard Dawkins selbst verliehen.

    Der Konvent (von 27.09 - 30.09) ist ausverkauft. Die Festansprachen von Dennett und Dawkins, werden ebenso wie die Präsentationen anderer bekannter Atheisten, wie Sam Harris, Christopher Hitchens, Ayaan Hirsi Ali, und Julia Sweeney  als Live-Stream im Internet verfügbar sein

    Der kostenpflichtige Videostream kann bis zum 19. September unter http://www.onsitestreaming.com abonniert werden.

    Weitere Details zu dieser Veranstaltung.  auf der Homepage der AAI.

    4. Sep. 2007

    Auch in der Schweiz tobt eine heftige Diskussion um Schöpfungsunterricht an den Schulen. In einer Umfrage im Auftrag des kreationistischen Vereins ‘Pro Genesis’ sprachen sich nun 80% der befragten Schweizer für einen solchen Unterricht aus. ‘Pro Genesis’ hofft auf baldige Umsetzung des Volkswillens.

    Noch im Mai warnte sogar das Schweizer Boulevard-Blatt ‘Blick‘ vor den umtriebigen Aktivisten von ‘Pro Genesis’:

    «Pro Genesis» hat ebenfalls ein Buch verlegt – «Das Schöpfungsmodell». Und an alle Schweizer Mittelschulen versandt. «Reaktionen der Schulen gab es darauf keine», sagt Gian Luca Carigiet von «Pro Genesis».
    Das Ziel des Versands ist offensichtlich: Möglichst viele der Bücher sollen den Weg in eine Schulbibliothek finden oder gar in den Unterricht. Und damit in die Köpfe der Schüler.
    «Kreationismus ist eine Form von christlichem Fundamentalismus», sagt Martin Scheidegger, Leiter der Beratungsstelle «Religiöse Sondergruppen&Sekten», gegenüber «kath.ch». Seit Jahren beschäftigt sich der reformierte Pfarrer mit der Bewegung. «Schon in den 70er-Jahren gab es die erste Welle.»
    Heute feiern die Kreationisten Auferstehung. Doch Scheidegger glaubt: «Das Ansinnen, die biblische Schöpfungslehre auf den Stundenplan zu setzen, hat in der Schweiz keine Chance.» Hier herrsche ein anderes Verständnis von Religion und Staat. An Schulen ein religiöses Modell zu lehren sei undenkbar.
    Wirklich? Das Wissenschaftsmagazin «Science» publizierte jüngst eine Studie. Befragt wurden in 34 Ländern Leute zur Evolutionstheorie. Da kam aus: Vier von zehn Schweizern glauben nicht an Darwins Lehre.
    Für «Pro Genesis» eine Offenbarung. Sie will nun, dass die Schöpfungslehre wenigstens gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie gelehrt wird. Im Sommer schicken die Bibel-Fundis eine Broschüre an alle Schweizer Mittelschulen. Und beten, dass es diesmal klappt.

    Inzwischen hat ‘Pro Genesis’ einen neuen Coup gelandet: Den ganzen Beitrag lesen …

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