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  • 9. Okt. 2009

    Ja, wer hat den Preis, den das «Bündnis für Engagement», das v.a. vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Generali finanziert wird, verdient? Jede(r) kann mit einem Klick für eines von 20 Projekten abstimmen.

    Bis vor kurzem stand eine Organisation namens “Homöopathen ohne Grenzen” an der Spitze des Rankings, die als Ziel «die Verbreitung der klassischen Homöopathie in den Ländern, in denen sie bisher unbekannt ist» angibt.

    Wer verhindern möchte, dass eine Organisation, die für die Verbreitung pseudowissenschaftlicher Quacksalberei eintritt, auch noch einen prominenten Publikumspreis gewinnt, möge doch bitte für einen aussichtsreichen Konkurrenten abstimmen.

    16. Sep. 2008

    Ein schönes Beispiel subtiler Propaganda für esoterische Pseudomedizin findet sich ausgerechnet in der aktuellen Septemberausgabe des Magazins „Journalist“, der Zeitung des Deutschen Journalisten-Verbandes. „Wenn die Stimme versagt“ ist ein Artikel über Panikattacken von Hörfunksprechern überschrieben. Die Autorin Ilona Hartmann, Redakteurin bei SWR4, hatte kürzlich eine Magisterarbeit über das Thema geschrieben und berichtet nun über die in der Branche weitgehend tabuisierten Angstzustände medienschaffender Mikrofonartisten. Bereits im Vorspann gibt sie bekannt, dass es „wirksame Therapien“ gebe, um die Panik zu bekämpfen. Welche das sind? Vor allem solche aus dem Horrorkabinett unwissenschaftlicher Heilslehren. Den ganzen Beitrag lesen …

    16. Jan. 2008

    Uri Geller im TV? Ein alter Hut, oder doch nicht? Na ja, das ist so ein Art Casting-Show, bei der “‘The Next Uri Geller” gesucht wird, was bedeutet, wenn die auf RTL Sendung liefe, hieße sie DSDSU oder so. Zu der Sendung muss man nicht viel sagen, allerlei so genannte Mentalisten geben da ihr Können zum Besten. Nichts dabei, was man nicht schon mal in der Fußgängerzone gesehen hätte.

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    Sehr ärgerlich ist allerdings was in den Medien über diese Sendung zu lesen ist. Erfreulicherweise hat Ludmila Carone vom Scienceblogs.de-Blog ‘Hinterm Mond gleich Links‘ dazu schon etwas geschrieben und mir erlaubt dies hier wiederzugeben. Dafür meinen herzlichsten Dank.


    Versteh ich nicht

    Autor: Ludmila Carone

    Man mag Uri Geller als reine Unterhaltung begreifen und behaupten, dass das schon ok so sei. Kein Mensch glaube diesen Unfug. Aber eines verstehe ich nicht: Journalisten haben sich doch eigentlich der Wahrheitsfindung verschrieben oder habe ich da was falsch verstanden?

    Warum lassen sich dann Journalisten dazu herab, Gellers hanebüchenem Unsinn völlig unkritisch auch noch eine Plattform zu bieten?

    Mit Magengrummeln habe ich ein entsprechendes Interview im “Kölner Stadtanzeiger” gelesen und auf Focus Online ist das Jubelinterview noch unterträglicher. (Zum Interview. Gefunden via Wissenswerkstatt)

    “Und später beschlossen Sie, aus Ihren transformierenden Kräften eine Karriere zu machen?” Meine Fresse…

    Und der Bericht heute auf Focus Online fängt eigentlich recht vielversprechend an. Aber der Schlussabschnitt ist ja wohl für die Tonne. ( Nachbesprechung der Sendung )

    “Wenn schon der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger nach Maßnahmen gegen das Trash-Fernsehen ruft, sollte Fernsehdeutschland froh sein, wenn ausnahmsweise wieder talentierte Menschen über den Bildschirm flimmern. Auch wenn deren Talent nicht darin besteht, mit Toten zu sprechen, sondern darin, Menschen genau das glauben zu machen.”

    Meine Güte ist das eine moralische und logische Bankrotterklärung. Da wird Betrug an Menschen einfach mal eben zum “Talent” erklärt.

    Wenn es denn die Leute dabei bewenden lassen würden, ihre Kunststückchen im Fernsehen zu präsentieren. Aber dahinter steht eine ganzer Wirtschaftszweig. Schließlich verdienen Hellseher, Astrologen, etc. durchaus an ihren Künsten, indem sie den Leuten das Blaue vom Himmel vorlügen. Ist aber alles nicht so schlimm. Nicht wahr?
    Schon mal daran gedacht, dass es Leute gibt, die nach einem traumatischen Verlust nur zu gerne daran glauben wollen, dass jemand mit Geistern und damit z.B. mit ihrem toten Kind reden kann? Wenn also so genannte Medien, diese Trauer ausnutzen, um sich unberechtigterweise zu bereichern oder sogar in dieser Ausnahmesituation psychologisch ungeschickt vorgehen und den Trauernden Schuldgefühle einreden… Oder wenn diese “Hellseher” sich bei der Suche nach vermissten Personen einmischen, wie es Herr Geller übrigens tatsächlich getan hat, um den Angehörigen irgendeinen Quark zu erzählen…

    Dann ist das ein Talent? Dann verhöhnen wir die Opfer und sagen: “Selbst Schuld!”?

    Wenn ein Nepper einer alten Frau an der Haustür einen völlig überteuerten Vertrag andreht oder für Leistungen kassiert, die er einfach nicht erbringt wie z.B. die Inspektion der Gastherme, dann verfolgt die Justiz diese Fälle als Betrug. Da ist es dann nicht zulässig, sich auf den Standpunkt zu stellen, dass die Opfer irgendwie selbst schuld seien. Sie hätten sich besser informieren oder sich den Ausweis zeigen lassen sollen. Aber sobald es irgendwie mit angeblich “übersinnlichen Phänomenen” zusammenhängt, wird den Leuten ein Freifahrtschein ausgestellt und ihnen sogar Talent bescheinigt?

    Das versteh ich ganz und gar nicht.

    Ich meine, wer sucht denn sein Heil bei Esoterikern? Eine in sich gefestigte, stabile Persönlichkeit? In einigen Fällen werden durchaus labile Menschen dabei sein, die nur zu gerne auf Anweisungen von außen warten oder die gerade in einer solchen Ausnahmesituation sind, dass sie zu Strohhalmen greifen. Ganz zu schweigen davon, dass die Esoteriker-Ecke auch Sekten hervorgebracht hat, zu denen z.B. Scientology gehört. Von der Überschneidung zwischen Esoterik und alternativen Heilverfahren, die mitnichten so harmlos und nebenwirkungsfrei sind, wie Verfechter das immer wieder behaupten, will ich erst gar nicht anfangen (Sanfte Alternativen auf Kritisch gedacht).


    Aber ist ja alles nicht so schlimm, nicht wahr?

    Also, wenn ich staunen will, dann sehe ich mir beispielsweise das Weltraumbild des Tages an. Das hat außerdem den unschätzbaren Vorteil, dass die hier vorgestellten Phänomene nicht nur wunderschön sondern auch real sind.

    20. Dez. 2007

    gesund_gluecklich_spiegelIm aktuellen Spiegel-Special Heft “Gesund und Glücklich” darf Autor Peter Seewald sich über die heilsame Kraft des Glaubens auslassen. Seewald ist , wie man etwa dem (übrigens ganz erstaunlichen in der Hauptsache vom Autor ‘Bene16‘ verfassten) Artikel bei Wikipedia entnehmen kann, durchaus ein ausgewiesener Experte in Glaubensbelangen. Auch seine zahlreichen Veröffentlichungen “Salz der Erde“, “Benedikt XVI. Ein Porträt aus der Nähe” oder Benedikt XVI. Leben und Auftrag” deuten darauf hin, dass er einen mehr als durchschnittlichen Bezug zur katholischen Kirche hat. Nun bedeutet ja die Weltanschauliche Ausrichtung eines Autors nicht zwingend, dass sein journalistisches Wirken ausschließlich von eben dieser Weltanschauung beeinflusst oder gar diktiert wird. Auch die Macher des Heftes verschweigen nicht aus welcher weltanschaulichen Ecke der Autor stammt. Wie in solchen Heften üblich wird er zu Beginn des Artikels kurz vorgestellt:

    Peter Seewald, 53. Verfasser mehrerer Gesprächsbücher mit Kardinal Joseph Ratzinger (dem jetzigen Papst Benedikt XVI.), ist Herausgeber der sechsbändigen “Bibliothek der Mönche“. Zuletzt erschien von ihm “Kult“, eine Sammlung von Kuriositäten und Besonderheiten aus 2000 Jahren christlicher Kultur.

    Der Titel des Artikels lautet “Die Homöopathie Gottes” und einen kleinen Augenblick lang ist man geneigt auf einen aufklärerisch-skeptischen Beitrag zu hoffen, schließlich ist es wohl bekannt, dass kein über Placebo hinausgehender Heileffekt der Homöopathie feststellbar ist. Man fragt sich, ob der Autor hier eine ganz subtile Form von Religionskritk anbringen möchte: Gott als Ober-Homöopath, der Hahnemanns Ähnlichkeitsprinzip (Simile) folgend, das Böse bekämpft, in dem er das Böse selbst in ganz kleinen Dosen (Religion) in die Welt setzt? Pfarrer und sonstige Lakaien, die Gottes homöopathische Medizin in einem für Laien kaum nachvollziehbaren Prozedere (Theologie) solange potenzieren - also verdünnen - bis das kleinste Fitzelchen “Wirkstoff” verflüchtigt ist. Aber dann, Nein. Doch nicht, leider zu früh gefreut. Wäre ja auch zu schön gewesen. Schon der Teaser belehrt uns in fetten Lettern eines Besseren: Den ganzen Beitrag lesen …

    14. Okt. 2007

    Jüngste Studien zeigten, dass die Wahl der Akupunkturpunkte keinen signifikanten Unterschied in der Effektivität einer Akupunkturbehandlung zeigten. Nun wurde an der schwedischen Universität Linköping untersucht, ob das Eindringen der Nadeln in die Haut überhaupt nötig ist. Dazu wurden spezielle Akupunkturnadeln benutzt, die sich im Griff der Nadel versenken können. Dadurch konnte weder der behandelnde Arzt, noch der Patient, visuell feststellen, ob die Nadel die Haut tatsächlich durchdringt. Es handelt sich somit um die erste Studie, die bezüglich des Einstichs doppelt verblindet war.

    Untersucht wurde die Auswirkung der Akupunktur auf durch Strahlentherapien erzeugte Übelkeit. Bisher galt diese Anwendung als eine der vielversprechendsten der Akupunktur. Die schwedische Studie zeigte jedoch keinen statistisch signifikanten Unterschied zugunsten der echten Akupunktur.

    Quelle: Acupuncture does not reduce radiotherapy-induced nausea, but patients believe it does

    16. Sep. 2007

    Die Fluglinen der Dritte-Welt-Länder sind oft dafür verschrieen, besonders unsicher und unzuverlässig zu sein. Doch auch in diesen Ländern wird Sicherheit vermehrt groß geschrieben. So entschloss sich die staatliche Nepal-Airlines, die im stolzen Besitz zweier Flugzeuge von Boeing ist, nach technischen Problemen mit einem Flugzeug des Typs 757 sofort die notwendigen Maßnahmen vorzunehmen. Zwei Ziegen wurden an den hinduistischen Himmelsgott Akash Bhairab geopfert. Im Anschluss konnte der geplante Flug nach Hong Kong erfolgreich angetreten werden.

    Quelle: Goats sacrificed to fix Nepal jet

    Auch für die verrufene Alitalia aus dem katholischen Italien würden sich solche Sicherheitsmaßnahmen bezahlt machen. Der Heilige Elia, der laut www.heiligenlexikon.de als Patron für Flugzeuge, Luftschiffe, Autofahrer verantwortlich zeichnet und überdies gegen Gewitter und Feuer helfen soll, würde sich anbieten.

    10. Aug. 2007

    Am heutigen Freitag beginnt die neue Bundesliga-Saison. Die spannendste Frage ist dabei wie immer: Wer wird Deutscher Meister? Nun scheint klar: Bayern, Schalke oder Stuttgart können trotz Ribéry, Kuranyi oder Gomez einpacken. Denn Meister wird wohl der SV Werder Bremen!

    Der Grund: Die Bremer steigern die Leistung ihrer Spieler via “Bio-Energetik”. Wie die “Sport-Bild” vom 8. August vermeldet, lassen sich 13 Werder-Spieler von einem Herrn namens Kurt Schweinberger behandeln – darunter viele deutsche Nationalkicker, namentlich: Frings, Diego, Borowski, Mertesacker, Fritz, Wiese, Schulz, Owomoyela, Baumann, Niemeyer, Hunt, Rosenberg und Almeida. Torhüter Wiese wird zitiert: „Es klingt verrückt, aber ich bin noch konzentrierter, fühle mich körperlich besser, wenn ich die Therapie bei ihm hinter mir habe.“

    Wie aber behandelt „Wunder-Doc“ Schweinberger die Werder-Spieler? Laut Sport-Bild werden am Computer gemessene Körperschwingungen aufgezeichnet, die über Elektroden auf Wasser übertragen(!) werden. Wenn der Patient nun dieses Wasser trinkt, wird „negative“ in „positive“ Energie umgewandelt. Selbst Sport-Bild gibt allerdings zu, dass die Methode „wissenschaftlich umstritten“ sei. Dabei dürfte selbst das übertrieben sein, denn wenn etwas „wissenschaftlich umstritten“ ist, muss es wissenschaftlich begründete Fürs und Widers geben. Die Fürs sind freilich schwer vorstellbar.

    „Mit Bio-Energie zum Titel?“ fragt Sport-Bild in der Überschrift vom 8. August 2007. Vielleicht muss man diese Frage dann aber doch verneinen bzw. die eingangs aufgestellte Meisterschaftsbehauptung überdenken , denn die Springer-Presse wusste via Bild-Online schon in der Saison 2005/2006 von den Umtrieben des Herrn Schweinberger bei Bremen zu berichten. Die Überschrift damals: „Heilpraktiker macht Bremen fit - Werder holt Wunder-Doc für den Meister-Kampf - Auf seine Heilkunst hofft Werder: Dr. Kurt Schweinberger -Machen seine Hände die Meisterschaft wieder spannend?“

    Torsten Frings wird dort wie folgt zitiert: „Kurt ist mein Guru, ich bin sein Jünger. Mir tut seine Behandlung unglaublich gut.“ Esoterik-Heiler als „Guru“ und millionenschwere Fußballjünglinge als „Jünger“ – Vorbildcharakter optional. Nachweislich genutzt hat es den Bremern jedenfalls nicht: Bekanntlich wurde Werder am Ende nur Zweiter.

    Das mag daran liegen, dass der „gelernte Heilpraktiker“ Schweinberger seinerzeit noch mit der Bioresonanz-Therapie „gearbeitet“ hat. Laut Bild maß er dabei an „Akupunktur-Punkten elektromagnetische Schwingungen im Körper. Dann führt er einen Messingstift über die Haut und wandelt so „negative“ in „positive“ Schwingungen um.“

    Den ganzen Beitrag lesen …

    29. Jul. 2007

    Pressemitteilung der AKTION 3.WELT SAAR vom 25. Juli 2007

    Die Begeisterung für den Dalai Lama entspringt der Sehnsucht nach einem einfachen Leben

    Friedfertigkeit ist nur Fassade – In der Praxis für Gewalt und gegen die Errungenschaften der Aufklärung

    „Der Dalai Lama bedient mit seinen mediengerecht inszenierten Botschaften von Frieden, Liebe und Toleranz eine verbreitete Zivilisationsmüdigkeit. Für viele seiner Zuhörer/innen verkörpert sein
    marketingmäßig aufgebautes Image die romantische Sehnsucht nach einem einfachen Leben, das von der Unbill der Moderne unberührt ist.“ Sokommentiert Klaus Blees von der „Aktion 3. Welt Saar“ die
    Auftritte des religiösen Popstars.

    Hinter der von ihm hoch gehaltenen Botschaft von Frieden und Toleranz verbirgt sich bei näherer Betrachtung eine durch und durch unfriedliche und undemokratische Praxis. Einerseits ist das so genannte geistige und politische Oberhaupt der Tibeter nie demokratisch gewählt worden. Als kleiner Junge wurde er auf Grund eines okkultistischen Rituals zum Staatsoberhaupt erkoren. Zum anderen billigte der„gewaltfreie“ Dalai Lama den von 1958 bis 1973 gegen die Chinesen geführten bewaffneten tibetischen Untergrundkampf und begrüßte die indische Atombewaffnung

    Das “alte Tibet” vor 1950 war alles andere als idyllisch. Unter der feudalen Herrschaft der Lamas, der buddhistischen Priester, lebte die brutal ausgebeutete Bevölkerung in bitterster Armut und wurde durchgrausamste Strafen für kleinste Vergehen bei der Stange gehalten. Der tibetische Buddhismus ist extrem frauenfeindlich. Beispielsweise schlossen die “sexualmagischen, spirituellen” Praktiken des tibetischenTantra die Vergewaltigung junger Frauen und sexuellen Kindesmissbrauch ein. Die freundschaftlichen Beziehungen der buddhistischen Herrscher Tibets zu den Nationalsozialisten finden ihre Fortsetzung in den guten Beziehungen des Dalai Lama zu Vertretern rassistischer und antisemitischer Esoteriksekten. So war Shoko Asahara, Gründer der japanischen AUM-Sekte und Hauptverantwortlicher für den tödlichen
    Giftgasanschlag auf die U-Bahn von Tokio im März 1995, ein Schützling des Dalai Lama.

    Bei genauem Hinsehen entpuppt sich der „gewaltfreie“ Dalai Lama als Vertreter einer gewaltträchtigen Politik, die sich gegen die Errungenschaften der Aufklärung wie das Recht auf ein selbst bestimmtes Leben wendet und statt dessen die Unterwerfung unter Gruppenzwänge fordert. Weitere Informationen: „Aktion 3. Welt Saar“, Weiskirchener Straße 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 / 9930-56,
    E-Mail: a3wsaar(at)t-online.de, www.a3wsaar.de