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  • 21. Dez. 2008

    WDR-Debatte

    west.art am sonntag
    “Heidenspaß statt Höllenqual” - Geh mir weg mit der Religion

    Gäste:

    Jürgen Becker, Kabarettist und Autor

    Michael Blume, Religions- und Politikwissenschaftler

    Ralf König, Comiczeichner und Atheist

    Angela Rinn-Maurer, ev. Pfarrerin und Autorin

    Michael Schmidt-Salomon, Autor

    Moderation: Randi Crott

    “Es ist nicht zu überhören und nicht zu übersehen: Die Vorweihnachtszeit ist in vollem Gange. Aus allen Ecken und Enden schallt uns “Oh, Du Fröhliche” ins Ohr, und wie alle Jahre wieder bevölkert eine Heerschar von Christkindern, Rauschgoldengeln und Nikoläusen die Straßen. Dabei ist den meisten von uns bewusst, dass Weihnachten fast nichts mehr mit seinen christlichen Ursprüngen zu tun hat. Das Fest der Feste mag die Wirtschaft ankurbeln und willkommener Sonderurlaub sein, aber Ausdruck gelebter Religiosität der Nation ist es wohl eher nicht. Jedenfalls legt die Zahl von Kirchenaustritten und umgewidmeter Gotteshäuser nahe, dass wir mehr und mehr zu einem Volk von Atheisten werden…”

    read on, my dear:

    http://www.wdr.de/unternehmen/presselounge/programmhinweise/fernsehen/2008/12/20081207_westart_sonntag.phtml

    Sehenswerte und paritätisch besetzte Diskussionsrunde über Glauben, Unglauben, Unsinn, Fanatismus und den vermeintlichen evolutionären Vorteilen der Religiosität mit interessanten Gästen.

    [youtube 21UXN95FtZQ]

    2. Teil http://uk.youtube.com/watch?v=wxthU7PhWXg

    3. Teil http://uk.youtube.com/watch?v=Lsdx1cRSR8s

    4. Teil http://uk.youtube.com/watch?v=HGXN1FM_GYo

    5. Teil http://uk.youtube.com/watch?v=U1o7ISmsSyk


    6. Dez. 2008

    Die Liga Gottes

    Dokumentation über evangelikale Missionare in Deutschland


    Deutschland im Sommer 2006: Jubelnde Fußballfans aus aller Welt tummeln sich in deutschen Städten. Unter ihnen sind 10.000 christliche Missionare, die sich wenig dafür interessieren, wer die begehrte Weltmeistertrophäe mit nach Hause nimmt. Für sie ist das sportliche Großereignis die perfekte Gelegenheit, um möglichst viele Menschen zu bekehren. Einer der enthusiastischen Missionare ist Scott Rourk.


    Nach dem 11. September 2001 bekam er 250.000 US Dollar Spendengelder und gründete damit seine eigene Kirche, die “411″ in New York. Rourk und seine Gemeinde bezeichnen sich als wiedergeborene Christen und fühlen sich dazu berufen, möglichst viele Menschen zu bekehren, denn nur so, glauben sie, entkommt man dem Höllenfeuer. Zusammen mit seinem Neubekehrten Cody Mui und anderen Gemeindemitgliedern macht sich Rourk auf den Weg zur Fußballweltmeisterschaft nach Deutschland. Oberstes Credo: “Jedes Treffen ist eine Möglichkeit, von Gott zu reden.” Cody würde gern mehr missionieren, aber er ist sehr schüchtern.

    Für Gershom aus Kenia hingegen ist die Sache ganz einfach: “Wer Jesus Christus als Herren und Erlöser annimmt, kommt in den Himmel. Wer Jesus ablehnt, kommt in die Hölle.” In der Zentrale der evangelikalen Organisation “Jugend mit einer Mission” im Schloss Hurlach in Bayern empfängt Tilmann Pforr die Neuankömmlinge. Von dort schwärmen sie zusammen mit 10.000 weiteren aus, um die Bundesrepublik und ihre Sommergäste zu bekehren.

    Teil 1/6 der Dokumentation:
    watch?v=oZcHeNMxdp4

    Repost der ARTE-Dokumentation:
    www.arte.tv/de/Willkommen/woche/244,broadcastingNum=887437,day=2,week=18,year=2008.html

    25. Nov. 2008

    Dank WAZ-Kirchenredakteurin Angelika Wölk kam Robert Zollitsch, seines Zeichens Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, mal wieder anlasslos mit einem Aufmacherartikel auf die Titelseite der größten deutschen Regionalzeitung.

    Im Interview im Innenteil schwafelt man sich gegenseitig über Wirtschaftskrise, Gier und Moral zu. Gier kennt die Kirche nicht, weil sie ja bekanntlich zu den „Hauptsünden“ gehöre. Äh.. die Gier natürlich. Aber mit Moral kann der gute Zollitsch schon mehr anfangen:

    Es muss uns erschüttern, dass die Armut immer größer wird. Für die Kirche ist das immer auch Verpflichtung zu helfen. Ganz konkret: Die Bistümer verwalten im Verband der Diözesen Deutschlands einen gemeinsamen Haushalt von rund 140 Millionen Euro. In jedem Jahr geht davon die Hälfte in die dritte Welt und kommt damit den Menschen in ärmeren Ländern zugute.

    Was für ein „Haushalt“ das sein soll, bleibt für Nicht-Kirchenexperten leider im Dunkeln. Auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz firmiert er unter dem wenig sagenden Punkt “Weltkirche und Mission“. Keineswegs handelt es sich - wie der Laie vielleicht denken könnte - um den Gesamtetat der Katholischen Kirche in Deutschland, denn der ist um ein Vielfaches höher: Im Jahre 2004 betrugen die Kirchensteuereinnahmen im katholischen Säckel satte 4 Milliarden Euro!

    Herr Zollitsch weist also stolz darauf hin, dass man (Spenden noch nicht eingerechnet?) 70 Millionen von 4 Milliarden in die Dritte Welt überwiesen habe. Das sind – achtung, festhalten! – satte 1,74 Prozent der Kirchensteuereinnahmen 2004! Ob diese Freigiebigkeit reicht, damit das katholische Kamel durchs Nadelöhr gelangt?

    Abgesehen davon handelt es sich bei den kirchlichen Drittwelt-Hilfen vor allem um Hilfe unter Mitgliedern derselben Organisation sowie Maßnahmen, die der Mission dienen. Ein Schelm wer denkt, dass damit ausschließlich die Reisschüsseln hungernder Kinder gefüllt werden würden. Bei einem Teil der Mittel der kirchlichen Entwicklungshilfe handelt es sich darüber hinaus sogar um Zuschüsse vom Staat. Denn der schiebt einen Teil seiner Entwicklungshilfe an die Kirche zur Verteilung weiter.

    Für Menschen, die sich nicht für dumm verkaufen lassen wollen, möchten wir folgende Alternativrechnung zur Verzehnfachung der Spendengelder für Menschen in der „Dritten Welt“ aufmachen: Die Hälfte der katholischen Kirchensteuerzahler kündigt die Mitgliedschaft in Zollitschs Verein. Dies entspricht einem Kirchensteueraufkommen von rd. 2 Milliarden Euro. Abzüglich der staatlichen Zuschüsse zum Kirchensteueraufkommen (etwas mehr als ein Drittel), bleiben rd. 1,35 Milliarden potenzielle Spendeneuro. Wird davon tatsächlich nur jeder zweite Euro auch wirklich an weltanschaulich neutrale Hilfsorganisationen gespendet, beläuft sich die Summe immer noch auf satte 670 Millionen. Und das ist fast das Zehnfache derjenigen 70 Millionen, mit Hilfe derer sich Herr Zollitsch der christlichen Nächstenliebe schmücken möchte.

    Aber es kommt noch besser: Entschiede sich nun auch noch der Staat, die zusätzlichen Subventionen zur Aufstockung der Kirchensteuer zugunsten von konkreter Entwicklungshilfe zu streichen, kämen noch einmal 1,3 Milliarden Euro hinzu. Zusammen rund 2 Milliarden Euro für die „Menschen in den ärmeren Ländern“.

    Für die Kirche ist es immer auch Verpflichtung zu helfen?

    Herr Zollitsch, schlagen Sie ein?

    24. Sep. 2008

    Wohlwollend von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, der (leider) einzig verbliebenen lokalen Tageszeitung in vielen Ruhrgebietsstädten, begleitet, findet in der Stadt Gelsenkirchen gerade ein skandalöser Verstoß gegen das Gebot weltanschaulicher Neutralität statt: In Zusammenarbeit mit der der Evangelischen Kirche und dem pädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen soll künftig im Rahmen eines zunächst auf zwei Jahre angelegten Projekts „religiöse Bildung“ in städtischen Kindertageseinrichtungen implementiert werden.

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    7. Aug. 2008

    Was erwartet ein Schalke-Fan, wenn er eine „Schalke-Bibel“ in die Hand bekommt?

    Natürlich: Eine Sammlung der besten Sprüche von Ernst Kuzorra oder Stan Libuda. Möglicherweise auch die verschollen geglaubten Prophezeiungen des Jiri Nemec. Aber was gibt’s stattdessen? Man reiße das Missionsbüchlein „Mit Gott auf Schalke“ in der Mitte entzwei, packe eine antike Schriftensammlung aus archaischen Vorzeiten dazwischen und verleime das Ganze wieder. Fertig ist die “Schalke-Bibel”.

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    26. Apr. 2008

    Am 22. April wurde in Trier der “Humanistische Verband Deutschland, Rheinland Pfalz e.V.” gegründet, und ist damit der zehnte Landesverband des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD).

     

    HVD-GründungImmerhin 50 Interessierte hatten sich zu der Veranstaltung eingefunden. Dr. Horst Groschopp , der Vorsitzenden des Bundesverbandes, referierte zunächst über Sinn, Zweck und Ziel dieser Vereinsgründung: “Warum wir säkulare Kindergärten, Schulen, Seniorenheime brauchen” lautete der Titel seines Vortrags. Die Trennung von Staat und Kirche in der BRD stehe auf dem Stand von 1919 stellte er lakonisch fest. Aber es gebe erkennbar ein Bedürfnis nach nichtreligiösen Alternativangeboten in den Bereichen Erziehung, Bildung, Fest- und Feierkultur ebenso wie in den Sektoren Kranken- und Altenpflege. Auch im hochreligiösen Rheinland-Pfalz, das laut Umfragen eine sehr niedrige Quote an Konfessionsfreien aber einen extrem hohen Anteil an Katholiken aufweist. Zwar seien laut neueren Erhebungen nur 7,2% aller Rheinland-Pfälzer konfessionslos, obwohl über 17% sich selbst als Atheisten bezeichnen, was auf einen hohen Grad an Zwangskonfessionierten hinweise.

    VorstandMichael Schmidt-Salomon moderierte die nachfolgende Gründung des Vereins. In gewohnt eloquenter und zügiger Weise leitete der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung durch die staubtrockenen Formalia des Gründungsaktes: Feststellung der Gründungsfähigkeit, Bestellung der Protokollantin, Beschluss über die Geschäftsordnung, Beschluss zur Tagesordnung usw.. Spannend wurde es erst als politische Erklärung und Satzung präsentiert werden. Ebenso wie bei Dr. Groschopps Vortrag zeigte sich auch hier das lebhafte Interesse der Teilnehmer. Inbesondere auf die von den Initiatoren vorbereitete Satzung des Vereins erfolgten zahlreiche Nachfragen des Publikums, das einzelne Punkte äußerst lebhaft diskutierte. Anschließend erfolgte die Wahl des Vorstandes, mit der Vereinsführung betraut werden (im Bild v.l.): Thomas Schmidt (Schatzmeister), Jörg Salomon (stellv. Vorsitzender), Fiona Lorenz (Vorsitzende), Helmut Debelius (Beisitzer) und Wolfgang Schmitt (Beisitzer) - sowie der Beitritt zum Bundesverband des HVD.

    Rheinland-Pfalz braucht den HVD-Rheinland-Pfalz. Der HVD-Rheinland-Pfalz ruft alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in unserem Bundesland zur Mitarbeit auf.

    Downloads:

    Vereinssatzung

    Politische Erklärung

    Mitglied werden im HVD, Rheinland Pfalz e.V.

     

    In Kürze wird das Internetangebot des Vereins unter www.hvd-rlp.de zu finden sein.

    Kontakt: info@hvd-rlp.de

     

     


    4. Jan. 2008

    Der “neue Atheimus” ist in aller Munde. Dawkins, Hitchens, in Frankreich Onfray und in Deutschland Schmidt-Salomon mit seiner Giordano-Bruno-Stiftung gelten als ihre Vertreter. Was aber ist wirklich “neu” an diesem Atheismus? Die Wahrheit ist: gar nichts. Den sattsam bekannten Argumenten gegen religiösen Glauben wurde nur ein neues Etikette aufgeklebt. Und zwar damit die “neuen” Atheisten selbst, aber v.a. allem die Medien das Paket als Neuheit, als Sensation verkaufen können. Gratis dazu gibts für die Religiösen etwas zum Gruseln oder auch einfach nur ein neues, griffiges Feindbild. Was soll auch an der weltanschaulichen Auseinandersetzung noch “neu” sein, wenn die “Schlachten” längst geschlagen sind? Die Theologie ist tot. Die Gläubigen haben sich derweil in ihrem winzigen philosophischen Schützengraben eingerichtet.

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    4. Jan. 2008

    Gastbeitrag von limited

    Wie aus gut informierten Regierungskreisen heißt, steht bei einer Abwahl von Roland Koch als Ministerpräsident in Hessen, eine umfangreiche Kabinettsumbildung bevor.

    So soll ein neues Bundesministerium für Islamfragen eingerichtet werden, mit einer Zweigstelle in Bonn, im ehemaligen Abgeordnetengebäude, dem langen Emil.

    An die Spitze des Hauses soll dann Koch berufen werden, da man. „auf einen Mann wie ihn, mit seinen Kompetenzen in der Sache“ nicht verzichten könne, so ein Unionsminister.

    Als Pressesprecherin ist Eva Hermann vorgesehen, persönlicher Referent in Grundsatzfragen wird der ehemalige CDU Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann.

    Als eine der ersten Maßnahmen sind Kontrolluntersuchung zur demokratischen Gesinnung der muslimischen Bevölkerung vorgesehen.

    Über etwaig anstehende Sanktionen ist noch nichts bekannt, aber: „wir schließen nichts aus“ so einer der mit den Vorbereitungen vertrauten Mitarbeiter eines Abgeordneten, „auch über entsprechende Sondereinrichtungen müsse nachgedacht werden“ so das Fazit.

    Der Redaktion liegt ein erster Entwurf für die 1. Massenerhebung Muslim vor:
    Bundesministerium für Islamfragen

    via limited.blog.de

    21. Dez. 2007

    Wir berichteten schon über die BMI-Studie zur Gewaltbereitschaft und Demokratieakzeptanz unter den in Deutschland lebenden Muslimen.

    Ausgerechnet die konservative Welt verweigert sich der allgemeinen Panikmache und stimmt einen gemäßigten Ton an:

    Schäuble verteidigt Muslime vor Gewaltverdacht

    Jeder vierte junge Anhänger des Islam ist zu Gewalt gegen Andersgläubige bereit. So lautet ein Ergebnis einer neuen Studie aus dem Innenministerium, die für Aufregung sorgte. Wolfgang Schäuble relativierte jetzt die Interpretation. Muslime in Deutschland seien insgesamt friedlich.

    Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hält die Muslime in Deutschland insgesamt für friedlich und gut integriert. Die große Mehrheit von ihnen sei nicht gewaltbereit, erklärte sein Sprecher Stefan Kaller am Freitag in Berlin. Er relativierte damit die Interpretation einer neuen Studie zu Einstellungen der Muslime in Deutschland.

    [...]

    In der Studie stecke aber auch eine „gute Botschaft“, nämlich dass die allermeisten Muslime froh seien, in einem demokratischen Staat zu leben, sagte Kaller.

    [...]

    Auch der Bielefelder Soziologe Jürgen Mansel warnte in der „Berliner Zeitung“ vor Fehlinterpretation der Ergebnisse. „Es gibt keine Hinweise, dass es unter Moslems oder Zuwanderern eine höhere Gewaltbereitschaft gibt als unter anderen Gruppen in Deutschland“, sagte er. Auch die Demokratiefeindlichkeit sei unter Islamanhängern nicht weiter verbreitet als unter Nicht-Muslimen.

    19. Dez. 2007

    Gott bewegt die Deutschen und die Welt” titelte kürzlich die Welt und schrieb weiter: Eine umfassende Studie zur Religiosität widerlegt die Annahme, dass der Glauben in Deutschland in die Bedeutungslosigkeit abrutscht. Der humanistische Pressedienst hat die Studie gründlich unter die Lupe auseinander genommen.

    Welt.de
    Die Deutschen sind religiöser als bislang angenommen. Religion ist für 70 Prozent der deutschen Bevölkerung über 18 Jahren bedeutsam. Fast jeder fünfte Deutsche ist sogar tiefreligiös. Er besucht regelmäßig Gottesdienste, betet häufig und beschäftigt sich intensiv mit religiösen Fragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende internationale Studie der Bertelsmann Stiftung, deren Ergebnisse WELT ONLINE vorliegen.

    Der humanistische Pressedienst entzaubert das wirre Machwerk der Bertelsmann-Stiftung gründlich. Unter der Überschrift “Terminologische Trickkiste” schreibt Carsten Frerk: Den ganzen Beitrag lesen …

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