• SkepTicker.org

  • Kategorien

  • Archiv

  • Meta

  • 11. Okt. 2007

    Die meisten Deutschen können die Märchen von Hänsel und Gretel oder Dornröschen eher nacherzählen als einen Bibeltext. “Welche Geschichte können Sie spontan erzählen?” hatte das Meinungsforschungsinstitut emnid im Auftrag des evangelischen Magazins “Chrismon” gefragt.

    Umfrage_Bibel-Grimm

    Die Gebrüder Grimm sind offensichtlich fester in der Erinnerung verankert als biblische Geschichten. 88 % der Befragten wissen was Hänsel und Gretel zugestoßen ist. Die biblische Erzählung von Adam und Eva konnten nur etwa zwei Drittel wiedergeben. Immerhin 63 Prozent der Befragten wussten, was alles bei der Geburt Jesu geschah.

    In Ostdeutschland sind biblische Texte weniger bekannt. Nur 17 % wissen um Jonas und den Wal und nur knapp die Hälfte können die Umstände von Jesu Geburt wiedergeben.

    Bei der Befragung der 1.000 Menschen standen acht Texte zur Auswahl, die nacherzählt werden sollten. Darunter waren bekannte Märchen sowie bekannte biblische Texte und eine Stelle aus einem Harry Potter Band.

    Quelle:  www.chrismon.de.

    27. Sep. 2007

    ferkel_2.jpgEndlich ist das mit Spannung erwartete Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel(wir berichteten davon) von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nynckl lieferbar.

    Das Buch

    Das kleine Ferkel und der Igel führen ein glückliches und ausgefülltes Leben, in einem überaus gemütlichen und hübschen kleinen Häuschen im Grünen verbringen sie gemeinsam ihre Tage. Ein wenig hat es sogar den Anschein als lebten die beiden Protagonisten, deren Geschlecht nicht explizit erwähnt wird, in einer eheähnlichen Gemeinschaft. Eines Tages, sie sind hungrig von einem gemeinsamen Schaumbad, verlassen sie das Haus um ein paar Äpfel zu pflücken, und finden an der Wand ihres Häuschen ein Plakat mit einer ganz und gar rätselhaften Botschaft: “Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!” steht da mit einem dicken Ausrufezeichen geschrieben. “Wer oder was ist denn dieser/dieses Gott?” fragen sich die beiden und “Wieso soll er uns denn fehlen?” Sofort machen sie sich auf dem Weg um das Rätsel zu lösen.

    Den ganzen Beitrag lesen …

    20. Sep. 2007

    Der Petent bittet den Deutschen Bundestag, die Streichung des Artikels 7 Abs. 3 Grundgesetz (GG) zu beschließen.Begründung:
    GG Artikel 7(3) lautet:
    „Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnis-freien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religions-gemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Reli-gionsunterricht zu erteilen.“

    In der Praxis führt der Artikel 7(3) zur Aufspaltung der Klassenverbände nach Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen. Dies widerspricht der Offenheit für eine Vielfalt der Mei-nungen und Auffassungen, die konstitutive Voraussetzung einer öffentlichen Schule in einem freiheitlich-demokratischen Gemeinwesen sind. Er behindert die auf Toleranz und Nicht-Diskriminierung beruhende Integrationsaufgabe des Staates in einer pluralistischen Gesell-schaft bis hin zur Gefährdung des inneren Friedens.

    Den ganzen Beitrag lesen …

    14. Sep. 2007

    Die wissenschaftliche Analyse von Spielfilmen will der Wiener Nuklearphysiker Heinz Oberhummer nutzen, um Schüler für Forschung und Technik zu begeistern. Seit Januar ist die Datenbank Cisci - Cinema und Science online und wächst ständig weiter.

    Spidermann stützt aus 80 Metern in die Tiefe, Bruce Willis überlebt den freien Fall im Fahrstuhl, James Bond springt mit einem Motorrad in ein Flugzeug. Wir Zusuchauer lieben diese Szenen und wir lieben unserer Helden für ihre Heldentaten. Nun nimmt Heinz Oberhummer unsere Helden auseinander, nicht jedoch um uns den Spaß zu nehmen sondern um Schüler (und nicht nur die) wieder für Wissenschaft zu begeistern.

    Bei welcher Aussentemperatur wird Wasser so schnell abgekühlt wird, dass eine Eisdecke entsteht über die eine Gruppe von Menschen gefahrlos laufen kann‘ klingt fast wie eine ziemlich langweilige Klausuraufgabe aus einem Chemiekurs (vielleicht?) der 12 Klasse. Mit dem Emmerich-Blockbuster”Day after Tomorrow” läßt sich das Thema etwas spannender aufarbeiten:
    Den ganzen Beitrag lesen …

    4. Sep. 2007

    Auch in der Schweiz tobt eine heftige Diskussion um Schöpfungsunterricht an den Schulen. In einer Umfrage im Auftrag des kreationistischen Vereins ‘Pro Genesis’ sprachen sich nun 80% der befragten Schweizer für einen solchen Unterricht aus. ‘Pro Genesis’ hofft auf baldige Umsetzung des Volkswillens.

    Noch im Mai warnte sogar das Schweizer Boulevard-Blatt ‘Blick‘ vor den umtriebigen Aktivisten von ‘Pro Genesis’:

    «Pro Genesis» hat ebenfalls ein Buch verlegt – «Das Schöpfungsmodell». Und an alle Schweizer Mittelschulen versandt. «Reaktionen der Schulen gab es darauf keine», sagt Gian Luca Carigiet von «Pro Genesis».
    Das Ziel des Versands ist offensichtlich: Möglichst viele der Bücher sollen den Weg in eine Schulbibliothek finden oder gar in den Unterricht. Und damit in die Köpfe der Schüler.
    «Kreationismus ist eine Form von christlichem Fundamentalismus», sagt Martin Scheidegger, Leiter der Beratungsstelle «Religiöse Sondergruppen&Sekten», gegenüber «kath.ch». Seit Jahren beschäftigt sich der reformierte Pfarrer mit der Bewegung. «Schon in den 70er-Jahren gab es die erste Welle.»
    Heute feiern die Kreationisten Auferstehung. Doch Scheidegger glaubt: «Das Ansinnen, die biblische Schöpfungslehre auf den Stundenplan zu setzen, hat in der Schweiz keine Chance.» Hier herrsche ein anderes Verständnis von Religion und Staat. An Schulen ein religiöses Modell zu lehren sei undenkbar.
    Wirklich? Das Wissenschaftsmagazin «Science» publizierte jüngst eine Studie. Befragt wurden in 34 Ländern Leute zur Evolutionstheorie. Da kam aus: Vier von zehn Schweizern glauben nicht an Darwins Lehre.
    Für «Pro Genesis» eine Offenbarung. Sie will nun, dass die Schöpfungslehre wenigstens gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie gelehrt wird. Im Sommer schicken die Bibel-Fundis eine Broschüre an alle Schweizer Mittelschulen. Und beten, dass es diesmal klappt.

    Inzwischen hat ‘Pro Genesis’ einen neuen Coup gelandet: Den ganzen Beitrag lesen …

    21. Aug. 2007

    katholisch.de, die Informationsplattform der deutschen Bischofskonferenz, proklamiert ein kindliches Recht auf Religionsunterricht:

    “Kinder haben ein Recht auf Religion”, erklärt der Diözesanadministrator unter Hinweis auf Bildungsforscher, die im Zusammenhang mit der PISA-Studie von einem “Modus der Welterschließung” gesprochen haben, der von unschätzbarer Bedeutung für die kindliche Entwicklung sei. Wie natürlich die religiöse Perspektive auf die Welt für Kinder ist, wird nach den Worten des Diözesanadministrators an den großen und kleinen Kinder-Fragen sichtbar - zum Beispiel an der Frage: “Kommt meine Katze in den Himmel?” Geis lädt Eltern deshalb ein, “mit ihrem Kind gemeinsam die Chancen zu entdecken, die das Fach Religion bietet.”

    Die offenbar unschätzbar wichtige Bedeutung von frühkindlicher, religiöser Indoktrination für die Mitgliederzahlen der staatlich anerkannten Großsekten, die bekanntermaßen unter starkem Schäfchenschwund leiden, wird leider mit keinem Wort erwähnt.

    Siehe auch: Theolounge.wordpress.com

    21. Aug. 2007

    Ein Bilderbuch klärt bereits Sechsjährige auf amüsante Weise über den „Gotteswahn” auf. Doch: Darf man das?

    ferkel_2.jpg HAMBURG. (hpd) In der zweiten Septemberhälfte wird das Buch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” von Michael Schmidt-Salomon (Autor) und Helge Nyncke (Illustrator) im Alibri Verlag erscheinen. Über das Buch ist schon im Vorfeld viel spekuliert worden. Dem hpd bot sich nun exklusiv die Gelegenheit, die Druckfahnen vorab zu sichten.

    Der Rabbi, der Bischof, der Mufti und das Ferkel

    Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen Ferkels und des kleinen Igels, die stets „großen Heidenspaß” hatten. Doch dann entdecken sie eines Tages ein Plakat, auf dem geschrieben steht: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!” Darüber erschrecken die beiden sehr, denn sie hatten ja gar nicht geahnt, dass ihnen etwas fehlte. Also machen sie sich auf den Weg, um „Gott” zu suchen. Über die Abenteuer, die unsere beiden Helden später auf dem „Tempelberg” erleben, sei an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Nur soviel: Rabbi, Bischof und Mufti erscheinen, obgleich sie sich in den Haaren liegen, als gleichermaßen verrückt, wie Ferkel und Igel nach überstandener Suche im Irrgarten der Religionen einhellig feststellen. „Und die Moral von der Geschicht’: Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!”

    Weiterlesen auf hpd-online

    “Wo bitte geht’s zu Gott?” beim Alibri Verlag vorbestellen

    2. Aug. 2007

    Mit Prof. Beda Stadler, der vielen vielleicht durch seinen Einsatz für Stammzellenforschung und Gentechnik bekannt ist, haben Atheisten offenbar einen neuen, charismatischen Fürsprecher im Boot. Anlässlich der Schweizer Wahlen im Februar forderte er in einer Kolumne in der NZZ am Sonntag sogar provokant “Wählt atheistische Politiker!”

    Der Schweizer Tagesanzeiger belächelt sein Engagement:

    Ein Wissenschaftler, im Nebenjob «Provokateur»

    Sein neuester Feldzug gilt der Religion: «30 Prozent der Schweizer glauben an die Schöpfung», empört sich Stadler, der die Evolutionslehre vertritt. Seit kurzem bezeichnet er sich als Atheisten. «Das war ein persönlicher Konflikt», gesteht Stadler. Er ist in einem sehr katholischen Elternhaus in Visp aufgewachsen. Heute vertritt er die Ansätze des britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins: «Schützt die Kinder vor Religion.» Das Perfide sei, dass die Kinder die Religion ihrer Eltern ungefragt übernehmen müssen.
    Den Theologen spricht Stadler ab, ebenfalls Wissenschaftler zu sein. Die Theologin Christina Aus der Au, die mit Stadler in einer Ethikkommission sitzt, ist sich nicht sicher, «wie ernst er es mit seinen Aussagen meint», oder ob er nur provozieren wolle. Sie hält seine naturalistische Weltanschauung «aus philosophischer Sicht manchmal für naiv». Aus der Au respektiert Stadler und schätzt seinen Humor. Manchmal seien sie sich sogar einig, doch wenn sie anderer Meinung seien, könne man mit ihm nicht diskutieren. «Er ist dann wie eine Betonwand, in der es keinen Spalt gibt, um einen Samen hineinzusetzen.»

    Wenn derjenige belächelt wird, der aufzeigt, dass die Theologie keine Wissenschaft ist und nicht der, der sie für eine Wissenschaft hält, dann hat die Aufklärung offenbar noch einen langen Weg zu gehen.

    Diskussion dazu im Freigeisterhaus

    19. Jun. 2007

    Koralle2Von 15. bis 17. Juni 2007 fand an der Universität Trier eine Tagung unter dem Titel „iDie erschöpfte Theorie? Evolution und Kreationismus in Wissenschaften“ statt. Damit setzte der Arbeitskreis Kritische Theorie[n] die erfolgreiche Arbeit des Bildungskongresses „Die ewige Wiederkehr des Religiösen” von 2003 fort.

    Die Begrüßung erfolgt durch Christoph Lammers, der über den “Streitfall Evolution und den Bildungsmarkt” referiert. Er legt die Methoden der kreationistischen Bewegung dar, deren Schwerpunkt er im Angriff auf das Schulwesen sieht. Homeschooling und zunehmende Privatisierung verstärken den anti-evolutionären Ansatz. In Europa und insbesondere in Deutschland sind schöpfungstheoretische Unterrichtsinhalte in den wissenschaftlichen Fächern zwar noch eine Randerscheinung, dennoch sind antiaufklärerische Vorstellungen in der Gesellschaft weit verbreitet. Die noch(!) zaghaft vorgetragenen Versuche religiöser Vertreter und ihrer verlängerten Arme in den Reihen der Politik, Zweifel an Darwins Evolutionstheorie zu wecken, fallen in der Bevölkerung jedoch vermehrt auf fruchtbaren Boden.

    Den ganzen Beitrag lesen …

    « zurück