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  • 7. Jul. 2009

    Wir hatten ja bereits mehrfach über die Missonierungsversuche von vor allem Evangelikalen im Umfeld großer Fußballvereine berichtet, unter anderem von der “Schalke-Bibel”.  Doch jetzt hat die Mitgliederversammlung des Traditionsclubs aus dem Pott gesprochen und damit dem Treiben (hoffentlich) ein Ende gesetzt. Mit überwältigender Mehrheit stimmte die Schalker JHV einem Antrag zu, der die (eigentlich selbstverständliche) weltanschaulich-religiöse Neutralität des Vereins einfordert:

    Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 ist ein weltanschaulich-religiös neutraler Verein. Alle weltanschaulichen bzw. religiösen Bekenntnisse oder Nicht-Bekenntnisse sind im Verein gleichermaßen willkommen. Formen der Mission im Sinne einer bestimmten religiösen oder weltanschaulichen Gemeinschaften im Namen von Schalke 04 finden nicht statt. Funktionäre und Angestellte des Vereins werden in dieser Funktion ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in einer Form gerecht, die dem Gebot der weltanschaulich-religiösen Neutralität des Vereins nicht widerspricht.

    In der Begründung heißt es unter anderem:

    Wir meinen, dass es nicht die Aufgabe von Funktionsträgern des FC Schalke 04 sein kann, ausgewählte religiöse Bewegungen besonders zu protegieren. Das Logo des FC Schalke gehört auf keinen Koran, kein Buch Mormon, nicht auf den Wachturm und auch nicht auf eine Bibel.

    Aufgabe des Fußballs allgemein und von Schalke im besonderen ist es, seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und alle Schalker zu integrieren - gleich welcher Rasse, Hautfarbe, sexuellen, religiösen oder weltanschaulichen Orientierung.

    Selbstverständlich soll jeder auf Schalke seinen Glauben oder Unglauben leben dürfen. Der Verein selbst jedoch muss weltanschaulich neutral aufgestellt bleiben. Seine Angestellten, Amtsträger und sonstigen Funktionäre dürfen den Verein und die aus seiner Prominenz erwachsende öffentliche Aufmerksamkeit nicht dazu instrumentalisieren, ihr eigenes individuelles religiöses Bekenntnis zu verbreiten.

    Möge dieses Beispiel auch die Mitglieder anderer Vereine inspirieren!