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  • 8. Mrz. 2009

    Bei der taz hat man offenbar einen Weg gefunden, um die Islamisierung doch als reales, betrachtenswertes Problem anzuerkennen. Der interviewte Islamforscher Jamal Malik macht das über den Kunstgriff einer “Islamisierung der Muslime durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft”. Die Einladungspolitik der Islamkonferenz führe gar zu einer “Überislamisierung”. Wenn die Deutschen, die Muslime nicht als Muslime begreifen und bezeichnen würden, dann wären sie gar nicht so sehr an der islamischen Religion interessiert, oder so.

    Der Kritikpunkt hat zwar eine gewisse Gültigkeit und wurde ja schon vom Zentralrat der Ex-Muslime von Anfang an vorgebracht. In der Integrationsdebatte werden säkulare Muslime oder Apostaten mit islamischem Migrationshintergrund aus dem islamischen Kulturraum in einen Topf mit den orthodoxen Muslimen geworfen und die Kleriker als ihre Vertreter angesehen.

    Aber so wie Malik das darzustellen scheint, wären die Deutschen die Hauptverantwortlichen. Gut, wenn man das so sehen muss, um so für sich die Anerkennung und Betrachtung der Thematik mit dem eigenen Gewissen vereinbaren zu können, dann soll das so sein. Hauptsache man sperrt endlich die Augen auf!

    Zum Artikel: Man klebt das Label Islam drauf, fertig