Blogger werden ja häufig von professionellen Journalisten belächelt; unter anderem, weil Blogger selten selbst recherchieren und ihre Behauptungen nicht überprüfen. Mit der gewissenhaften Recherche der renomierten Presse scheint es aber auch nicht weit her zu sein.
Aktuell berichten Spiegel-Online, Focus-Online, MensHealth, Telepolis, Krone.at und andere mit der Schlagzeile “Süßstoffe machen dick!” über eine Studie von Susan Swithers und Terry Davidson der Purdue University. Gezeigt wurde, dass Ratten, denen man Süßstoffe verabreichte, Heißhunger bekamen und so insgesamt mehr Kalorien zu sich nahmen, als durch die Süßstoffe ersetzt wurden.
Niemand in den betreffenden Redaktionen hielt es offenbar für notwendig drei Minuten ihrer Zeit darauf zu verwenden, um per Google Scholar nach weiteren Studien zu suchen. Die Fragestellung wurde, wer hätte das gedacht, bereits am Menschen selbst erforscht. Diese Metaanalyse über 15 solcher Studien kam beispielsweise zum Ergebnis, dass Menschen nur ein Drittel der Energie des eingespaartes Zuckers durch größere Mengen sonstiger Nahrung ersetzen. Netto bleiben also zwei Drittel an Kaloriendefizit übrig. Bei Softdrinks wird sogar nur 15% ersetzt. Dh. Wer Cola-light trinkt, spart jede Menge ein.
Ein anderes Beispiel wäre die Primärstudie der American Society for Clinical Nutrition zum Thema.
Zwei Gruppen von übergewichtigen Menschen wurde ein Nahrungsergänzungsmittel (mit Zucker bzw. Süßstoffen) gegeben, das sie zusätzlich essen sollten. Die Süßstoff-Gruppe nahm ab, die andere zu.
Demnach dürfte es möglicherweise sogar reichen, Süßstoffe in irgendeiner Form zu sich zu nehmen. (Z.b. im Tee) und man müsste alleine dadurch leicht an Appetit verlieren.
Ich schließe also: Süßstoffe machen nicht dick!

Das ändert noch nichts an der Tatsache, dass die meisten Süßstoffe ungesund sind. Manche sogar Giftig!
Stichwort: Aspertam
13. Feb. 2008 | #
Bei mir hat Süßstoff auf jeden Fall über Jahre unterstützend beim Abnehmen geholfen. Auf den süßen Geschmack von manchen Speisen wollte ich nicht verzichten und hierzu sind sie ja gedacht.
Viele Grüße
Lutz
16. Feb. 2008 | #
Mr.Chainsaw, so weit ich weiß konnte eine gesundheitsgefährdende Wirkung von Aspartam bisher nicht nachgewiesen werden, ist zumindest aber sehr umstritten. Oder wurden in letzter Zeit neue Studienergebnisse veröffentlicht?
24. Feb. 2008 | #
Stichwort: Acesulfam Cyclamat, stimmt es dass dieser Süßstoff karzinogen ist?
24. Feb. 2008 | #
Liebe Leute, Eure Recherchen sind aber auch nicht besonders hilfreich, denn gerade Süßstoffe werden in der Tiermast benutzt, damit sich Fett ansetzt.
Das resultiert daraus, das im Gehirn der Teil ausser Funktion gesetzt wird, der meldet das man satt sei.
Oder wollt Ihr allen Ernstes behaupte, das würde nicht der Wahrheit entsprechen?
Was ist z.B. mit Aspartam?
Das Problem mit Aspartam ist nun, dass es im menschlichen Körper wieder in
seine Grundsubstanzen
Asparaginsäure (40%),
Phenylalanin (50%) sowie
Methanol (10%)
zerfällt:
Diese Säuren sind für jedes Lebewesen gefährlich - warum geht Ihr darauf nicht ein?
@ Happy
Die Gesundheitsgefährdende Wirkung wurde nicht nachgewiesen? Merkwürdig, wo es doch ausreichende Studien dazu gibt…
Ratten bekamen Krebs und andere miese Dinge - aber das ist ja wohl kein Nachweis.
Wie blauäugig muß man eigentlich sein?
3. Mrz. 2008 | #
@Eisenholz
Mit der Einstellung darfst Du jetzt aber ab sofort nicht mehr atmen - hörst Du
3. Mrz. 2008 | #
@Eisenholz:
Soweit ich weiß, werden die Süßstoffe in der Tiermast eingesetzt, um die Jungtiere schneller von der süßen Muttermilch zu entwöhnen. Unabhängig davon übertrumpft eine Studie an Menschen solche an irgendwelchen Tierarten.
4. Mrz. 2008 | #
Süßstoffe machen süchtig, begünstigen Krebs, fördern Allergien und schaden Schwangeren sind nur einige Märchen oder vielmehr Lügen,
die über Süßstoffe verbreitet werden und wissenschaftlich nicht gesichert sind, betont heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin
Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Bad Aachen.
Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam, Neohesperidin und Thaumatin sind praktisch kalorienfrei,
gleichzeitig viel süßer als Haushaltszucker sowie gesundheitlich unbedenklich, weiß Gesellschaftssprecher Sven-David Müller-Nothmann.
Sie zählen zu den Lebensmittelzusatzstoffen, die am besten untersucht und geprüft sind. Alle zur Zeit zugelassenen Süßstoffe sind
gesundheitlich unbedenklich!
entnommen aus http://www.bodycenter.de
5. Mrz. 2008 | #
ich behaupt jetzt einfach mal, alles was nicht auf natürliche weise entstanden ist - egal ob zucker - süssstof - salz - egal was (sobald es raffiniert ist) - ist mehr oder weniger ungesund für den menschlichen organismus! der grund ist relativ einfach. der körper ist (leider) nur in der lage NATÜRLICHE (in der natur vorkommende) lebensmittel vollständig und ganz zu verdauen (aufzuschlüsseln), so dass er alles dadurch gewonnen verwerten kann. bei allen anderen lebensmitteln bleibt immer etwas zurück was nicht verwertet oder ausgeschieden werden kann –> es wird abgelagert - in gelenken in aterien als nicht verwertbares fettgewebe…
… es bleibt also jedem selber überlassen ob und wie viel ungesundes er in sich stopfen will!
lg, alex
13. Mrz. 2008 | #
ich behaupte ALLES ist Gift :-). kommt aber immer aus die Dosis an.
23. Mrz. 2008 | #
Aussagen von Diätetikern genieße ich nur mit Vorsicht, da sie oft auch grundsätzlichen Biologiekentnissen wiedersprechen.
Nicht alle können perfekt sein (nur ich;), aber langsam sickern die wichtigeren neu-alten Kenntnisse der Ernährungsforschung durch.
Z.B. raten immer mehr Aerzte und andere Fachkräfte in Ungarn Frauen Milchverbrauch während Schwangerschaft und Stillen ab. Oder empfehlen schon Monate vor der Schwangerschaft Weißmehl/-zucker und Margarine rauszuschmeissen, da es während der Schwangerschaft psychologisch fast unmöglich ist.
Süßstoffe versagen dann, wenn man hungriger davon wird, und mehr Kalorien einnimmt als normal. Oder aus psychologischen Gründen: man macht demonstrativ Süsstoff in das Kaffee, ist dan aber eine Stück Torte aus aromatisiertem Plastik.
Geworbene Diäten versagten angeblich fast immer, wunderweise gerade die schlechteste Methode war aber halbwegs erfolgreich: Atkinson-Diät. Warum? Weil man doch gerne eine extraordinäre Fleischfressorgie mit viel Salat viel lieber verfolgt, und daneben der Verzicht auf angebliche Dickmacher-Kohlenhydrate nicht so schwer fällt.
28. Mrz. 2008 | #
Korrektur: isst dann
Psychologie ist Alles bei Essgewohnheiten
28. Mrz. 2008 | #
@ Lutz Balschuweit
Du hast nicht wirklich verstanden was ich damit sagen wollte, oder?
Das Süßstoffe in Form von Aspartam und ähnliche Süßstoffe gesundheitsschädigend sind, weiß man schon seit Ende der 80er Jahre, warum also tut man bei Ironsport so, als wenn man klüger wäre als die Wissenschaftler, die es schon lange wissen?
Man rutscht mit solchen Äußerungen über ganz schön dünnes Eis.
Also immer schön locker bleiben und vorher selbst nachlesen, kein Unsinn verbreiten.
11. Apr. 2008 | #
“Demnach dürfte es möglicherweise sogar reichen, Süßstoffe in irgendeiner Form zu sich zu nehmen. (Z.b. im Tee) und man müsste alleine dadurch leicht an Appetit verlieren.”
Schon alleine dieser Satz beweißt, das Fachliche Kompetenz nicht unbedingt in geballter Form vorliegt, denn es ist weitläufig bekannt, das Koffein den Appetit fördert - also auch Tee und Kaffee.
11. Apr. 2008 | #
@Eisenholz
Was soll ich verbreitet haben?
Ich habe nichts verbreitet…
11. Apr. 2008 | #
ich ess zucker
22. Jul. 2008 | #
@eisenholz: Kaffee soll Appetit anregen? Wo hast du denn das gelesen? Ja klar sind Süssstoffe ungesund… wie alles andere auch… man kann auch an karotten sterben…oder an wasser… wie Chemyst sagt (oder besser gesagt Paracelsus) alles ist gift, allein die dosis macht es aus…
25. Jul. 2008 | #
Ihr müsst Euch mal genau die Rattenstudie aus den Achtzigern ansehen. Was da für Dosen verabreicht wurden. Mit Cola Zero müsste man täglich fast 27 Litern davon trinken, um auf diese Menge zu kommen. Somit ist Süßstoff - zumindest was die angeblich krebserregende Wirkung angeht - in ‘normalen’ Gebrauchsmengen auch nicht schädlicher als vieles andere, wenn man es nicht übertreibt.
10. Jun. 2009 | #