Weihnachten geht auch Atheisten an – davon ist Kardinal Joachim Meisner überzeugt. Das Fest habe auch für Ungläubige eine existenzielle Bedeutung. Denn kein Mensch wolle ungeliebt sein – und Gott lasse keinen Menschen los, sagte der Kölner Erzbischof im Interview mit der Zeitschrift ‘Die Bunte’
Können Sie einem Atheisten erklären, warum Weihnachten auch für ihn Bedeutung hat?
Kardinal Meisner: Gott lässt keinen Menschen los. Deshalb gibt es – wenigstens von Gott her – keine Gottlosen. Diese Beziehung ist entscheidend. Das wird Weihnachten in der Geburt Jesu Christi deutlich. Er ist wirklich wahrer Gott vom wahren Gott und zeigt damit, dass er den Menschen nicht loslässt.
Kann man sich also nicht von Gott lossagen?
Kardinal Meisner: Auf die Frage, ob ein Mensch den Satz über seine Lippen bringt: „Ich möchte niemanden haben, der mich liebt“, habe ich meistens die Antwort erhalten – auch von Atheisten: „Das wäre ja die Hölle!“ Woher kennen diese Menschen denn diese theologische Definition der Hölle? Der Mensch ist eigentlich nicht Urbild, sondern Abbild, nämlich Abbild Gottes. Darum kann kein Mensch ungeliebt sein wollen.
Es ist natürlich müßig sich ernsthaft mit jeder Plattitüde dieses katholischen Musterprügelknaben auseinanderzusetzen. Er hat sich zwar in der Rolle als Möchtegern-Tabubruch-Stichwortgeber eingefunden aber schafft es immerhin im weihnachtlichen Kontext auf entartetes Vokabular zu verzichten. Stattdessen generiert er ähnlich wie die Maschine ELIZA völlig sinnlosen Theologensprech a la “wahrer Gott vom wahren Gott”.
‘beachbernie’ hat im Forum Freigeisterhaus eine viele passendere Antwort auf Meisner geliefert:
Weihnachten geht auch Katholiken auf den Sack – davon ist Forenpapst beachbernie überzeugt. Das Fest sei auch für Gläubige eine existenzielle Bedrohung. Denn kein Mensch halte diese Kitschtsunami auf Dauer aus – und Karel Gott lasse keinen Menschen los, wenn man sich erst mal eine Weihnachtsplatte von ihm gekauft hat sagte der Forenpapst im Interview.
Können Sie einem Katholiken erklären, warum Weihnachten auch für ihn eine Bedrohung darstellt?
Forenpapst beachbernie: Karel Gott lässt keinen Menschen los. Deshalb gibt es – wenigstens von Karel Gott her – keine Stille Nacht unterm Tannenbaum, sondern bloss Jingle Bells bis zum abwinken. Diese Beziehung ist entscheidend. Das wird Weihnachten beim Auspacken der Geschenke deutlich. Da sind wirklich wahre Karel-Gott-CDs vom wahren Karel Gott und der zeigt damit, dass er den Menschen nicht loslässt.
Kann man sich also nicht von Karel Gott lossagen?
Forenpapst beachbernie: Auf die Frage, ob ein Mensch den Satz über seine Lippen bringt: „Ich möchte nicht haben, dass Karel Gott an Weihnachten singt“, habe ich meistens die Antwort erhalten – auch von Katholiken: „Das wäre ja die Hölle!“ Woher kennen diese Menschen denn diese apokalyptische Dimension von Karel Gotts Weihnachtsliedern? Der Mensch ist eigentlich nicht Urbild, sondern Abziehbild, nämlich Abziehbild Karel Gotts. Darum kann kein Mensch ohne die Stimme aus Prag unter Tannenbaum sitzen.

:-)) Super! Endlich mal ein konstruktiver Beitrag zum Fest der ‘christlichen Werte in der westlichen Leitlultur’…
21. Dez. 2007 | #