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  • 7. Nov. 2007

    Am Dienstag stellte die Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin eien neue Studio vor: “Ich habe nichts gegen Juden, aber “, heißt die Studie, die ein erschreckendes Bild zeichnet. Befragt wurden 13 - 19 Jährige in Gruppen und Einzelbefragungen. Fast ein Drittel der Befragten sind der Meinung, dass Juden zu viel Einfluss auf das Weltgeschehen hätten, die Hälfte der Befragten glaubt, dass “Viele Juden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches Vorteile zu ziehen und die Deutschen dafür zahlen zu lassen”.

     

    «Die Mehrzahl der Befragten argumentierte im Ergebnis in sich widersprüchlich», sagte Autorin Schäuble. Die Jugendlichen seien zwar nicht kontinuierlich antijüdisch eingestellt, würden aber in ihrer Argumentation «antisemitische Splitter» verwenden. Dazu gehörten Stereotype wie «irgendwas wird schon mit den Juden gewesen sein, sonst wären sie nicht verfolgt worden» oder «Juden sind reich». Als Quelle für diese Einstellungen nannten sie laut Schäuble häufig den Schulunterricht.

    «Bisher wird der Antisemitismus zu häufig in den Themenkomplexen Drittes Reich oder Rassismus versteckt», fügte Schäuble hinzu. Wichtig sei es aber, ihn auch in seinem «modernen Gewand», beispielsweise im Nahost-Konflikt, zu benennen. Die Studie «’Ich habe nichts gegen Juden, aber…’ - Ausgangsbedingungen und Perspektiven gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit gegen Antisemitismus» kann für fünf Euro bei der Amadeu-Antonio-Stiftung, Linienstraße 139, 10115 Berlin, erworben werden und steht als PDF-Dokument auf der Homepage der Amadeo-Antonio-Stiftung zum Download bereit.

    Die Studie erscheint im Rahmen der “Aktionswochen gegen Antisemitismus”, die rund um den 9. November Zeitzeugengespräche, Theater- und Filmvorführungen an mehr als 70 Orten umfassen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse startete als Schirmherr der Aktionswochen die erneuerte Internetplattform www.mut-gegen-rechte-gewalt.de.

    2 Kommentare »

    1. nolens schreibt:

      Für mich ist es bis heute ein grungsätzliches Problem, den Begriff “Juden” irdendwie überhaupt annähernd verbindlich zu definieren.

      Religöse, ethnisch und vor allem historische Bedinngtheiten versperren jegliche Klarheit….

      25. Nov. 2007 | #

    2. Missingno schreibt:

      Wenn man sich anschaut, wie übertrieben der Zentralrat der Juden auf jede verdächtige Äußerung reagiert oder wie peinlich übertrieben die deutsche Öffentlichkeit mit Begriffen wie Juden Nazis oder Hitler umgeht ( z.B. auf Eva Hermanns Äüßerungen), dann wundert es mich nicht, das viele einen undefinierbaren Greuel gegen Semitismus und verwandten Dingen hegen. Anstelle eines normalen offenen Umgangs wird ein Riesen Zirkus gemacht….. un das is dann gut oder wie?

      Zusätzlich sieht man ja täglich, wie Palästina von Israel regelrecht terrorisiert wird, was alles andere als gerecht ist. Aber man darf ja nichts dagegen sagen, vor allem nicht als Deutscher…

      Bei solch einer Politik des ?Wiedergutmachenwollens? ist es ganz natürlich, das auch immer eine Gegenbewegung in der Bevölkerung stattfindet.

      5. Mrz. 2008 | #

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