Von wegen “Die Wiederkehr des Religiösen”:
Der Mitgliederschwund der evangelischen Kirchen ist ungebrochen: Im vergangenen Jahr haben 21 von 23 Landeskirchen insgesamt 194.472 Mitglieder verloren. Zwei Landeskirchen – Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Hessen-Nassau – konnten noch keine Angaben machen.
Damit sank die Mitgliederzahl im Durchschnitt um 0,8 Prozent auf knapp unter 25,2 Millionen (2005 war bei allen Kirchen ein Verlust von insgesamt 0,9 Prozent zu verzeichnen). Das ergab eine aktuelle idea-Umfrage. Die EKD führt den anhaltenden Mitgliederrückgang vor allem auf den demografischen Faktor – also den Schwund der einheimischen Bevölkerung – zurück. Der Umfrage zufolge konnte keine Landeskirche ihre Mitgliederzahl steigern. Den geringsten Schwund verzeichneten im Westen mit 0,4 bzw. 0,5 Prozent die Landeskirchen Bayern (2,64 Millionen) und Baden (fast 1,3 Millionen Mitglieder). Im Osten blieben Pommern mit einem Minus von 0,5 Prozent (103.200) und Sachsen mit 0,7 Prozent (828.000) unter den Durchschnittsverlusten. Die prozentual größten Einbußen musste die kleinste Landeskirche hinnehmen. Der Mitgliederstand der Evangelischen Landeskirche Anhalts fiel um 4,9 Prozent auf 50.400. Ein Minus von 2,9 % registrierte die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen, die jetzt noch 440.600 Mitglieder zählt. Die schwersten Verluste im Westen verbuchten die Lippische Landeskirche mit 2,2 Prozent (191.800), die Evangelisch-reformierte Kirche mit 1,4 Prozent (185.300) und die Evangelisch-lutherische Kirche in Braunschweig mit 1,1 % (406.000).

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11. Nov. 2007 | #