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  • 30. Nov. 2007

    Adolf Preuß
    Adolf Preuß, Süpplingen
    40 Jahre NPD-Gemeinderat
    23 Jahre Kirchenvorstand

    Die Kirchen klagen über einen Mangel an Klerikern und engagierten Mitgliedern. Ob das wohl der Grund sein mag, dass die braunschweigische Landeskirche den langgedienten und überaus beliebten NPD-Politiker Adolf Preuß 23 Jahre lang das Amt des Kirchenvorstandes in der Gemeinde Süpplingen bekleiden ließ?

    Während all dieser Zeit profilierte sich die Landeskirche als Vorkämpfer gegen den Rechtsextremismus. So hieß es im Juni in einem gemeinsamen Bischofswort:


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    20. Nov. 2007

    Update zu “Volker Beck klagt Meinungsfreiheit ein

    “Frage der Meinungsfreiheit”: Klage gegen Kardinal Meisner

    Durch eine Falschmeldung des Landgerichts Köln ist öffentlich der Eindruck erweckt worden, ich akzeptierte die Einstweilige Verfügung, die Kardinal Meisner gegen mich erwirkt hatte. Das Gegenteil ist der Fall.

    Ich habe durch meinen Anwalt Klage vor dem Landgericht Berlin gegen Kardinal Meisner erhoben.

    Meisner hatte in einer Predigt in der Basilika in Maria Einsiedeln am 7. Oktober 2007 u.a. folgendes gesagt:

    - „Europa droht sich von seinen Wurzeln abzuschneiden. Europa ist dabei, unbegreiflicherweise die Quelle zu verstopfen, aus der sich sein reiches kulturelles und zivilisatorisches Leben entfaltet hat. Europa will den Namen Gottes aus seiner Verfassung und darin die Berufung auf Jesus Christus vermeiden. …. Es scheint aus den Katastrophen des 20. Jahrhunderts nichts gelernt zu haben!“

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    19. Nov. 2007

    Idea berichtete über die Sonntagspredigt des Hochschulpfarrers Wolfgang Achtner vom 11.11.2007, die dank dem deutschen Gebührenzahler auch im Radio ausgestrahlt wurde. Im Vorfeld des Gottesdienstes hatte Achtner das Folgende zu sagen:

    Dawkins gehört zu den großen ideologisierenden Vereinfachern. Den lieben Gott, oder die, die an ihn glauben, zum Sündenbock für alle Probleme der Welt zu machen, zeugt nicht nur von einer bemerkenswerten Schlichtheit des Denkens, sondern auch von einer für einen wissenschaftlich geschulten Menschen peinlichen Unkenntnis der
    Religionen

    Wenn hier jemand eine peinliche Unkenntnis hat, dann Wolfgang Achtner. Oder aber Herr Achtner ist ein schändlicher Lügner.

    Denn jeder, der auch nur die erste Seite von Richard Dawkins Buch gelesen hat, weiß, dass er es entschieden und unmisserverständlich ablehnt, die Religion zum Sündenbock für alle Probleme dieser Welt zu machen:

    Religion is not the root of all evil, for no one thing is the root of all anything.

    19. Nov. 2007

    Wir berichteten bereits über die einstweilige Verfügung, die Kardinal Meisner gegen den Kabarettisten Jürgen Becker erwirkte. Diesem ist es seitdem bei Androhung einer Geldbuße von 250.000 € den Kardinal einen Hassprediger zu nennen. Nachfolgende Videosequenz zeigt einen Auschnitt aus der Sendung ‘Mitternachtsspitzen’ von vergangengen Samstag. Viel Spass bei diesem kurzen Dialog zwischen Becker und Pispers:

    [youtube JYBsh4uJ6JU]

    19. Nov. 2007

    Grünen-Politiker Volker Beck hat Klage gegen eine einstweilige Verfügung des Kardinals Joachim Meisner erhoben. Beck will Meisner zwar nicht mehr “selbstgerechter Hassprediger” nennen – aber sich das eben nicht vorschreiben lassen.

    welt.de

    Der Kölner Erzbischof dürfe nicht das Recht haben, Beck die Äußerung zu untersagen, Meisner betätige sich in Bezug auf eine bestimmte Predigt als „selbstgerechter Hassprediger“.

    Diese Feststellung solle das Gericht treffen, heißt es in einer Erklärung Becks, die dem „Tagesspiegel“ vorlag. Meisner hatte die entsprechende Untersagung im Wege einer einstweilige Verfügung Ende Oktober vor dem Landgericht Köln erwirkt.

     

    Zuvor hatte Beck sich in einem Interview entsprechend über Meisner geäußert, dann aber erklärt, er werde die Bezeichnung Hassprediger in Bezug auf den Kardinal nicht mehr verwenden. Daran werde sich auch künftig nichts ändern, so Beck. Es gehe ihm aber um die „Frage der Meinungsfreiheit“.

    Unsere Sorgen, dass Beck einknicken könnte, waren also offenbar unbegründet. Jürgen Becker und Volker Pisper zeigten in einem Dialog (siehe Videobeitrag) bei den Mitternachtsspitzen einen alternativen Umgang mit derartigen Urteilen.

    19. Nov. 2007

    “Liebe zwei” heisst die neue CD von Hagen Rether.

    Ist er Kabarettist, Pianist, Wortakrobat, Poet, Comedian, ein übler Zotenreisser oder von allem etwas? Eines ist er jedenfalls nicht: Berechnebar. Da ist er lieber unverschämt. Nichts ist im heilig, er analysiert das Tagesgeschehen ebenso treffend wie das Feuilleton. Bin Laden ist ebenso eine Ziuelscheibe seins Spotts wie Schäuble, Merkel gerät ebenso in sein Visier wie die Kritiker der Merkelschen Frisur, die er für ein erfolgreiches Ablenkungsmanöver hält - Merkels Haare seien in Wirklichkeit total schön. Er sinniert über das Gottvertrauen von Päpsten im gepanzerten Papamobile, stellt den leeren Kirchen die vollen Kabarettsäale entgegen und führt ein fiktives Beratungsgespräch eines gewissen Herr Meisner auf Jobsuche. Kategorien und Genre-Regeln gelten nicht für Hagen Rether, der virtuos schwankt zwischen lustvoller Albernheit und tiefer Tragikomik und damit seinem Publikum die Tränen in die Augen treibt, aber manchmal auch in stummen Entsetzen zurückläßt. Etwa, wenn er die Frage stellt ob man ein Terroflugzeug auch abschießen dürfe, wenn sich etwa ein Embryo, eine Stammzelle oder vielleicht ein Krebskranker im Endstadium mit Selbsttötungsabsicht im Flugzeug befänden.

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    18. Nov. 2007

    Mac Johnson ist ein Molekularbiolgoe mit einigem Ansehen in der evangelikalen konservativen Szene. Er betreibt eine eigene politische Webseite und schreibt regelmäßig Beiträge für Human Events, einem Urgestein unter den konservativen US-Publikationen. Und ausgerechnet auf ‘Human Events‘ veröffentlichte er nun einen Beitrag ‘Intelligent Design, and Other Dumb Ideas‘, in dem er ID als “bad thinking” bezeichnet und auch sonst keine guten Worte für ID und ihre Anhänger findet.

     

    Bisher habe ich diese Auseinandersetzung aus religiösen Gründen gemieden. Zum einen aus professioneller Höflichkeit gegenüber den Anhängern, mit denen ich in den meisten Glaubensfragen übereinstimme (und zu denen ich in vielen Fällen eine persönliche Beziehung habe). Zum anderen, weil ich instinktiv spürte, dass diese Idee zu obskur ist um sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Diese Idee ist offensichtlich lächerlich und dies einem Freund, der dieser IDee anhaängt, mitteilen zu müssen wäre so als müsste ich ihm sage, dass er einen schlechten Atem hat. Ich denke - es wäre ein sehr unangenehmer Moment für uns beide. Aber dann: Vom wem sonst, wenn nicht von mir wird es mein Freund erfahren?

    [...]

    Im Lichte der neu gewonnen Prominenz der Theorie vom Intelligenten Design und mit der Absicht die mentale Hygiene ihrer Anhänger zu verbessern, komme ich nicht umhin festzustellen: Intellignet Design ist eine wirklich, wirklich sehr schlechte Idee - wissenschaftlich, politisch und theologisch. Ich sage das als dezidierter Konservativer, der bei vielen Gelegenheiten religiöse Positionen oder religiösen Konservatismus verteidigte und unterstütze. Ich sage es auch als professioneller Molekularbiologe, der seit vielen Jahren täglich (oder wenigtsens wochentäglich) biologische Forschung betreibt, zu deren Verständnis die Evolutionstheorie unabdingbar ist wohingegen ID nichts das Geringste dazu beigetragen hat. Einen jeden Apektes der Biologie zu dem launenhaften Treiben eines göttlichen Heimwerkers zuzuschreiben lehrt uns ebensowenig über Biologie wie wir über Geologie erführen, wenn wir statt der Vulkanausbrüche selbst die Gemütsverfassungen irgendwelcher Lavagötter studierten. Eine Theorie, so ist es definiert, macht Vorhersagen, die getestet werden können. ID sagt nichts vorher, weil es im Kern nichts behauptet, außer daß jedes Ding so ist wie es ist, weil Gott es so wollte wie es ist.

    Vollständiger Artikel im Original

    12. Nov. 2007

    Der Mainzer Philosoph Professor Thomas Metzinger in einer dreiteiligen Reihe auf SWR2 Aula über das Bewusstein. Ein sehr hörens- und/oder lesenswerter Beitrag.

    Teil 1:

    • Keine andere Teildisziplin der Philosophie hat in den letzten Jahrzehnten eine so stürmische Entwicklung durchlaufen wie die Philosophie des Geistes. Die aktuelle Diskussion konzentriert sich dabei auf die Frage, was ist das phänomenale Bewusstsein, wie kann man es aus philosophischer Sicht beschreiben, aus welchen Elementen setzt es sich zusammen. Außerdem finden es ja viele Menschen aufregend und mysteriös zugleich. Thomas Metzinger, Professor für Philosophie an der Gutenberg-Universität in Mainz, fragt im ersten Teil, warum das Bewusstsein für Philosophen ein Rätsel ist.
    • Teil 1: anhören (mp3 28:46 min), Script herunterladen (rtf, 62kB)

    Teil 2:

    • Nichts scheint uns so nah zu sein wie das eigene Bewusstsein, unsere Sinnesempfindungen, Gefühle und Gedanken sind uns auf sehr direkte Art gegeben, sie gehören auf untrennbare Weise zu unserer Identität. Dennoch gibt es Gefühle, die wir uns nicht erklären können, es gibt Gedanken über Menschen und die Welt, die wir im Rückblick revidieren müssen, die auf Irrtümern basierten, und es bleibt immer die Frage, ob unser Bewusstein auch die äußere Welt adäquat widerspiegelt. Was ist die Farbe Grün, die ich gerade beim Anblick eines Blatts empfinde, ist das nur ein subjektives Phänomen? Thomas Metzinger, Professor für Philosophie an der Gutenberg-Universität in Mainz, beschreibt im zweiten Teil das phänomenale Bewusstsein mit seinen Inhalten.
    • Teil 2: anhören (mp3 29:07 min), Script herunterladen (rtf, 51kB)

    Teil 3:

    • Das Problem des Bewusstseins besteht aus einem ganzen Bündel theoretischer und empirischer Fragestellungen. Es gibt jedoch ein Kernproblem, eine wichtige Frage: Was genau bedeutet es eigentlich, wenn man sagt, dass Bewusstsein ein subjektives Phänomen ist? Jeder Mensch verfügt über eine Innenperspektive, die kein anderer Mensch nachvollziehen kann und die auf untrennbare Weise mit einem Ich-Gefühl verbunden ist. Thomas Metzinger, Professor für Philosophie an der Universität Mainz, beschreibt im letzten Teil seiner Reihe über das Bewusstsein das Rätsel der Subjektivität anhand aktueller Beispiele aus der Hirnforschung.
    • Teil 3: anhören (mp3 29:08 min), Script herunterladen (rtf, 72kB)

    Homepage der Sendung auf dem SWR2 Portal

    9. Nov. 2007

    Hervorragende Nachrichten gibt es aus dem Fürstentum Liechtenstein.

    Verfassungsänderungen und neue Gesetze sollen künftig das Verhältnis zwischen dem Staat und den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften regeln, nachdem sich die Gesellschaft und die religiöse Lebenswelt in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat.

    Es wird Zeit diese neue Realität auch in Deutschland und Österreich anzuerkennen, anstatt den Kirchen weiter Privilegien und Gelder in den Rachen zu werfen.

    Die Steuerzahlenden können künftig entscheiden, ob sie einen Teil ihrer Steuer einer anerkannten Religionsgemeinschaft zukommen lassen wollen. Wer das nicht möchte, überlässt diesen Steuerbetrag dem Land und den Gemeinden für den allgemeinen Haushalt.

    9. Nov. 2007

    Eine weitere Blogempfehlung:

    Der Journalist Stefan Niggermeyer in seinem Blog über die Anti-Islam-Seite “Politically Incorrect”. Den aktuellen Beitrag “Factually Incorrect (3)” über PI beginnt Niggermeyer mit den Worten:

    Was mich fasziniert an dem islamfeindlichen Blog „Politically Incorrect” und ähnlichen Seiten: Wie jede Falschmeldung ihre Glaubwürdigkeit noch erhöht.

    Diese Paradoxie beruht auf dem Ur-Mythos der Seite, der sich schon im Namen ausdrückt: der Annahme, dass die etablierten Massenmedien uns ausgerechnet die vitalen Informationen vorenthalten und die Wahrheit im Zweifelsfall nur auf „PI” steht.

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