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  • 19. Sep. 2007

    Robert Leicht, ehemals Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland und Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin, hat in einem Kommentar für den Berliner “Tagesspiegel” christliche Fundamentalisten mit islamischen Terroristen verglichen.

    Schon für die Vergangenheit, gerade auch für die christliche, galt der Doppelsatz: Nie kann die Freiheit die Religion beschädigen, sehr wohl aber die Religion die Freiheit. Nun sehen wir: Dieser Satz kann auch für die Zukunft gelten – auch hier nicht nur für islamischen, sondern durchaus auch für christlichen Fundamentalismus. Zählt man etwa die Attentate und Gewaltakte, die in den USA aus christlich deklarierter Motivation in den letzten ein, zwei Jahrzehnten verübt worden sind (nicht nur gegen Abtreibungskliniken und -ärzte), so kann man durchaus zu dem Ergebnis kommen, dass dieser religiöse Terrorismus es in der Summe mit dem 9/11-Anschlag aufnehmen kann.

    Für Leicht lautet die Konsequenz, der man sich nur anschließen kann:

    Wir brauchen aber auch künftig einen weltanschaulich neutralen Staat, der in den Grundprinzipien der freiheitlichen demokratischen Verfassung seine Prärogativen vor jeder Religion, seinen Vorrang gegenüber jeder selbstherrlichen Berufung auf ein Jenseits entschieden durchsetzt. Wir brauchen also einen Staat, der beides schützt: die Freiheit der Religion – und die Freiheit vor der Religion.

    Ganzen Artikel im Tagesspiegel lesen

    Weiterführende Links:

    • Bericht über missglückten Attentatsversuch von christlichen Terroristen von Juli 2007
    • Video über die christliche Rechte in Deutschland

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