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  • 27. Sep. 2007

    ferkel_2.jpgEndlich ist das mit Spannung erwartete Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel(wir berichteten davon) von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nynckl lieferbar.

    Das Buch

    Das kleine Ferkel und der Igel führen ein glückliches und ausgefülltes Leben, in einem überaus gemütlichen und hübschen kleinen Häuschen im Grünen verbringen sie gemeinsam ihre Tage. Ein wenig hat es sogar den Anschein als lebten die beiden Protagonisten, deren Geschlecht nicht explizit erwähnt wird, in einer eheähnlichen Gemeinschaft. Eines Tages, sie sind hungrig von einem gemeinsamen Schaumbad, verlassen sie das Haus um ein paar Äpfel zu pflücken, und finden an der Wand ihres Häuschen ein Plakat mit einer ganz und gar rätselhaften Botschaft: “Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!” steht da mit einem dicken Ausrufezeichen geschrieben. “Wer oder was ist denn dieser/dieses Gott?” fragen sich die beiden und “Wieso soll er uns denn fehlen?” Sofort machen sie sich auf dem Weg um das Rätsel zu lösen.

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    27. Sep. 2007

    Italienische Markenschuhe, Luxusuhren aus der Schweiz, zollfreie Zigaretten und verführerische Dessous im Vatikaneigenen Konsumtempel.

    Der Spiegel in seiner Vatikan-Kolumme UUPS! - ET ORBI

    Wenn die Logik des Profits “die Oberhand gewinnt”, verstärkt sie “das Missverhältnis zwischen Reich und Arm”, redet Benedikt XVI. den Pilgern ins Gewissen, am Sonntag beim “Angelus” in Castelgandolfo. Währenddessen werden die Humidore neu bestückt mit “Cohibas”, 168 Euro das Dutzend, werden die Vitrinen mit den Schweizer Luxus-Chronometern poliert, wird all jenes auf Glanz getrimmt, was die feinen Unterschiede zwischen Arm und Reich so auszeichnet - mitten im Vatikan.
    […]
    In langen Reihen stehen handgenähte Schuhe aus England, hinter einer Vitrine glimmt die Longines-Collection “Dolce Vita”, gegenüber, in der Herrenuhrenabteilung etliche Paul Picot-Uhren schon ab 3675 Euro das Stück. Ein eigener Maßschneider hat Ballen englischen Tuchs vor sich ausgebreitet. In der Damenabteilung im zweiten Geschoss führen ein paar Stufen hinauf zur Dessousabteilung, mit Spaghetti-Tops, Seiden-Négligés und Pantys aus der “Hanro of Switzerland”-Kollektion Perfectly Nude - “Die Wäsche wird zur perfekten zweiten Haut, einem Erlebnis, das selbst unter der engsten Oberbekleidung unsichtbar ist”, wirbt die Firma.
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    25. Sep. 2007

    Über Glaubensfragen und den Stolz einer säkularen Gesellschaft: Auszüge aus der Eröffnungsrede von Jan Philipp Reemtsma beim Philosophicum in Lech

    “Wo der Mensch sich nicht relativieren oder eingrenzen lässt, dort verfehlt er sich immer am Leben: zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann u.a. Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.” So der Kölner Kardinal Joachim Meisner in einer Predigt.
    Der Satz erregte Aufsehen. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, sprach von einer Beleidigung von Millionen von Holocaust-Opfern und von Frauen, die sich in einer Notlage entscheiden müssten. Der Kardinal sagte daraufhin, er sei missverstanden worden und ließ bei der Drucklegung seiner Predigt den Namen Hitler weg. Es wird unter Ihnen wenige geben, die Meisners historische Reihenbildung billigen würden. Aber warum eigentlich? Weil es skandalös ist, die Ermordung von Millionen von Menschen gleichzusetzen mit Abtreibungen? Und damit entweder Frauen, die abgetrieben haben, mit SS-Mördern gleichzusetzen, Ärzte, die in Kliniken Abtreibungen durchführen, auf dieselbe moralische Stufe zu stellen, auf der ein Mengele steht, oder, umgekehrt, das Leid der in Auschwitz Ermordeten auf dieselbe Stufe mit der Tötung eines Embryos zu stellen? Wenn Sie über Meisners Satz empört sind - sind Sie dann über diesen Vergleich empört? Oder sind Sie darüber empört, dass Meisner katholisch ist?
    […]
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    25. Sep. 2007

    Fernsehcasting der katholischen Fernseharbeit

    Ganz ohne Beteiligung von Herrn Bohlen und der anderen üblichen Verdächtigen von RTL wird zur Einsendung selbstgedrehter Filme mit mindestens 1-3 minütiger Verkündigungsrede aufgerufen:

    Die Katholische Fernseharbeit in Frankfurt sucht fernsehtaugliche Kleriker und Laien, die in TV-Talkshows Rede und Antwort stehen oder selbst Verkündigungsbeiträge im Fernsehen präsentieren. Damit reagiert die Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz auf steigende Anfragen verschiedenster Fernsehsender nach geeigneten Studiogästen aus der Katholischen Kirche.
    Priester, Ordensleute oder Laien, die sich in der Fernseharbeit engagieren möchten, können ab sofort ein selbst gedrehtes Video einreichen oder von anderen Personen vorgeschlagen werden. Einsendeschluss ist der 30. November 2007.
    Die Katholische Fernseharbeit erwartet einen mit Handy oder professioneller Kamera gedrehten Film, der ca. 1-3 Minuten frei gesprochene Verkündigungsrede zeigt. Es darf sich dabei zum Beispiel auch um die live aufgezeichnete Sonntagspredigt handeln, durch die Gemeindemitglieder ihren Pfarrer vorschlagen können. Achtung: das Einverständnis der gefilmten Personen ist immer vorab einzuholen! Der Jury kommt es nicht auf den perfekten Film an, sondern auf die Person darin.

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    25. Sep. 2007

    Ahmadineschad besucht New York. Sein umstrittener Auftritt bei der Columbia University löste bereits im Vorfeld Proteste aus, doch der geplante PR-Coup des iranischen Präsidenten scheiterte.

    AhmadineschadLee Bollinger, Präsident der Columbia University, hatte die höchst umstrittene Einladung ausgesprochen. Bollinger - ein scharfer Gegner der Bush-Adminsitration - wurde damit zum Ziel konservativer Kritiker. Dem Holocaustleugner und Diktator eine propagandistische Plattform zu bieten sei unzumutbar, nicht zuletzt wegen seiner Forderung Israel von der Landkarte zu streichen. So kommentierte der konservative TV-Journalist Neil Cavuto ein Foto des Uni-Präsidenten Lee Bollinger mit den Worten: „Die uns töten wollen, dürfen kommen; die unsere Freiheit schützen wollen, nicht. Auch mit Ivy-League-Examen kann man ein A…loch sein, letzten Endes.“ Damit bezog er sich auf eine Anordnung der Uni-Leitung, die es der US-Armee verbietet auf dem Campus Offiziere anzuwerben, da in der Armee Homosexuelle diskriminiert würden.

    Während auf dem Campus die einen gegen Ahmadineschads Auftritt protestieren und die anderen gegen einen möglichen Militärschlag der USA gegen den Iran, wird von der Hauspostille des konservativen Amerika der ‘‘New York Sun‘ gefordert, der Columbia Universität staatliche Zuwendungen zu streichen.

    Bollingers Begrüßungssrede ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass Ahmadineschad kein Heimspiel bevorstehen würde, stattdessen ein ungewöhnlich harscher Empfang für ein ausländisches Staatsoberhaupt: Den ganzen Beitrag lesen …

    21. Sep. 2007

    Eine Studie beweist: Die europäische Eliten schotten sich ab, ‘Herkunft schlägt Leistung’ fasst der Soziologe Michael Hartmann von der TU Darmstadt zusammen.

    Knapp 4000 Personen zählt Hartmann zur Deutschen Elite, darunter Spitzenmanager, Angehörige der Bundesregierung, Verfassungsrichter, Staatssekretäre. Der Elite gehöre an wer qua Position in der Lage sei die gesellschaftliche Entwicklung maßgeblich zu bestimmen.

    Michael Hartman, Professor für Soziologie an der TU Darmstadt, hat ein ein neues Buch vorgelegt. Für die Studie ‘Eliten und Macht in Europa - Ein internationaler Vergleich‘ untersuchte Hartmann die Lebensläufe von 6500 Juristen, Ökonomen und Ingenieuren. Bei gleicher Qualifikation eine Spitzenposition in der Wirtschaft zu erreichen ist für Angehörige gehobener Schichten etwa achtmal größer. Auch die Politik zeige so Hartmann starke Tendenzen einer “Vergroßbürgerlichung”. So ist der Anteil politischen Spitzenpersonals mit einer Herkunft aus kleinbürgerlichen Verhältnissen bzw. der Arbeiterklasse in den letzen 40 Jahren von über zwei Dritteln auf 30% zurückgegangen.

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    20. Sep. 2007

    Der atheistische US-Soldat Jeremy Hall klagt auf Verletzung seiner religiösen Freiheit und weiterer von der Verfassung garantierten Rechte. Beklagt werden das Pentagon, Verteidigungsminister Robert Gates sowie ein Major der US-Army.

    Die Kläger z.Z. als Unteroffizier im aktiven Dienst bei einer Militärpolizeieinheit in Camp Speicher, Irak bringt eine ganze Latte von Anklagepunkten vor. Auf seine Weigerung beim Thanksgiving-Fest-Dinner (Erntedankfest) die Hände zu falten und am gemeinsamen Dankgebet teilzunehmen, wurde er vom dienstältesten Oberfeldwebel nach den Gründen für seine Weigerung gefragt. Er erklärte dem Oberfeldwebel er sei ein Atheist, was bedeute, dass er nicht an Gott glaube, worauf ihm die Teilnahme am gemeinsamen Dinner untersagt wurde.

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    20. Sep. 2007

    Heute: die WAZ

    Kommentare sind eine schöne Gattung von Pressetexten, da sie vor allem Meinungen transportieren sollen. Insofern geben sie oft die besten und ehrlichsten Einblicke in die Denkstrukturen von Journalisten, die sich meistens intern erst für diese „Königsdisziplin“ qualifizieren müssen. Rolf Potthoff zum Beispiel schreibt Kommentare in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) aus Essen, immerhin laut eigener Darstellung „Deutschlands größte Regionalzeitung“. Diese fällt säkularen Beobachtern allerdings seit geraumer Zeit vor allem dadurch auf, dass sie sich in der weitgehend monopolisierten Presselandschaft des Ruhrgebiets mehr und mehr in ein Hofberichterstattungsorgan kirchlicher Einrichtungen verwandelt hat.

    In der Ausgabe vom 20. September verteidigt Rolf Potthoff in seinem Kommentar zum neuen „Karrikaturenstreit“ rund um den Schweden Lars Vilks zunächst grundgesetzlich garantierte Selbstverständlichkeiten, verwahrt sich gegen die Bevormundung der Kunst und warnt vor „devoter“ Nachgiebigkeit in der Sache.

    Ach, hätte er doch an dieser Stelle aufgehört!

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    20. Sep. 2007
    Der Petent bittet den Deutschen Bundestag, die Streichung des Artikels 7 Abs. 3 Grundgesetz (GG) zu beschließen.Begründung:
    GG Artikel 7(3) lautet:
    „Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnis-freien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religions-gemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Reli-gionsunterricht zu erteilen.“

    In der Praxis führt der Artikel 7(3) zur Aufspaltung der Klassenverbände nach Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen. Dies widerspricht der Offenheit für eine Vielfalt der Mei-nungen und Auffassungen, die konstitutive Voraussetzung einer öffentlichen Schule in einem freiheitlich-demokratischen Gemeinwesen sind. Er behindert die auf Toleranz und Nicht-Diskriminierung beruhende Integrationsaufgabe des Staates in einer pluralistischen Gesell-schaft bis hin zur Gefährdung des inneren Friedens.

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    19. Sep. 2007

    Irans Präsident Ahmadinedschad ist als Veranstalter von Holocaust-Konferenzen mit zweifelhaften Experten berüchtigt. Nun zeigt das iranische Fernsehen eine mehrteilige Serie über einen iranischen Schindler und  über das Schicksal der europäischen Juden unter dem Nazi-Regime.

    “Zero Degree Turn” ist der Titel dieser aufwendigen Koproduktion des staatlichen iranischen Senders mit Sendeanstalten aus Ungarn, dem Libanon, Polen und Frankreich. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Habib, der als iranischer Schindler gezeigt wird. Der  junge Iraner beginnt kurz vor Ausbruch des Krieges ein Philosophie-Studium in Paris. Als die Nazis die Seine-Metropole besetzen, arbeitet er in der iranischen Botschaft. Von dort beobachtet er wie Juden zum Abtransport zusammengetrieben werden, wobei auch seine jüdische Freundin Sara in Gefahr gerät und er beschließt spontan Ausreisedokumente auszustellen um damit hunderte Juden zu retten.

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