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	<title>Kommentare zu: Die ha&#223;erf&#252;llten Augen des Herrn Deschner</title>
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	<description>der säkulare Medienbeobachter</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 23:40:59 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-3/#comment-6283</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 12:17:53 +0000</pubDate>
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		<description>Mir fallen zu Deinen Punkten dazu folgende Sachen ein (ich gehe mal r&#252;ckw&#228;rts vor):
1. Aufkl&#228;rung ist ein PROZESS, der sich mit der Kritik von Urteilen &#252;ber die Welt und den Menschen besch&#228;ftigt. Aufkl&#228;rung ist ein Gespr&#228;ch auf gleicher Augenh&#246;he, bei dem beide Seiten bereits sind, ihre mitgebrachten Urteile und Meinungen einer Kritik zu unterziehen, um der Wahrheit n&#228;her zu kommen. Einen endg&#252;ltigen Abschluss (ZUSTAND der "Aufgekl&#228;rtheit")  zu erwarten, ist manchmal sogar irref&#252;hrend.  Auch Aufkl&#228;rung kann stehenbleiben und zur scheinbar nicht-hinterfragbaren Ideologie verk&#252;mmern, zur modernen Herrschaftsideologie und bequemen Ersatzreligion. Das kann u.a. passieren, wenn Aufkl&#228;rer sich  so &#252;berlegen w&#228;hnen, dass sie Kritik und die sonstigen Regeln der Vernunft nicht auf sich selbst und die eigenen &#220;berzeugungen anwenden. Wenn einer ganzen Gesellschaft dieses Stehenbleiben passiert, kann Aufkl&#228;rung sogar zum modernen Mythos werden. Das ist das, was Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in ihrer "Dialektik der Aufkl&#228;rung" warnend beschreiben. Offenheit und Unabgeschlossenheit sind also zun&#228;chst einmal ein gutes Zeichen. Dass wir soviele Antworten haben, dass uns keine neunen Fragen mehr einfallen, w&#252;rde gerade ein/e WissenschaftlerIn bestreiten. Es w&#228;re also eher die Frage: Was hat die Aufkl&#228;rung bereits erreicht und ist das Erreichte gesch&#252;tzt gegen R&#252;ckf&#228;lle?
2. Das Grundgesetz ist ebenfalls keine abgeschlossene Sache. Von Anfang an standen da die Grund- und Menschenrechte drin, f&#252;r die eigentlich der gesamte Staatsapparat b&#252;rgen soll. Oft fehlte es aber an dem gesellschaftlichen  Druck die Grundrechte auch durchzusetzen und andere, gegenteilige Gesetze und Bestimmungen zu ver&#228;ndern. Andere Bestimmungen, die den Wert dieser erreichten Rechte eingeschr&#228;nkt haben, standen bzw. stehen da oder in den zugeh&#246;rigen Gesetzb&#252;chern noch immer drin. Zum Beispiel war es jahrzehntelang faktisch legal, dass ein Ehemann seine Frau zum Sex zwingen darf, es wurde in etwa als "eheliche Pflicht" dre Frau aufgefasst und mit der Quasi-Vormundschaft des Mannes &#252;ber die Frau in der Ehe begr&#252;ndet. Klingt nicht nur nach christlich tradiertem Patriarchat, ist es auch (Altes Testament: "Mann als Haupt der Frau"). Das wurde nach der 68er-Revolte und dem Beginn der Emanzipation der frau juristisch aufgehoben. Ein anderes Bsp.: Erst seit dem Jahr 2000 ist es endg&#252;ltig f&#252;r illegal erkl&#228;rt worden, dass Eltern ihre Kinder verpr&#252;geln. Obwohl es im GG seit 1949 hei&#223;t: "Die W&#252;rde des Menschen ist unantastbar." Also standen diese Sachen jahrzehntelang nebeneinander. F&#252;r manche Konservativen und Fundi-Christen w&#228;re Kinderschlagen und W&#252;rde des Menschen zu wahren auch heute noch kein Widerspruch. Und deshalb tun sie es auch weiter. Da w&#228;re so eine Grenze der Aufkl&#228;rung im ganz praktischen Sinne: Wie aufgekl&#228;rt sind wir wirklich, wenn man sich das vor Augen f&#252;hrt?
3. Der deutsche Staat hat sich seit seiner Gr&#252;ndung 1949 in vieler Hinsicht auf christliche Wertvorstellungen bezogen, etwa in der Sozialpolitik, die viele Einfl&#252;sse aus der katholischen Soziallehre hatte oder in der Einbeziehung der Kirche in die Schule. Daneben gab es aber ebenso Einfl&#252;sse aus dem Humanismus (f&#252;r den sich z.B. T. Heuss als Bundespr&#228;sident stark machte), aus der Arbeiterbewegung (betriebliche Mitbestimmung) und weiteren gesellschaftlichen Gruppen. Das hei&#223;t: Die Trennung von Staat und Kirche wurde zwar proklamiert, es wurde der Kirche (als zumindest damals gro&#223;er gesellschaftlicher Einflussgruppe) in Deutschland viel Mitspracherecht einger&#228;umt. Das f&#252;hrt zu einem latenten Konflikt: Gerade die Katholiken haben in der Adenauer-Zeit viel an Boden und gesellschaftlicher Deutungsmacht zur&#252;ckerobert, den sie in der Nazi-Zeit vor&#252;bergehend verloren hatten. Die Beteiligung der Kirche an Bereichen, die &#252;ber das Private (den pers&#246;nlichen Glauben) hinausgehen, f&#252;hrte dazu, dass die Kirche versucht hat, Politik direkt zu beeinflussen (z.B. beim Ehe- und Abtreibungsrecht), d.h. da hat die Kirche versucht der GANZEN Gesellschaft ihren Stempel per Gesetzgebung aufzuzwingen. Bis heute versuchen katholische Kirche und Konservative z.B, regelm&#228;&#223;ig gesetzliche Hebel gegen "Gottesl&#228;sterung" u.&#228;. in Bewegung zu setzen und so die Meinungsfreiheit einzuschr&#228;nken. Du sagst, die Kirche m&#252;sse sich nicht an Menschenrechte halten - gut, zwingen wir sie dazu! Das GG gibt in diesem Zusammenhang jedenfalls jedem Recht, der sagt: Lasst die Kirche im Dorf, wo  hingehen mag, wer will. Wo "christliche-abendl&#228;ndische Leitkultur" gefordert wird, steht dem das GG entgegen, das keine religi&#246;sen Aussagen zu Grundwerten erhebt. Es sei denn, man f&#228;llt auf den alten Gag der Kirchen herein, die behaupten, sie h&#228;tten die Menschenrechte erfunden...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir fallen zu Deinen Punkten dazu folgende Sachen ein (ich gehe mal r&#252;ckw&#228;rts vor):<br />
1. Aufkl&#228;rung ist ein PROZESS, der sich mit der Kritik von Urteilen &#252;ber die Welt und den Menschen besch&#228;ftigt. Aufkl&#228;rung ist ein Gespr&#228;ch auf gleicher Augenh&#246;he, bei dem beide Seiten bereits sind, ihre mitgebrachten Urteile und Meinungen einer Kritik zu unterziehen, um der Wahrheit n&#228;her zu kommen. Einen endg&#252;ltigen Abschluss (ZUSTAND der &#8220;Aufgekl&#228;rtheit&#8221;)  zu erwarten, ist manchmal sogar irref&#252;hrend.  Auch Aufkl&#228;rung kann stehenbleiben und zur scheinbar nicht-hinterfragbaren Ideologie verk&#252;mmern, zur modernen Herrschaftsideologie und bequemen Ersatzreligion. Das kann u.a. passieren, wenn Aufkl&#228;rer sich  so &#252;berlegen w&#228;hnen, dass sie Kritik und die sonstigen Regeln der Vernunft nicht auf sich selbst und die eigenen &#220;berzeugungen anwenden. Wenn einer ganzen Gesellschaft dieses Stehenbleiben passiert, kann Aufkl&#228;rung sogar zum modernen Mythos werden. Das ist das, was Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in ihrer &#8220;Dialektik der Aufkl&#228;rung&#8221; warnend beschreiben. Offenheit und Unabgeschlossenheit sind also zun&#228;chst einmal ein gutes Zeichen. Dass wir soviele Antworten haben, dass uns keine neunen Fragen mehr einfallen, w&#252;rde gerade ein/e WissenschaftlerIn bestreiten. Es w&#228;re also eher die Frage: Was hat die Aufkl&#228;rung bereits erreicht und ist das Erreichte gesch&#252;tzt gegen R&#252;ckf&#228;lle?<br />
2. Das Grundgesetz ist ebenfalls keine abgeschlossene Sache. Von Anfang an standen da die Grund- und Menschenrechte drin, f&#252;r die eigentlich der gesamte Staatsapparat b&#252;rgen soll. Oft fehlte es aber an dem gesellschaftlichen  Druck die Grundrechte auch durchzusetzen und andere, gegenteilige Gesetze und Bestimmungen zu ver&#228;ndern. Andere Bestimmungen, die den Wert dieser erreichten Rechte eingeschr&#228;nkt haben, standen bzw. stehen da oder in den zugeh&#246;rigen Gesetzb&#252;chern noch immer drin. Zum Beispiel war es jahrzehntelang faktisch legal, dass ein Ehemann seine Frau zum Sex zwingen darf, es wurde in etwa als &#8220;eheliche Pflicht&#8221; dre Frau aufgefasst und mit der Quasi-Vormundschaft des Mannes &#252;ber die Frau in der Ehe begr&#252;ndet. Klingt nicht nur nach christlich tradiertem Patriarchat, ist es auch (Altes Testament: &#8220;Mann als Haupt der Frau&#8221;). Das wurde nach der 68er-Revolte und dem Beginn der Emanzipation der frau juristisch aufgehoben. Ein anderes Bsp.: Erst seit dem Jahr 2000 ist es endg&#252;ltig f&#252;r illegal erkl&#228;rt worden, dass Eltern ihre Kinder verpr&#252;geln. Obwohl es im GG seit 1949 hei&#223;t: &#8220;Die W&#252;rde des Menschen ist unantastbar.&#8221; Also standen diese Sachen jahrzehntelang nebeneinander. F&#252;r manche Konservativen und Fundi-Christen w&#228;re Kinderschlagen und W&#252;rde des Menschen zu wahren auch heute noch kein Widerspruch. Und deshalb tun sie es auch weiter. Da w&#228;re so eine Grenze der Aufkl&#228;rung im ganz praktischen Sinne: Wie aufgekl&#228;rt sind wir wirklich, wenn man sich das vor Augen f&#252;hrt?<br />
3. Der deutsche Staat hat sich seit seiner Gr&#252;ndung 1949 in vieler Hinsicht auf christliche Wertvorstellungen bezogen, etwa in der Sozialpolitik, die viele Einfl&#252;sse aus der katholischen Soziallehre hatte oder in der Einbeziehung der Kirche in die Schule. Daneben gab es aber ebenso Einfl&#252;sse aus dem Humanismus (f&#252;r den sich z.B. T. Heuss als Bundespr&#228;sident stark machte), aus der Arbeiterbewegung (betriebliche Mitbestimmung) und weiteren gesellschaftlichen Gruppen. Das hei&#223;t: Die Trennung von Staat und Kirche wurde zwar proklamiert, es wurde der Kirche (als zumindest damals gro&#223;er gesellschaftlicher Einflussgruppe) in Deutschland viel Mitspracherecht einger&#228;umt. Das f&#252;hrt zu einem latenten Konflikt: Gerade die Katholiken haben in der Adenauer-Zeit viel an Boden und gesellschaftlicher Deutungsmacht zur&#252;ckerobert, den sie in der Nazi-Zeit vor&#252;bergehend verloren hatten. Die Beteiligung der Kirche an Bereichen, die &#252;ber das Private (den pers&#246;nlichen Glauben) hinausgehen, f&#252;hrte dazu, dass die Kirche versucht hat, Politik direkt zu beeinflussen (z.B. beim Ehe- und Abtreibungsrecht), d.h. da hat die Kirche versucht der GANZEN Gesellschaft ihren Stempel per Gesetzgebung aufzuzwingen. Bis heute versuchen katholische Kirche und Konservative z.B, regelm&#228;&#223;ig gesetzliche Hebel gegen &#8220;Gottesl&#228;sterung&#8221; u.&#228;. in Bewegung zu setzen und so die Meinungsfreiheit einzuschr&#228;nken. Du sagst, die Kirche m&#252;sse sich nicht an Menschenrechte halten - gut, zwingen wir sie dazu! Das GG gibt in diesem Zusammenhang jedenfalls jedem Recht, der sagt: Lasst die Kirche im Dorf, wo  hingehen mag, wer will. Wo &#8220;christliche-abendl&#228;ndische Leitkultur&#8221; gefordert wird, steht dem das GG entgegen, das keine religi&#246;sen Aussagen zu Grundwerten erhebt. Es sei denn, man f&#228;llt auf den alten Gag der Kirchen herein, die behaupten, sie h&#228;tten die Menschenrechte erfunden&#8230;</p>
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		<title>Von: Philo</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-3/#comment-6280</link>
		<dc:creator>Philo</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 00:35:04 +0000</pubDate>
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		<description>In der deutschen Verfassung wurden Menschenrechte formuliert, an welche sich die katholische Kirche, trotz des solidarischen Verh&#228;ltnisses zwischen Staat und Kirche, in vielerlei Hinsicht nicht zu halten braucht.
Daraus ergibt sich die Frage, wer, oder was zur Durchsetzung von Menschenrechte als verl&#228;sslich einstehend und garantierend angesehen werden kann.
Die z. Z. in Deutschland regierende christlich demokratische Union (CDU) nimmt durch ihre Partei-Benennung eine positive Stellung zum Christentum, womit mitunter belegt ist, unter welcher staatlichen weltanschaulisch voreingenommenen Herrschaft sich die Kirche beh&#252;tet wei&#223;.
Das Grundgesetz der Glaubensfreiheit erlaubt somit intolerante Gemeinschaften und Gemeinschaftsbildungen!
Aus dieser Gesamtsituation ergibt sich die Frage: "Wie aufgekl&#228;rt sind wir wirklich"?

LG, Philo</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In der deutschen Verfassung wurden Menschenrechte formuliert, an welche sich die katholische Kirche, trotz des solidarischen Verh&#228;ltnisses zwischen Staat und Kirche, in vielerlei Hinsicht nicht zu halten braucht.<br />
Daraus ergibt sich die Frage, wer, oder was zur Durchsetzung von Menschenrechte als verl&#228;sslich einstehend und garantierend angesehen werden kann.<br />
Die z. Z. in Deutschland regierende christlich demokratische Union (CDU) nimmt durch ihre Partei-Benennung eine positive Stellung zum Christentum, womit mitunter belegt ist, unter welcher staatlichen weltanschaulisch voreingenommenen Herrschaft sich die Kirche beh&#252;tet wei&#223;.<br />
Das Grundgesetz der Glaubensfreiheit erlaubt somit intolerante Gemeinschaften und Gemeinschaftsbildungen!<br />
Aus dieser Gesamtsituation ergibt sich die Frage: &#8220;Wie aufgekl&#228;rt sind wir wirklich&#8221;?</p>
<p>LG, Philo</p>
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		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-3/#comment-6272</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 09:33:43 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Herr Kugler,
  Ihre Kommentare ergeben, freundlich ausgedr&#252;ckt, wenig Sinn: Sie k&#246;nnen nicht verlangen, dass irgendjemand Sie und Ihre Position ernst nimmt, wenn Sie (mangels Argumenten) einfach wiederholen, was Sie schon gesagt haben ("Sie irren sich...") und sich kein St&#252;ck mit den Argumenten der Gegenseite auseinandersetzen (was ich im Kommentar Nr. 99 versucht habe). Stattdessen eine neue Ferndiagnose aus dem "Off", gerichtet an jemanden, der sich in seinem Posting gerade aus dem Forum verabschiedet hat und Ihnen deshalb auch nicht mehr antworten kann, ist ziemlich sinnfrei. Das mag Ihnen das Gef&#252;hl geben, die eigene &#220;berzeugung veteidigt zu haben, bringt aber f&#252;r die Diskussion gar nichts. 
Da Sie auch weiterhin den Begriff "H&#228;resie" verwenden m&#246;chten, um die "falschen" &#220;berzeugungen von den "richtigen" &#220;berzeugungen der "Bekehrten" abzugrenzen, m&#246;chte ich an die Bedeutung des Begriffes erinnern:
H&#228;resie war (und ist z.T. noch) ein Kampfbegriff der katholischen Kirche gegen andersgl&#228;ubige Christen. Der Kirchenvater Augustinus hatte daf&#252;r die geistigen Grundlagen gelegt. Ma&#223;stab f&#252;r H&#228;resie war und ist die Frage, inwieweit Christen bestimmte Dogmen (=Lehrs&#228;tze) der kaztholischen Kirche anerkennen oder nicht. Bereits das Nichtanerkennen bestimmter Teile der katholischen Christologie (z.B. Arianer) und Liturgie (z.B. Hussiten) reichte f&#252;r den Scheiterhaufen. Das R&#246;mische Reich war seit 391 eine christliche Theokratie, in der der Staat die Kirche bei dem Bem&#252;hen unterst&#252;tzte, H&#228;retiker (=Ketzer) zu verfolgen und drakonisch zu bestrafen. Dass Gruppen von Menschen von der Lehre Roms abweichende Positionen hatten, war der katholischen Kirche Grund genug Inquisitionsprozesse und blutige Kreuzz&#252;ge durchzuf&#252;hren, bis in die Neuzeit.
Wer sich noch im 21. Jahrhundert einfach hinstellt und statt Argumenten christliche "Bekehrung" als die Voraussetzung zum Verst&#228;ndnis der Welt fordert und abweichende Positionen mit dem Kampfbegriff "H&#228;resie" bezeichnet, zeigt damit eine Einstellung, die mich schaudern l&#228;sst. Die Begriffe "Vorurteil", "Ideologie" und "Ignoranz", die Sie gerne auf andere anwenden, w&#252;rden daf&#252;r auch ganz gut passen. Nur sind diese Begriffe hinsichtlich der realen Folgen des kirchlich-christlichen Deutungsanspruches noch zu harmlos gew&#228;hlt (siehe Nr. 99 oben).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Kugler,<br />
  Ihre Kommentare ergeben, freundlich ausgedr&#252;ckt, wenig Sinn: Sie k&#246;nnen nicht verlangen, dass irgendjemand Sie und Ihre Position ernst nimmt, wenn Sie (mangels Argumenten) einfach wiederholen, was Sie schon gesagt haben (&#8221;Sie irren sich&#8230;&#8221;) und sich kein St&#252;ck mit den Argumenten der Gegenseite auseinandersetzen (was ich im Kommentar Nr. 99 versucht habe). Stattdessen eine neue Ferndiagnose aus dem &#8220;Off&#8221;, gerichtet an jemanden, der sich in seinem Posting gerade aus dem Forum verabschiedet hat und Ihnen deshalb auch nicht mehr antworten kann, ist ziemlich sinnfrei. Das mag Ihnen das Gef&#252;hl geben, die eigene &#220;berzeugung veteidigt zu haben, bringt aber f&#252;r die Diskussion gar nichts.<br />
Da Sie auch weiterhin den Begriff &#8220;H&#228;resie&#8221; verwenden m&#246;chten, um die &#8220;falschen&#8221; &#220;berzeugungen von den &#8220;richtigen&#8221; &#220;berzeugungen der &#8220;Bekehrten&#8221; abzugrenzen, m&#246;chte ich an die Bedeutung des Begriffes erinnern:<br />
H&#228;resie war (und ist z.T. noch) ein Kampfbegriff der katholischen Kirche gegen andersgl&#228;ubige Christen. Der Kirchenvater Augustinus hatte daf&#252;r die geistigen Grundlagen gelegt. Ma&#223;stab f&#252;r H&#228;resie war und ist die Frage, inwieweit Christen bestimmte Dogmen (=Lehrs&#228;tze) der kaztholischen Kirche anerkennen oder nicht. Bereits das Nichtanerkennen bestimmter Teile der katholischen Christologie (z.B. Arianer) und Liturgie (z.B. Hussiten) reichte f&#252;r den Scheiterhaufen. Das R&#246;mische Reich war seit 391 eine christliche Theokratie, in der der Staat die Kirche bei dem Bem&#252;hen unterst&#252;tzte, H&#228;retiker (=Ketzer) zu verfolgen und drakonisch zu bestrafen. Dass Gruppen von Menschen von der Lehre Roms abweichende Positionen hatten, war der katholischen Kirche Grund genug Inquisitionsprozesse und blutige Kreuzz&#252;ge durchzuf&#252;hren, bis in die Neuzeit.<br />
Wer sich noch im 21. Jahrhundert einfach hinstellt und statt Argumenten christliche &#8220;Bekehrung&#8221; als die Voraussetzung zum Verst&#228;ndnis der Welt fordert und abweichende Positionen mit dem Kampfbegriff &#8220;H&#228;resie&#8221; bezeichnet, zeigt damit eine Einstellung, die mich schaudern l&#228;sst. Die Begriffe &#8220;Vorurteil&#8221;, &#8220;Ideologie&#8221; und &#8220;Ignoranz&#8221;, die Sie gerne auf andere anwenden, w&#252;rden daf&#252;r auch ganz gut passen. Nur sind diese Begriffe hinsichtlich der realen Folgen des kirchlich-christlichen Deutungsanspruches noch zu harmlos gew&#228;hlt (siehe Nr. 99 oben).</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Konrad Kugler</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-3/#comment-6271</link>
		<dc:creator>Konrad Kugler</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 22:37:11 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo, Herr Christian, 

Sie irren sich: Vorurteil, Zeitgeist und Ideologie sind die Ursache von Denkblockaden. Ideologie und H&#228;resie setze ich deshalb gleich, weil sie dieselbe Wirkung, aber in verschiedenen Bereichen haben. Das Wort Bekehrung hat sie wohl &#252;berfordert. Es gibt keinen Unterschied, wenn jemandem die Augen aufgehen, ob es sich um eine ideologische oder religi&#246;se Frage handelt. Beides bewirkt eine radikale &#196;nderung der Einstellung.

War es G&#252;nter Schabowski (Ex-DDR-Minister?), der nach der Friedlichen Revolution gesagt hat, sie h&#228;tten alles falsch gemacht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, Herr Christian, </p>
<p>Sie irren sich: Vorurteil, Zeitgeist und Ideologie sind die Ursache von Denkblockaden. Ideologie und H&#228;resie setze ich deshalb gleich, weil sie dieselbe Wirkung, aber in verschiedenen Bereichen haben. Das Wort Bekehrung hat sie wohl &#252;berfordert. Es gibt keinen Unterschied, wenn jemandem die Augen aufgehen, ob es sich um eine ideologische oder religi&#246;se Frage handelt. Beides bewirkt eine radikale &#196;nderung der Einstellung.</p>
<p>War es G&#252;nter Schabowski (Ex-DDR-Minister?), der nach der Friedlichen Revolution gesagt hat, sie h&#228;tten alles falsch gemacht?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Konrad Kugler</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-3/#comment-6270</link>
		<dc:creator>Konrad Kugler</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 22:18:27 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo, H, Wegener, 

Als ein, nach Ihrer Ansicht, Dummer fordere ich Sie auf, Ihren Verstand auf den Tisch zu legen, ich m&#246;chte ihn sehen. Ihre Behauptungen sind Ausdruck von blamabler Ignoranz (nicht wissen wollen!).

"Gott sei Dank! Gott gibt es nicht!
Aber,       wenn es Gott doch geben sollte?"</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, H, Wegener, </p>
<p>Als ein, nach Ihrer Ansicht, Dummer fordere ich Sie auf, Ihren Verstand auf den Tisch zu legen, ich m&#246;chte ihn sehen. Ihre Behauptungen sind Ausdruck von blamabler Ignoranz (nicht wissen wollen!).</p>
<p>&#8220;Gott sei Dank! Gott gibt es nicht!<br />
Aber,       wenn es Gott doch geben sollte?&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: H. Wegener</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-2/#comment-6268</link>
		<dc:creator>H. Wegener</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 13:40:53 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Vernunftbegabte und liebe Dumme! Ich habe mir jetzt &#252;ber zwei Jahre die Diskussionen angeguckt. Gegen die Dummheit k&#228;mpfen "die G&#246;tter" selbst vergebens. Menschen gibt es seit drei Millionen Jahren, Religionen aber erst seit zwanzigtausend Jahren. Es k&#246;nnen auch Dreimillionenundeins oder zwanzigtausendundzwei sein. Das ist wurscht. Nur: solange schon lassen sich Dumme von den "Vertretern des Himmels" terrorisieren. Keiner von denen konnte je einen Geist, eine Seele oder gar ein Jenseits vorf&#252;hren. Man mu&#223; schon verdammt dumm (nicht primitiv!) sein zu glauben, es g&#228;be etwas anderes als Materie. Primitive (also V&#246;lker, die noch in symbiotischer Gemeinschaft mit der Natur leben) haben n&#228;mlich keine Mythen und keinen G&#246;tterglauben. Der wird ihnen erst von den Verbrechern gebracht, die sie ausbeuten wollen. Und die, die sich ausbeuten lassen wollen, rennen dann gern in die Kirche (oder zu der Esoterikbande) wie sich nach der Annexion der DDR gezeigt hat. "Gottseidank" bin ich Atheist. Die Diskussionen sind zwecklos und deswegen verabschiede ich mich aus dem Forum. Memento: Ècrasez l'infâme!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Vernunftbegabte und liebe Dumme! Ich habe mir jetzt &#252;ber zwei Jahre die Diskussionen angeguckt. Gegen die Dummheit k&#228;mpfen &#8220;die G&#246;tter&#8221; selbst vergebens. Menschen gibt es seit drei Millionen Jahren, Religionen aber erst seit zwanzigtausend Jahren. Es k&#246;nnen auch Dreimillionenundeins oder zwanzigtausendundzwei sein. Das ist wurscht. Nur: solange schon lassen sich Dumme von den &#8220;Vertretern des Himmels&#8221; terrorisieren. Keiner von denen konnte je einen Geist, eine Seele oder gar ein Jenseits vorf&#252;hren. Man mu&#223; schon verdammt dumm (nicht primitiv!) sein zu glauben, es g&#228;be etwas anderes als Materie. Primitive (also V&#246;lker, die noch in symbiotischer Gemeinschaft mit der Natur leben) haben n&#228;mlich keine Mythen und keinen G&#246;tterglauben. Der wird ihnen erst von den Verbrechern gebracht, die sie ausbeuten wollen. Und die, die sich ausbeuten lassen wollen, rennen dann gern in die Kirche (oder zu der Esoterikbande) wie sich nach der Annexion der DDR gezeigt hat. &#8220;Gottseidank&#8221; bin ich Atheist. Die Diskussionen sind zwecklos und deswegen verabschiede ich mich aus dem Forum. Memento: Ècrasez l&#8217;infâme!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-2/#comment-6267</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 11:24:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/#comment-6267</guid>
		<description>Hallo,
danke f&#252;r die Ferndiagnose der Denkblockade, die Sie interessanterweise mit "H&#228;resie" gleichsetzen, was man angesichts der Bedeutung und kirchengeschichtlichen Verwendung dieses Begriffes wohl nicht weiter kommentieren muss. Ebenso wenig diskutabel Ihr Standpunkt, Leute wie Deschner seien nicht belehrbar (ohne ein einziges Argument vorzulegen). Wenn Ihnen Argumente zur Belehrung fehlen, w&#252;rde ich das mal eher als unfreiwillige Zustimmung zu Deschners Position werten. Entscheidend ist nun nach Ihrer Meinung (und um mehr als eine blo&#223;e Meinungs&#228;u&#223;erung handelt es sich nicht)  also die "Bekehrung" zum christlichen Glauben, also die ausschlie&#223;liche Innensicht auf das Christentum. Warum erinnert mich das nur an den Standpunkt der Kirchenvertreter im Videoclip? 
Zur Macht der Kirche: Die katholische Kirche hat in vielen L&#228;ndern, vor allem Lateinamerikas, aber auch Afrikas eine Machtposition, die sich keineswegs auf religi&#246;se Dinge beschr&#228;nkt. Sie ist dort - ganz &#228;hnlich wie protestantische Sekten in den USA - h&#228;ufig auf das Engste mit politischen, wirtschaftlichen und auch milit&#228;rischen Eliten und Interessengruppen verbunden, in Lateinamerika z.B. mit den traditionell gro&#223;grundbesitzenden Eliten. Die geringere Macht der Kirche in s&#228;kularisierten L&#228;ndern wie Deutschland ist keineswegs der globale Ma&#223;stab. Und auch hierzulande sah das vor wenigen Jahrzehnten noch anders aus, z.T. dauert die gesellschaftliche Definitionsmacht der katholischen Kirche im l&#228;ndlichen Raum heute noch kaum eingeschr&#228;nkt fort - bis hin zu mal ausgesprochenen, mal eher impliziten Vorschriften, z.B. &#252;ber katholisches Eheleben, Taufen und Kirchgang. In einer von osteurop&#228;ischen Migranten gepr&#228;gten Gemeinde in der N&#228;he Oldenburgs erinnerte vor einigen Wochen ein Pfarrer eine Bekannte von mir, sie habe sich ihrem Mann und seinen Bed&#252;rfnissen unterzuordnen - Hintergrund war der nach Meinung des Pfarrers zu "lockere" Lebenswandel der Frau. In solchen Gemeinden bleibt es auch hierzulande nicht unbestraft, was im Privaten getrieben wird. Diese soziale Kontrolle bis hin zu den erwartbaren sozialen Folgen des Austritts in einer solchen Gemeinde  mag begr&#252;&#223;en, wer den christlichen Glauben teilt, in einer modernen s&#228;kularen Gesellschaft hat derartige private Einflussnahme von "Seelsorgern" eigentlich nichts zu suchen. "Verbiesterung" ist ein Wort, das mir besser auf das Verhalten dieses Pfarrers zu passen scheint als auf Herrn Deschner. "Unglaublich" ist sie allemal.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
danke f&#252;r die Ferndiagnose der Denkblockade, die Sie interessanterweise mit &#8220;H&#228;resie&#8221; gleichsetzen, was man angesichts der Bedeutung und kirchengeschichtlichen Verwendung dieses Begriffes wohl nicht weiter kommentieren muss. Ebenso wenig diskutabel Ihr Standpunkt, Leute wie Deschner seien nicht belehrbar (ohne ein einziges Argument vorzulegen). Wenn Ihnen Argumente zur Belehrung fehlen, w&#252;rde ich das mal eher als unfreiwillige Zustimmung zu Deschners Position werten. Entscheidend ist nun nach Ihrer Meinung (und um mehr als eine blo&#223;e Meinungs&#228;u&#223;erung handelt es sich nicht)  also die &#8220;Bekehrung&#8221; zum christlichen Glauben, also die ausschlie&#223;liche Innensicht auf das Christentum. Warum erinnert mich das nur an den Standpunkt der Kirchenvertreter im Videoclip?<br />
Zur Macht der Kirche: Die katholische Kirche hat in vielen L&#228;ndern, vor allem Lateinamerikas, aber auch Afrikas eine Machtposition, die sich keineswegs auf religi&#246;se Dinge beschr&#228;nkt. Sie ist dort - ganz &#228;hnlich wie protestantische Sekten in den USA - h&#228;ufig auf das Engste mit politischen, wirtschaftlichen und auch milit&#228;rischen Eliten und Interessengruppen verbunden, in Lateinamerika z.B. mit den traditionell gro&#223;grundbesitzenden Eliten. Die geringere Macht der Kirche in s&#228;kularisierten L&#228;ndern wie Deutschland ist keineswegs der globale Ma&#223;stab. Und auch hierzulande sah das vor wenigen Jahrzehnten noch anders aus, z.T. dauert die gesellschaftliche Definitionsmacht der katholischen Kirche im l&#228;ndlichen Raum heute noch kaum eingeschr&#228;nkt fort - bis hin zu mal ausgesprochenen, mal eher impliziten Vorschriften, z.B. &#252;ber katholisches Eheleben, Taufen und Kirchgang. In einer von osteurop&#228;ischen Migranten gepr&#228;gten Gemeinde in der N&#228;he Oldenburgs erinnerte vor einigen Wochen ein Pfarrer eine Bekannte von mir, sie habe sich ihrem Mann und seinen Bed&#252;rfnissen unterzuordnen - Hintergrund war der nach Meinung des Pfarrers zu &#8220;lockere&#8221; Lebenswandel der Frau. In solchen Gemeinden bleibt es auch hierzulande nicht unbestraft, was im Privaten getrieben wird. Diese soziale Kontrolle bis hin zu den erwartbaren sozialen Folgen des Austritts in einer solchen Gemeinde  mag begr&#252;&#223;en, wer den christlichen Glauben teilt, in einer modernen s&#228;kularen Gesellschaft hat derartige private Einflussnahme von &#8220;Seelsorgern&#8221; eigentlich nichts zu suchen. &#8220;Verbiesterung&#8221; ist ein Wort, das mir besser auf das Verhalten dieses Pfarrers zu passen scheint als auf Herrn Deschner. &#8220;Unglaublich&#8221; ist sie allemal.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Konrad Kugler</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-2/#comment-6266</link>
		<dc:creator>Konrad Kugler</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 23:53:04 +0000</pubDate>
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		<description>Welche Macht hat die Kirche?

Ich bin jahrelang nicht in die Kirche gegangen. Kein Pfarrer kam vorbei. Er schickte auch den Mesner nicht mit einem Rollkommando, um mich "katholisch" zu machen. 

Die Kirche hat einzig die Macht, Kirchensteuer von mir einzutreiben. Diese Macht hat ihr der Staat verliehen, um sie lebensf&#228;hig zu halten, weil er ihr vorher den Besitz weggenommen hat.

Die ganze Debatte ist von einer unglaublichen Verbiesterung gepr&#228;gt, ....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Macht hat die Kirche?</p>
<p>Ich bin jahrelang nicht in die Kirche gegangen. Kein Pfarrer kam vorbei. Er schickte auch den Mesner nicht mit einem Rollkommando, um mich &#8220;katholisch&#8221; zu machen. </p>
<p>Die Kirche hat einzig die Macht, Kirchensteuer von mir einzutreiben. Diese Macht hat ihr der Staat verliehen, um sie lebensf&#228;hig zu halten, weil er ihr vorher den Besitz weggenommen hat.</p>
<p>Die ganze Debatte ist von einer unglaublichen Verbiesterung gepr&#228;gt, &#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Konrad Kugler</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-2/#comment-6265</link>
		<dc:creator>Konrad Kugler</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 23:36:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/#comment-6265</guid>
		<description>Vorurteil, Zeitgeist und Ideologie / H&#228;resie verursachen Denkblockaden. Wer von einer solchen befallen ist, der ist nicht belehrbar. Er braucht ein Ereignis, das man Bekehrung nennt. Dann ist er wieder ganzheitlich denkf&#228;hig. Armer Karl-Heinz Deschner!

Die Wissenschaft tut so, als ob mit dem Wort "Urknall" alles zum Thema Entstehung der Welt gesagt w&#228;re. Dabei unterschl&#228;gt sie die alles entscheidende Frage: "Wer hat geknallt?"</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vorurteil, Zeitgeist und Ideologie / H&#228;resie verursachen Denkblockaden. Wer von einer solchen befallen ist, der ist nicht belehrbar. Er braucht ein Ereignis, das man Bekehrung nennt. Dann ist er wieder ganzheitlich denkf&#228;hig. Armer Karl-Heinz Deschner!</p>
<p>Die Wissenschaft tut so, als ob mit dem Wort &#8220;Urknall&#8221; alles zum Thema Entstehung der Welt gesagt w&#228;re. Dabei unterschl&#228;gt sie die alles entscheidende Frage: &#8220;Wer hat geknallt?&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/comment-page-2/#comment-6264</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 21:05:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.skepticker.org/2007/08/28/die-hasserfuellten-augen-des-herrn-deschner/#comment-6264</guid>
		<description>Hallo vuih,
  zu Deiner Kritik am "uns&#228;glich einseitigen" Film &#252;ber Deschner wiederhole ich, auch auf die Gefahr, dass Du meinen Beitrag Nr. 88 (oben) schon gelesen hast, drei Einw&#228;nde gegen den Vorwurf Deschner bzw. der Film &#252;ber ihn sei einseitig.
1. Der Vorwurf der Einseitigkeit ist inhaltslos, wenn man nicht sagt, welche Fakten (nicht Meinungen und Wertungen) Deschners Urteil &#252;ber die Geschichte des Christentums und seine heutigen Positionen (Sexual- und Sozialmoral, s.o.)  widerlegen. Deschner selbst bekennt sich zur Einseitigkeit (ebenfalls s.o.), dieser mega&#252;berraschende Nachweis sagt erstmal nichts aus. Dass jemand aus "Feindschaft" (Zitat D.) schreibt, hei&#223;t nicht, dass er unrecht hat. Wenn ich &#252;ber Stalinismus schreibe und ausklammere, was die eloquentesten Stalinisten selbst dazu zu sagen hatten, k&#246;nnte da auch jemand "Einseitigkeit" vorwerfen, &#252;ber die Richtigkeit eines Arguments sagt das erst recht nichts aus. Genauso wenig ist es stichhaltig, einer Position vorzuhalten, sie werde von der Fachwelt nicht zur Kenntnis genommen. Nicht selten wird auch ignoriert, was gerade nicht en vogue oder ideologisch unpassend ist (vgl. NS-Aufarbeitung durch Historiker bis in die 60er-Jahre in Deutschland).
2. Dem von Deschner angeklagten Christentum w&#252;nscht Du die besten Verteidiger und nicht die peinlichen Gestalten aus dem Film. Auch hier w&#252;rde ich einwenden: Mich interessieren mehr deren Argumente als deren Gesichter und Namen und ihre rhetoirschen F&#228;higkeiten. WAS sagen denn die von Dir genannten Kirchenhistoriker, was Deschners Thesen widerlegt? Ein Verweis auf eine Stelle in einem Buch, wo ich gef&#228;lligst selber lesen soll, ist charmant protestantisch, bringt aber noch nichts f&#252;r die Diskussion. Ich sage ja auch nicht: Lies die Einf&#252;hrung in Deschners Buch "Und abermals kr&#228;hte der Hahn..." o.&#228;., dann sprechen wir uns wieder. In Blogs werden meist keine Hausaufgaben aufgegeben.
3. Die Vertreter der Aufkl&#228;rung kritisierst Du nicht wegen dem, was sie im Film sagen, sondern wegen dem, was sie mglw. sonst noch so gesagt haben und treiben. Das jemand Utilitarist ist und sich eine freie Gesellschaft nicht so vorstellt wie ich, hei&#223;t nicht, dass damit sein Argument bez&#252;glich Deschner/Kirche/Christentum hinf&#228;llig ist. Solch ein Man&#246;ver lenkt die Diskussion eher auf Nebenkriegsschaupl&#228;tze. Aber hier geht es nicht um Bentham und die Debatte ob Atheisten nun bessere Menschen sind oder schlechtere. Die Frage an sich ist schon falsch. Richtig w&#228;re die Frage: WER HAT RECHT UND WARUM UND WAS FOLGT DARAUS? oder sehe ich das jetzt falsch? Was im "Schwarzbuch des Kommunismus" steht, sagt daher auch herzlich wenig &#252;ber den Film aus, um den es eigentlich gehen sollte, oder? Deschner sagt &#252;brigens an keiner mir bekannten Stelle, er wolle Jesus widerlegen. Das ist auch nicht sein Anliegen (siehe Interview mit "Weltwoche" oben)
Nachtrag zu meiner Positionierung : Ich habe Respekt vor Religionen und Weltanschauungen, auch wenn ich sie nicht teile. Eine Einseitigkeit, die keine anderen Denkweisen gelten l&#228;sst, halte ich f&#252;r falsch, wie Du wahrscheinlich auch. Ich kann daher auch die peinlichen Kirchenleute des Films so akzeptieren, wenn sie sich geb&#228;rden, wie sie es im Film tun. Wir sehen die Welt solange auf unterschiedliche Weise, bis wir dar&#252;ber evtl. gestritten haben. Der Punkt ist aber die gesellschaftliche MACHT mancher organisierten Religionen, besonders aber der gesellschaftlich, medial, politisch und wirtschaftlich &#228;u&#223;erst machtvoll aufgestellten katholischen Kirche. Da bleibt es nicht beim blo&#223;en Denken und der Entscheidung f&#252;r diese oder jene Lebensf&#252;hrung. Wo Religionen die Macht haben Menschen geistiger und ganz reeller Fremdbestimmung zu unterwerfen, bin ich absolut einseitig: Die Machtapparate der Kirche geh&#246;ren in diesem Fall zerschlagen, ihre z.T. wahnwitzigen Lehren (z.B. Erbs&#252;nden-Ideologie, Vertr&#246;stung auf Jenseits, Herrschaftsrecht des Mannes) m&#252;ssen als das dargestellt werden, als das sie eingesetzt werden: Unterdr&#252;ckungsmittel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo vuih,<br />
  zu Deiner Kritik am &#8220;uns&#228;glich einseitigen&#8221; Film &#252;ber Deschner wiederhole ich, auch auf die Gefahr, dass Du meinen Beitrag Nr. 88 (oben) schon gelesen hast, drei Einw&#228;nde gegen den Vorwurf Deschner bzw. der Film &#252;ber ihn sei einseitig.<br />
1. Der Vorwurf der Einseitigkeit ist inhaltslos, wenn man nicht sagt, welche Fakten (nicht Meinungen und Wertungen) Deschners Urteil &#252;ber die Geschichte des Christentums und seine heutigen Positionen (Sexual- und Sozialmoral, s.o.)  widerlegen. Deschner selbst bekennt sich zur Einseitigkeit (ebenfalls s.o.), dieser mega&#252;berraschende Nachweis sagt erstmal nichts aus. Dass jemand aus &#8220;Feindschaft&#8221; (Zitat D.) schreibt, hei&#223;t nicht, dass er unrecht hat. Wenn ich &#252;ber Stalinismus schreibe und ausklammere, was die eloquentesten Stalinisten selbst dazu zu sagen hatten, k&#246;nnte da auch jemand &#8220;Einseitigkeit&#8221; vorwerfen, &#252;ber die Richtigkeit eines Arguments sagt das erst recht nichts aus. Genauso wenig ist es stichhaltig, einer Position vorzuhalten, sie werde von der Fachwelt nicht zur Kenntnis genommen. Nicht selten wird auch ignoriert, was gerade nicht en vogue oder ideologisch unpassend ist (vgl. NS-Aufarbeitung durch Historiker bis in die 60er-Jahre in Deutschland).<br />
2. Dem von Deschner angeklagten Christentum w&#252;nscht Du die besten Verteidiger und nicht die peinlichen Gestalten aus dem Film. Auch hier w&#252;rde ich einwenden: Mich interessieren mehr deren Argumente als deren Gesichter und Namen und ihre rhetoirschen F&#228;higkeiten. WAS sagen denn die von Dir genannten Kirchenhistoriker, was Deschners Thesen widerlegt? Ein Verweis auf eine Stelle in einem Buch, wo ich gef&#228;lligst selber lesen soll, ist charmant protestantisch, bringt aber noch nichts f&#252;r die Diskussion. Ich sage ja auch nicht: Lies die Einf&#252;hrung in Deschners Buch &#8220;Und abermals kr&#228;hte der Hahn&#8230;&#8221; o.&#228;., dann sprechen wir uns wieder. In Blogs werden meist keine Hausaufgaben aufgegeben.<br />
3. Die Vertreter der Aufkl&#228;rung kritisierst Du nicht wegen dem, was sie im Film sagen, sondern wegen dem, was sie mglw. sonst noch so gesagt haben und treiben. Das jemand Utilitarist ist und sich eine freie Gesellschaft nicht so vorstellt wie ich, hei&#223;t nicht, dass damit sein Argument bez&#252;glich Deschner/Kirche/Christentum hinf&#228;llig ist. Solch ein Man&#246;ver lenkt die Diskussion eher auf Nebenkriegsschaupl&#228;tze. Aber hier geht es nicht um Bentham und die Debatte ob Atheisten nun bessere Menschen sind oder schlechtere. Die Frage an sich ist schon falsch. Richtig w&#228;re die Frage: WER HAT RECHT UND WARUM UND WAS FOLGT DARAUS? oder sehe ich das jetzt falsch? Was im &#8220;Schwarzbuch des Kommunismus&#8221; steht, sagt daher auch herzlich wenig &#252;ber den Film aus, um den es eigentlich gehen sollte, oder? Deschner sagt &#252;brigens an keiner mir bekannten Stelle, er wolle Jesus widerlegen. Das ist auch nicht sein Anliegen (siehe Interview mit &#8220;Weltwoche&#8221; oben)<br />
Nachtrag zu meiner Positionierung : Ich habe Respekt vor Religionen und Weltanschauungen, auch wenn ich sie nicht teile. Eine Einseitigkeit, die keine anderen Denkweisen gelten l&#228;sst, halte ich f&#252;r falsch, wie Du wahrscheinlich auch. Ich kann daher auch die peinlichen Kirchenleute des Films so akzeptieren, wenn sie sich geb&#228;rden, wie sie es im Film tun. Wir sehen die Welt solange auf unterschiedliche Weise, bis wir dar&#252;ber evtl. gestritten haben. Der Punkt ist aber die gesellschaftliche MACHT mancher organisierten Religionen, besonders aber der gesellschaftlich, medial, politisch und wirtschaftlich &#228;u&#223;erst machtvoll aufgestellten katholischen Kirche. Da bleibt es nicht beim blo&#223;en Denken und der Entscheidung f&#252;r diese oder jene Lebensf&#252;hrung. Wo Religionen die Macht haben Menschen geistiger und ganz reeller Fremdbestimmung zu unterwerfen, bin ich absolut einseitig: Die Machtapparate der Kirche geh&#246;ren in diesem Fall zerschlagen, ihre z.T. wahnwitzigen Lehren (z.B. Erbs&#252;nden-Ideologie, Vertr&#246;stung auf Jenseits, Herrschaftsrecht des Mannes) m&#252;ssen als das dargestellt werden, als das sie eingesetzt werden: Unterdr&#252;ckungsmittel.</p>
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