Eine beeindruckende Dokumention über Kirchenkritiker Karlheinz Deschner entlarvt seine Kritiker aus den Reihen der Kirchen. Diese Arbeit der Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly, von den Medien des Mainstream bisher nie gezeigt, kann endlich ein breites Publikum erreichen.
Die Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly haben ein virtuelles Streitgespräch um Deschners «Kriminalgeschichte des Christentums» zusammengestellt. Getrennt aufgenommene Aussagen zahlreicher Kirchenvertreter und radikaler Kirchenkritiker werden zu einer präzisen inhaltlichen Diskussion zusammengeführt. Eine solche Konfrontation käme in der Realität nie zustande.Zugleich dokumentiert das Video das Schaffen und die Persönlichkeit Karlheinz Deschners. Die Filmemacher begleiteten ihn ein Jahr lang bei seiner Arbeit und auf Lesereisen in Deutschland und der Schweiz. Dabei sammelten sie spontane Reaktionen seines Publikums. Diese authentischen Äußerungen markieren die Bedeutung der Aufklärungsarbeit Deschners.
Teil 1:
Teil2:
21.05.2010
Edit
Das VHS-Video ist nunmehr über denkladen.de erhältlich.

Der Film ist extrem empfehlenswert!
Grüße,
Rainer
28. Aug. 2007 | #
Hervorragend. Zur Aufklärung bestens geeignet. Am meisten faszinierten mich nicht die Aussagen der Kirchenkritiker, sondern die der Kirchenleute. Hier offenbart sich einiges…
29. Aug. 2007 | #
Diese Aufklärung ist schon lange überfällig und müsste viel schneller verbreitet werden. Da sieht man deutlich, wie sich diese Vertrteter der Kirche aggressiv vor der Verantwortung drücken wollen.
Wichtig ist, wie viel dabei verdienen und von wem sie es bekommen!
Grüße Peter
29. Aug. 2007 | #
Eine wirklich sehenswerte und pointierte Dokumentation, welche nachhaltig die Unvereinbarkeit von realem Humanismus und Christentum (Religion) anschaulich verdeutlicht. Ein Muss für den Schulunterricht! Es bleibt wahrlich auch weiterhin aktuell: „Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“ (Marx)
Grüße Michael
29. Aug. 2007 | #
Sehr sehenswert, v.a. auch schön herausgearbeitet, wessen Augen wirklich hasserfüllt sind.
Ich war mal so frei und habe diesen Artikel bei mir verlinkt
29. Aug. 2007 | #
Ich glaube nicht, dass das nur vom Hass geschrieben worden ist. Viel mehr aus dem Durst nach der Wahrheit und Verlangen nach Gerechtigkeit. Ganze morallose, marode Struktur hat schon längst am Boden verkören, aber wegen Bequemlichkeit der “grauen Masse” der Gläubigen, wird noch lange existieren dürfen. Leider.
30. Aug. 2007 | #
Diese Doku ist eine Offenbarung.
In Planung ist auch eine Veröffentlichung als DVD.
Ich kauf das sofort!
31. Aug. 2007 | #
Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Films im Internet.
Neben Richard Dawkins ist Karlheinz Deschner ein weiterer Sprecher der Vernunft gegen diesen Aberglauben, der das Denken innerhalb der europäischen Kulturen der letzten zweitausend Jahre bestimmt hat.
Einen Dialog dieser beiden Forscher würde ich nur allzugerne sehen.
31. Aug. 2007 | #
@ atari:
Dieser Dialog zwischen Deschner und Dawkins wird am 12.10. in Frankfurt tatsächlich stattfinden, siehe:
http://www.deschner-preis.de/
31. Aug. 2007 | #
Der Film macht nachdenklich. Er zeigt auf, daß ein Dialog zwischen beiden Seiten nicht möglich ist. Rationalität hier, Flucht ins Irrationale dort. Geschichtlich bezeugte Vorgänge werden verdrängt oder wegdiskutiert. Man ist mit sich im Reinen und weiß sich auf der sicheren Seite der Mächtigen und des “Allmächtigen”. Die Allianz von Thron und Altar funktioniert weiterhin. Religionsunterricht und Religionslehre sind staatstragend. Sie vermitteln Werte. Welche auch immer, das bleibt unbestimmt. Vernunft und Verstand haben wenig Überzeugungskraft in einer Welt, die jene zum Jammertal degradierten, deren Kreaturen sie mit Hilfe konkreter Gewalt und transzendentaler Strafverheißung erfolgreich demütigen.
Anatole France: Der Mensch schuf Gott nach dem Vorbild seiner Tyrannen. Die Originale hat er mittlerweile fast überall abgeschaft, aber den Abklatsch behält er bei.
31. Aug. 2007 | #
Vielen herzlichen Dank für diesen klaren, schnörkellosen Film!
Ich habe ihn schon mehrfach weiterempfohlen !!
Und vielen Dank auch an Herrn Deschner für sein epochales Werk
31. Aug. 2007 | #
Wie gut das tut, zu erfahren, zu hören und zu sehen, dass es auf diesem Planeten auch noch vernünftige Menschen gibt. Nicht nur Karlheinz Deschner’s Worte gehören eingerahmt, sondern auch die seiner Mitkritiker, Mitstreiter und Anhänger. Als Verfechter der Frauenrechte danke ich vor allem den engagierten Frauen, die in diesem Film Klartext gesprochen haben, und wie. Die klerikalen Protagonisten hatten diesen starken Voten nichts anderes entgegen zu setzen als wehleidiges Gesäusel. Der Film sollte als Pflichtstoff an allen Schulen gezeigt werden. Eine solche Aufklärung tut Not, wenn unser Ziel eine bessere Welt mit besseren Menschen ist.
1. Sep. 2007 | #
Alles dreht sich um den Gott dieser Welt – der MAMMON, auch und im Besonderen in der Mutterkirche, der sich selbst heilig nennenden Kirche, die viel vom Heidentum und wenig von Christus hat, die sich anmaßt unfehlbar zu sein und Gottes Willen – der für Jeden Menschen in der Bibel nachzulesen ist, verändert und verfälscht hat, kann das alles tun und wird dieses in noch stärkerem Maße in der Zukunft tun. Und zwar so lange wie vorgebliche Christen die Bibel nur zur Zierde ihres Bücherschrankes nutzen und stattdessen den mittelalterlichen Spruch der „Heiligen Kirche“ – „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt“ – so verinnerlicht haben, dass ihnen der Mut fehlt mit dem Geld der Steuerzahler vernünftig umzugehen, kann man sich nicht mehr wundern das gewählte Volksvertreter glauben ihre eigene Seele mit dem Geld anderer Leute retten zu können.
1. Sep. 2007 | #
Ich wünsche mir eine DVD, die auch die Bände des Herrn Deschner enthält; ähnlich eines digitalen Lexikons.
2. Sep. 2007 | #
@Sascha
die Kriminalgeschichte des Christentums gibt es bereits als CD-ROM, erhätlich zB bei denkladen.de: http://tinyurl.com/ynlcrq
2. Sep. 2007 | #
ein aufschlussreicher und empfehlenswerter Film.
Er gehört jedem Konfirmanden ans Herz gelegt!
4. Sep. 2007 | #
Vielen Dank Herr Deschner. Verzeihen Sie mir, aber ich finde keine Worte um meinen Dank für Ihre Arbeit auszudrücken.
Markus Müller
6. Sep. 2007 | #
Jeder Mensch, der aus der Kirche ausgetreten ist, kann sich durch Karlheinz Deschner nur bestätigt fühlen!
Neben Karlheinz Deschner sind übrigens auch noch die Autoren Horst Hermann und Hubertus Mynarek sehr zu empfehlen.
7. Sep. 2007 | #
Also mit einer VHS kann ich leider nix mehr anfangen, aber sollte eine DVD tatsächlich erscheinen, möchte ich bitte informiert werden!
Gruß
7. Sep. 2007 | #
Vielen Dank Herr Deschner, ich bewundere Ihren Mut und Ihren Kampf gegen die kath. Kirche. Ihre Arbeit gehört in den Schulen gelehrt um die Wahrheit der Verbrechen der kath. Kirche klar darzulegen. Ich freue auf eine DVD, damit ich meinen Freunden und Bekannten ihre wirklich aufreibende Arbeit zur Kenntnis bringen kann. Vielleicht läßt sich damit an der “BASIS” etwas bewegen.
9. Sep. 2007 | #
Im Gegensatz zu den meisten bisherigen Kommentaren kann ich für mich nur feststellen, daß der Inhalt und die Aussagen auf Grund der offensichtlich stark zurechtgeschnittenen Sequenzen eigentlich keine Information bringen. Der gesamte Film ist eigentlich anscheinend nur die Darstellung der Einstellung der Macher dieses Films. Hier werden eigentlich nur die Probleme der katholischen und hier speziell die unbestritten auch negativen Ereignisse dargestellt. Und dies ausschließlich. Mir fehlt die Differenziertheit in der Darstellung auch und insbesondere unter Berücksichtigung der zeithistorischen Gegebenheiten. Alles wird unter dem heutigen Maßstab beurteilt. Das scheint mir aber ein grundsätzliches Problem in Deutschland zu sein. Es wird doch wohl kein halbwegs gebildeter Mensch der Ansicht sein, daß es in anderen Zeiten und Religionen keine Verbrechen gegeben hat. Steinigen, Hand abhacken, verbrennen und versenken im Moor sind doch bekannt. Das ist noch nicht mal vollständig, aber damit habe ich schon mal Juden, Islame, Katholiken und die alten und jungen Germanen mit im Boot. Ganz abstrus und schon nicht mehr seriös ist dann der Abschnitt über den Faschismus. Hier läßt Guido Knopp aber herzlich grüßen. Die Probleme der Religionen sind wohl zu schwerwiegend, um sie mit diesem dilettantischem Machwerk seriös darzustellen geschweige Ansätze zu einer Lösung zu bieten. So sehe ich das als Konfessionsloser oder auch Heide
10. Sep. 2007 | #
Lieber Theo,
auf ein Wort zu der von Dir eingeforderten “Differenziertheit in der Darstellung” und dem Berücksichtigen des historischen Kontextes. Wende diese Forderungen einmal auf ein anderes Thema als “Kirche” an, z.B. auf das Naziregime. Demnach war Hitler das Produkt eines kranken Zeitalters und vor diesem Hintergrund (und den damals grassierenden Ideologien nd Verbrechen) vielleicht gar nicht so übel; der Stalinismus war nur die zu bedauernde Folgeerscheinung eines unglücklichen zeithistorischen Kontextes etc. Was ich damit sagen will, schließt an den Ausspruch des Soziologieprofs im Film an: Mord und Totschlag war auch vor zweitausend Jahren schon ein Verbrechen. Sonst hätte es auch nicht eines solchen umfangreichen Instrumentariums an Legitimationsbemühungen gerade durch die Kirche bedurft. Verbrechen werden nicht dadurch entschuldbar, dass es immer Verbrechen gegeben hat, ich bitte Dich. Dass solche Relativierungen vergángenen Unrechts oft einhergehen mit dem Augenverschließen vor einer oft blutigen aktuellen Realität liegt voll im Trend der Postmoderne.
Übrigens kann es nicht das Interesse eines “halbwegs gebildeten Menschen” wie Dir sein, für die “Probleme der Religionen” auch noch “Ansätze zu einer Lösung” finden. Wäre es nicht fantastisch, wenn diese institutionalisierten Abhängigkeitsverhältnisse namens Kirche einfach sang- und klanglos verschwinden würden, statt dass man sich auch noch konstruktiv den Kopf über diese zerbricht?!
10. Sep. 2007 | #
Dieser hervorragende Film kann in Gänze und in Vollbildqualität auch aus diversen Tauschbörsen heruntergeladen werden, bei emule bspw. unter dem Namen “Das Grauen der Kirche”.
11. Sep. 2007 | #
Ich kann bei Herrn Deschner keine haßerfüllten Augen erkennen, im Gegenteil,
ich sehe sie vielmehr auf der Seite der beleidigten Kirche.
Mir ist kein anderer Autor der Gegenwart bekannt, der auch nur ansatzweise die Qualität von Herrn Deschner erreicht und so unermüdlich aufklärerisch tätig ist wie er.
Ich bin diesem bedeutenden Mann zu großem Dank verpflichtet, er ist einer von denen, die mir halfen, die Augen zu öffnen.
Ausdrücklich bedanken möchte ich mich auch bei den Filmemachern Ricarda Hinz und Jacques Tilly für diesen sehenswerten und aufschlußreichen Film.
15. Sep. 2007 | #
Wie schön, dass es Religion gibt. Die Katholische bietet schon seit Jahrhunderten ein weites Feld für “Kritiker” aus allen Lagern. Deshalb ist es gut, dass diese Weltuntergangsprediger hin und wieder massiv in die Schranken verwiesen werden. - ABER: Es ist völlig egal, ob die Katholiken Recht oder Unrecht haben…man kann für den Zündstoff, den sie bieten, eigentlich dankbar sein, denn umso mehr ist das Christentum zur Selbstverteidigung aufgerufen - und das sind nicht nur die Katholen, sondern z.B. auch die Protestanten, von denen kaum einer sagt, dass sie eine gewisse Sonderstellung in der Diskussion um die “christlichen Dogmen” einnehmen.
Interessant wird es in ein paar Jahren sein, wenn der Islam beginnt, das geschwächte Christentum zu verdrängen. (Bislang wollen Moslems isolierte Anerkennung, ohne sich selbst als “Anerkenner” zu sehen: Es gibt n u r Allah!) Die Folge wird also sein, dass dann die “ChristenKritiker” erfahren werden, was Dogmatismus in reinster Form heißt.
Dann wird sich ein neues “Industriefeld” öffnen, aber die Kritiker werden schnell verstummen, denn der Islam ist schon heute so stark, dass er obsiegen wird.
Und was machen dann die Islamkritiker? Ich wette, sie werden aus Angst vor den Strafen des Islams kritiklos zu diesem in Scharen überlaufen…
17. Sep. 2007 | #
Einfach nur - DANKE! - an K.H.Deschner.
17. Sep. 2007 | #
[...] Besuch beim SkepTicker lohnt sich übrigens nicht nur wegen Videos wie “Die haßerfüllten Augen des Herrn Deschner“, sondern auch wegen der ansprechenden Linksammlung dort. So findet sich dort beispielsweise [...]
17. Sep. 2007 | #
Für meine Begriffe ist der erste Teil des Films der aufschlussreichste, wenn man sich mit Deschners Kirchen-Kritik beschäftigen möchte. Es ist wirklich ausschließlich eine Kriminalgeschichte und als solche ohne Beispiel. Dass die ohne Frage parallel bestandene echte Spiritualität (für wie notwendig man die auch immer hält), die real praktizierte Nächstenliebe z.B. in kirchlichen Krankenhäusern, die großartige Kunst, die das Christentum hervorgebracht hat und letztlich auch die Aufklärung, die ebenfalls aus dem Christentum hervorgegangen ist (es dauerte lange, bis sich der erste Aufklärer als Atheist bezeichnete) kaum Erwähnung finden, ist unter diesem Aspekt verzeihlich, trägt zu einem Gesamtbild aber nicht bei. Natürlich gibt zu jedem Aber wieder ein Aber und die Überzeugung, die Verbrechen der Kirche(n) könnten durch nichts aufgewogen werden, ist auch meine, trotzdem ist Deschners trotz aller Faktenfülle emotionale Antwort auf die Vergangenheit für mich eine typisch deutsche Haltung zur Vergangenheit und schmählern den Referenzcharakter, den dieses Werk eigentlich verdient hätte.
Für den eindeutig parteiischen Film ist bezeichnend, dass wichtige Deschner-Kritiker nicht zu Wort kamen, dafür aber peinlich selbstentlarvende Kirchen-Muttis und -Vatis.
Dass Deschner für die Kirchen aber nichts als Kritik übrig hat, antlarvt auch ihn selbst. Trotzdem gehört die Kriminalgeschichte in das Bücherregal jedes Geschichts-Interessierten und sollte aber mit dem selben kritischen Blick wie die selbst-verherrlichende Sichtweise der Gegenseite bedacht werden.
30. Sep. 2007 | #
[...] neu und jetzt in besserer Qualität Von sehwolf | [...]
5. Okt. 2007 | #
Sehr empfohlen seien auch die Filme ZEITGEIST (2007, englisch, ein nichtkommerzielles Projekt) und diverse Videos von und über Jordan Maxwell, einen der profundesten Kenner der Religionsgeschichte: der dreistündige Film “Jordan Maxwell: The Inner World Of The Occult” ist unter obigem Link zu finden, diverse andere Filme von ihm bei Google Video.
Offizielle ZEITGEIST-Site: http://www.zeitgeistmovie.
11. Okt. 2007 | #
Pardon, mein letzter Kommentar oben ist nicht vollständig erschienen bzw. wurde beschnitten. Die offizielle ZEITGEIST-Webseite ist
zeitgeistmovie.com
11. Okt. 2007 | #
Das Schaffen Herrn Deschners kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Vielen, vielen Dank dafür.
Empfehlenswert ist auch Deschners “Für einen Bissen Fleisch”, daß neben seiner gewohnten Religionskritik, für unsere Mitgeschöpfe verfasst wurde.
21. Okt. 2007 | #
Welche Software ist erforderlich, um sich den Film anzuschauen ? Ich sehe leider nur ein weisses Fenster und ein kleines rotes Kreuz oben links in der Ecke. Vielleicht kann mir jemand einen Link nennen, unter dem ich die erforderliche Anwendung downloaden kann. Dankeschön !!!
25. Okt. 2007 | #
[...] aussetzt. Für mutige Publizisten gibt es dabei jedoch viel zu entdecken, wie ein Blick auf die von Karlheinz Deschner kurz anrecherchierte Kriminalgeschichte des Christentums oder das Wirken [...]
28. Okt. 2007 | #
Ralf Secker:
Zum Abspielen muss ein Flash-Player installiert sein. Die aktuelle Version findet man bei Adobe. Alternativ könenn sie sich das Video hier als avi ansehen oder auch downloaden.
30. Okt. 2007 | #
Ich bekomme nur die (englische) Meldung, dass das Video wegen einer Rechtsverletzung (infringement) entfernt worden ist. Gibt es Ärger? Falls ja, wäre eine Info schön. Oder hat jemandem der Inhalt nicht gepasst?
30. Okt. 2007 | #
Entspricht meinem Denken und Handeln. Pflichtlektüre.
Ich erbitte, sobald erhältlich,DVD zum verschenken (VHS ist Geschichte). Oder noch besser (mein Tipp): MPEG Film zum selber downloaden.
2. Nov. 2007 | #
Wurde gerade informiert, dass der Film als AVI zum eigenen Download schon bereit steht. Danke, hat wunderbar funktioniert! Habe mir nun einige CD’s davon zum weitergeben gebrannt.
2. Nov. 2007 | #
Vor ca. 2 Jahren spielte mein Geschichtslehrer uns den Film in der Aula unserer Schule das erste Mal vor. Schon damals fand ich ihn sehr beeindruckend und ich glaube, dass mich dieses großartige Werk der Aufklärung unserer Zeit entscheidend geprägt hat.
Ich finde es erschreckend und beängstigend, wie stark wir alle von Grund auf vom Christentum geprägt sind. All die Grausamkeiten, Verbrechen, Völkermorde (ich will mich hier nicht ereifern, ich denke die FAKTEN sind bekannt) werden von der Breite der Bevölkerung überhaupt nicht wahrgenommen. Wenn die Kirche betrachtet wird, werden all diese Dinge verschwiegen, geleugnet oder verdreht, so wie es die Kirche immer getan hat.
Jetzt bin ich 18 Jahre alt und plane aus der Kirche auszutreten und ich finde es merkwürdig, dass der Kirchenaustritt in Deutschland je nach Bundesland zwischen 30 und 50 Euro kostet.
Das verstößt doch elementar gegen unsere demokratischen Werte und vor allem gegen das Grundgesetz in Form der Religionsfreiheit.
Hier MUSS etwas gegen getan werden!
Ein weiteres Problem stellt sich mir:
Wenn ich Diskussionen mit Freunden, Mitschülern oder meinen Eltern führe, kommt oft das Argument der gemeinnützigen Institutionen der Kirche auf. Ich weiß nicht recht was ich dazu sagen soll. Selbstverständlich ist dies eine gute Sache, wenn Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser etc. aufgebaut werden, aber trotzdem sollte dies nicht von einer religiösen Sekte betrieben werden, die so Kinder beeinflussen kann. Dies mag vielleicht hart klingen, aber was ist es denn sonst, wenn schon kleinen Kindern die Kirche nahe gelegt wird ??
Der Staat sollte für solche Dinge aufkommen und nicht die Kirche, die dadurch Anerkennung in der Gesellschaft erfährt. Dies macht die Kirche noch lange nicht akzeptabel, geschweige denn “gut”. Diese Kritik stößt aber immer nur auf taube Ohren.
Hat jemand diesbezüglich einen Rat für mich ?
27. Nov. 2007 | #
Antwort an Katharsis
Die Kosten von 30 bis 50 Euro solltest Du nicht scheuen.Ich jedenfalls empfand den
Kirchenaustritt als Befreiung und Erleichterung, als hätte ich eben ein “dunkles” Kapitel in meinem Leben abgeschlossen.
Die Kirche war ein ungeheure Belastung für mich und die Bücher von Herr Deschner haben mir wesentlich dabei geholfen, mich von ihr zu befreien.
Ich bin diesem bedeutenden Mann zu großem Dank verpflichtet.
Wenn deine Kritik, wie Du sagst, immer auf taube Ohren stößt, so kenne ich das aus meinem eigenen Bekanntenkreis.
Die “Machenschaften” der Kirche übersteigt den Horizont vieler Menschen, viele sind auch nicht gut genug informiert.
Wenn ich einen Rat geben darf, bleib bei deinem Standpunkt, ohne aber zu versuchen,
andere missionieren zu wollen.
Wer nicht auf deine Argumente eingehen will, hat das Defizit auf seiner Seite, weil er es versäumt hat, sich gut genug zu informieren.
30. Nov. 2007 | #
[...] wohl her hat? Ob er wohl in der Kriminalgeschichte des Christentums von Karlheinz Deschner geschmökert hat? Oder hat der Papst vielleicht die Glückwünsche von Adolf Kardinal Bertram an den [...]
1. Dez. 2007 | #
deschner erhebt anspuch auf wissenschaftlichkeit.dazu gehört allerdings ein wenig mehr als polemik u einseitigkeit bzgl.der quellen.ständige wiederholungen können zudem über dieses manko nicht hinweghelfen.wer wie ich alles von diesem herrn gelesen hat,der kommt ihm unweigerlich auf die schliche. d.h.:hat man kriminalgeschichte des christentums 1 u 2 gelesen u sich notizen gemacht,dann weiss man schon was einem in teil 3 erwartet!
17. Dez. 2007 | #
da fällt mir doch noch eine crash-methode ein. einfach zur wochenendlektüre machen u feststellen: der mann, der hier lässtert u hasstiraden geradezu “ejakuliert”, ist doch auch nur ein armes fundi-würstchen genauso wie die,die er bombadiert!
17. Dez. 2007 | #
ach ja,was war denn das mit dem historikerteam,das ein mäzen verpflichtete um hrn.deschner quellen zuzuarbeiten.angeblich soll deren arbeitsweise zu unpräzise gewesen sein. na,da drängt sich doch wohl auf,dass… fazit:ist dieser mann mit der säuselstimme wirklich als radikaler aufklärer zu sehen,oder wird er nach all den jahren immer noch nicht damit fertig,dass er in den 50igern des vergangenen jahrhunderts mit geltendem kirchenrecht in konflikt geriet?
17. Dez. 2007 | #
an katharsis
da kann dir nur noch einer helfen;deschner selbst. cave: es könnte dich fürs leben schocken,wenn du endlich persönlich an ihn herangekommen sein solltest ! kenne tatsächlich jemanden,den hat es geschafft.vorher überkritisch in sachen kirche, jesus u vor allem bibel. wurde nach d. zum evangelikalen hardliner. wär ausserordentlich schade… eine frage sei noch erlaubt! hast du wirklich nur den film gesehen,oder auch mal was gelesen?
18. Dez. 2007 | #
an Thimm
ich zitiere: “deschner erhebt anspruch auf wissenschaftlichkeit”, “(man) kommt ihm unweigerlich auf die schliche”, “lässtert u. hasstiraden ejakuliert”, “armes fundi-würstchen”, säuselstimme als radikaler aufklärer” ???
Ich meine NICHT, dass das die probate- und angemessene Wortwahl ist, der Person und dem Werk Karlheinz Deschners zu begegnen.
Im Gegenteil, ich halte die Wortwahl für frech und unqualifiziert, gerade auch darum, weil der Verfasser Schreibfehler begeht, wenn er u.a. meint, das Wort “lästert” mit “ss” schreiben zu müssen.
Ich bitte also darum, die Wortwahl zu überdenken und zu einem sachlichen Ton zurückzukehren.
Diesen Tonfall hat Herr Deschner absolut NICHT verdient.
18. Dez. 2007 | #
an starringer
bedanke mich an dieser stelle für die kritische stellungnahme.was eventuelle schreibfehler betrifft,so sein sie mir bitte verziehn,da deutsch nicht meine muttersprache ist.
um den weiteren vorwürfen in angemmessener weise zu begegnen,habe ich mir vorgenommen,
mich am wochenende noch einmal gründlich in hrn.deschners werke einzulesen.doch eins vorab: den vorwurf der polemik kann ich nicht zurücknehmen.für die weitere wortwahl entschuldige ich mich jedoch in aller form.es war halt ein “fehlgriff” u entbehrte jeglicher sachlichkeit. hoffe also auf weiteren fruchtbaren gedankenaustausch!
19. Dez. 2007 | #
an Thimm,
danke für das sehr nette Schreiben.
Sicher darf der “Vorwurf” der Polemik stehen bleiben, sie ist ja dort zulässig, wo sie angebracht oder gar unvermeidlich ist.
Auch aus meiner Sicht behandelt Herr Deschner gewisse Aspekte in der Kirchengeschichte mit einer “Prise” Polemik, er wird es für nötig halten.
Tipp- oder Schreibfehler sind weiter kein Problem, sie sind uns sicher schon allen mal unterlaufen.
Über einen Gedankenaustausch würde ich mich freuen, sofern er auf sachlicher Ebene stattfindet.
19. Dez. 2007 | #
an starringer
hallo,hr.starringer.
habe gerade deschners buch “das kreuz mit der kirche” (heyne sachbuch nr.19.-16. erweiterte
auflage 1973) vor mir liegen u möchte ihnen nur kurz mitteilen,dass ich gleich damit in “klausur” gehen werde. spätestens am 28.12. werde ich die recherche abgeschlossen haben u die ergebnisse auf dieser seite ins netz stellen.bis dahin geruhsame feiertage! mfg r.thimm
21. Dez. 2007 | #
deschner, du hast deine leistung erbracht. nun sei bitte so gut und beantworte mir folgende frage, ob es eine diskussion mit den christen / der kirche geben kann?
ich meine, es kann keine geben, diese energie sollte in aufklärung eingebracht werden.
die akzeptanz der möglichkeit einer diskussion mit der kirche würde ja bedeuten, dass wir aus der historie nichts dazugelernt haben und nichts dazulernen wollen.
22. Dez. 2007 | #
Nachtrag zu meinem obigen Kommentar: Den von mir empfohlenen Film ZEITGEIST (2007) gibt es mittlerweile vollständig ins Deutsche synchronisiert hier: http://infokrieg.tv/zeitgeist_deutsch.html
Der erste Teil des Films, „The greatest story ever told“, beschäftigt sich mit den Ursprüngen der Religionen, speziell des Christentums, Teil 2 und 3 mit dessen Folgen… essenziell und bahnbrechend!!!
DER ideale Weihnachtsfilm für die ganze Familie! ; )
25. Dez. 2007 | #
Der Tatbeweis scheint mir klar: Die Katholische Kirche hat sich der grausamsten Verbrechen schuldig gemacht. Wer klagt sie ein? Wenn kein heutiger Verfechter diese absurden Lehre mehr zur Verantwortung gezogen werden kann, muss man da nicht die Instituion Kirche einklagen, am europäischen Gerichtshof vielleicht? Oder wäre es sogar gut für eine Bewusstseinserweiterung, wenn jemand Gott oder Allah oder Jehova etc. wegen Mord, Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Anstiftung zu Mord und Völkermord, Brandstiftung und so weiter an einem Gerichtshof einklagen würde? Aufräumen mit dem alten Mist in unsere Köpfen es gäbe einen gerechten Gott und eine Hölle für die Ungläubigen! Ich hoffe es gibt genug Leute mit gesundem Menschenverstand, die eine sanfte aber grosse Welle der Vernunft erzeugen können um den gefährlichen Glauben in ein forschendes Wissen umzuwandeln. Also bitte Christen, Moslems, Hindus, Juden etc. wir müssen schnell von der Geschichte lernen. Es gibt keinen Gott der uns bestraft, es gibt auch keinen Gott der uns belohnt. Glaube an dich, du bist human, liebenswert und stark. Du kannst die heutige Welt in ein Paradies verwandeln!
2. Jan. 2008 | #
An den “Heiligen Strohsack”
Also,ich lese immer nur Katholische Kirche ! Welche meinen sie denn? Dumme Frage,oder?
Eben nicht! Da gibt es neben der römischen noch einige mehr.Als Beispiel führe ich nur mal die griechisch-kath.Kirche an.Nicht alle Griechen sind orthox! Das nur einmal als Einleitung!
Jetzt aber mal “in medias res”! Der Begriff “katholisch” bedeutet per definitionem nichts anderes als “gemeinumfassend” oder “allgemein”. Theologisch richtig geschlussfolgert gehören
somit alle dazu;von der lutherischen Kirche über die Anglikaner bis hin zur Heilsarmee. Daher wäre es doch wohl objektiver jeder Gemeinschaft im einzelen Verbrechen und/oder Vergehen zuzuordnen.Wenn dies geschehen ist,dann kann man sich an die Arbeit machen und meinetwegen den europäischen Gerichtshof anrufen.Was das “forschende Wissen” anbelangt, ist auch ein heikles Thema.Wissenschaftsgläubigkeit allein wird genauso seinen Tribut fordern,wie Fundamentalismus in allen Bereichen.Wäre da nur noch der Mensch,der “an sich glauben” soll. Gibt es dafür nicht genug Negativ-Beispiele in der Geschichte,aus der wir doch lernen sollten.Napoleon;der ganz bestimmt nicht “religiös” war,hat auch ganz fest an sich geglaubt. Stark wurde er zwar,doch Humanität und “liebenswürdigkeit” konnten sich mit wachsender Stärke immer mehr verabschieden. Vom Paradies auf Erden wollen wir garnicht erst reden. Das sei den “Zeugen Jehovas” vorbehalten.Die glauben ganz fest daran. Ich lass mal jetzt für einen moment alle Objektivität und Sachlichkeit aussen vor und frage mit allen Ironiesignalen versehen:”Ist hier nicht einer voll auf dem Holzweg?
3. Jan. 2008 | #
An den “Hlg. Strohsack”
Wichtiger Nachtrag!
Korrektur zum 2.Absatz:Natürlich muss es heissen: Nicht alle…sind orthodox, u.nicht: …orthox
Korrektur bzgl. Zeile 14:Korrekt soll es heissen: Was das “forschende Wissen “anbelangt,so ist
dies ebenfalls ein heikles Thema.
3. Jan. 2008 | #
Thimm
Ich weiss nicht, ob hier der richtige Platz ist, um miteinander zu kommunizieren? Ich fühlte mich nach Deschners Film bestätigt meine Meinung schreiben zu dürfen. Klar habe ich provokativ geschrieben und verstehe, wenn dementsprechend Antworten kommen. Was mir nicht gefällt, entschuldigen Sie bitte, wenn Sie von Klausur sprechen: - Nicht dass dies nicht legitim wäre, aber Sie machen dies auf eine angreiferische Art, die nicht nur mir nicht gefällt, wenn man die obigen Kommentare liest! Wenn Sie ausser Kritik auch noch Ihre persönliche Meinung zu diesem Thema schreiben, würde es mich freuen, mit Ihnen Gedanken auszutauschen. Auf dieser Seite ist dies jedoch - wohl nicht angebracht. Angebracht finde ich aber, wenn ich hier das Filmteam und Herrn Deschner bewundere. Dass sie gegen eine so grosse Macht wie die Kirche geradestehen und zeigen wollen, dass es menschliche Wesen gibt, die eine ganz andere Meinung haben. Jetzt im Zeitalter der Demokratien, habe ich die Hoffnung, da Kirchenkritiker nicht mehr als Ketzer verbrannt werden, dass es viele viele Stimmen gibt, die auf die Unvernunft der Religionen aufmerksam machen. Dass man auch ohne Gottesglauben glücklich sein kann. Dass man die Verantwortung selber tragen kann. Dass endlich der Homo maniacus zum Homo sapiens wird. Wer weiss, vielleicht sind wir hier am Anfang einer glücklichen Wende.
4. Jan. 2008 | #
Öööö. Ich finde Deschner ziemlich langweilig und einseitig. Kein Wunder, dass er in der EX-DDR so beliebt war bei den Offiziellen. Aber sein Fleiß ist schon bewundernswert.
5. Jan. 2008 | #
Wenn ich all die Kommentare hier lese, dann drängt sich mir die Frage auf, was wir mit den Werken z.B. von Herrn Deschner anfangen.
Die institutionellen Teile der Kirchen, egal welcher Konfession, haben nur ein Ziel - Macht. Und diese wollen sie mit allen, auch mehr oder weniger gewalttätigen Mitteln erwerben, erhalten, ausweiten. Dabei interessieren die bestehenden gegenwärtigen gesellschaftlichen Gegebenheiten die sehr anpassungsfähigen Institutionen Kirche nur bedingt.
Das gilt auch für die derzeitig gelebte Art der Gesellschaft Namens Demokratie.
Auf Grund Ihrer großen Anpassungsfähigkeit und der über jahrtausende währenden Indoktrination der Bevölkerung mit dogmatischen Religionsformeln, getarnt unter anderem als “Lebenshilfe” oder “Zivilisationserbringung” und der über die jahrtausende ausgeübten zur Machterhaltung nachgewiesenen und nicht nachgewiesenen Gewaltexzesse zur Durchsetzung ihrer Ziele, sind die “Würdenträger” der kirchlichen und den mit ihnen verbundenen staatlichen Institutionen immer wieder sprichwörtlich am “Drücker” der gesellschaftlichen Entwicklung und verfügen dabei über den entsprechenden Einfluss die Richtung dieser bestimmen zu können.
Toleranz und Nächstenliebe sind dabei nur das Aushängeschild der Kirchen, für die nicht aussterbende wollende Menge an Menschen die sich führen lassen sollen und oder davon profitieren wollen.
Schon aus diesem Grund sind Menschen wie Herr Deschner ein Segen vor allem für religiös frei denkende Menschen (damit ist für mich nicht nur religionsfrei gemeint, sondern auch die Freiheit von Religionen, deren Fundamente nicht “göttlichen” Ursprungs sind), welche der Führung genannter und ähnlicher Institutionen nicht bedürfen.
Das Herr Deschner nicht den Anspruch erhebt unfehlbar zu sein, davon gehe ich aus. Selbständig denkende Menschen nehmen dies nicht an, weil sie davon ausgehen, das Niemand und Nichts unfehlbar sind und die Dinge dieser Welt, auch in der Wissenschaft, niemals 100% fassbar sind
Eventuelle Fehler in den Arbeiten von Herrn Deschner und Anderen, ich bleibe bei der Bezeichnung Aufklärer, sind im richtigen Rahmen betrachtet auch nicht das Problem. Zumal Herr Deschner bezüglich der Blockadehaltung bei Nachforschungen im Geschichtsbereich und den Taschenspielertricks der tausenden von “wissenschaftlichen” Mitarbeiter der katholischen Kirche relativ alleine gegenüber steht.
Der Inhalt welcher vermittelt ist die eigentliche Diskussionsgrundlage.
Herr Deschner vermittelt und ermittelt gegen den institutionellen Glauben.
Die Kirchen vermitteln im Gegensatz dazu aber den Glauben an eine Religion, gespickt mit unendlich viel bewusst eingesetzten Fälschungen, Halbwahrheiten und Lügen. Und das wissenschaftlich fundiert!
Und hier liegt das Konfliktpotenzial des Fall Deschner.
Der Rest ist, wie wir es aus jahrtausenderalter Tradition vor allem der katholischen Kirche her kennen, simples Ablenkungsmanöver und kalter und heißer Krieg der kirchlichen Institutionen der Person Deschners und aller anderen bereits verstorbenen oder lebender Widersacher gegenüber.
Das Vermitteln von Lügen, Halbwahrheiten in Verbindung mit Intoleranz, Beleidigungen und Diffamierungen Andersdenkender ist nicht erst seit heutiger Zeit ein wesentliches Merkmal des “Glaubenskampfes” vor allem der katholischen Kirche.
Und genau da setzt das Lebenswerk eines Herrn Deschner an.
Widerstand gegen all die durch die Religion erhobenen, ausgegebenen unwidersprochenen und manifestierten “Tatsachen” und den damit einhergehenden Belastungen und Beeinträchtigungen im ganz alltäglichen Leben für alle Mitglieder in unserer Gesellschaft.
Bis heute werden den Atheisten, Ungläubigen, Heiden, Andersgläubigen und wie die Menschen ansonsten durch die Inhaber der kirchlichen Institutionen gern diffamierend bezeichnet werden, welche der Religion nicht dienlich sind, ethische Werte und Normen, vor allem durch die katholische Kirche abgesprochen.
Dabei werden die Wertmaßstäbe der Religionen vor allem der katholischen Institution gar nicht benötigt. Denn diese gab es bereits vor der Verheißung des ewigen Lebens. Das Christentum z.B. hat nur “abgeschrieben”.
Um so wichtiger erscheint das Schaffen von Menschen wie Herrn Deschner auch im Hinblick auf die Reaktionen der kirchlichen Institutionen auf dessen Arbeiten, welche ich mir nur damit erklären kann, dass Herr Deschner es zum Beispiel geschafft haben muss, nicht nur die Wunde vor allem der der katholischen Kirche zu finden, sondern diese auch offen gelegt zu haben.
Das der Eindruck ensteht, dass Herr Deschner in seinen Werken die katholische Kirche bevorzugt, liegt wo in der Sache und in der Zeit an sich, da die katholische Kirche den alleinigen Anspruch und deren Auslegung auf die mit Jesus einhergehende sich entwickelnde Religion erhebt und über weite Strecken für die Kultur in Europa für Jahrtausende bestimmend gewesen ist.
Außerdem hatte in den Zeiten als Herr Deschner bezüglich seiner Werke aktiv zu werden begann der Islam, auf den sich manche Kritiker von Herrn Deschner bezüglich seiner angeblich fehlenden Wortmeldung beziehen, in unserem Breitengrad keine oder eine nur sehr geringe gesellschaftliche Relevanz. Erst in den letzten 10-15 ist diese “Erscheinung” ein breites gesellschaftliches Thema geworden.
Zumindest was Herrn Deschner betrifft, welcher sich mit einem riesigen übermenschlichen Kraftakt auf die andere Münzseite der katholischen Kirche spezialisiert hat, mögen wir ihm verzeihen, dass er sich als Kirchenkritiker nun nicht wirklich auch noch um die ebenfalls große Religion des Islam kümmern kann.
Als ein Mensch der nicht gläubig ist, verweigere ich mich der Diskussionen über die Grundlagen der entsprechenden Religionen. Aber als Teilnehmer dieser Gesellschaft wehre ich mich dagegen, dass mir Religionsinhaber erklären wie die Welt zu funktionieren hat und wie ich die Gesellschaft leben soll.
Die jüngsten geschichtlichen verbalen Entgleisungen höchster kirchlicher steuerfinanzierter Würdenträger, vor allem der katholischen Kirche von Dyba über Meißner bis Ratzinger (der wird jetzt vom Vatikan finanziert) in Bezug auf Frauen, Kunst, nicht religiös geprägte Menschen, sowie sonstiger der katholischen Kirche nicht genehmen Zustände dieser Welt, verweisen auf die nach wie vor bestehenden renitenten allmächtigen Ansprüche kirchlicher Institutionen und den damit einhergehenden Sachzwängen in unserer Gesellschaft.
Zugleich offenbaren sie die bestehende hartnäckige Verleugnung der Anerkennung anderer Meinungen, Tatsachen außerhalb des klerikalen Sichtbereiches, welche die Unantastbarkeit ihrer Machtansprüche in Frage stellen.
Und genau diesem Umstand gilt es weiterhin zu begegnen.
Ein Beispiel der permanenten Besetzung des öffentlichen Raumes der klerikalen Institutionen möchte ich noch erwähnen, welche für mich die Instinktloseste von Allen erscheint. Die Erziehung unserer Kinder.
Bei der Erziehung unserer Kinder ist es nicht hinzunehmen, dass diese ungeprüft, ungeschützt, staatlich sanktioniert dem geistigen Unrat der Kirchen ausgesetzt und deren Willkür unterworfen werden. Selbst “glaubensfreie” Kinder werden in unserem Bildungs- und Erziehungssystem gezwungen sich mit den märchen- und sagenverwandten, als Tatsachen deklarierten Religionen, und sei es über den Umweg des Faches Namens Ethik, auseinandersetzen zu müssen.
Wenn schon der Religion der Institution der Kirchen nicht Herr zu werden ist, so sollte doch zumindest bis zum 18.Lebensjahr die Erziehung Kinder geschützt und religionsfrei von statten gehen.
Danach steht den Kindern frei, ihren eigenen Weg zu gehen.
Zumindest entscheiden sie, sofern dies überhaupt möglich ist, selbst.
Aber genau da schickt sich die Institution Kirche an dies zu verhindern. Damit würde der immerwährende Kreislauf der Machtbasis unterbrochen.
Ein durch die Kircheninstitutionen nicht hinzunehmender Zustand.
Den Religionen an sich würde dies weniger schaden, den Institutionen aber, als Vertretung der Religionen, gewaltig.
6. Jan. 2008 | #
Norbert,
ich gehe absolut d’accord mit Ihrer Meinung. In Bezug auf Kindesmissbrauch in _jedweder_ Form (!!) wäre nur noch eines zu ergänzen: Babyklappen in der Obhut kirchlicher Organisationen. Diese sind nicht nur eine Schande, sie sind aufgrund der zu erwartenden (und mit grosser Wahrscheinlichkeit im Sinne der Missbraucher sehr effektiven = lebenslang wirksamen) Indoktrination ein Verbrechen an der Menschenwürde und somit ein Verstoss gegen Artikel 1 unseres Grundgesetzes (das kaum das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht).
Babyklappen mögen auf den ersten Blick einen Sinn machen um verzweifelte Eltern vom schlimmsten abzuhalten; in der Obhut von Kirchen und anderer Wirtschaftsorganisationen oder auch unter staatlicher Aufsicht sind diese jedoch rundweg abzulehnen und in einem wirklich säkularen Staat (den es vermutlich noch nie wirklich gegeben hat) wären sie auch verboten, da in den seltensten Fällen zum Wohle des Kindes.
Natürlich wäre es reichlich naiv, anzunehmen, der „Staat“ (und damit die wirklichen Regenten hinter dem Vorhang) könnte irgendein Interesse an einer indoktrinationsfreien Kindeserziehung haben. Das Gegenteil ist der Fall. Hand in Hand mit den Kirchen, so ist das christlich-demokratische „Bildungswesen“ traditionell nicht nur in Deutschland DIE notwendige Grundlage für eine funktionierende folkloristische Zuschauerdemokratur…
Was also tun? Die Antwort würde den Rahmen dieses Forums sprengen; sie stünde unter der Überschrift „Ursachenbekämpfung“…
Eine Gesellschaft, in der Eltern aus Verzweiflung ihre Kinder in Babyklappen legen müssen, hat sich disqualifiziert; eine Gesellschaft, in der diese Babyklappen auch noch von kirchlichen und anderen finsteren Organisationen betrieben werden, muss als faschistoid bezeichnet werden.
(Erhellendes zum Thema im weiteren Sinne unter obigem Link)
Und nun werden die Steine in diesem Forum nur so fliegen…
Good Night, and good luck!
außer atem
7. Jan. 2008 | #
Ich finde es schade, dass ich nicht früher an diese Bücher gekommen bin. Dann wäre mein ganzes Leben anderst verlaufen im positiven Sinn. Zwar bin ich schon lange aus der Kirche ausgetreten, aber der Grund war nicht zuletzt, dass die Kirche geschiedene nicht zur Kommunion zulässt wie z.B. meine geschiedene Frau. Die Kirche zwingt sozusagen Menschen zum zusammenleben, auch wenn es letztendlich vielleicht sogar zum Mord oder Totschlag am Ehepartner führt, in der Regel sind die Opfer Frauen und ganz selten Männer. Aber ganz abgesehen davon disqualifiziert sich diese Religionslehre dadurch, daß Sie einen Gott kreiert der von den Menschen durch Dogmen qualifiziert wird gegen die er laut Bibel immer wieder verstösst z.B. allwissend, allweise, allgegenwärtig, Gott ist die Liebe usw.. Er wird ausserdem beherrschbar oder ist dressiert bei der heiligen Wandlung, denn da fährt er hinein in die Hostien und den Wein im Kelch, nachdem der Prister die Konsekrationformel korrekt gesprochen hat. Alle Christen sollten unbedingt mal Karlheinz Deschners Werke lesen und sich überlegen, ob Sie nicht unbedingt Forderungen an ihre Kirche stellen sollten wie z.B. die Offenlegung der Einnahmen und Ausgaben die selbstverständlich von unabhängigen Buchprüfungsgesellschaften jedes Jahr geprüft werden müsste. Denn schließlich glauben die meisten Mitglieder Ihr Geld werde für einem guten Zweck verwendet. Daran habe ich heute grosse Zweifel. Es gäbe noch viele Forderungen an die Kirchen, wenn man glauben sollte, dass ihre Mitglieder eine Wohltätigen Organisation angehörten. Aber hier trifft das Christuswort zu “weide meine Schafe”.
9. Jan. 2008 | #
ch frag mich erstmal nicht warum der Mann 10 Bände über seine Theorien verfasst, sondern warum die Frau 27 kleine Hirschgeweihe an der Wand hat
15. Jan. 2008 | #
Unbedingt denkanstößig!
20. Jan. 2008 | #
„Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit. Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, dann nennt man es Religion.“
– Robert M. Pirsig
22. Jan. 2008 | #
eine großartige dokumentation, die auf jegliche verklemmte political correctness (die in treu-doof-deutschland ja so beliebt ist) verzichtet. bravo!!! dergleichen ist balsam für die vernunft. meine lieblingsszenen: “je größer der dachschaden, desto schöner der aufblick zum himmel.” - und : - ” ich denke, also bin ich - kein christ.” herr deschner kennt die panacee gegen jeglichen wimpernflatternden “glauben” - : homerisches gelächter und fundiertes quellenstudium. respekt!
15. Feb. 2008 | #
Ein sehr empfehlenswerter Film! Ungeduldig erwarte ich die Veröffentlichung als DVD.
“Menschen, seid wachsam…” denn auch “dieser Schoß ist fruchtbar noch!”
23. Mrz. 2008 | #
“Der Mensch wurde…nicht von der Religion befreit, er erhielt die Relogionsfreiheit. Er wurde nicht vom Eigentum befreit. Er erhielt die Freiheit des Eigentums.” MARX, MEW 1, S. 369 Marx ist unter dem Merkel-Regime aktueller denn je. (Hartz IV, Ackermann, Zumwinkel, Westerwelle, Koch etc. lassen grüßen). “Ècrasez l’infâme!” (Rottet sie aus die Niederträchtige!) war der Wahlspruch von Voltaire. Wir sollten ihn beherzigen!!!
23. Mrz. 2008 | #
Zweifellos ein handwerklich sehr gut gemachter Film - wenn auch ausgesprochen tendenziös und manipulativ. Ihrer Schuldgeschichte hat die Kirche sich zu stellen, ohne Wenn und Aber. Zugleich gilt es nach den Friedenstiftenden und Unrecht abschaffenden Potenzialen der Kirchen zu fragen: ein sel. Friedrich Spee, der gegen die Hexenverbrennungen kämpfte, die kath. Priester, die im Nationalsozialismus Widerstand leisteten u.v.m. Diese gleichberechtigte Seite des Christentums verschweigt Deschner ebenso, wie die Kriminalgeschichte des Atheismus, die im 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreicht hat. Wenige Jahrzehnte organisierten und staatlichen Atheismus haben ein so unglaubliches Übermaß an Opfern produziert, dass man fragen muss, warum Deschner und Freunde dafür nicht die gleiche Verantwortung übernehmen, die sie von Kirchenmitgliedern für die Kirchengeschichte fordern. Sie müssten wohl sehr kleinlaut werden.
26. Mrz. 2008 | #
Immer wieder die gleiche Leier.
Der Titel des Werkes lautet: “Die Kriminalgeschichte des Christentum”, der Titel lautet nicht “Heils- und Kriminalgeschichte des Christentums”, der Titel lautet auch nicht “Kriminalgeschichte des Christentums, des Atheismus und der Kirche des fliegendes Spaghettimonsters”. Es kann doch nicht so schwer sein, den Sinn dieser einen Textzeile zu erfassen?
26. Mrz. 2008 | #
Ich bin jetzt nicht besonders angetan von dem Video. Bei Deschner habe ich immer den Eindruck, dass er letztlich nur ein Kompilator ist. Wahrer Humanismus zeichnet sich auch durch eine Offenheit des Denkens aus - diese vermisse ich bei Deschner mehr als bei manchen gemäßigten Kirchenfreunden.
31. Mrz. 2008 | #
[...] SkepTicker. Herrn Günter Pagel sei für seinen Hinweis auf den Post auf SkepTicker [...]
22. Jun. 2008 | #
Stil und Message lassen wenig Hoffnung, dass es in den kommenden, vermutlich wenig christlichen Jahrhunderten besser wird. Hätte er eine Kriminalgeschichte der menschlichen Dummheit geschrieben, wäre es ok.
Mir sind keine Gründe bekannt, die Anlass für die Hoffnung gäben, bei den sich hier schon mal warmlaufenden Humanisten, Atheisten, Agnostikern sowie dem vielen kirchensteuerunwilligen Volke wäre Dummheit im Durchschnitt weniger vertreten,als bei uns Christen, daher wird es wohl religionsunabhängig bei Mord und Totschlag bleiben.
Nein, der Herr Deschner hat Hass nicht nötig.
In hundert Jahren wäre dann der ersten Band “Kriminalgeschichte des Humanismus” fällig.
Was fühlt man als Atheist, wenn die Dampfwalze über die kleinen Plastikjesusse rollt? Ist es nicht die gleiche Art von Befriedigung, die Macht (vorerst: die der Bilder) zu haben, wie bei denen, die den richtigen Jesus kaputt gemacht haben?
PS: An einer Stelle des Films behauptet irgendeiner der Befragten, das Johannesevangelium sei voll von Hass. Ich verspreche jedem, der mir aus dem Johannesevangelium drei Verse zitiert, die Hass predigen, aus der Kirche auszutreten. Zwei tuns auch. Ich würde schon bei einem ins Grübeln kommen… Mann, MENSCHEN, glaubt bloß nicht jeden Sch***!!
10. Jul. 2008 | #
Groszartig dasz ich in dieser Weise Deschner im Leibe gesehen und gehört habe. Ich bin nicht mehr katholisch aber est gibt hier keine Behörde, die mich ausschreiben kann. Cornelis, Rotterdam, 06.08.08 (1924).
6. Aug. 2008 | #
zu: theofan…
“Hätte er eine Kriminalgeschichte der menschlichen Dummheit geschrieben, wäre es ok.” HAT er aber nicht.Vielleicht versuchen Sie es ja einmal…Literatur über selbige gibt es auch, auch viel (zuviel) Schmus und Lobhudelei über die alleinseligmachende Kirche. Deschner schreibt eben nun über die AUCH vorhandenen Fakten, die sonst eher gern verschwiegen werden. Aber auch mit Dummheit allein lässt sich doch wohl nicht alles erklären oder gar entschuldigen, oder? Die Verbrechen, die Doppelzüngigkeit, Doppelmoral des Christentums (ich möchte vor allem an die aktuellen tausende von Fällen sexuellen Missbrauchs männlicher Kinder durch “Würdenträger” erinnern, für die bekanntgewordenen riesige Summen Schweigegeld gezahlt wurden (aus dem “Klingelbeutel” und wohl Kirchensteuern - denn wo sonst kämen die Millionen her?) Es ist unerträglich, dass man zwingend bekannt gewordene Personen beispielsweise einfach nur versetzt hat, wo es natürlich wieder zu solchem Verhalten kam. Andererseits kämpft die heilige christliche Ideologie gegen Kindesmissbrauch und Homosexualität, also müsste sie doch solcherart Handeln schonungslos aufdecken und bekämpfen - vor allem dies zur Anzeige bringen und diese Personen sofort entlassen! Mir hingegen ist nicht bekannt, dass es derartiges himmelschreiendes Unrecht in irgendeiner anderen Gesellschaft oder Gruppierung gibt. Auch das wollen Sie alles entschuldigen? Es geschah nicht irgendwann, sondern jetzt hier und heute! Verschliessen Sie davor die Augen? Bisher ist es eben so, daß das Christentum die grössten Verbrechen beging. Da hilft es nichts, auf andere zu verweisen, so wie es Kinder und dumme Menschen tun.”Ähhh, Herr Lehrer, das waren die anderen…(heul…)”
Genausogut kann man ja in Ihrem Stil fragen, ob die Menschheit nicht viel besser - und vielleicht auch klüger und humaner, mit weniger Mord und Totschlag - wäre, hätte sich das Christentum damals nicht an die Macht geschwindelt, hätte es das Christentum nicht gegeben. Auch noch eine Bemerkung zu Ihrer seltsamen Äusserung, dass es bei den “Kaputtmachern” des jesulein Gefühle der “Befriedigung, die Macht zu haben” gab. Woher wissen Sie das? Und wer, nach Ihrer Meinung, waren die bösen “Kaputtmacher”??? Das klingt gleich wieder nach der subtilen Hetzlehre des Christentums… Dazu empfehle ich mal (übrigens JEDEM) das Buch des Juristen und Rechtshistorikers Chaim Cohn, der als oberster Richter in Israel nach 1948 tätig war “der Prozess und Tod Jesu aus jüdischer Sicht”. Glücklicherweise ist Literatur heutzutage (zur Zeit jedenfalls…) für jeden zugänglich und wird nicht kirchlich zensiert und/oder verboten, wie das ja allzulange der Fall war oder gar, daß man als Schreiber von Tatsachen fix mal auf dem Scheiterhaufen landete - auch ein Grund für die von Ihnen beklagte menschliche Dummheit heutzutage?
Woran also soll man die christliche Ideologie mit dem religiösen Mantel messen? Genau - “An ihren TATEN sollt ihr sie erkennen.” !!! Da stimmen wohl alle überein, denn auch Marx schreibt, dass “Der Prüfstein einer Theorie die Praxis ist.”
6. Aug. 2008 | #
Was ein Müll! Was meint Deschner eigentlich mit Christentum? Die Kirche von Rom? Oder alle Christen? Und wieso kann ein so gebildeter Mann nicht differenzieren zwischen kirchlichen Funktionsträgern und den Gläubigen?
Warum können Humanisten nicht sehen, daß der Mensch eben an sich schlecht ist? Unabhängig davon, ob er Papst heißt oder Kant…?
24. Sep. 2008 | #
Die haßerfüllten Augen des Karlheinz Deschner…
«Die Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly haben ein virtuelles Streitgespräch um Deschners «Kriminalgeschichte des Christentums» [zugehöriger Wikipedia-Artikel] zusammengestellt. Getrennt aufgenommene Aussagen zahlreicher Kirchenvertreter un…
25. Sep. 2008 | #
Interessant im Film zu erleben: Auch wenn man es schon oft erlebt hat, ist es immer wieder erstaunlich, welche Dünnbrettbohrer bei solche Riesenorganisationen wie sie die Kirchen sind (und extern betreiben), führend und als Vordenker tätig sind. Man beeindruckt mit Sprachkenntnis (Frohe Ostern in 14 Sprachen!), verfügt über Immobilien womit die weltweite Wohnungsnot ad hoc lösbar wäre, etc. Kurz: Eine führende Stellung innerhalb des organisierten Christentums zu haben, sollte einiges an Fähigkeiten voraussetzen. Aber was die Herrschaften unter Wissenschaft der eigenen Sache verstehen, läuft auf eine Aneinanderreihung von verklärenden Anekdoten, neuerdings mit dem Zeitgeist geschuldeten Schandflecken, hinaus.
Problem des Atheismus: Es gibt zuwenige Deschners.
PS: Der Mensch, Herr K., ist weder gut noch schlecht. Eine Sichtweise, die dem mittelalterlichen Christentum noch völlig Fremd war, und den so unzeitgemäßen Humanisten des Mittelalters bereits sehr vertraut. Die Vielfältigkeit, - meinetwegen Dialektik des Menschseins -, zu sehen, kann einem zum Humanismus führen.
4. Okt. 2008 | #
an koppe
genau! wen meint deschner eigentlich?!
bitte den soeben erschienenen 9.band der “kriminalgeschichte …” lesen. hier wird es wieder ein-
mal überdeutlich:nun ist dieser mann so alt geworden,doch das differenzieren hat er immer noch nicht gelernt.
9. Okt. 2008 | #
Monumentales Werk. Ein mutiger Mann, der die Wahrheit leicht entlarvt. Es folgen, soGottwill, noch viel mehr Werke, die noch mehr über diese verlogenen Verbrecher entlarven.
Ist halt meine Hoffnung!!!
18. Nov. 2008 | #
Es ist bitter nötig, dass im Diskurs über und mit den monotheistischen Offenbarungs-religionen jemand diese und explizit das Christentum als esoterisch-doktrinäre Phantom-idelogien mit gewalttätiger Phänomenologie, Geschichte und Unterdrückungsmechanismen beschreibt.
Der Vorwurf des Hasses oder wenn Kirchenvertreter auch nur abgemildert Toleranz und Verständnis für den Werdegang des Christentums einfordern ist unverschämt aufgrund der eigenen Blutspur, die die Kirche hinterlassen hat und der Verdammnis, mit der sie bis heute den Ungläubigen droht.
Die Kirche hat sich`s im eigenen Über-Ich bequem gemacht und betreibt psycho-pathologische Nabelschau, was sie dann als Theologie verkauft und kann kaum noch das für sie Undenkbare denken, nämlich dass so etwas für viele Menschen kein Lebenskonzept mehr darstellt.
Daher reagiert sie so empfindlich auf die massive Kritik. Zum einen beleidigt, weil sie die allein seelig machende Wahrheit gepachtet hat und da es ihr gleichzeitig dämmert, dass viele Menschen von halbgaren Ausflüchten anwidert sind und sich nicht weiter indoktrinieren lassen möchten.
Chapeau, wie dies in diesem Film herausgearbeitet wurde.
14. Jan. 2009 | #
Als Atheist stimme ich zwar im Prinzip zu, muss jedoch kritisieren, dass Dinge die es vor dem Christentum und außerhalb des Christentums und religiösen Glaubens gab und gibt, originär dem Christentum zugeschoben werden (Hexenverfolgung, Frauenfeindlichkeit, Mord und Totschlag, Unterstützung von Diktaturen). Wobei sich Kritik und Zustimmung zur christlichen Botschaft auch bei den Kirchenkritikern teilweise unverständlich vermischen. Mal wird kritisiert, dass sich die Kirche nicht an ihre Botschaft gehalten habe, dann wiederum wird genau diese Botschaft als das Problem kritisiert. Ich vermisse eine Beschäftigung mit den psychologischen, evolutionären, geschichtlichen Ursachen und Zusammenhängen. Die aufklärerische Sicht von heute, hatte auch früher kein einziger Nichtchrist, von daher hat die oft sehr pauschale Kritik auch leider etwas den schalen Beigeschmack einer Reinwaschung der eigenen menschlichen Persönlichkeit, ähnlich wie die 68er-Kritik an den Eltern, die “nichts gegen Hitler unternommen” haben. Wie jede Institution besteht auch die Kirche aus Menschen. Und Menschen sind aggressiv, wollen Macht, sind ängstlich bis feige, suchen nach Gründen, wenn etwas schief läuft. Aber eben auch altruistisch und gut. Hier sollte eine wissenschaftlichere Betrachtungsweise genau dieser menschlichen Eigenschaften erfolgen, sonst unterliegt man dem Scheinglauben, eine atheistische Gesellschaft müsse zwangsläufig gut sein, weil alles Schlechte nur aus der Religion komme.
25. Feb. 2009 | #
[...] In seiner Kriminalgeschichte des Christentums beschreibt Schriftsteller und Kirchenkritiker Karlheinz Deschner die jahrhundertelangen Verfehlungen des institutionalisierten Christentums. In ihrer Dokumentation Die haßerfüllten Augen des Herrn Deschner inszenieren die Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly ein virtuelles Streitgespräch über Deschners Werk, in dem Kirchenvertreter wie -kritiker gleichermaßen zu Wort kommen. Sehen Sie es sich an! [...]
30. Mrz. 2009 | #
Welch ein Schwachsinn! Womit ich nicht Deschners Vorgehensweise meine, sondern diese grauenvolle Zusammenstoppelung des Filmchens. Alle zehn Sekunden ein Schnitt, igittigitt.
21. Apr. 2009 | #
Und was soll der Film jetzt zeigen…dass es ein paar oberkluge Phielossoffen gibt ?
Der Deschner hats nicht verkraftet, dass seine Ehe nicht akzeptiert wurde.
Letztendlich ist der Deschner selbst zum Fanatiker geworden.
Er ist ein Zerstörer, wie die, die er kritisiert.
So wie Antifaschisten dann selbst zu Faschisten werden !
27. Apr. 2009 | #
Wir haben unseren neuen Führer…..ziehen wir für ihn in den Krieg gegen Tierfabriken.
Auf zu neuen Gewalttaten !
27. Apr. 2009 | #
Guter Film.
Wäre schön, wenn sich mehr Menschen kritisch mit den möglichen Folgen religiösen Eifers auseinander setzen würden.
Zum Thema Schuld:
Hexenverbrennungen sind vielleicht nicht vom Christentum erfunden worden (so wenig wie Nächstenliebe und Altruismus), doch für die Opfer der Inquisition ist das nicht von Belang. Die katholische Kirche und ihre Vertreter täten gut daran, offen und ehrlich klarzustellen, das sie die Anweisungen der damaligen Bischöfe und Päpste, diese Greultaten zu begehen, aus tiefstem Herzen sowie aus christlicher Überzeugung ablehnen. Ausserdem wäre es schön, wenn diese Taten von offizieller kirchlicher Seite mit dem christlichen Begriff der Sünde versehen werden würden. Schliesslich gibt es dazu eine eindeutige Definition. In diesem Zusammenhang würde ich noch gerne hören, dass “auch ein Papst nicht unfehlbar ist, und sich Schuld aufladen kann”. Und dass es die Kath. Kirche zukünftig niemals mehr zulassen werde, dass mit ihrer aktiven oder stillen Unterstützung Menschen wegen ihres Glaubens (Kreuzzüge), ihres Geschlechts (Hexenverbrennungen) oder ihrer Volkszugehörigkeit (Judenverfolgung im Dritten Reich) verfolgt, gequält und getötet werden.
Ich fordere ein Schuldbekenntnis der Kirche als Organisation, genau so wie Deutschland als Nation seine Schuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus klar bekennt.
9. Mai. 2009 | #
Hihi. Das ist ja wie die “Spanish Inquisition” hier. Ein Triumph des Willens zum Humanismus! Herr Deschner und seine 68er Studienratskohorten blasen zur Endlösung für einen Pappkameraden, den es so nie gab, und den die über eine Milliarde Katholiken in der Welt - Gott sei dank! - auch so nicht angehören.
Frei nach Fulton Sheen:
“There are not a hundred people in Germnay who hate the Catholic Church. There are thousands of people who hate what they wrongly believe to be the Catholic Church — which is, of course, quite a different thing.” Frei nach Archbishop Fulton Sheen.
Wer wissen will, was die Kirche eigentlich lehrt: http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM
Viel Spass noch beim Sabbern und Geifern.
8. Jun. 2009 | #
Ich würde mir den Film gerne ansehen, bin aber anscheinend zu blöd, den Link zu finden. Könntet Ihr mir bitte helfen?
Gruß
JosFritz
23. Jun. 2009 | #
http://video.google.de/videosearch?q=Die+ha%C3%9Ferf%C3%BCllten+Augen&emb=0&aq=f#
29. Jun. 2009 | #
Nach längerer Zeit habe ich mal wieder auf dieser Seite vorbeigeschaut und möchte mal behaupten, dass das Niveau der Auseinandersetzungen gesunken ist.
Beispiele: Pete Mitchells Küchenpsychologie zu Deschners Biographie oben; otheropinion`s Forderung, man möge doch noch genauer hinschauen und die historischen Zusammenhänge berücksichtigen und so die Vergangenheit besser verstehen, er (otheropinion) wisse aber im voraus, der Mensch sei halt schlecht (eine Plattitüde, die knapp unterhalb der Stammtischkante bleibt), die Weigerung von Leuten wie pro eccl. zur Kenntnis zu nehmen, dass Deschner über die VERGANGENHEIT schreibt und es dem Leser freistellt, Vergleiche mit der Kirche heute anzustellen, was er aber durchaus wünscht. Zitat Deschners: “Ich beschreibe nicht das bestehende, das gegenwärtige Christentum, sondern seine Vergangenheit, also oft, aber oft auch nicht, etwas mehr oder weniger anderes. Heute jedenfalls noch kriminell im Christentum sind die Auswirkungen seiner Ideologie, die vielen Folgen seines dogmatischen Wahnsinns, der sich ja nie mit dem blossen Glauben begnügt, der vielmehr missionieren, ausgreifen, erobern will. Heute noch kriminell im Christentum ist dessen desaströse Sexual- und Sozialmoral, seine Praxis, im Mutterschoss zu schützen, was man dann preisgibt im Krieg [...].”
Nachzulesen unter: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2007-14/artikel-2007-14-es-muss-anders-werden.html
Außerdem ist es spannend zu schauen, dass immer wieder “Differenzierung” eingefordert wird. Das begegnet KirchenkritikerInnen und kritischen WissenschaftlerInnen immer wieder. Was an Fakten nicht zu bestreiten ist, wird von der methodischen Seite angezweifelt. Wo angeblich nicht die besten Verfechter der Kirche zu Wort kommen dürfen, kann es ja nicht mit rechten Dingen zugehen. Dann her mit deren Argumenten, aber dalli!
Seit Deschner publiziert gibt es jede Menge Stimmen, die ihm vorhalten, er habe parteiisch Quellen ausgewählt, habe in einzelnen Büchern Nachweise/Belege nicht erbracht (z.B. in “Der Moloch”) und überhaupt sei er ja so voreingenommen. Dass alles bestreitet Deschner gar nicht, er sagt sogar offen, er schreibe aus “Feindschaft” gegen die historisch gewachsene Kirche. Das ist logischerweise ein Vorurteil, aber ein solches, das bislang keiner durch eine Wiederlegung seiner Fakten ausräumen konnte, was nicht heißt, dass das irgendwann passieren könnte. Also wird versucht Deschner formell und methodisch daraus einen Strick zu drehen. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Einen Vorwand zur Diskreditierung seiner ERGEBNISSE findet man, indem man seine Arbeitsweise als unseriös darstellt. Und das ähnelt wieder sehr den bemitleidenswert aufgebrachten Kirchenvertretern im Film. Die sind übrigens auch nicht so “differenziert”, wenn sie sich die Kirchengeschichte so hinbiegen, dass Verbrechen als “Ausrutscher” durchgewunken werden und damit von vornherein ausgeschlossen wird, dass das Christentum AN SICH ein problematisches Projekt sein könnte.
Bitte, deshalb mal nachdenken: Ein Argument ist nicht deshalb falsch, weil es parteiisch ist. Es ist deshalb auch nicht automatisch richtig. Argumente und Fakten wären gut! Beispiel: Wer zeigen kann, dass die Päpste nicht ihre Macht zur Stützung Hitlers und zur Kollaboration mit den Nazis eingesetzt haben, soll das tun. Er oder sie möge aber bitte nicht ein solches Verbrechen damit relativieren oder sogar legitimieren, indem er oder sie behauptet, wenn viele meinten, sich irgendwie mit Hitler arrangieren zu müssen, fällt die Schuld der Kirche gar nicht besonders krass aus. Das ist ein Ausweichen vor der Frage, was getan wurde und wie das zu bewerten ist.
Ganz toll auch der Hinweis, Humanisten seien keine besseren Menschen. Chapeau! Damit ist natürlich alles in ein anderes Licht gerückt. Gegen die drohende Diktatur der Humanisten wird die Geschichte des Christentums natürlich ein Ponyhof gewesen sein. Seltsam nur, dass Humanisten, soweit ich sie kenne, gar nicht behaupten, sie seien bessere Menschen. Oder doch? Fest steht dagegen, dass die katholische Kirche eben das behauptet hat und jüngst noch mit der Degradierung der protestantischen Konkurrenz (man sprach ihr den Status einer “Kirche” - ogottogott - ab) unterstrichen hat, dass SIE durchaus eine moralische Überlegenheit, um nicht zu sagen: Auserwähltheit durch “Gott” beansprucht. Solange ich nicht sehe, das Gläubige, die sich je durchaus von ihren Kirchenoberen unterschieden mögen, mit Wort und Tat widersprechen, muss ich mal davon ausgehen, dass die das gutheißen oder zumindest darin keinen Grund zur Distanzierung von ihrem lokalen Glaubensanbieter sehen (@Erasmus).
Vielleicht ist das wirklich ein Problem manchmal, dass Atheisten und Humanisten die Kirche beim Wort nehmen, das an der Basis gar nicht so ernst genommen bzw. praktiziert wird. Über Kirche schütteln viele Karteileichenchristen wie auch aktive Gläubige den Kopf. Das kostet ja auch nichts. Denn die Kirche hat hierzulande nicht mehr die Macht, die sie anderswo noch oder wieder hat. Sie beißt nur noch selten, wenn sie gereizt wird. Vor 40 Jahren war das auch hier in D. noch anders. Da wurden noch von der Kanzel die nichtgetauften Kinder im Ort diskriminiert, da wurde in die Ehen hineingeredet und Andersdenkende gebrandmarkt etc.
Also: Wenn diese kirchenskeptischen Gläubigen ihren Glauben ernst nehmen, müssten sie sich nicht gegen die von ihnen angeblich oft kritisierten Kirchenfunktionäre und ihre Dogmen WEHREN? Müssten sie nicht diese Institutionen angreifen, die immerhin vorgeben, ihre religiösen Vormünder zu sein?
19. Sep. 2009 | #
AN solche, die gerne relativieren und um Nachsicht bitten:
Ich lebe in einem Land, in dem die Kirchen immer voll sind. Gerammelt voll.
Kein einziges mal habe ich es erlebt, dass der Pfarrer nicht über irgendeine Gruppe hergezogen hat.
Bei ener konformation, warnte er junge Leute vor Ehe ohne Fortpflanzungsabsicht. Er habe sich geweigert, ein solches Paar zu trauen.
Dann geht es um die anzügliche Kleindung von Teenagerinnen.
Und dass Atheisten keine Moral hätten.
Derzeit macht die Kirche enorm Druck gegen ein Gesetz, das die Homosexuellenehen erlaubt, und ihnen dieselben Rechte wie andere Bürger zugesteht.
Ich will damit sagen:
Vergesst nicht, dass die “zahme” Kirche nicht von selbst so geworden ist, sondern das eine Position ist, in die sie sich geflüchtet hat.
Wenn sie nämlich das nicht muss … siehe KriminalgeschichtEN des Christentums. Der katholischen Kirche, der protestantischen, sämtlicher Sekten, etc.
Oder anders: Ideologien führen zu Intoleranz, und ideologisierte Machtstrukturen gehen schliesslich den kriminellen Weg zum Ausbau der Macht.
20. Feb. 2010 | #
Hallo Freunde!
Ich habe auf der oben als Bezugsquelle angegebenen Website mehrmals versucht, eine Bestellung des Films zu platzieren. Leider vergeblich. Zum einen wird ein solcher Film auch nach mehrmaligem Eintrag in die Stichwort-Suchfunktion nicht genannt. Zum anderen werden Rückfragen und Bitten um Wegweisung oder Belehrung, mit keinem Wort beantwortet. Wären Sie so freundlich, mir eine Bezugsquelle für den Film - allerdings auf dem Medium DVD - zu nennen? Herzlichen Dank & Gruß; Ihr KUS
21. Mai. 2010 | #
Hallo Herr Spiegel,
habe den Beitrag insb. die Videolinks aktualisiert. Das Video ist als VHS-Band nunmehr über denkladen.de erhältlich. Eine DVD Version gibt es leider noch nicht. Mit der geeigneten Software können die oben verlinkten Videodateien jedoch auf eine DVD-Träger gebrannt werden.
21. Mai. 2010 | #
[...] werden wir uns zusammen den Dokumentarfilm der Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly “Die hasserfüllten Augen des Herrn Deschner” ansehen und anschließend darüber diskutieren (mehr dazu demnächst auf dieser [...]
26. Jun. 2010 | #
Warum wurde denn ein Halbsatz von Bischof Friedhelm Hofmann ab 28min 55sec gelöscht? Hoppla, ein Fall von Zensur??? Überdies, einerseits über die Intoleranz des Christentums und ihre Grausamkeit schimpfen, aber bei 26min 40sec Kruzifixe plattwalzen. Das ist auch nur eine Form von Scheiterhaufen. Und wie hasserfüllt und verbittert bspw. eine Fr. Ranke-Heinemann ist, davon konnte man sich in der Talkshow Markus Lanz ein Bild machen.
28. Sep. 2010 | #
Viel von dem Blödsinn, der in diesen Filmen erzählt wird, könnte durch einen Blick in den Katechismus der Katholischen Kirche entkräftet werden.
28. Sep. 2010 | #
Was ist das nur für ein unsäglich einseitiger Videobeitrag.
Zwar suggeriert der Titel Unparteilichkeit, eine kontroverse Diskussion („Kreuzfeuer“) und sogar Kritik an Deschners Schriften. Und auch die Interviewpartner beider Seiten – pro und contra Deschner – sind in etwa gleichgewichtig vertreten. Doch die christlichen Statements kommen zumeist zuerst, woraufhin die Deschner-Freunde nachlegen dürfen – und das letzte Wort hat meist K.H. Deschner höchstselbst. Was für ein Zufall, dass Ricarda Hinz, die Autorin dieses Beitrags, Beiratsmitglied in der atheistischen G.Bruno-Stiftung ist!
Höchst parteiisch ist auch die Auswahl und Präsentation der Beteiligten: auf der einen Seite v.a. Glaubenspraktiker (Bischöfe, die ZdK-Präsidentin etc.), auf der anderen Seite häufig Wissenschaftler (Birnbacher, Vowe, Ranke-Heinemann) – die ihre Expertise noch dazu meist vor beeindruckenden Bücherwänden präsentieren dürfen. Was wir lernen sollen, ist klar: Die Wissenschaft steht auf Deschners Seite. Wen stört es da, dass kaum einer der Befragten vom (kirchenhistorischen) Fach ist (Birnbacher ist Philosoph, Vowe war Amerikanist)? Warum aber fehlen hier fast völlig echte Fachleute - wie z.B. die Profs. Brandmüller, Repgen oder Angenendt, die allesamt wissenschaftlich geforscht haben zu den Themen der „Kriminalgeschichte“? Weil in der Fachwissenschaft Deschners Tiraden praktisch nicht zur Kenntnis genommen werden? Eine inhaltliche, an konkreten – prüfbaren – Aussagen orientierte Auseinandersetzung mit Deschners Thesen – der ja im Einzelfall auch unrecht haben könnte, es sei denn, er ist unfehlbar – vermisst man mithin weitgehend.
Geflissentlich werden auch die Schattenseiten der in dem Beitrag so hochgelobten Aufklärung ignoriert – etwa, dass Voltaire die Gegner der Aufklärung aus dem Staat ausschließen wollte und Rousseau für diese sogar die Todesstrafe empfahl (Belege siehe bei Angenendt, Toleranz und Gewalt, a.a.O., S. 67). Von Chuzpe zeugt es auch, Dieter Birnbacher (er ist einer von Frau Hinz‘ Beiratskollegen in der Giordano-Bruno-Stiftung) als Anwalt der Menschenrechte zu präsentieren, war es doch gerade der von ihm in seinem wissenschaftlichen Werk vertretene Utilitarismus (in der Person von dessen Gründer Jeremy Bentham), der sich äußerst heftig gegen die Einführung allgemeiner unveräußerlicher Menschenrechte stemmte, weil diese doch der Maximierung des „Glücks der größten Zahl“ im Wege stünden. Immerhin offenbart die Journalistin Nelly Moia in Teil 5 ihre Einstellung zu Menschenrechten mit einer Klarheit, die nichts zu wünschen übrig lässt, wenn sie es für eine „verbrecherische Politik“ hält, dass die Kirche ihre Zustimmung zur Tötung unschuldiger ungeborener Menschen verweigert.
Und natürlich hört man kein Wort in dem Beitrag zu der Kühnheit Deschners, die Lehre Jesu mit dem (oft verbrecherischen) Versagen einzelner Christen widerlegen zu wollen. Nach dieser Logik wäre nämlich der Atheismus längst widerlegt, führte doch allein der Atheismus in seiner kommunistischen Spielart im 20. Jahrhundert – je nach Rechnung – zu 70 bis 120 Millionen Toten (eindrucksvoll nachzulesen im „Schwarzbuch des Kommunismus“). Soviel Mord und Totschlag haben Christen selbst in 2000 Jahren nicht angerichtet (womit natürlich nicht ein einziges christliches Verbrechen gerechtfertigt werden soll).
Lektüretipp zur besseren Einschätzung von Deschners “Kriminalgeschichte”:
A. Angenendt, A.: Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert, 4. A., Münster 2008 [zu inhaltl. Kritik an Deschner vgl. S. 63-67].
1. Jan. 2011 | #
Hallo vuih,
zu Deiner Kritik am “unsäglich einseitigen” Film über Deschner wiederhole ich, auch auf die Gefahr, dass Du meinen Beitrag Nr. 88 (oben) schon gelesen hast, drei Einwände gegen den Vorwurf Deschner bzw. der Film über ihn sei einseitig.
1. Der Vorwurf der Einseitigkeit ist inhaltslos, wenn man nicht sagt, welche Fakten (nicht Meinungen und Wertungen) Deschners Urteil über die Geschichte des Christentums und seine heutigen Positionen (Sexual- und Sozialmoral, s.o.) widerlegen. Deschner selbst bekennt sich zur Einseitigkeit (ebenfalls s.o.), dieser megaüberraschende Nachweis sagt erstmal nichts aus. Dass jemand aus “Feindschaft” (Zitat D.) schreibt, heißt nicht, dass er unrecht hat. Wenn ich über Stalinismus schreibe und ausklammere, was die eloquentesten Stalinisten selbst dazu zu sagen hatten, könnte da auch jemand “Einseitigkeit” vorwerfen, über die Richtigkeit eines Arguments sagt das erst recht nichts aus. Genauso wenig ist es stichhaltig, einer Position vorzuhalten, sie werde von der Fachwelt nicht zur Kenntnis genommen. Nicht selten wird auch ignoriert, was gerade nicht en vogue oder ideologisch unpassend ist (vgl. NS-Aufarbeitung durch Historiker bis in die 60er-Jahre in Deutschland).
2. Dem von Deschner angeklagten Christentum wünscht Du die besten Verteidiger und nicht die peinlichen Gestalten aus dem Film. Auch hier würde ich einwenden: Mich interessieren mehr deren Argumente als deren Gesichter und Namen und ihre rhetoirschen Fähigkeiten. WAS sagen denn die von Dir genannten Kirchenhistoriker, was Deschners Thesen widerlegt? Ein Verweis auf eine Stelle in einem Buch, wo ich gefälligst selber lesen soll, ist charmant protestantisch, bringt aber noch nichts für die Diskussion. Ich sage ja auch nicht: Lies die Einführung in Deschners Buch “Und abermals krähte der Hahn…” o.ä., dann sprechen wir uns wieder. In Blogs werden meist keine Hausaufgaben aufgegeben.
3. Die Vertreter der Aufklärung kritisierst Du nicht wegen dem, was sie im Film sagen, sondern wegen dem, was sie mglw. sonst noch so gesagt haben und treiben. Das jemand Utilitarist ist und sich eine freie Gesellschaft nicht so vorstellt wie ich, heißt nicht, dass damit sein Argument bezüglich Deschner/Kirche/Christentum hinfällig ist. Solch ein Manöver lenkt die Diskussion eher auf Nebenkriegsschauplätze. Aber hier geht es nicht um Bentham und die Debatte ob Atheisten nun bessere Menschen sind oder schlechtere. Die Frage an sich ist schon falsch. Richtig wäre die Frage: WER HAT RECHT UND WARUM UND WAS FOLGT DARAUS? oder sehe ich das jetzt falsch? Was im “Schwarzbuch des Kommunismus” steht, sagt daher auch herzlich wenig über den Film aus, um den es eigentlich gehen sollte, oder? Deschner sagt übrigens an keiner mir bekannten Stelle, er wolle Jesus widerlegen. Das ist auch nicht sein Anliegen (siehe Interview mit “Weltwoche” oben)
Nachtrag zu meiner Positionierung : Ich habe Respekt vor Religionen und Weltanschauungen, auch wenn ich sie nicht teile. Eine Einseitigkeit, die keine anderen Denkweisen gelten lässt, halte ich für falsch, wie Du wahrscheinlich auch. Ich kann daher auch die peinlichen Kirchenleute des Films so akzeptieren, wenn sie sich gebärden, wie sie es im Film tun. Wir sehen die Welt solange auf unterschiedliche Weise, bis wir darüber evtl. gestritten haben. Der Punkt ist aber die gesellschaftliche MACHT mancher organisierten Religionen, besonders aber der gesellschaftlich, medial, politisch und wirtschaftlich äußerst machtvoll aufgestellten katholischen Kirche. Da bleibt es nicht beim bloßen Denken und der Entscheidung für diese oder jene Lebensführung. Wo Religionen die Macht haben Menschen geistiger und ganz reeller Fremdbestimmung zu unterwerfen, bin ich absolut einseitig: Die Machtapparate der Kirche gehören in diesem Fall zerschlagen, ihre z.T. wahnwitzigen Lehren (z.B. Erbsünden-Ideologie, Vertröstung auf Jenseits, Herrschaftsrecht des Mannes) müssen als das dargestellt werden, als das sie eingesetzt werden: Unterdrückungsmittel.
2. Jan. 2011 | #
Vorurteil, Zeitgeist und Ideologie / Häresie verursachen Denkblockaden. Wer von einer solchen befallen ist, der ist nicht belehrbar. Er braucht ein Ereignis, das man Bekehrung nennt. Dann ist er wieder ganzheitlich denkfähig. Armer Karl-Heinz Deschner!
Die Wissenschaft tut so, als ob mit dem Wort “Urknall” alles zum Thema Entstehung der Welt gesagt wäre. Dabei unterschlägt sie die alles entscheidende Frage: “Wer hat geknallt?”
5. Jan. 2011 | #
Welche Macht hat die Kirche?
Ich bin jahrelang nicht in die Kirche gegangen. Kein Pfarrer kam vorbei. Er schickte auch den Mesner nicht mit einem Rollkommando, um mich “katholisch” zu machen.
Die Kirche hat einzig die Macht, Kirchensteuer von mir einzutreiben. Diese Macht hat ihr der Staat verliehen, um sie lebensfähig zu halten, weil er ihr vorher den Besitz weggenommen hat.
Die ganze Debatte ist von einer unglaublichen Verbiesterung geprägt, ….
5. Jan. 2011 | #
Hallo,
danke für die Ferndiagnose der Denkblockade, die Sie interessanterweise mit “Häresie” gleichsetzen, was man angesichts der Bedeutung und kirchengeschichtlichen Verwendung dieses Begriffes wohl nicht weiter kommentieren muss. Ebenso wenig diskutabel Ihr Standpunkt, Leute wie Deschner seien nicht belehrbar (ohne ein einziges Argument vorzulegen). Wenn Ihnen Argumente zur Belehrung fehlen, würde ich das mal eher als unfreiwillige Zustimmung zu Deschners Position werten. Entscheidend ist nun nach Ihrer Meinung (und um mehr als eine bloße Meinungsäußerung handelt es sich nicht) also die “Bekehrung” zum christlichen Glauben, also die ausschließliche Innensicht auf das Christentum. Warum erinnert mich das nur an den Standpunkt der Kirchenvertreter im Videoclip?
Zur Macht der Kirche: Die katholische Kirche hat in vielen Ländern, vor allem Lateinamerikas, aber auch Afrikas eine Machtposition, die sich keineswegs auf religiöse Dinge beschränkt. Sie ist dort - ganz ähnlich wie protestantische Sekten in den USA - häufig auf das Engste mit politischen, wirtschaftlichen und auch militärischen Eliten und Interessengruppen verbunden, in Lateinamerika z.B. mit den traditionell großgrundbesitzenden Eliten. Die geringere Macht der Kirche in säkularisierten Ländern wie Deutschland ist keineswegs der globale Maßstab. Und auch hierzulande sah das vor wenigen Jahrzehnten noch anders aus, z.T. dauert die gesellschaftliche Definitionsmacht der katholischen Kirche im ländlichen Raum heute noch kaum eingeschränkt fort - bis hin zu mal ausgesprochenen, mal eher impliziten Vorschriften, z.B. über katholisches Eheleben, Taufen und Kirchgang. In einer von osteuropäischen Migranten geprägten Gemeinde in der Nähe Oldenburgs erinnerte vor einigen Wochen ein Pfarrer eine Bekannte von mir, sie habe sich ihrem Mann und seinen Bedürfnissen unterzuordnen - Hintergrund war der nach Meinung des Pfarrers zu “lockere” Lebenswandel der Frau. In solchen Gemeinden bleibt es auch hierzulande nicht unbestraft, was im Privaten getrieben wird. Diese soziale Kontrolle bis hin zu den erwartbaren sozialen Folgen des Austritts in einer solchen Gemeinde mag begrüßen, wer den christlichen Glauben teilt, in einer modernen säkularen Gesellschaft hat derartige private Einflussnahme von “Seelsorgern” eigentlich nichts zu suchen. “Verbiesterung” ist ein Wort, das mir besser auf das Verhalten dieses Pfarrers zu passen scheint als auf Herrn Deschner. “Unglaublich” ist sie allemal.
6. Jan. 2011 | #
Liebe Vernunftbegabte und liebe Dumme! Ich habe mir jetzt über zwei Jahre die Diskussionen angeguckt. Gegen die Dummheit kämpfen “die Götter” selbst vergebens. Menschen gibt es seit drei Millionen Jahren, Religionen aber erst seit zwanzigtausend Jahren. Es können auch Dreimillionenundeins oder zwanzigtausendundzwei sein. Das ist wurscht. Nur: solange schon lassen sich Dumme von den “Vertretern des Himmels” terrorisieren. Keiner von denen konnte je einen Geist, eine Seele oder gar ein Jenseits vorführen. Man muß schon verdammt dumm (nicht primitiv!) sein zu glauben, es gäbe etwas anderes als Materie. Primitive (also Völker, die noch in symbiotischer Gemeinschaft mit der Natur leben) haben nämlich keine Mythen und keinen Götterglauben. Der wird ihnen erst von den Verbrechern gebracht, die sie ausbeuten wollen. Und die, die sich ausbeuten lassen wollen, rennen dann gern in die Kirche (oder zu der Esoterikbande) wie sich nach der Annexion der DDR gezeigt hat. “Gottseidank” bin ich Atheist. Die Diskussionen sind zwecklos und deswegen verabschiede ich mich aus dem Forum. Memento: Ècrasez l’infâme!
6. Jan. 2011 | #
Hallo, H, Wegener,
Als ein, nach Ihrer Ansicht, Dummer fordere ich Sie auf, Ihren Verstand auf den Tisch zu legen, ich möchte ihn sehen. Ihre Behauptungen sind Ausdruck von blamabler Ignoranz (nicht wissen wollen!).
“Gott sei Dank! Gott gibt es nicht!
Aber, wenn es Gott doch geben sollte?”
10. Jan. 2011 | #
Hallo, Herr Christian,
Sie irren sich: Vorurteil, Zeitgeist und Ideologie sind die Ursache von Denkblockaden. Ideologie und Häresie setze ich deshalb gleich, weil sie dieselbe Wirkung, aber in verschiedenen Bereichen haben. Das Wort Bekehrung hat sie wohl überfordert. Es gibt keinen Unterschied, wenn jemandem die Augen aufgehen, ob es sich um eine ideologische oder religiöse Frage handelt. Beides bewirkt eine radikale Änderung der Einstellung.
War es Günter Schabowski (Ex-DDR-Minister?), der nach der Friedlichen Revolution gesagt hat, sie hätten alles falsch gemacht?
10. Jan. 2011 | #
Hallo Herr Kugler,
Ihre Kommentare ergeben, freundlich ausgedrückt, wenig Sinn: Sie können nicht verlangen, dass irgendjemand Sie und Ihre Position ernst nimmt, wenn Sie (mangels Argumenten) einfach wiederholen, was Sie schon gesagt haben (”Sie irren sich…”) und sich kein Stück mit den Argumenten der Gegenseite auseinandersetzen (was ich im Kommentar Nr. 99 versucht habe). Stattdessen eine neue Ferndiagnose aus dem “Off”, gerichtet an jemanden, der sich in seinem Posting gerade aus dem Forum verabschiedet hat und Ihnen deshalb auch nicht mehr antworten kann, ist ziemlich sinnfrei. Das mag Ihnen das Gefühl geben, die eigene Überzeugung veteidigt zu haben, bringt aber für die Diskussion gar nichts.
Da Sie auch weiterhin den Begriff “Häresie” verwenden möchten, um die “falschen” Überzeugungen von den “richtigen” Überzeugungen der “Bekehrten” abzugrenzen, möchte ich an die Bedeutung des Begriffes erinnern:
Häresie war (und ist z.T. noch) ein Kampfbegriff der katholischen Kirche gegen andersgläubige Christen. Der Kirchenvater Augustinus hatte dafür die geistigen Grundlagen gelegt. Maßstab für Häresie war und ist die Frage, inwieweit Christen bestimmte Dogmen (=Lehrsätze) der kaztholischen Kirche anerkennen oder nicht. Bereits das Nichtanerkennen bestimmter Teile der katholischen Christologie (z.B. Arianer) und Liturgie (z.B. Hussiten) reichte für den Scheiterhaufen. Das Römische Reich war seit 391 eine christliche Theokratie, in der der Staat die Kirche bei dem Bemühen unterstützte, Häretiker (=Ketzer) zu verfolgen und drakonisch zu bestrafen. Dass Gruppen von Menschen von der Lehre Roms abweichende Positionen hatten, war der katholischen Kirche Grund genug Inquisitionsprozesse und blutige Kreuzzüge durchzuführen, bis in die Neuzeit.
Wer sich noch im 21. Jahrhundert einfach hinstellt und statt Argumenten christliche “Bekehrung” als die Voraussetzung zum Verständnis der Welt fordert und abweichende Positionen mit dem Kampfbegriff “Häresie” bezeichnet, zeigt damit eine Einstellung, die mich schaudern lässt. Die Begriffe “Vorurteil”, “Ideologie” und “Ignoranz”, die Sie gerne auf andere anwenden, würden dafür auch ganz gut passen. Nur sind diese Begriffe hinsichtlich der realen Folgen des kirchlich-christlichen Deutungsanspruches noch zu harmlos gewählt (siehe Nr. 99 oben).
10. Jan. 2011 | #
In der deutschen Verfassung wurden Menschenrechte formuliert, an welche sich die katholische Kirche, trotz des solidarischen Verhältnisses zwischen Staat und Kirche, in vielerlei Hinsicht nicht zu halten braucht.
Daraus ergibt sich die Frage, wer, oder was zur Durchsetzung von Menschenrechte als verlässlich einstehend und garantierend angesehen werden kann.
Die z. Z. in Deutschland regierende christlich demokratische Union (CDU) nimmt durch ihre Partei-Benennung eine positive Stellung zum Christentum, womit mitunter belegt ist, unter welcher staatlichen weltanschaulisch voreingenommenen Herrschaft sich die Kirche behütet weiß.
Das Grundgesetz der Glaubensfreiheit erlaubt somit intolerante Gemeinschaften und Gemeinschaftsbildungen!
Aus dieser Gesamtsituation ergibt sich die Frage: “Wie aufgeklärt sind wir wirklich”?
LG, Philo
27. Jan. 2011 | #
Mir fallen zu Deinen Punkten dazu folgende Sachen ein (ich gehe mal rückwärts vor):
1. Aufklärung ist ein PROZESS, der sich mit der Kritik von Urteilen über die Welt und den Menschen beschäftigt. Aufklärung ist ein Gespräch auf gleicher Augenhöhe, bei dem beide Seiten bereits sind, ihre mitgebrachten Urteile und Meinungen einer Kritik zu unterziehen, um der Wahrheit näher zu kommen. Einen endgültigen Abschluss (ZUSTAND der “Aufgeklärtheit”) zu erwarten, ist manchmal sogar irreführend. Auch Aufklärung kann stehenbleiben und zur scheinbar nicht-hinterfragbaren Ideologie verkümmern, zur modernen Herrschaftsideologie und bequemen Ersatzreligion. Das kann u.a. passieren, wenn Aufklärer sich so überlegen wähnen, dass sie Kritik und die sonstigen Regeln der Vernunft nicht auf sich selbst und die eigenen Überzeugungen anwenden. Wenn einer ganzen Gesellschaft dieses Stehenbleiben passiert, kann Aufklärung sogar zum modernen Mythos werden. Das ist das, was Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in ihrer “Dialektik der Aufklärung” warnend beschreiben. Offenheit und Unabgeschlossenheit sind also zunächst einmal ein gutes Zeichen. Dass wir soviele Antworten haben, dass uns keine neunen Fragen mehr einfallen, würde gerade ein/e WissenschaftlerIn bestreiten. Es wäre also eher die Frage: Was hat die Aufklärung bereits erreicht und ist das Erreichte geschützt gegen Rückfälle?
2. Das Grundgesetz ist ebenfalls keine abgeschlossene Sache. Von Anfang an standen da die Grund- und Menschenrechte drin, für die eigentlich der gesamte Staatsapparat bürgen soll. Oft fehlte es aber an dem gesellschaftlichen Druck die Grundrechte auch durchzusetzen und andere, gegenteilige Gesetze und Bestimmungen zu verändern. Andere Bestimmungen, die den Wert dieser erreichten Rechte eingeschränkt haben, standen bzw. stehen da oder in den zugehörigen Gesetzbüchern noch immer drin. Zum Beispiel war es jahrzehntelang faktisch legal, dass ein Ehemann seine Frau zum Sex zwingen darf, es wurde in etwa als “eheliche Pflicht” dre Frau aufgefasst und mit der Quasi-Vormundschaft des Mannes über die Frau in der Ehe begründet. Klingt nicht nur nach christlich tradiertem Patriarchat, ist es auch (Altes Testament: “Mann als Haupt der Frau”). Das wurde nach der 68er-Revolte und dem Beginn der Emanzipation der frau juristisch aufgehoben. Ein anderes Bsp.: Erst seit dem Jahr 2000 ist es endgültig für illegal erklärt worden, dass Eltern ihre Kinder verprügeln. Obwohl es im GG seit 1949 heißt: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.” Also standen diese Sachen jahrzehntelang nebeneinander. Für manche Konservativen und Fundi-Christen wäre Kinderschlagen und Würde des Menschen zu wahren auch heute noch kein Widerspruch. Und deshalb tun sie es auch weiter. Da wäre so eine Grenze der Aufklärung im ganz praktischen Sinne: Wie aufgeklärt sind wir wirklich, wenn man sich das vor Augen führt?
3. Der deutsche Staat hat sich seit seiner Gründung 1949 in vieler Hinsicht auf christliche Wertvorstellungen bezogen, etwa in der Sozialpolitik, die viele Einflüsse aus der katholischen Soziallehre hatte oder in der Einbeziehung der Kirche in die Schule. Daneben gab es aber ebenso Einflüsse aus dem Humanismus (für den sich z.B. T. Heuss als Bundespräsident stark machte), aus der Arbeiterbewegung (betriebliche Mitbestimmung) und weiteren gesellschaftlichen Gruppen. Das heißt: Die Trennung von Staat und Kirche wurde zwar proklamiert, es wurde der Kirche (als zumindest damals großer gesellschaftlicher Einflussgruppe) in Deutschland viel Mitspracherecht eingeräumt. Das führt zu einem latenten Konflikt: Gerade die Katholiken haben in der Adenauer-Zeit viel an Boden und gesellschaftlicher Deutungsmacht zurückerobert, den sie in der Nazi-Zeit vorübergehend verloren hatten. Die Beteiligung der Kirche an Bereichen, die über das Private (den persönlichen Glauben) hinausgehen, führte dazu, dass die Kirche versucht hat, Politik direkt zu beeinflussen (z.B. beim Ehe- und Abtreibungsrecht), d.h. da hat die Kirche versucht der GANZEN Gesellschaft ihren Stempel per Gesetzgebung aufzuzwingen. Bis heute versuchen katholische Kirche und Konservative z.B, regelmäßig gesetzliche Hebel gegen “Gotteslästerung” u.ä. in Bewegung zu setzen und so die Meinungsfreiheit einzuschränken. Du sagst, die Kirche müsse sich nicht an Menschenrechte halten - gut, zwingen wir sie dazu! Das GG gibt in diesem Zusammenhang jedenfalls jedem Recht, der sagt: Lasst die Kirche im Dorf, wo hingehen mag, wer will. Wo “christliche-abendländische Leitkultur” gefordert wird, steht dem das GG entgegen, das keine religiösen Aussagen zu Grundwerten erhebt. Es sei denn, man fällt auf den alten Gag der Kirchen herein, die behaupten, sie hätten die Menschenrechte erfunden…
27. Jan. 2011 | #