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  • 21. Aug. 2007

    “Nur ein toter Schwuler ist ein guter Schwuler” titelt der Gay-West-Blog und schreibt: Nach diesem Motto verfährt zur Zeit ein katholisches Ehepaar aus Carmel, Indiana. Sie hassen ihren Sohn Patrick, der seit gut 25 Jahren mit seinem Freund Brett zusammen lebt, ebenso wie diesen Freund und jeden Schwulen auf der Welt.

    Der Classical Liberally Blog berichtete ebenfalls über den Fall:
    Patrick, Sohn eines ultrareligiösen, katholischen Ehepaars, lebt in einem gleichgeschlechtlichen eheähnlichen Verhältnis mit seinem Partner Brett.

    Ein Vierteljahrhundert lang leben, lieben und kämpfen Brett und Patrick zusammen. Nach 12 Jahren sind sie in der Lage gemeinsam ein Haus zu kaufen. Sie teilen das Bankkonto und ihr gesamtes Leben. Die *** von Eltern hassten jeden Moment davon. Aber wie weit sie dann gehen würden, erstaunte selbst mich, obwohl ich von Fanatikern keinerlei Humanität erwarte.

    Als Patrick in Folge eines Aneurysma kollabiert, beeilen sich die Eltern ihre elterliche Sorge um den behinderten Sohn geltend zu machen. Im Focus ihrer fürsorglichen Bemühungen steht jedoch nicht das gesundheitliche Wohl des Sohnes sondern die Verhinderung von weiteren Kontakten zu dem homosexuellen Partner. Sie verweigerten Brett sogar das Besuchsrecht, das er gerichtlich erstritten hatte, obwohl ein Neuropsychologe diese Besuche befürwortet hatte. Die ärtzliche Empfehlung “Reintegration des Patienten in die gewohnte Umgebung, Aktivitäten und Situationen fördert den Heilungsprozess” wird elterlicherseits jedoch ignoriert. Wes Geistes die Mutter (Jeanne) ist kann an folgendem Zitat ermessen werden:

    Jeanne sagte zu Brett, dass wenn Patrick nach seiner Genesung zu ihm zurückkehren würde, würde sie (Anm: sie ist die Mutter!) vorziehen er würde nicht genesen.

    6 Kommentare »

    1. theolounge schreibt:

      Ja, das ist eine ziemliche Schwarz-Weiß-Malerei.

      Welche man übrigens auch in dem Artikel :
      http://www.skepticker.org/2007/08/21/kinder-haben-ein-recht-auf-religion/

      in ähnlicher Weise findet.
      Wenn Aussagen nämlich zu wenig differenzieren und Dinge zu sehr über einen Kamm scheren wollen, ist man schnell bei einer vereinfachenden Wirklichkeitskonstruktion gelandet, die die Wirklichkeit aber nicht so abbildet, wie sie ist - sondern in gut - schlecht vereinfacht.

      Das gilt für diesen Artikel hier ebenso wie für pauschale Aussagen über Religion.

      21. Aug. 2007 | #

    2. kreidefresser schreibt:

      >Schwarz-Weiss-Malerei

      Da bin ich ja mal gespannt welche Graustufen mütterlicherseits hier noch zu finden wären.

      >Wenn Aussagen nämlich zu wenig differenzieren und Dinge zu sehr über einen Kamm scheren wollen, ist man schnell bei einer vereinfachenden Wirklichkeitskonstruktion gelandet, die die Wirklichkeit aber nicht so abbildet, wie sie ist - sondern in gut - schlecht vereinfacht.

      Klingt verdächtig nach theoloungigem Geschwurbel. Von fehlerhafter Wirklichkeitskonstruktion kann hier doch allenfalls bei den Eltern gesprochen werden.

      21. Aug. 2007 | #

    3. magnusfe schreibt:

      http://www.clv-server.de/pdf/255978.pdf

      -> hier gibt es das christliche buch zur homosexualität
      es erklärt warum man verschieden sein muss im bett um gleich zu sein vor gott

      21. Aug. 2007 | #

    4. Thomas schreibt:

      Ein schlimmes Beispiel menschlicher Intoleranz. Es unter dem Stichwort “Katholizismus” abzulegen, ist allerdings diskriminierend - “Homophobie” wäre passender. Schließlich findet man Homophobie sowohl unter den Mitgliedern organisierter Religionen als auch verschiedener Ideologien (z.B. Nationalsozialismus) als auch unter Freidenkern (persönliche Erfahrung - ein Freund von mir ist Freidenker, allerdings nicht, wenn es um Homosexuelle geht)…

      Desmond Morris, ein britischer Verhaltensforscher, hat übrigens eine interessante Theorie angeboten, warum Menschen (vor allem Männer) homophob werden - in der männlichen Hierarchie der Urzeit standen seiner Meinung nach die Männer am höchsten, die die meisten Frauen um sich scharen konnten, sprich: viele Frauen = hohes Ansehen. Homosexuelle unterliefen dieses Hierarchieprinzip und wurden von den heterosexuellen Männern deswegen abfällig behandelt und unterdrückt, um die “natürliche” Hierarchie aufrecht zu erhalten. Ob solch ein postulierter gruppendynamischer Prozess auch heute noch nachwirkt, darüber kann man spekulieren.

      22. Aug. 2007 | #

    5. Richard Bienert schreibt:

      Grundsätzlich gilt: Wer vor Homosexualität Ekel empfindet, ist nicht krank (wie von “politisch Korrekten” im Schlepptau der Homo-Lobby behauptet), sondern gesund. Homosexualität ist eine krankhafte Abweichung, also eine Perversion. Das wußten bereits die Juden im Alten Testament, das überhaupt als Lektüre empfohlen werden kann.

      22. Feb. 2010 | #

    6. Yadgar schreibt:

      @Richard Bienert
      Du trägst bestimmt auch keine Kleidung aus Mischgewebe, betreibst keinen Bio-Landbau mit zwei oder mehr Pflanzenarten auf einem Feld und bist auch ganz sicher nicht tätowiert…

      18. Jan. 2011 | #

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