In Holland ist der Teufel los. Während Geert Wilder, Fraktionsvorsitzender der rechtspopulistischen Partei für die Freiheit (PVV) den Koran nach Parallelen zu Hitlers “Mein Kampf” durchforstet und gleich ein Verbot der heiligen Schrift fordert, erregt der Vorschlag eines katholischen Bischofs die Gemüter:
Um der Angst vor Ausländern und dem Hass auf Muslime zu begegnen, hat sich der katholische Bischof von Breda, Tiny Muskens, eine besondere Versöhnungsgeste ausgedacht. Er schlägt vor, man möge Gott in Zukunft “Allah” nennen. Christen, Juden und Muslime beteten schließlich denselben Gott an.
In Indonesien, einer früheren holländischen Kolonie, und in anderen islamischen Ländern sei es nicht ungewöhnlich, dass auch Christen statt “Gott” “Allah” sagen, so der 71-Jährige: “Gott ist es doch egal, wie wir Ihn nennen. Wir Menschen haben die verschiedensten Namen erfunden, um darüber streiten zu können.

Nette Idee - greift aber nicht weit genug. Muslime kritisieren an den meisten Christen nicht nur deren Gottesvorstellung (Trinität), sondern auch die Nicht-Anerkennung Mohammeds als Prophet - nur zwei wichtige Glaubensinhalte, die von beiden Seiten nicht einfach aufgegeben werden können. Ich wäre dafür, die Botschaft von Lessings “Ringparabel” wieder mehr in den Vordergrund zu stellen.
22. Aug. 2007 | #
Vielleicht sollten Christen sich auch Moslems nennen und Moslems dafür das christliche Glabensbekenntnis sprechen. Vermutlich wäre das Gott ebenfalls egal.
23. Aug. 2007 | #