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  • 28. Aug. 2007

    Eine beeindruckende Dokumention über Kirchenkritiker Karlheinz Deschner entlarvt seine Kritiker aus den Reihen der Kirchen. Diese Arbeit der Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly, von den Medien des Mainstream bisher nie gezeigt, kann endlich ein breites Publikum erreichen.

    Deschner.info

    Die Filmemacher Ricarda Hinz und Jacques Tilly haben ein virtuelles Streitgespräch um Deschners «Kriminalgeschichte des Christentums» zusammengestellt. Getrennt aufgenommene Aussagen zahlreicher Kirchenvertreter und radikaler Kirchenkritiker werden zu einer präzisen inhaltlichen Diskussion zusammengeführt. Eine solche Konfrontation käme in der Realität nie zustande.Zugleich dokumentiert das Video das Schaffen und die Persönlichkeit Karlheinz Deschners. Die Filmemacher begleiteten ihn ein Jahr lang bei seiner Arbeit und auf Lesereisen in Deutschland und der Schweiz. Dabei sammelten sie spontane Reaktionen seines Publikums. Diese authentischen Äußerungen markieren die Bedeutung der Aufklärungsarbeit Deschners.

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    27. Aug. 2007


    Roy Zimmermann
    ist ein amerikanischer Liedermacher und Satiriker. Weitere Informationen auf www.royzimmerman.com.

    24. Aug. 2007

    kutscheraProf. Ulrich Kutschera (im Bild mit Prof. Wuketits und Dr. Schmidt-Salomon beim Evoutionskongreß iDie), der Wortführer der deutschen Evolutionsbiologen, warnt im GEO-Interview vor einem Erstarken des Kreationismus in Deutschland, Auszüge:

    GEO.de: Jüngst hat die hessische Kultusministerin mit ihrer Behauptung, zwischen Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie gebe es erstaunliche Parallelen, für Aufregung gesorgt. Kommt der Kreationismus nun endgültig nach Europa?

    Ulrich Kutschera: Seit ich vor 20 Jahren aus den USA zurückgekehrt bin, beobachte ich diese wissenschaftsfeindlichen Strömungen in Deutschland. Und ich muss mit großer Enttäuschung feststellen, dass die kreationistische Bewegung, die unter anderem Fakten verdreht, Erkenntnisse ignoriert und das gesamte Methodenarsenal der modernen Biologie ablehnt, immer mehr Zulauf hat. Alle Umfragen der letzten Jahre zeigen, dass die Zahl der Evolutionsgegner in Deutschland von rund 20 auf bis zu 30 Prozent angestiegen ist.

    GEO.de: Welche Rolle spielt das Internet bei der Verbreitung kreationistischer Ideen?

    Ulrich Kutschera: Schüler schauen, wenn sie sich zu einem Thema informieren wollen, heute zunächst im Internet nach. Wenn sie nun Schlüsselbegriffe, wie zum Beispiel “Makroevolution”, “rudimentäre Organe” oder “Phylogenese” bei Google eingeben, dann landen sie zunächst bei den Kreationisten. Da die Zahl der Links bei den Evolutionsgegnern deutlich höher ist als bei uns, führen schätzungsweise zwei Drittel aller Google-Suchanfragen zum Thema Evolution auf kreationistische Seiten. Zum Beispiel auf www.genesisnet.info, eine neue Kreationismus-Seite von “Wort und Wissen”, die eine umfassende Hauptseite pflegt. Wäre unsere ehrenamtlich betriebene Seite www.evolutionsbiologen.de nicht im Netz, würden wohl über 90 Prozent der Suchanfragen bei den Kreationisten landen.
    GEO.de: Müsste die Aufklärungsarbeit, die Sie betreiben, nicht von unseren Schulen und Universitäten geleistet werden?
    Ulrich Kutschera: Wenn Sie an einer deutschen Universität Biologie studieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Sie zum Thema Evolution sehr wenig oder gar nichts Aktuelles gelehrt bekommen. Ich könnte Ihnen bedeutende Universitäten nennen, an denen Sie Biologie-Lehrer werden können, ohne je einen einzigen Kurs zum Thema Evolution besucht zu haben. Es gibt auch nur sehr wenige Kollegen, die das Fach im Rahmen einer staatlich besoldeten Professur vertreten. Hinzu kommt ein erstaunliches Wissensdefizit in der Bevölkerung.

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    22. Aug. 2007

    idea.de

    “Die Kirche ist ein Irrenhaus.“ Dieser Satz entfahre ihm wöchentlich mindestens zweimal, bekennt der sächsische Pastor und Evangelist Theo Lehmann (Chemnitz). […]
    “ Bei kritischen Anfragen genüge es, mit der linken Hand die Fundamentalismuskeule zu schwingen und mit der rechten das Toleranzfähnlein zu schwenken. Und so schwanke „die Kirche dahin wie ein Betrunkener, besoffen vom Zeitgeist“. Das Dilemma der Kirche sei, dass es in ihr nicht einmal mehr eine gemeinsame Bibel gebe.
    […]
    Nach Ansicht des Theologen gibt es in der Kirche mehrere Kirchen, „die sich wie Feuer und Wasser gegenüberstehen und immer mehr auseinanderdriften“. Es stelle sich die Frage, wie lange man der Kirche noch die Treue halten könne oder solle. Die nächste Frage sei, wohin man gehen solle, denn: „Das Irrenhaus hat viele Abteilungen.“ Er habe sich, so Lehmann, dafür entschieden, in der Kirche zu bleiben, solange die Bekenntnisschriften „wenigstens noch offiziell in Gültigkeit sind“. Er plädiere dafür, „dass lieber die endlich abhauen sollen, die die Kindertaufe ablehnen, von der Jungfrauengeburt bis zur Auferstehung nichts glauben, geschweige denn von der Wiederkunft von Jesus, Gericht, Hölle und Verdammnis wissen oder predigen“.
    Natürlich wisse er, dass genau diese Leute gerade nicht daran dächten, die Kirche zu verlassen: „Es ist unser Problem, dass wir mit ihnen leben müssen.“ Das müsse auch so sein, denn der Antichrist komme nicht aus einer Freimaurerloge, sondern aus der Sakristei.

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    21. Aug. 2007

    In der 3. Folge der Hörfunkreihe “Gottes Bilder – Warum wir glauben” auf SWR2-Wissen widmete sich Falk Fischer am 1.8.2007 dem Thema “Naturwissenschaft und Religion”. Die Radio Akademie in SWR2 verfolgt das Ziel der “Vermittlung von Wissen und Orientierungshilfe in einer immer komplexeren Gesellschaft”. Ziel dieses Beitrags war es offensichtlich, eine als verunsichert angenommene christliche Hörerschaft durch ein lauwarmes Wechselbad von hallunterlegten Psalmlesungen mit esoterischen Einlassungen christlicher Wissenschaftler in ein religiöses All-Einheitsgefühl zu lullen.

    Der erste Teil des Beitrags zeigt exemplarisch, welche Argumentationstaktiken üblich sind, wenn die Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Glaube gezeigt werden soll. Der Autor des Beitrags postuliert zuerst einmal völlig unbegründet, Wissen sei nur ein Teilbereich möglicher Erkenntnis. Sodann hält er dem naturwissenschaftlichen Erklärungsansatz vor, sein Mangel an Sinngebungs- und Trostpotenzial führe zu Hybris. Da jedoch gerade die Naturwissenschaft sich mit guten Modellen zur Voraussage von Überprüfbarem begnügt, ist dieser Vorwurf eine dreiste Umkehrung der Sachlage. Fischer versucht außerdem, der Wissenschaft metaphysische Voraussetzungen unterzuschieben: Ludwig Wittgensteins Aufforderung, über all das zu schweigen, worüber man nichts sagen könne, sei “im Grunde ein Maulkorberlass für die Grundvoraussetzung aller Wissenschaft”. Auch dies trifft viel eher auf religiöse Weltbilder zu, die zentrale metaphysische Annahmen treffen und nicht nur gut funktionierende Theorien aufstellen.

    Zur weiteren Glaubensfestigung soll nun die Quantenphysik bemüht werden. Da dort ja - wie allgemein bekannt - alles etwas unscharf und merkwürdig ist, eignet sie sich hervorragend für jedermann, um alles mögliche zu begründen, und ist deshalb in Esoterik, Philosophie und moderner Theologie gleichermaßen beliebt. Hier wird sie vertreten durch Dr. Hartmann Römer, Professor für Physik an der Universität Freiburg. Römer ist ins kritische Radar der GWUP geraten, da er an Publikationen mitwirkte, in denen Homöopathie, Fernheilungen und parapsychologische Effekte mit quantenphysikalischem Formalismus zu begründen versucht wird.

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    21. Aug. 2007

    “Nur ein toter Schwuler ist ein guter Schwuler” titelt der Gay-West-Blog und schreibt: Nach diesem Motto verfährt zur Zeit ein katholisches Ehepaar aus Carmel, Indiana. Sie hassen ihren Sohn Patrick, der seit gut 25 Jahren mit seinem Freund Brett zusammen lebt, ebenso wie diesen Freund und jeden Schwulen auf der Welt.

    Der Classical Liberally Blog berichtete ebenfalls über den Fall:
    Patrick, Sohn eines ultrareligiösen, katholischen Ehepaars, lebt in einem gleichgeschlechtlichen eheähnlichen Verhältnis mit seinem Partner Brett.

    Ein Vierteljahrhundert lang leben, lieben und kämpfen Brett und Patrick zusammen. Nach 12 Jahren sind sie in der Lage gemeinsam ein Haus zu kaufen. Sie teilen das Bankkonto und ihr gesamtes Leben. Die *** von Eltern hassten jeden Moment davon. Aber wie weit sie dann gehen würden, erstaunte selbst mich, obwohl ich von Fanatikern keinerlei Humanität erwarte.

    Als Patrick in Folge eines Aneurysma kollabiert, beeilen sich die Eltern ihre elterliche Sorge um den behinderten Sohn geltend zu machen. Im Focus ihrer fürsorglichen Bemühungen steht jedoch nicht das gesundheitliche Wohl des Sohnes sondern die Verhinderung von weiteren Kontakten zu dem homosexuellen Partner. Sie verweigerten Brett sogar das Besuchsrecht, das er gerichtlich erstritten hatte, obwohl ein Neuropsychologe diese Besuche befürwortet hatte. Die ärtzliche Empfehlung “Reintegration des Patienten in die gewohnte Umgebung, Aktivitäten und Situationen fördert den Heilungsprozess” wird elterlicherseits jedoch ignoriert. Wes Geistes die Mutter (Jeanne) ist kann an folgendem Zitat ermessen werden:

    Jeanne sagte zu Brett, dass wenn Patrick nach seiner Genesung zu ihm zurückkehren würde, würde sie (Anm: sie ist die Mutter!) vorziehen er würde nicht genesen.

    21. Aug. 2007

    katholisch.de, die Informationsplattform der deutschen Bischofskonferenz, proklamiert ein kindliches Recht auf Religionsunterricht:

    “Kinder haben ein Recht auf Religion”, erklärt der Diözesanadministrator unter Hinweis auf Bildungsforscher, die im Zusammenhang mit der PISA-Studie von einem “Modus der Welterschließung” gesprochen haben, der von unschätzbarer Bedeutung für die kindliche Entwicklung sei. Wie natürlich die religiöse Perspektive auf die Welt für Kinder ist, wird nach den Worten des Diözesanadministrators an den großen und kleinen Kinder-Fragen sichtbar - zum Beispiel an der Frage: “Kommt meine Katze in den Himmel?” Geis lädt Eltern deshalb ein, “mit ihrem Kind gemeinsam die Chancen zu entdecken, die das Fach Religion bietet.”

    Die offenbar unschätzbar wichtige Bedeutung von frühkindlicher, religiöser Indoktrination für die Mitgliederzahlen der staatlich anerkannten Großsekten, die bekanntermaßen unter starkem Schäfchenschwund leiden, wird leider mit keinem Wort erwähnt.

    Siehe auch: Theolounge.wordpress.com

    21. Aug. 2007

    Ein Bilderbuch klärt bereits Sechsjährige auf amüsante Weise über den „Gotteswahn” auf. Doch: Darf man das?

    ferkel_2.jpg HAMBURG. (hpd) In der zweiten Septemberhälfte wird das Buch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” von Michael Schmidt-Salomon (Autor) und Helge Nyncke (Illustrator) im Alibri Verlag erscheinen. Über das Buch ist schon im Vorfeld viel spekuliert worden. Dem hpd bot sich nun exklusiv die Gelegenheit, die Druckfahnen vorab zu sichten.

    Der Rabbi, der Bischof, der Mufti und das Ferkel

    Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen Ferkels und des kleinen Igels, die stets „großen Heidenspaß” hatten. Doch dann entdecken sie eines Tages ein Plakat, auf dem geschrieben steht: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!” Darüber erschrecken die beiden sehr, denn sie hatten ja gar nicht geahnt, dass ihnen etwas fehlte. Also machen sie sich auf den Weg, um „Gott” zu suchen. Über die Abenteuer, die unsere beiden Helden später auf dem „Tempelberg” erleben, sei an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Nur soviel: Rabbi, Bischof und Mufti erscheinen, obgleich sie sich in den Haaren liegen, als gleichermaßen verrückt, wie Ferkel und Igel nach überstandener Suche im Irrgarten der Religionen einhellig feststellen. „Und die Moral von der Geschicht’: Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!”

    Weiterlesen auf hpd-online

    “Wo bitte geht’s zu Gott?” beim Alibri Verlag vorbestellen

    20. Aug. 2007

    In Holland ist der Teufel los. Während Geert Wilder, Fraktionsvorsitzender der rechtspopulistischen Partei für die Freiheit (PVV) den Koran nach Parallelen zu Hitlers “Mein Kampf” durchforstet und gleich ein Verbot der heiligen Schrift fordert, erregt der Vorschlag eines katholischen Bischofs die Gemüter:

    Um der Angst vor Ausländern und dem Hass auf Muslime zu begegnen, hat sich der katholische Bischof von Breda, Tiny Muskens, eine besondere Versöhnungsgeste ausgedacht. Er schlägt vor, man möge Gott in Zukunft “Allah” nennen. Christen, Juden und Muslime beteten schließlich denselben Gott an.

    In Indonesien, einer früheren holländischen Kolonie, und in anderen islamischen Ländern sei es nicht ungewöhnlich, dass auch Christen statt “Gott” “Allah” sagen, so der 71-Jährige: “Gott ist es doch egal, wie wir Ihn nennen. Wir Menschen haben die verschiedensten Namen erfunden, um darüber streiten zu können.

    (sueddeutsche.de)

    19. Aug. 2007

    Der Wikipedia-Scanner, die Software eines amerikanischen Programmierers, setzt die Änderungsdatenbank der Endlosenzyklopädie Wikipedia mit öffentlichen Internetadressen in Bezug. Vor allem Behörden und große Firmen stehen im Blickpunkt des Interesses. So wurden von Computern der CIA der Wikipedia-Eintrag über Irans Staatspräsidenten geändert, vom FBI wurden Bilder auf den Seiten über Guantánamo gelöscht, die Demokratische Partei der USA änderte einen Eintrag über einen konservativen Radiomoderator, der Ölkonzern Chevron Texas löschte einen kompletten Artikel über Biodiesel.
    (Quellen u.A.: Stern.de, BBC)

    Wie die BBC meldete hat auch der Vatikan manipuliert. Im Artikel über Sinn Féin-Führer, Gerry Adams, wurden Presseinformation und weiterführende Links entfernt, sowie Information über Adams Fingerabdrücke in einem Fahrzeug, das bei einem Attentat verwendet wurde. Vatikansprecher Lomabardi wies die Vorwürfe in einem Interview zurück, wie die Welt berichtet.

    Abzuwarten bleibt in welchen Fällen ganz konkret von absichtsvoller institutionalisierter Manipulation gesprochen werden kann und muss. Zum einen unterhalten viele Behörden auch öffentlich zugängliche Computer zum anderen ist die Beteiligung auch von CIA-Mitarbeitern oder anderer Behörden an einer öffentlichen Enzyklopädie sicherlich nicht per se skandalträchtig.

    Diskussion im Freigeisterhaus-Forum

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