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	<title>Kommentare zu: Anschlag christlicher Terroristen vereitelt</title>
	<link>http://www.skepticker.org/2007/07/19/anschlag-christlicher-terroristen-vereitelt/</link>
	<description>der säkulare Medienbeobachter</description>
	<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 12:01:11 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Ultram.</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/07/19/anschlag-christlicher-terroristen-vereitelt/#comment-4494</link>
		<dc:creator>Ultram.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 06:26:24 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: Christlicher Fundamentalismus &#124; SkepTicker</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/07/19/anschlag-christlicher-terroristen-vereitelt/#comment-160</link>
		<dc:creator>Christlicher Fundamentalismus &#124; SkepTicker</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2007 03:23:43 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Bericht &#252;ber missgl&#252;ckten Attentatsversuch von christlichen Terroristen von Juli 2007 [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Bericht &#252;ber missgl&#252;ckten Attentatsversuch von christlichen Terroristen von Juli 2007 [&#8230;]</p>
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		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://www.skepticker.org/2007/07/19/anschlag-christlicher-terroristen-vereitelt/#comment-22</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jul 2007 10:06:57 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.skepticker.org/2007/07/19/anschlag-christlicher-terroristen-vereitelt/#comment-22</guid>
		<description>Zuerst einmal: Die Nachricht, dass es auch christliche Fundamentalisten gibt, ist f&#252;r mích nicht &#252;berraschend. Man sollte aber auch im Auge behalten, dass terroristische Anschl&#228;ge daraus vor allem in Regionen entwachsen, in denen dieser christliche Fundamentalismus mit einer radikalen politischen &#220;berzeugung gekoppelt sind - bestes Beispiel hierf&#252;r ist der Bible Belt der USA, aus dem neben den drei zum Gl&#252;ck erfolglosen M&#246;chtegern-Attent&#228;ter ja auch Leute wie Timothy McVeigh kamen (der ja bekanntlich &#228;hnlich motiviert war). In der Gegend herrscht eine f&#252;r mich zumindest un&#252;berblickbare Gemengelage aus zersplittertem protestantisch-puritanischem Christentum, Rassismus und anarchistischer Ablehnung gr&#246;&#223;erer politischer Institutionen (Regierung, UN, etc.) (die aus einer ausgepr&#228;geten Wild-West-Mentalit&#228;t hervorgegangen sein mag) vor. &#196;hnliche Motivation &#228;u&#223;erten ja auch die Attent&#228;ter.

Und hier wird es schwierig. Will man die Radikalit&#228;t der drei nur auf das Christentum zur&#252;ckf&#252;hren, muss man sich schwurbelige Exegesen wie der oben bedienen. Die erste von Sokrateer zitierte Textstelle stammt aus der Bergpredigt und hat in der Einheits&#252;bersetzung die &#220;berschrift "Vom Beten - Das Vaterunser" Der erste Teil besch&#228;ftigt sich damit, dass man seine Fr&#246;mmigkeit nicht zur Schau stellen soll (was, wie ich meine, einigen Christen gut anstehen w&#252;rde), der zweite &#252;berliefert das Vaterunser. Wo man eine Ablehnung organisierter Religion aus dieser STelle lesen soll, bleibt mir unklar - maximal ist diese in der Passage "Du aber geh in deine Kammer..." zu lesen. Hier kann man aber auch Mt 18,20 anf&#252;hren "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen"
Wenn Sokrateer eine textn&#228;here Auslegung bevorzugt, bitte. Dann bleibt erst recht unklar, warum die Stelle mit der heutigen organisierten Religion unvereinbar ist: Christen beten weder in Synagogen (sie haben Kirchen, die auch nicht in der Nachfolge von Synagogen stehen, die Organisationsform ist eine andere) und auch sehr selten an Strassenecken (Prozessionsz&#252;ge sind die einzigen Gegenbeispiele, die mir einfallen, aber die halten aus logistischen Gr&#252;nden meist an gr&#246;&#223;eren Pl&#228;tzen zum Gebet und nicht an Strassenecken), zum Gebet ziehen sie sich meist wirklich in ihre Kammer zur&#252;ck, mit Ausnahme der Gottesdienste, und bei denen wird in der Regel auch die T&#252;r geschlossen - also, keine Kollision der organisierten Religion mit Mt 6,5.

Auch das n&#228;chste klare Beispiel ist nicht so einleuchtend wie es scheint. Zuerst - die Bibel erhebt nicht den Anspruch auf Historizit&#228;t. Es ist kein Buch im Sinne Plutarchs oder Thukidydes. Es kann daher nicht einfach aus einer Textstelle, die einen Zornesausbruch Jesu und die Vertreibung einiger H&#228;ndler samt ihres Viehs ein Kommandounternehmen zur Erst&#252;rmung des Tempels extrapoliert werden. Tatsache ist, dass wir die Vorg&#228;nge von damals nicht kennen - es ist aber wahrscheinlicher, dass (von der Sicht eines Aussenstehenden geschrieben) "ein Irrer im Tempel randaliert hat und ein paar Tische umgestossen hat, bevor er von den Wachen &#252;berw&#228;ltigt und rausgeworfen wurde", als dass "sich ein Trupp Bewaffneter in einer r&#246;misch besetzten Stadt zusammengefunden hat und das wichtigste Heiligtum der Juden gest&#252;rmt hat und die dortigen Personen massakriert hat, ohne dass der Vorfall von Geschichtsschreibern wie z.B. Flavius Josephus schriftlich fixiert wurde". 

Prinzipiell zeigen die Auslegungen von Sokrateer eines aber deutlich: Man kann Fundamentalisten jede beliebige Textstelle, und sei sie aus einem Kochbuch geben, sie werden darin immer eine Best&#228;tigung f&#252;r ihre &#220;berzeugungen finden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst einmal: Die Nachricht, dass es auch christliche Fundamentalisten gibt, ist f&#252;r mích nicht &#252;berraschend. Man sollte aber auch im Auge behalten, dass terroristische Anschl&#228;ge daraus vor allem in Regionen entwachsen, in denen dieser christliche Fundamentalismus mit einer radikalen politischen &#220;berzeugung gekoppelt sind - bestes Beispiel hierf&#252;r ist der Bible Belt der USA, aus dem neben den drei zum Gl&#252;ck erfolglosen M&#246;chtegern-Attent&#228;ter ja auch Leute wie Timothy McVeigh kamen (der ja bekanntlich &#228;hnlich motiviert war). In der Gegend herrscht eine f&#252;r mich zumindest un&#252;berblickbare Gemengelage aus zersplittertem protestantisch-puritanischem Christentum, Rassismus und anarchistischer Ablehnung gr&#246;&#223;erer politischer Institutionen (Regierung, UN, etc.) (die aus einer ausgepr&#228;geten Wild-West-Mentalit&#228;t hervorgegangen sein mag) vor. &#196;hnliche Motivation &#228;u&#223;erten ja auch die Attent&#228;ter.</p>
<p>Und hier wird es schwierig. Will man die Radikalit&#228;t der drei nur auf das Christentum zur&#252;ckf&#252;hren, muss man sich schwurbelige Exegesen wie der oben bedienen. Die erste von Sokrateer zitierte Textstelle stammt aus der Bergpredigt und hat in der Einheits&#252;bersetzung die &#220;berschrift &#8220;Vom Beten - Das Vaterunser&#8221; Der erste Teil besch&#228;ftigt sich damit, dass man seine Fr&#246;mmigkeit nicht zur Schau stellen soll (was, wie ich meine, einigen Christen gut anstehen w&#252;rde), der zweite &#252;berliefert das Vaterunser. Wo man eine Ablehnung organisierter Religion aus dieser STelle lesen soll, bleibt mir unklar - maximal ist diese in der Passage &#8220;Du aber geh in deine Kammer&#8230;&#8221; zu lesen. Hier kann man aber auch Mt 18,20 anf&#252;hren &#8220;Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen&#8221;<br />
Wenn Sokrateer eine textn&#228;here Auslegung bevorzugt, bitte. Dann bleibt erst recht unklar, warum die Stelle mit der heutigen organisierten Religion unvereinbar ist: Christen beten weder in Synagogen (sie haben Kirchen, die auch nicht in der Nachfolge von Synagogen stehen, die Organisationsform ist eine andere) und auch sehr selten an Strassenecken (Prozessionsz&#252;ge sind die einzigen Gegenbeispiele, die mir einfallen, aber die halten aus logistischen Gr&#252;nden meist an gr&#246;&#223;eren Pl&#228;tzen zum Gebet und nicht an Strassenecken), zum Gebet ziehen sie sich meist wirklich in ihre Kammer zur&#252;ck, mit Ausnahme der Gottesdienste, und bei denen wird in der Regel auch die T&#252;r geschlossen - also, keine Kollision der organisierten Religion mit Mt 6,5.</p>
<p>Auch das n&#228;chste klare Beispiel ist nicht so einleuchtend wie es scheint. Zuerst - die Bibel erhebt nicht den Anspruch auf Historizit&#228;t. Es ist kein Buch im Sinne Plutarchs oder Thukidydes. Es kann daher nicht einfach aus einer Textstelle, die einen Zornesausbruch Jesu und die Vertreibung einiger H&#228;ndler samt ihres Viehs ein Kommandounternehmen zur Erst&#252;rmung des Tempels extrapoliert werden. Tatsache ist, dass wir die Vorg&#228;nge von damals nicht kennen - es ist aber wahrscheinlicher, dass (von der Sicht eines Aussenstehenden geschrieben) &#8220;ein Irrer im Tempel randaliert hat und ein paar Tische umgestossen hat, bevor er von den Wachen &#252;berw&#228;ltigt und rausgeworfen wurde&#8221;, als dass &#8220;sich ein Trupp Bewaffneter in einer r&#246;misch besetzten Stadt zusammengefunden hat und das wichtigste Heiligtum der Juden gest&#252;rmt hat und die dortigen Personen massakriert hat, ohne dass der Vorfall von Geschichtsschreibern wie z.B. Flavius Josephus schriftlich fixiert wurde&#8221;. </p>
<p>Prinzipiell zeigen die Auslegungen von Sokrateer eines aber deutlich: Man kann Fundamentalisten jede beliebige Textstelle, und sei sie aus einem Kochbuch geben, sie werden darin immer eine Best&#228;tigung f&#252;r ihre &#220;berzeugungen finden.</p>
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