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  • 31. Jul. 2007

    In der Rheinischen Post fordert Bischof Mixa Gegenleistungen von islamischen Staaten für den Bau von Moscheen in Deutschland und offenbart sein Verständnis von Toleranz und rechtsstaatlicher Prinzipien.

    In vornehmlich islamisch geprägten Kulturen und Ländern haben Christen heute noch so gut wie keine Daseinsberechtigung.” Wenn sich dies nicht endlich ändere, sollte man in Deutschland den Muslimen in aller Freundschaft antworten: „Dann muss es eben keine große Moschee sein mit hoch emporragenden, demonstrativ in Erscheinung tretenden Minaretten, dann reicht in einer christlich geprägten Kultur auch ein schlichter muslimischer Andachtsraum.

    Kleine Nachhilfestunde - Grundgesetz, Artikel 4:

    2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

    Sehr geehrter Herr Mixa, dieser Text ist umissverständlich. Die Religionsfreiheit - ebenso wie jedes andere Menschenrecht - darf in der BRD nicht eingeschränkt werden!

    29. Jul. 2007

    Pressemitteilung der AKTION 3.WELT SAAR vom 25. Juli 2007

    Die Begeisterung für den Dalai Lama entspringt der Sehnsucht nach einem einfachen Leben

    Friedfertigkeit ist nur Fassade – In der Praxis für Gewalt und gegen die Errungenschaften der Aufklärung

    „Der Dalai Lama bedient mit seinen mediengerecht inszenierten Botschaften von Frieden, Liebe und Toleranz eine verbreitete Zivilisationsmüdigkeit. Für viele seiner Zuhörer/innen verkörpert sein
    marketingmäßig aufgebautes Image die romantische Sehnsucht nach einem einfachen Leben, das von der Unbill der Moderne unberührt ist.“ Sokommentiert Klaus Blees von der „Aktion 3. Welt Saar“ die
    Auftritte des religiösen Popstars.

    Hinter der von ihm hoch gehaltenen Botschaft von Frieden und Toleranz verbirgt sich bei näherer Betrachtung eine durch und durch unfriedliche und undemokratische Praxis. Einerseits ist das so genannte geistige und politische Oberhaupt der Tibeter nie demokratisch gewählt worden. Als kleiner Junge wurde er auf Grund eines okkultistischen Rituals zum Staatsoberhaupt erkoren. Zum anderen billigte der„gewaltfreie“ Dalai Lama den von 1958 bis 1973 gegen die Chinesen geführten bewaffneten tibetischen Untergrundkampf und begrüßte die indische Atombewaffnung

    Das “alte Tibet” vor 1950 war alles andere als idyllisch. Unter der feudalen Herrschaft der Lamas, der buddhistischen Priester, lebte die brutal ausgebeutete Bevölkerung in bitterster Armut und wurde durchgrausamste Strafen für kleinste Vergehen bei der Stange gehalten. Der tibetische Buddhismus ist extrem frauenfeindlich. Beispielsweise schlossen die “sexualmagischen, spirituellen” Praktiken des tibetischenTantra die Vergewaltigung junger Frauen und sexuellen Kindesmissbrauch ein. Die freundschaftlichen Beziehungen der buddhistischen Herrscher Tibets zu den Nationalsozialisten finden ihre Fortsetzung in den guten Beziehungen des Dalai Lama zu Vertretern rassistischer und antisemitischer Esoteriksekten. So war Shoko Asahara, Gründer der japanischen AUM-Sekte und Hauptverantwortlicher für den tödlichen
    Giftgasanschlag auf die U-Bahn von Tokio im März 1995, ein Schützling des Dalai Lama.

    Bei genauem Hinsehen entpuppt sich der „gewaltfreie“ Dalai Lama als Vertreter einer gewaltträchtigen Politik, die sich gegen die Errungenschaften der Aufklärung wie das Recht auf ein selbst bestimmtes Leben wendet und statt dessen die Unterwerfung unter Gruppenzwänge fordert. Weitere Informationen: „Aktion 3. Welt Saar“, Weiskirchener Straße 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 / 9930-56,
    E-Mail: a3wsaar(at)t-online.de, www.a3wsaar.de

    26. Jul. 2007

    Unerfreuliches gibt es aus Russland zu berichten:

    Offener Brief an Präsident Wladimir Putin: Wissenschaftler warnen vor Klerikalisierung Russlands

    Russland sei auf dem Weg zu einer klerikalen Gesellschaft, die orthodoxe Kirche versuche “mit allen Mitteln den religiösen Glauben zu stärken und ihn der Gesellschaft aufzuzwingen”. So steht es in einem offenen Brief an Wladimir Putin, der seit Tagen im Internet steht und jetzt auch von mehreren großen Zeitungen auszugsweise nachgedruckt wurde. …

    Patriarch Alexi II. höchstselbst besteht auf gleichberechtigte Behandlung von Darwins Evolutionstheorie und der biblischen Schöpfungslegende im Biologieunterricht. Wenn jemand meint, er stamme vom Affen ab, habe er noch lange nicht das Recht, diese Meinung anderen aufzunötigen, zürnte seine Heiligkeit, …

    Noch vor dem “Affenprozess” hatte der Klerus mit der Einführung des Pflichtfachs “Grundlagen der orthodoxen Kultur” landesweit einen Sturm der Entrüstung losgetreten. Atheisten, Muslime und Juden - zusammen über 60 Prozent der Bevölkerung - kritisierten vor allem, dass dazu nicht etwa Fachlehrer für Kunsterziehung, sondern Geistliche verpflichtet wurden und verwahrten sich gegen die “Zwangsbekehrung”.

    Diskussion dazu im Freigeisterhaus

    25. Jul. 2007

    FliegenklatscheAus dem Spartenkanal Help TV soll Fliege-Fernsehen werden. Fernsehpfarrer Jürgen Fliege schafft sich damit einen Angelhaken - und die Basis für eine multimediale Verbreitung seiner Verkündigung.
    Jesus.de und sueddeutsche.de

    Ohnehin wird der Fliege-Sender nur eine Plattform sein, von der aus sich Fliege multimedial verbreiten möchte. “Wir reden mit Print und verschiedenen Hörfunksendern“, sagt Pohl. Kolumnen könnte Deutschlands berühmtester Fernsehpfarrer schreiben, Beiträge fürs Radio sprechen und auch sein bestehendes Print-Magazin einbinden. Das schreibt bislang noch rote Zahlen, soll aber im Zuge der Gesamterneuerung saniert werden. Am Ende könnte dann aus dem Garagenmann Fliege so etwas wie der Medientycoon Fliege werden. Mit seinem berühmten viel sagenden Lächeln kommentiert er das und redet prompt von sich in der dritten Person. “Wenn Geld verdient wird, freut Fliege sich.“

    Keine Frage, dieser Mann hat nicht viele über sich. Nur einen sieht er noch auf Augenhöhe, wohl weil auch dem bislang der wahre Segen verwehrt geblieben ist. “Liebe Kirchen, ihr müsst dem Hape Kerkeling eine Ehrendoktorwürde geben“, sagt er und spielt auf dessen Erfolg mit dem Pilgerbuch Ich bin dann mal weg an. “Das ist der größte Volksmissionierer seit Martin Luther“, sagt Fliege. Für einen kurzen Moment wirkt er dabei so, als habe er sich selbst vergessen.

    19. Jul. 2007

    Drei mutmaßliche christliche Terroristen wurden dabei ertappt, als sie offenbar eine Kirche in Schutt und Asche legen wollten.

    Schon am 22. Mai machte ein gewisser Markus Uhl Schlagzeilen, als er von der Polizei mit mehreren Napalm-Bomben ertappt wurde. Der Anhänger des kurz zuvor verstorbenen, führenden Evangelikalen und Fernsehpredigers Jerry Falwell, der auch an der, von Falwell gegründeten, Liberty University studierte, soll damit geplant haben, mögliche Demonstrationen gegen Falwell zu bombardieren.

    Nun gab es am 12. Juli einen weiteren Fall von vereiteltem Terrorismus durch Christen. Das Ziel von Dayton Lee Calaway (19), Michael Philip Plaisted Jr. (18) und Jered Michael Ragon (18) waren aber keine Demonstranten, sondern eine Kirche in der texanischen Kleinstadt Burleson. Ihre Aktitvitäten erregten Aufmerksamkeit. Die Polizei wurde verständigt, was zur Verhaftung der drei führte. Vor Ort wurde eine Sprengvorrichtung sichergestellt.

    Die drei gaben an zur Gruppe der Radical Christian Activists zu gehören, die Regierungen und organisierte Religionen ablehnen.

    Christen, die die organisierte Religion ablehnen und dazu terroristische Methoden nutzen? Das mag für viele verwunderlich klingen, doch lassen sich diese Taten durchaus mit der christlichen Jesus-Mythologie begründen.

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    18. Jul. 2007

    Schwarze Madonna

    Der Glaube an Dämonen oder gar an den Teufel persönlich, der von seinem Opfer Besitz ergreift, ist - so könnte man meinen - eine längst überwundene Kehrseite des christlichen Glaubens, der allenfalls von reaktionären, religösen Fundamentalisten geteilt wird. Doch weit gefehlt: Unter der Führung des neuen Papstes wird der Rückfall in das Okkultisch-Irrationale gefördert.

    Am 13.07 diesen Jahres berichtete das katholischen Nachrichtenportal kath.net über ein Exorzistentreffen in Polen. 330 Exorzisten aus 29 Ländern seien dort zusammengekommen. Nur offizielle Exorzisten seien eingeladen worden zu dem jährlichen Treffen der “Internationalen Vereinigung der Exorzisten”. Dieser Verein wurde erst 1990 von einem gewissen Pater Gabriele Amorth gegründet , der von kath.net als langjähriger Chef-Exorzist im Vatikan vorgestellt wird:

    Pater Amorth gründete die Vereinigung, weil er hoffte, die Arbeit der Exorzisten weltweit zu verstärken. Oft sei auch in der Kirche kaum Verständnis dafür da, bedauert Pater Amorth in einem Interview mit der italienischen Zeitung „30 Giorni“.
    Doch der Dienst werde immer wichtiger, weil auch der Okkultismus wieder zunehme und sich der Satanismus verbreite sehr stark verbreite, sagt Amorth: „Wenn der Glaube sinkt, steigt der Aberglaube. Um es in biblischer Sprache auszudrücken: Man verlässt Gott und gibt sich dem Götzendienst hin. In der heutigen Sprache heißt das: Man verlässt Gott, um sich dem Okkultismus hinzugeben.“
    Amorth bezeichnet es als größten Erfolg Satans, „glauben zu machen, dass er nicht existiere. Und es ist ihm fast gelungen. Auch im Inneren der Kirche.“

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    18. Jul. 2007

    Der Zentralrat der Muslime fordert auf seiner Webseite die Schlechterstellung von Frauen im Ehe-, Scheidungs- und Erbschaftsrecht, vor Gericht und in der Partnerschaft und verbietet ihnen, sich sexuell zu verweigern.

    Als vor einigen Monaten ein alter Artikel einer Webseite der Ahmadiyya-Sekte ans Tageslicht kam, in dem ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Schweinefleisch und Homosexualität behauptet wurde, war die mediale Entrüstung groß. Schließlich hatte die Ahmadiyya-Sekte mit Hilfe von liebenswerten Vorzeigemuslimen, wie dem deutschen Konvertiten Hadayatullah Hübsch, gegenüber der Öffentlichkeit ein fortschrittlich-liberales Bild kultiviert. Offenbar hielt es keiner der Journalisten für notwendig, sich näher zu informieren.

    Die gängige mediale Kritik am Zentralrat der Muslime hängt sich meist an Nebensächlichkeiten, wie der Frage des gemeinsamen Sportunterrichts und der Teilnahme an Klassenfahrten, auf. Dabei hat der ZDM auf der von ihm unterhaltenen Webseite www.islam.de ganz andere Leichen im Keller.

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    6. Jul. 2007

    Warum verlieben wir uns ? In wen verlieben wir uns? Wie schaffen wir es geliebt zu werden? Was passiert mit und in uns, wenn wir uns verlieben und was wenn wir lieben? Was zerstört die Liebe und wie kann man sie erhalten? So lauten die Fragen, die wir alle uns immer wieder stellen. Der Wissenschaftpublizist Bas Kast berichtet welche Antworten die Wissenschaften auf diese uns alle bewegenden Fragen liefern.
    Sonntagmorgen, vereinzelt blinzelt die Sonne durchs Gewölk. Eigentlich müsste man dringend noch ein paar Stunden schlafen. Schließlich war die Nacht zuvor die “Saturday Night”. Eine fiebrige Nacht also, in der man sich als durchschnittlicher westeuropäischer Single-Mensch üblicherweise allerlei zweifelhaften Single-Vergnügungen auf der Piste hingibt, in der Hoffnung dort auf andere Single-MenschInnen zu treffen. Man könnte meinen, normale Single-Menschen nehmen sich genau deshalb Sonntags nichts vor, weil sie die Hoffnung nicht aufgeben wollen (können), ihre samstagnächtlichen Bemühungen mögen doch irgendwann einmal andere Ergebnisse zeitigen als einen ausgewachsenen Kater. Nun - ich hatte zum Glück zwar keinen Kater, trotzdem bewegte sich meine Begeisterung ob des infernalischen Gebimmels eines elektronischen Weckers an diesem Sonntag morgen deutlich im unteren Bereich. Immerhin - so sagte ich mir, wie um mich zu motivieren - bist Du eingeladen in die Akademie der Giordano-Bruno-Stiftung, den “Think-Tank der Atheisten“ also, wie der Spiegel kürzlich schrieb. Ein Ort, an dem mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Anwesenheit diverser Fundamentalatheisten, Brightsvordenker und deutscher Chefatheisten zu rechnen ist. Mithin die Speerspitze der “neuen Atheisten”, solche Leute trifft man ja immer gerne, schon allein um sich über deren unheimliche und ungeheuerliche Pläne zu informieren.

    Entgegen meiner Erwartungen werde ich nicht in einer schwarzen Kutsche abgeholt, auch wird mir kein Sack über den Kopf gezogen oder meine Sinne sonst wie eingeschränkt oder vernebelt. Es ist ein ganz normales Kraftfahrzeug - ein profaner Kombi übrigens - und die darin sitzenden Menschen sehen völlig normal aus und tragen allesamt normale Kleidung. Wahrscheinlich Tarnung, sage ich mir, lausche gespannt dem Gespräch und erlebe eine erneute Enttäuschung: Gewöhnlicher Smalltalk wird ausgetauscht, dann hören wir Musik und ein Kinderbuch wird herumgereicht, in dem ich keine einzige sublime Botschaft zu entdecken vermag. Es wird hier - so meine intuitive Vermutung - mit einem geheimen Code kommuniziert, den ich erst zu entschlüsseln vermag, sobald ich die Initiationsriten erfolgreich (also lebend) hinter mich gebracht haben werde. Immerhin erfahre ich, worum es heute in der Akadamie gehen wird: Um Liebe, Lust und Leidenschaft. Aha - wußte ich es doch: Polymorph-perverses Atheistenpack!

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    2. Jul. 2007

    Ein hochkarätiges besetztes Wissenschaftssymposium in einer kleinen Stadt in der Provinz. Das Thema ist Evolution und Kreationismus. 3 Tage referieren, streiten und debattieren Referenten aus den Natur- und Geiseswissenschaften über iDie erschöpfte Theorie? Evolution und Kreationismus in Wissenschaften. Das lokale Printerzeugnis “Der Trierische Volksfreund” scheint indes an solcherlei Veranstaltungen in seiner Stadt keinerlei Interesse zu haben.

    Alltag, wie Christoph Lammers einer der Organisatoren berichtet:

    Dass der TV uns boykottiert hat ist bedauerlich, aber für die örtliche Presse typisch. Fast alle öffentlichen Terminkalender haben die Veranstaltung ignoriert.

    In der Printausgabe des TV gab es immerhin eine Nachberichterstattung zum Kongreß. Allerdings war dort wenig über die Tagung selbst zu lesen. Fast bekommt man den Eindruck, der Schreiber des Artikels habe sich nur einen einzigen Vortrag angehört. Es wird nur ein einziger Referent (Prof. Graf) erwähnt und gleich 2 Absätze (von insgesamt 5) widmen sich dem Inhalt dieses einen Vortrags. Stattdessen kommt ein Sektenbeauftrager des Bistums Trier im längsten Abschnitt des Artikels zu Wort:

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    1. Jul. 2007

    Doktor Gerhard Ludwig Müller ist nicht irgendwer. Doktor Gerhard Ludwig Müller ist Bischof des Bistums Regensburg und als solcher naturgemäß kein Freund des Atheismus. Dementsprechend ist dieser auch regelmäßig Gegenstand von Müllers Predigten, Ansprachen und Hirtenbriefe. Neulich war es wieder so weit: während einer Veranstaltung der Diözese Pilsen, der Partnerdiözese Regensburgs, predigte Müller u.a.: „Der Gottesglaube führt zusammen und baut auf, der Atheismus dagegen trennt die Menschen und führt in den Abgrund“.

    Weiter heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung der Diözese: „Wie die atheistischen Ideologien im 20. Jahrhundert, Kommunismus und Nationalsozialismus, zeigten, führe die Leugnung Gottes zu Hass, Unfrieden, Streit und Zerstörung, so Bischof Gerhard Ludwig. In der Partnerschaft der beiden Diözesen sei konkret zu erleben, dass der christliche Glaube vereint.“ [sic]

    Müller weiter: „Ohne den christlichen Glauben an Gott den Schöpfer, Erlöser und Versöhner der Menschen gibt es kein neues Europa.“ Und noch weiter: „Sonst gelangen wir wieder dorthin, wohin uns die atheistischen Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts geführt haben.“

    Diese Aussagen sind in vielfacher Hinsicht mehr als fragwürdig. So mutet schon die pauschale Behauptung, Gottesglaube verbinde, angesichts der enormen Zahl religiöser Kriege und Konflikte in Gegenwart und jüngster Vergangenheit grotesk an.

    Ärgerlich dagegen die verkürzende Darstellung von Nationalsozialismus und Kommunismus als atheistische Ideologien, war doch der Nationalsozialismus in erster Linie opportunistisch und indifferent. Christliche Bezüge vereinnahmte er ebenso wie atheistische, sozialistische oder neuheidnische Elemente. Ob Hitler selbst Atheist war, ist umstritten. Wahrscheinlicher erscheint ein vager Glaube an einen unpersönlichen Gott. Unstrittig ist, dass Hitler von organisierten Religionen im allgemeinen und dem Christentum im speziellen wenig hielt. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, seine Vorteile aus seiner formalen Zugehörigkeit zum Katholizismus zu ziehen, die ihm etwa den Zugang zu bürgerlichen Kreisen in den Anfangsjahren seiner politischen Karriere erleichterte. Auch Hitlers Reden und Schriften bauten stark auf religiösen Bildern auf nicht zuletzt ‚Mein Kampf’ ist durchzogen von christlichen Bezügen. U.a. stellt er sich hierbei vielfach, etwa in seinem Antijudaismus, als in der Tradition der katholischen Kirche stehend dar. Joachim C. Fest bemerkt hierzu:

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