In einem kurzen, überaus offenen Beitrag thematisierte das rbb-Magazin Polylux am 14. Juni 2007 den “Vormarsch der Gottlosen”. Atheisten fühlten sich diskriminiert heißt es, und weiter:
Der Kampf gegen die christliche Gesellschaft hat begonnen. Eine wachsende Zahl von Atheisten fühlt sich unterdrückt und fordert nun vehement ihre Rechte ein.
Ausnahmsweise werden Atheisten hier nicht als Sektierer und Aufrührer gezeigt, die in blindwütigem Hass Religionen angreifen und somit eine Gefahr für Sitte und Anstand sind. Stattdessen werden gezeigt: Schmidt-Salomon als Sprecher von Hörbüchern für Kinder, Lebenskunde-Unterricht als Alternative zum Religionsunterricht - eine Initiative des Humanistischen Verbandes - und religionskritische Karikaturen des Kinder- und Jugendbuchautors Janosch. Abzuwarten bleibt die Reaktion der Verantwortlichen des Senders. Polylux stand schon mehrfach senderintern unter Beschuss: Wegen “Aufbauschung von Randerscheinungen zu allgemeingültigen Trends“.

So sehr man die Besorgnis der christlichen Mehrheit nachvollziehen kann, so gering ist die Befürchtung, dass dieser Bericht eine “Aufbauschung von Randerscheinungen zu allgemeingültigen Trends“ sein könnte. Die humanistische Opposition in unserer Gesellschaft ist eine Realität, die nicht nur den Kirchen Kopfzerbrechen bereiten wird.
17. Jun. 2007 | #
Der Beitrag ist wirklich gut gemacht, aber leider bekommt man diese Qualität immer nu spät abends.
18. Jun. 2007 | #
Obwohl es ein kurzer Beitrag war und obwohl erst zu recht später Stunde gesendet, ist es ein weiteres Zeichen für die Aufhebung der Medienblockade, unter der “wir” jahrelang zu leiden hatten.
19. Jun. 2007 | #
“Aufbauschung von Randerscheinungen zu allgemeingültigen Trends“ ist genau der Grund, warum ich mir diese Sendung nicht antue. Wenn die coolste Clique von ganz Südwestneukölln anfängt rosa Stirnbänder zu tragen, wird Polylux als erstes darüber berichten.
24. Jul. 2007 | #
Ein sehr guter Beitrag! Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die Ihr Gehirn nutzen und sich für freies Denken, Gleichberechtigung und die strikte Trennung von öffentlichem /taatlichem Leben und Religionen einsetzen. Weiter so!
28. Sep. 2007 | #