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  • 15. Jun. 2007

    “Berliner Begegnung” - nie gehört? “Überparteiliches Gebetsfrühstück für Parlamentarier” - was soll das denn sein - bitte schön? Das gibt es und es soll “ein Kontrapunkt zum tagespolitischen Geschäft” sein. Das jedenfalls sagt die Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen). Am 13. Juni eröffnete Volker Kauder (Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion) die 12. Internationale Berliner Begegnung, laut einer Meldung des christlichen Nachrichtenportals idea.de mit den Worten:

    Die Ablehnung Gottes in der Politik hat in Deutschland zu einem der schlimmsten Terror-Regimes der Geschichte geführt. Aufgrund der Erfahrung des Nationalsozialismus hätten Politiker heute „allen Grund, ihre Arbeit unter das Kreuz“ zu stellen.

    Das übliche Anti-Atheistische Geschwafel also. “Wir” Ungläubigen sind wie immer die Bösen und “die” sind die Guten. “Wir” sind schuld an Hilter, Stalin und Pol Pot, weil wenn man an Gott glaubt kann so was nicht passieren. Immerhin räumt Kauder ein:

    Zwar könne es nicht Aufgabe von Politikern sein, das Neue Testament in Gesetzesparagraphen umzusetzen…

    Da haben wir wohl noch mal Glück gehabt. Vielmehr hat Kauder Glück gehabt, ist doch die Grundgesetzkonformität des Neuen Testatments zu bewezeifeln. In Fragen der Gleichberechtigung der Geschlechter schreibt Paulus:

    1. Brief des Paulus an Timotheus, Kap 2, Vers 11-15
    Eine Frau lerne still in aller Unterordnung; zu lehren aber gestatte ich einer Frau nicht, auch nicht, sich über den Mann zu erheben, sondern ich gebiete ihr, sich still zu verhalten. Denn Adam wurde zuerst geschaffen, darnach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, das Weib vielmehr wurde verführt und ist in Übertretung geraten. Sie wird aber gerettet werden durch das Kindergebären, wenn sie in Glauben und Liebe und Heiligung mit Sittsamkeit verbleibet

    Über die Sklaverei heißt es dort:

    Brief des Paulus an die Kolosser Kapitel 4, Vers1
    Ihr Herren, gewährt euren Sklaven, was recht und billig ist, da ihr wisst, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt!

    1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 7, Vers 20-22
    Jeder soll in dem Stand bleiben, in dem ihn der Ruf Gottes getroffen hat. Wenn du als Sklave berufen wurdest, soll dich das nicht bedrücken; auch wenn du frei werden kannst, lebe lieber als Sklave weiter. Denn wer im Herrn als Sklave berufen wurde, ist Freigelassener des Herrn.

    Dass Kauder oder die Autoren von idea.de beim Satz

    … denn auch Christen kämen in Sachfragen häufig zu unterschiedlichen Ergebnissen.

    an die Heilige Inquisition, den 30jährigen Krieg oder an Sachfragen denken, wie sie im Verlauf der Bartholomäusnacht zu klären waren, ist ebenfalls zu bezweifeln.

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