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  • 14. Jun. 2007

    Da ist er also nun endlich: Michael Schmidt-Salomon, mein Guru und Vordenker. Natürlich ist er wirklich mein persönlicher Guru, aber wie ich zuletzt immer wieder der Presse und diversen Online-Medien entnehmen durfte ist er der Vordenker der Brights, er ist der deutsche Chefatheist schlechthin, und gehört damit unzweifelhaft zu den so genannten „Neuen Atheisten“, den Fundamentalisten unter den Aufklärern, so heißt es.

    Ihn persönlich zu erleben war also längst überfällig. Seinen Vortrag „Die Achse des Blöden“ in der Reihe „Darf man über Religion lachen“ in meiner Heimatstadt durfte ich mir also nicht entgehen lassen. Im großen Saal der Tufa erwarteten ca. 150 Zuhörer ihren „Star“. Endlich ist es soweit und der in einfaches Leinen gehüllte Philosoph tritt vor sein Publikum. Er sieht ganz aus wie man ihn aus seinen TV-Auftritten kennt: Etwas zerknittert, mit offenem Hemd, Knopf im Ohr und unrasiert entspricht er dem Klischee des Querdenkers. Einzig die Baskenmütze fehlt und anstelle der Selbstgedrehten scheint er ganz profane Filterzigaretten zu bevorzugen. Arroganz, die man zuweilen bei seinen Auftritten in den Medien konstatieren musste, kann ich nicht entdecken. Im Gegenteil er wirkt äußerst sympathisch, offen und klug. Aber das Publikum, darunter einige – so erfährt man im Vorfeld – von weither angereist um ihn live erleben zu können, ist sicherlich nicht gekommen um ihn zu anzusehen. Ungeduldig warten wir darauf zu hören was er uns zu sagen hat:

    Die „Achse des Blöden“ so stellt er fest, reicht von Bush über Bin Laden bis hin zu Stoiber und Ahmadinedschad . Diese merkwürdige Allianz ruft uns zu „Schluss mit lustig“ und fordert ein Ende der Verletzung ihrer religiösen Gefühle. Dem setzt Schmidt-Salomon ein „Schluss mit Blöde“ entgegen und legt dar, warum man über Religion nicht nur lachen darf sondern lachen muss. Satire sei das wichtigste wenn nicht das einzige Mittel um die Absurdität religiöser Glaubensdogmen für ein breites Publikum sichtbar zu machen. Religion sei eine Aufklärungshemmnis, ihre Erkenntnisse und ihre Methoden stehen im Widerspruch zur Wissenschaft. Religion ist deshalb ein grundsätzliches Übel, welches mit den Mitteln der Satire zu bekämpfen sei.

    Basics des Vortrags als PDF, erschienen in der MIZ Ausgabe 02/06

    1 Kommentar »

    1. Khany schreibt:

      Recht hat er!

      28. Sep. 2007 | #

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