Bistum Köln erwirkt einstweilige Verfügung gegen den Kabarettisten Jürgen Becker, er darf Kardinal Joachim Meisner nicht mehr als Hassprediger bezeichnen.
Die katholische Kirche - namentlich vertreten durch Kardinal Meisner - liegt im Clinch mit dem Kabarettisten Jürgen Becker. ‘Schon wieder’ fragt man sich unwillkürlich und denkt ‘der arme Becker’. Hatte es nicht vor allzu langer schon eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen ihn gegeben? Damals waren es aber Muslime gewesen, die sich durch einen Satz aus Beckers Kabarettprogramm „Ja, was glauben sie denn?“ verhetzt sahen:
Der Komödiant wurde ob seines Sketches über den Rollentausch zwischen muslimischen Frauen und Männern - “Warum tragen die Männer nicht mal zur Abwechslung das Kopftuch vor den Augen, das schützt doch auch vor den visuellen Reizen ihrer dann kopftuchlosen Frauen…?
Dieses Mal sind es aber nicht die Muslime, deren Zorn Becker auf sich zieht, sondern ein Kardinal. Was war geschehen? In einem Interview mit dem Kölner Express hatte Becker auf die Frage, wie er sich denn zum Bau einer großen Moschee im Rheinland stelle, geantwortet:
Mein Nachbar ist Moslem, aber auf rheinische Art, mit dem kann man auch mal ein Kölsch trinken. In Köln kann man keinen Moslem dazu ermuntern, Katholik zu werden.
Denn von einem Hassprediger zum anderen zu wechseln, bringt nichts.



