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  • 27. Apr. 2008

    Heimathirsch  Jürgen Becker über Männerfreundschaft von Pontifex und Malboro, Kreuzzüge und Fundamentalisten und Wilfried Schmickler (AUFHÖREN!) widmet sich dieses Mal unter den anderem den Zuständen auf dem “Dach der Welt”.


    27. Apr. 2008

    Wann immer sie einen Nazi treffen, reden sie mit ihm, sagen sie “Na Arschloch?” Über Argumente kriegt man die immer. Probieren sie es aus, nach drei, vier Argumenten sagen die “Ach so, dass wusste ich gar nicht”.


    26. Apr. 2008

    SafeHarbour, die neue Plattform für freigeistige Diskussionen im Internet, ist online.

    Bekanntmachung der Betreiber:


    SafeHarbour ist aus der Idee hervorgegangen, ein alternatives Forum zum Freigeisterhaus anzubieten, einem der größten Diskussionsforen zum Thema Freidenkertum, Atheismus und kritischem Denken im deutschsprachigen Web. Dabei sieht sich SafeHarbour nicht als Konkurrenzforum. Das Themenspektrum ist mit dem FGH etwa deckungsgleich aber der Schwerpunkt ist ein Anderer. SafeHarbour, wie der Name impliziert, versteht sich als Anlaufstelle und Ort der Diskussion fuer Freidenker, will aber in erster Linie eine sichere Plattform fuer all jene Gruppen sein, die einen besonderen Schutz vor Diskriminierung beduerfen oder kein öffentliches Sprachrohr haben.
    SH distanziert sich dabei ausdruecklich von jeglicher Art der Intoleranz und intoleranten Ideologien, darunter vornehmlich jenen der “großen Weltreligionen” Judentum, Christentum und Islam (in chronologischer Reihenfolge), sowie von inhärent faschistischem Gedankengut, Rassismus, Nazismus etc.
    Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, legt das Team großen Wert auf die Einhaltung der Netiquette und der gegenseitigen Toleranz der Mitglieder. Jeder soll auf SafeHarbour seine Ansichten vorbringen dürfen und so eine Diskussion und mögliche Verständigung zwischen verschiedenen Gruppen anregen. Ausgenommen von diesem Toleranzanspruch ist intolerantes Gedankengut:”Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten.”
    – Wilhelm Busch

    Den ganzen Beitrag lesen …

    26. Apr. 2008

    Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare strikt abgelehnt. In einem Interview mit der in Würzburg erscheinenden katholischen Tageszeitung „Die Tagespost“ sagte der Freiburger Erzbischof: „Familie entsteht dadurch, dass Mann und Frau miteinander Kinder zeugen.“ Er halte es deshalb nicht für richtig, Kinder ohne diesen von der natürlichen Ordnung gewollten Bezug zu Vater und Mutter aufwachsen zu lassen.

    Auszug aus dem Interview (Quelle kath.net):

    Tagespost: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat zu Beginn dieses Jahres adoptionswilligen gleichgeschlechtlichen Paaren durch ein Urteil den Rücken gestärkt. Was hat die katholische Kirche zu diesem sehr kontrovers diskutierten Thema zu sagen?

    Zollitsch: In der Debatte um das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare wird übersehen, dass es Mann und Frau sind, die für neues Leben sorgen. Familie entsteht dadurch, dass Mann und Frau miteinander Kinder zeugen – und auch beide für die Kinder da sind. Deswegen sehe ich ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche zusammenlebende Menschen nicht im Sinne dessen, was Familie ist und auch nicht im Sinne dessen, was dem Naturrecht entspricht. Ich halte es in diesem Zusammenhang nicht für richtig, Kinder ohne diesen von der natürlichen Ordnung gewollten Bezug zu Vater und Mutter aufwachsen zu lassen. Wir bedauern es, wenn in einer Familie ein Elternteil stirbt und ein Kind deswegen nicht mehr beide Eltern erleben kann. Das sehen wir als Nachteil an. Auf diesem Hintergrund verstehe ich nicht, warum man eine solche, für die Entwicklung eines Kindes nachteilige Situation konstruieren und gesetzlich auch noch untermauern will, nur um bestimmten Wünschen mancher Menschen Rechnung zu tragen.

    kleine Nachhilfe in Argumentationstechnik:

    … was dem Naturrecht entspricht …

    […]

    … ohne diesen von der natürlichen Ordnung gewollten …

    Fehler 1: Naturalistischer Fehlschluss. Das etwas (in der Natur) ist, ist kein Beleg dafür, dass dieses etwas gut ist. Kriege, Mord oder noch einfacher der Tod sind zwar ebenfalls natürliche Phänome, die aber allein deshalb kaum jemand gut fände. Auch nach Humes Gesetz folgt aus dem “Sein” absolut nichts für das “Sollen”.

    … warum man eine solche, für die Entwicklung eines Kindes nachteilige Situation konstruieren …

    Fehler 2: Nach Schopenhauers eristischer Dialektik (Anm.: frei verfügbar beim Projekt Gutenberg - sehr empfehlenswerte Lektüre!) handelt es sich hierbei um Kunstgriff Nr. 6, eine s.g. versteckte peticio principii, wobei eine Hypothese mit einer weiteren Hypothese begründet wird. Einen Nachweis, dass Adoption durch ein homosexuelles Paar eine nachteilige Situation für das Kind sei, erbringt der Bischof nämlich nicht, wohl deshalb, weil es einen solchen Nachweis nicht gibt, wie man zB hier nachlesen kann.

    26. Apr. 2008

    Die Kirchlich Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordelbischen Kirche hat mit heftiger Kritik auf die Nominierung von Probst Horst Gorski als Kandidat für die Nachfolge des Schleswiger Bischofs Hans Christian Knuth reagiert.

    „Erneut erschreckend, wie weit sich die nordelbischen Entscheidungsträger von der Heiligen Schrift fort bewegt haben“, äußerte sich Pastor Dieter Müller vom Vorstand der Kirchlichen Sammlung gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, über die Nominierung von Gorski, der “Sprecher der homosexuellen Pastorenschaft in Nordelbien” ist.

    Die Personalentscheidung als Symbol und Signal an die Gesellschaft vertiefe die „ethische Katastrophe“. Wieder einmal zeige sich, daß die Kirche in den Fragen von Ehe, Familie und Sexualität der Gesellschaft kein Beispiel gebendes biblisches Wort mehr zu sagen habe.

    „Selbst bei wohlwollender Betrachtung ist dies eine schlimme, die geistliche Einheit erneut verletzenden Entscheidung mit vorhersehbaren Folgen für das Ansehen der Kirche im ländlich geprägten Schleswiger Raum“, sagte Müller.

    Quellen:

    Junge Freiheit

    Kath.net

    26. Apr. 2008

    Am 22. April wurde in Trier der “Humanistische Verband Deutschland, Rheinland Pfalz e.V.” gegründet, und ist damit der zehnte Landesverband des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD).

     

    HVD-GründungImmerhin 50 Interessierte hatten sich zu der Veranstaltung eingefunden. Dr. Horst Groschopp , der Vorsitzenden des Bundesverbandes, referierte zunächst über Sinn, Zweck und Ziel dieser Vereinsgründung: “Warum wir säkulare Kindergärten, Schulen, Seniorenheime brauchen” lautete der Titel seines Vortrags. Die Trennung von Staat und Kirche in der BRD stehe auf dem Stand von 1919 stellte er lakonisch fest. Aber es gebe erkennbar ein Bedürfnis nach nichtreligiösen Alternativangeboten in den Bereichen Erziehung, Bildung, Fest- und Feierkultur ebenso wie in den Sektoren Kranken- und Altenpflege. Auch im hochreligiösen Rheinland-Pfalz, das laut Umfragen eine sehr niedrige Quote an Konfessionsfreien aber einen extrem hohen Anteil an Katholiken aufweist. Zwar seien laut neueren Erhebungen nur 7,2% aller Rheinland-Pfälzer konfessionslos, obwohl über 17% sich selbst als Atheisten bezeichnen, was auf einen hohen Grad an Zwangskonfessionierten hinweise.

    VorstandMichael Schmidt-Salomon moderierte die nachfolgende Gründung des Vereins. In gewohnt eloquenter und zügiger Weise leitete der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung durch die staubtrockenen Formalia des Gründungsaktes: Feststellung der Gründungsfähigkeit, Bestellung der Protokollantin, Beschluss über die Geschäftsordnung, Beschluss zur Tagesordnung usw.. Spannend wurde es erst als politische Erklärung und Satzung präsentiert werden. Ebenso wie bei Dr. Groschopps Vortrag zeigte sich auch hier das lebhafte Interesse der Teilnehmer. Inbesondere auf die von den Initiatoren vorbereitete Satzung des Vereins erfolgten zahlreiche Nachfragen des Publikums, das einzelne Punkte äußerst lebhaft diskutierte. Anschließend erfolgte die Wahl des Vorstandes, mit der Vereinsführung betraut werden (im Bild v.l.): Thomas Schmidt (Schatzmeister), Jörg Salomon (stellv. Vorsitzender), Fiona Lorenz (Vorsitzende), Helmut Debelius (Beisitzer) und Wolfgang Schmitt (Beisitzer) - sowie der Beitritt zum Bundesverband des HVD.

    Rheinland-Pfalz braucht den HVD-Rheinland-Pfalz. Der HVD-Rheinland-Pfalz ruft alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in unserem Bundesland zur Mitarbeit auf.

    Downloads:

    Vereinssatzung

    Politische Erklärung

    Mitglied werden im HVD, Rheinland Pfalz e.V.

     

    In Kürze wird das Internetangebot des Vereins unter www.hvd-rlp.de zu finden sein.

    Kontakt: info@hvd-rlp.de

     

     


    19. Apr. 2008

    Videofundstücke heute:

    Die parodistische Antwort auf “Expelled - No Intelligence Allowed“, dem Film in dem behauptet wird, die IDler würden von der großen geheimen darwinistischen Wissenschaftlerverschwörung daran gehindert, in Forschung und Lehre zu arbeiten.


    Und die Antwort auf diese Videobotschaft von seiten der ID-Fraktion.


    18. Apr. 2008

    Athpedia, die säkulare Enzyklpädie, veranstaltet ihren ersten Schreibwettwerb. Die Idee ist, auf eine „spielerische“ Weise Artikel aus einer Reihe eingereichter Vorschläge zu küren und damit bisherige Autoren der Athpedia zusätzlich zu motivieren. So nebenbei sollen durch diese Aktion natürlich auch neue Autoren gewonnen, es soll für etwas zusätzliche Publicity gesorgt sowie neuer und qualifizierter Content generiert werden.

    Zu gewinnen gibt es tolle Buchpreise aus den Themenbereichen Religionskritik und Wissenschaften, z.B. das umstrittene Kinderbuch von Schmidt-Salomon und Nyncke, Sachbücher von Carsten Frerk, Franz Buggle, Christoph Bördlein und viele weitere. Die Bücher sind mit Widmungen der Autoren oder mit Signaturen versehen und es handelt sich ausschließlich um Werke, die in einem gut sortierten, säkular-religionskritischen orientierten Bücherregal nicht fehlen sollten.

    Also: Ran an die Tastaturen!

    Athpedia soll eine Online-Enzyklopädie sein, bei der der interessierte Internet-Nutzer Definitionen nachschlagen kann, die frei von religiösem Mummenschanz sind, wissenschaftlich, dem Faktischem verpflichtet. Egal welcher Religion wir uns verpflichtet fühlen oder aber überhaupt nicht religiös sind, allein um unser Weltbild humanistisch und ‚natürlich’ zu begründen sind Definitionen notwendig, die allein auf dem Faktischen beruhen, um unsere so sehr komplex werdende Welt besser zu verstehen. So sehen wir die Athpedia als ein Tool, ein Werkzeug für jene, die sich wertfrei informieren wollen.

    26. Mrz. 2008

    Am 22. April 2008 steht in Trier die Gründung des Humanistischen Verbandes Rheinland-Pfalz auf der Tagesordnung.

    HVD-Logo
    Rheinland Pfalz ist mit nur 7,2% konfessionslosen ein besonders dunkler Fleck auf der Landkarte. Es wird also Zeit, dass die Arme hochgekrempelt werden. Wir bitten deshalb um zahlreiches Erscheinen. Zuhören kann jeder Interessierte, mitmachen können nur Einwohner von Rhenland-Pfalz. Besucher von außerhalb (Triers) können sich gerne direkt an den Skepticker wenden: info (ät) skepticker.org

    Ort: TUFA (kleiner Saal)
    Weberbach/Wechselstraße, 54290 Trier
    Datum: Dienstag, 22.04.2008
    Beginn: 19:00 Uhr

    Zum Auftakt ein Vortrag von Dr. Horst Groschopp Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD):
    “Warum wir säkulare Kindergärten, Schulen, Seniorenheime brauchen”
    Moderation: Dr. Michael Schmidt-Salomon (gbs)

    Veranstalter: Humanistischer Verband Deutschlands in Verbindung mit dem katz e.V. und der Giordano Bruno Stiftung

    26. Mrz. 2008

    Der Alibri-Verlag, der  das religionskritische Ferkelbuch herausgibt, geht gegen die unfaire Berichterstattung vor. Gefordert werden ein Widerruf in der FAZ, der Presserat wurde angerufen und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Staatsanwalt erhoben.

    Alibri-Verlag:

    In einigen Fällen überschritt die Kritik allerdings die Grenze dessen, was noch als fair bezeichnet werden kann; gegen diese Form der Berichterstattung setzen sich der Verlag und die beiden Macher des Kinderbuches zur Wehr. Den Vogel schoß dabei die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ab. In der Ausgabe vom 5.3.2008 – also einen Tag vor der Verhandlung vor der Bundesprüfstelle – behauptete Thomas Thiel in einem Artikel über die Einweihung des Giordano Bruno-Denkmals in Berlin, das Buch sei „auf dem Index der Bundesprüfstelle“ gelandet. Aufgrund dieser offensichtlich falschen Tatsachenbehauptung, der wir durchaus eine rufschädigende Absicht unterstellen, fordert der im Text genannte Autor Michael Schmidt-Salomon von der FAZ einen Widerruf.

    Den Presserat rief der Verlag in einem anderen Fall an: Der Journalist Ulrich W. Sahm hatte zunächst auf ntv.de, dann in leicht abgeänderter Form im Feuilleton der NRZ behauptet, die „Formulierung ‘Menschen vernichten’“ sei „der Nazisprache“ entlehnt und insofern handele es sich um eine „vielleicht gar antisemitisch angehauchte Darstellung“ (ntv) bzw. „vielleicht sogar latent anitsemitische Darstellung“ (NRZ). Abgesehen davon, daß die behauptete Formulierung in dieser Form im „Ferkelbuch“ gar nicht vorkommt, muß in Sahms Artikeln aus zwei Gründen der Versuch einer gezielten Diffamierung des Autors Michael Schmidt-Salomon gesehen werden. Denn die Nationalsozialisten beschrieben ihre Verbrechen mit euphemisierenden Begriffen; die Vernichtung der europäischen Juden wurde als „Endlösung der Judenfrage“ kommuniziert (und eben nicht als Vernichtung von Mitmenschen). Mit geringem Rechercheaufwand hätte Sahm herausfinden können, was tatsächlich die Quellen waren, aus denen Schmidt-Salomon seine Formulierungen entlehnt hat: Kinderbibeln.

    Eine Dienstaufsichtsbeschwerde brachte der Verlag gegen den Leitenden Oberstaatsanwalt in Aschaffenburg, Ernst Wich-Knoten, auf den Weg. Die Staatsanwaltschaft in Aschaffenburg hatte eine Strafanzeige zu prüfen, die das Bistum Rottenburg-Stuttgart gegen das „Ferkelbuch“ gestellt hatte. Diese Prüfung kam zu einem negativen Ergebnis, so daß die Staatsanwaltschaft Mitte Februar verlauten ließ, das Buch enthalte keine strafbaren Inhalte; es wurde kein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Allerdings schien dies dem Leitenden Oberstaatsanwalt wenig zu gefallen, denn der Evangelische Pressedienst (epd) zitiert ihn in einer weit verbreiteten Meldung mit den Worten, das Buch sei ein „perfides Machwerk in der Maske des religiösen Kinderbuchs“. Was als persönliche […] ist als Aussage eines Leitenden Oberstaatsanwaltes – und als dieser wird er zitiert – unzulässig.

    Siehe auch:

    Presseschau zur Causa Ferkelbuch

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